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Unitymedia plant Dual-Stack

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon MartinDJR » 20.07.2016, 11:33

mellow hat geschrieben:Naja, wenn das fremd-gerät theoretisch DS-Lite kann, aber UM bei internen Tests festgestellt hat dass es doch nicht ganz fehlerfrei läuft, könnte es ein Mittel sein um Ärger vorzubeugen.

In diesem Fall wäre es doch einfacher, noch vor dem 1. August eine Meldung herauszugeben, dass es bei vielen Geräten Probleme gegeben hat und auch eine Liste herauszugeben, auf denen entsprechende Geräte aufgelistet sind.

Wenn irgendein Gerät Probleme hat, wenn es keine feste IPv4-Adresse und ein festes IPv6-Präfix bekommt, wird UM den Kunden mit Sicherheit auch nicht beides geben, um Ärger vorzubeugen.

mellow hat geschrieben:Insgesamt ist es merkwürdig dass Um sich Jahrelang beharrlich geweigert hat Privatkunden IPv4s anzubieten,

und:
hajodele hat geschrieben:Viel wahrscheinlicher ist es, dass UM die zukünftige Option "IPv6/DS" als Gelddruckmaschine benutzt.

Soviel ich weiß, hat UnityMedia nur sehr wage angekündigt, DualStack anbieten zu wollen.

Ob das alle Privatkunden, nur bestimmte Tarife oder nur Bussiness-Kunden betrifft, hat UnityMedia meines Wissens nicht dazu gesagt.

Ich halte es für durchaus denkbar, dass echtes DS nur in teureren Tarifen angeboten werden wird.

mellow hat geschrieben:... und jetzt pünktlich zum ende des Routerzwangs scheint es doch möglich zu sein.

Auf der Diskussionsseite im UnityMedia-Blog zum Thema "Ende des Routerzwangs" gab es mehrere Beschwerden von Kunden, dass es nicht möglich ist, echtes DualStack zu bekommen.

Insbesonders Bussiness-Kunden haben sich darüber beschwert, den doppelten Preis wie Privatkunden zahlen zu müssen, und dann noch einen Tunnelbroker zu brauchen, während Privatkunden IPv6 kostenlos bekommen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das die Reaktion von UM auf diese Beschwerden ist - und die kamen nun mal im Blog "Ende des Routerzwangs".
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon johnripper » 20.07.2016, 11:50

MartinDJR hat geschrieben:Insbesonders Bussiness-Kunden haben sich darüber beschwert, den doppelten Preis wie Privatkunden zahlen zu müssen, und dann noch einen Tunnelbroker zu brauchen, während Privatkunden IPv6 kostenlos bekommen.

Kostenlos...mit Verlust der öffentlichen IPv4. Du tust so wie wenn es ohne IPv6 großflächig zu Probleme kommen würde.
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon hajodele » 20.07.2016, 12:18

johnripper hat geschrieben:
MartinDJR hat geschrieben:Insbesonders Bussiness-Kunden haben sich darüber beschwert, den doppelten Preis wie Privatkunden zahlen zu müssen, und dann noch einen Tunnelbroker zu brauchen, während Privatkunden IPv6 kostenlos bekommen.

Kostenlos...mit Verlust der öffentlichen IPv4. Du tust so wie wenn es ohne IPv6 großflächig zu Probleme kommen würde.

Das ist sein ganz persönliches Hobby :D
Aber sich selbst nicht trauen, seinen Uraltvertrag upzudaten :wein:
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon MartinDJR » 20.07.2016, 13:44

johnripper hat geschrieben:Kostenlos...mit Verlust der öffentlichen IPv4. Du tust so wie wenn es ohne IPv6 großflächig zu Probleme kommen würde.

Ich gehe davon aus, dass vielen Gewerbetreibenden die öffentliche IPv4-Adresse völlig egal ist.

Bei den meisten Firmen sind eingehende Verbindungen sowieso von der Firewall geblockt.

Wenn jedoch der Geschäftspartner in Belgien oder den USA einen Server hat, der nur per IPv6 erreichbar ist, ist man als Gewerbetreibender schon auf IPv6 angewiesen.

