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Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon addicted » 10.06.2016, 08:06

Fleischer hat geschrieben:Mir schwillt mal grade wieder der Kamm bei solchen Aussagen


Da kann Dir meinetwegen sonstwas schwellen... *SCNR*

Aber ich will das nochmal erklären, damit mein Standpunkt nicht polemisch wirkt, sondern nachvollzogen werden kann. Wenn Du nicht einverstanden bist, ist das aber auch OK.


Fleischer hat geschrieben:Meinst du denn nur weil jemand selbstständig ist muss er deshalb zwangsläufig viel Geld am Ende des Monats übrig haben?
Und selbst wenn, ist das dann ein Grund im Jahr ca. 600 € zu "verschenken" für eine Leistung die man nicht in Anspruch nimmt?


Wenn ich als Privatkunde mit meiner beruflichen Tätigkeit ein Einkommen habe, dann erstelle ich damit ein Budget. Miete, Essen, Rücklagen, Freizeitgestaltung, Internet, usw.. Habe ich ein sehr großes Einkommen, können alle diese Bereiche entsprechend groß ausfallen, und ich kann mir auch 400MBit/s Internet leisten.
Habe ich ein kleines Einkommen, wohne ich vielleicht in einer 2 Zimmer Wohnung und habe nur 50MBit/s. Weil es mir dann vielleicht auf 50 Euro im Monat ankommt.

Übertragung auf Business: Wenn Du Dir eigentlich die 400MBit/s nicht leisten kannst, buche sie nicht.
Die kleineren Business-Tarife sind mit 30 bzw. 40 Euro netto für Neukunden nicht signifikant teurer als die der Privatkunden.
Mein Kommentar dazu, dass der TE dann möglicherweise bald pleite geht, bezieht sich also rein darauf, dass er eine Leistung einkauft, die mit hoher Wahrscheinlichkeit überdimensioniert ist und die er sich scheinbar gar nicht leisten kann. Er ist also vermutlich kein guter Geschäftsmann.
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon Fleischer » 10.06.2016, 09:03

Übertragung auf Business: Wenn Du Dir eigentlich die 400MBit/s nicht leisten kannst, buche sie nicht.
Die kleineren Business-Tarife sind mit 30 bzw. 40 Euro netto für Neukunden nicht signifikant teurer als die der Privatkunden.
Mein Kommentar dazu, dass der TE dann möglicherweise bald pleite geht, bezieht sich also rein darauf, dass er eine Leistung einkauft, die mit hoher Wahrscheinlichkeit überdimensioniert ist und die er sich scheinbar gar nicht leisten kann.


Das ist zumindest eine Aussage mit der ich leben kann ;-)
Danke fürs Erklären!

Ich habe es einfach nicht geschafft diesen Sinn aus deinem ersten Posting in diesem Thread herauszulesen - mein Fehler!
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon dr.house » 26.06.2016, 22:53

addicted hat geschrieben:
Fleischer hat geschrieben:Mir schwillt mal grade wieder der Kamm bei solchen Aussagen

Wenn ich als Privatkunde mit meiner beruflichen Tätigkeit ein Einkommen habe, dann erstelle ich damit ein Budget. Miete, Essen, Rücklagen, Freizeitgestaltung, Internet, usw.. Habe ich ein sehr großes Einkommen, können alle diese Bereiche entsprechend groß ausfallen, und ich kann mir auch 400MBit/s Internet leisten.
Habe ich ein kleines Einkommen, wohne ich vielleicht in einer 2 Zimmer Wohnung und habe nur 50MBit/s. Weil es mir dann vielleicht auf 50 Euro im Monat ankommt.
Übertragung auf Business: Wenn Du Dir eigentlich die 400MBit/s nicht leisten kannst, buche sie nicht.


Was würdest Du dann zu folgender Wohnungsanzeige sagen?

4 Zimmer Wohnung, 105 qm, beste Lage.
900 Euro KM für Angestellte
1600 Euro KM für Selbstständige

Beide Gruppen können die gleichen Netto-Einkünfte haben und könnten sich die Wohnung problemlos leisten.

Die kleineren Business-Tarife sind mit 30 bzw. 40 Euro netto für Neukunden nicht signifikant teurer als die der Privatkunden.

Der kleinste 50 Mbit Geschäftskundentarif ist mit 59,38 Euro ganze 69.71 % teurer, als der Privatkundentarif mit 120 MBit. Das findest Du nicht signifikant teurer?

Mein Kommentar dazu, dass der TE dann möglicherweise bald pleite geht, bezieht sich also rein darauf, dass er eine Leistung einkauft, die mit hoher Wahrscheinlichkeit überdimensioniert ist und die er sich scheinbar gar nicht leisten kann. Er ist also vermutlich kein guter Geschäftsmann.


Hast Du schon mal von Gewinnmaximierung gehört? Jeder gute Geschäftsmann gibt nur so viel Geld aus, wie er muss und würde keine unbegründete Preiserhöhung von fast 70% akzeptieren. Würden die das bei Privatkunden versuchen, dann gäbe es einen Shitstorm, der sich gewaschen hätte und man würde zurückrudern.
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Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon un1que » 26.06.2016, 23:43

1.
dr.house hat geschrieben:Der kleinste 50 Mbit Geschäftskundentarif ist mit 59,38 Euro ganze 69.71 % teurer, als der Privatkundentarif mit 120 MBit. Das findest Du nicht signifikant teurer?

Der kleinste Tarif für Geschäftskunden kostet 29,90€ zzgl. MwSt. Nach den 2 Jahren kann man sich nach Alternativen umschauen oder bekommt evtl. ein besseres Angebot.

2.
dr.house hat geschrieben:Hast Du schon mal von Gewinnmaximierung gehört? Jeder gute Geschäftsmann gibt nur so viel Geld aus, wie er muss und würde keine unbegründete Preiserhöhung von fast 70% akzeptieren.

Die größeren Geschäftskundentarife sind schon teurer, haben aber einen anderen Leistungsumfang als Privatkundentarife. Eben dieses mehr an Service kostet auch sein Geld. Unbegründet ist die Preisgestaltung also keinesfalls.
Wenn du diese Leistungen nicht brauchst, dann buche doch einen Privatkundentarif. Wenn es aber Probleme gibt und du 2 Tage ohne Internet sitzt (bei größeren Problemen vllt. 1-2 Wochen), dann kannst du dich eben auch nicht beschweren.

3.
dr.house hat geschrieben:Würden die das bei Privatkunden versuchen, dann gäbe es einen Shitstorm, der sich gewaschen hätte und man würde zurückrudern.

Es gibt genügend Bereiche, wo es für Geschäftskunden bessere Konditionen als für Privatkunden gibt und man sich dort als Privatkunde ebenso "betrogen" fühlen kann wie man will... und?
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon koax » 27.06.2016, 07:55

dr.house hat geschrieben:Der Top-Tarif mit 400 MBit kostet einen Privatkunden 69,99 Euro brutto, als Geschäftskunde zahlt man 124,83 Euro (brutto). Das ist ein Aufschlag von 78,35 %!

Ich habe interessehalber versucht, das mal nachzuvollziehen, finde aber nicht, wo Du diese Zahlen hernimmst.

Zum 400 Mbit-Tarif für Geschäftsneukunden finde ich das hier
https://www.unitymediabusiness.de/produ ... n-200.html
und das spricht von 79,90 € + 5 € (für 400 MBit) zzgl. MWSt.

Bei Privatkunden finde ich das
https://www.unitymedia.de/privatkunden/ ... y-