Diejenigen Leute, die sich beschwert haben, werden wohl auf IPv6 angewiesen sein...
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon johnripper » 20.07.2016, 13:59

MartinDJR hat geschrieben:Wenn jedoch der Geschäftspartner in Belgien oder den USA einen Server hat, der nur per IPv6 erreichbar ist, ist man als Gewerbetreibender schon auf IPv6 angewiesen.

Ah erzähl doch keinen Quatsch.

Gerade bei geschäftlichen Anwendungen (in der einfachsten Form mit Web Frontend) gibt's nicht großflächig IPv6 only. Ganz im Gegenteil. Wenn es gut läuft kann vielleicht der Webserver der Firma IPv6 (meistens aber nur im Rahmen von DS), bei allem anderen ist schnell Schluss mit IPv6.

Und gerade die ganzen Eigenentwicklungen laufen auch auf oft mit IPv4 only. Gerade wenn die, wie bspw. bei den großen KIs die Systeme etwas älter sind. Da hat gar keiner Bock auch nur irgendwas anzufassen um es auf IPv6 umzustellen. Zumal der Erfolg zweifelhaft wäre und keiner so richtig weiß wo man anfangen soll was man so bedenken muss. Abgesehen von den diversen Schnittstellen die eine Bank zur externen Welt so unterhält, von denen nur die wenigsten überhaupt IPv6 können.

Und ja, ich kenne von mehr Banken (kleine wie große) die IT Strukturen, wie du Finger hast. Nimm ruhig beide Hände.
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon MartinDJR » 20.07.2016, 16:13

johnripper hat geschrieben:Gerade bei geschäftlichen Anwendungen (in der einfachsten Form mit Web Frontend) gibt's nicht großflächig IPv6 only.

Auf heise.de hat ein Admin darüber geschrieben, dass inzwischen viele Firmen IPv6-only-Server aufsetzen müssen, weil sie nicht mehr genügend IPv4-Adressen haben:

Wenn du zum Beispiel für eine Industrieanlage 200 öffentliche IP-Adressen benötigst...

Aber auch in anderen Fällen, in denen eine Firma keine IPv4-Adressen mehr hatte:

Wenn deine Firma z.B. ein Class-C-Netzwerk hat, dann musst du spätestens beim 255-ten Server IPv6 einsetzen.
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon vsnap » 20.07.2016, 16:53

Das stimmt in den aller seltensten Fällen. Große Umgebungen stehen meist hinter Loadbalancern, reverse Proxies, etc. Da reicht IPv4 locker aus. Es gibt genug Präsenzen im Web mit 20,30, 100 Webservern die über eine IPv4 erreichbar sind. Der Rest ist Loadbalancing und NAT. Es gibt in der Industrie derzeit kaum einen Treiber überhaupt an IPv6 zu denken. Spezialanwendungen für 100 tausende Euro (im Jahr) sind teilweise noch nicht mal IPv6 fähig. Die Umstellung auf v6 in der Fläche wird auch in absehbarer Zeit nicht erfolgen, weil die Kosten viel zu hoch sind und faktisch kein Gewinn entsteht. Ich will meine 142 Drucker z.B. gar nicht über Internet erreichbar haben, was mit v6 möglich wäre.

Anders sieht es bei Mobilfunkprovidern aus. Wenn so ein Anbieter wie die Telekom mal eben 1 Million Geräte mit IPs versorgen muss, dann ist v6 durchaus interessant. zumal man immer noch auf v4 umsetzen kann. Hier gibt es ja keinen inbound Traffic.

Nur am Rande: Ein "Admin" der auf "heise" schreibt ist nur ein Poser. Wenn eine Firma nicht genug IPv4 Adressen hat, soll sie welche kaufen (das hab ich erst letzten selbst gemacht, mit einem kleinen Netz) - hier ist man also, wenn überhaupt, nur geizig. Man stellt auch keine "Industrieanlage" mit 200 öffentlichen Adressen hin. Die Anlage will ich sehen, die man nicht anders abbilden kann. Allein aus Sicht der Sicherheit ist das ein absolute Katastrophe.

Ich bleib dabei: Im LAN ist IPv6 nicht kriegsentscheidend. Es wird seinen Platz einnehmen, mit Sicherheit auch v4 ablösen, aber das dauert noch in Jahren. Im WAN Bereich sieht es natürlich anders aus. Da steht man aber vor dem Henne-Ei Problem. Die Telekom kann z.B. schon seit Jahren Dual Stack ohne Geld zu verlangen. So sollte es auch hier sein.

Gruß
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon Bucklew » 20.07.2016, 17:22

Oh man, wieder Märchenstunde von Martin. Industrieanlage und öffentliche IP-Adresse in einem Satz ist der größte Knaller :brüll:

Dabei ist klar, dass man intern öffentlich IP-Adressen nur dann nutzt, wenn unbedingt notwendig. Ansonsten immer interne Bereiche. Alleine weil es sicherheitstechnisch eine Katastrophe wäre, wenn im Falle einer falsch konfigurierten Firewall ein zentrales internes System öffentlich erreichbar wäre.
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon MartinDJR » 21.07.2016, 09:32

vsnap hat geschrieben:Es gibt genug Präsenzen im Web mit 20,30, 100 Webservern die über eine IPv4 erreichbar sind.

Habe ich "HTTP" irgendwo erwähnt?

Es gibt sogar Protokolle, bei denen nicht nur jeder Server, sondern auch jeder Client (!) eine eigene IP-Adresse benötigt, die nicht mit anderen Clients geteilt werden kann. GRE oder (eingeschränkt) aktives FTP wären Beispiele dafür.

Aus diesem Grund funktionieren GRE-basierte VPN-Verbindungen auch nicht an einem DS-Lite-Anschluss.

Es stimmt, dass die meisten Industriebetriebe (zumindest diejenigen, die ich kenne) die IPv6-Einführung so lange hinauszögern wie möglich.

Wenn dein Geschäftspartner dann aber einen IPv6-only-Server aufgesetzt hat (und wir reden nicht von HTTP), weil ihm seine 65534 globalen IPv4-Adressen ausgegangen sind und du als Dienstleister auf diesen Server zugreifen musst, bleibt dir als kleinerer Dienstleister gar nichts anderes übrig, als zu deinem Provider zu rennen und zu sagen: "Ich brauche IPv6. Und zwar sofort."

Und wenn dein Provider dann sagt: "IPv6 bekommen bei uns ausschließlich Privatkunden" (die natürlich auch noch weniger bezahlen als Geschäftskunden wie du), dann bekommst du eine extreme Wut auf diesen Provider.

Bucklew hat geschrieben:Dabei ist klar, dass man intern öffentlich IP-Adressen nur dann nutzt, wenn unbedingt notwendig.

Zum Beispiel wenn man Protokolle wie GRE einsetzt bzw. einsetzen muss?

Wenn 14 GRE-Verbindungen gleichzeitig offen sind, benötigst du ein komplettes /28-Netzwerk an globalen (!) IPv4-Adressen - selbst, wenn bei dir im Büro nur Clients und keine Server stehen!

Bucklew hat geschrieben:Alleine weil es sicherheitstechnisch eine Katastrophe wäre, wenn im Falle einer falsch konfigurierten Firewall ein zentrales internes System öffentlich erreichbar wäre.

Ein gerne gehörtes Argument, warum die Industrie nicht auf IPv6 gehen will.

Ob du jetzt bei 50 globalen IPv4-Adressen eine Portweiterleitung von Port 1234 (TCP, extern) zu jeweils Port 1234 (intern) einer lokalen IPv4-Adresse einrichtest, oder ob du in einer Stateful Firewall jeweils den TCP-Port 1234 von 50 globalen IPv6-Adresse freigibst, dürfte so gut wie dasselbe Risiko eines Konfigurationsfehlers beinhalten.
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Re: Unitymedia plant Dual-Stack

Beitragvon dirk3012 » 21.07.2016, 10:01

Das ist doch Dual Stack oder?
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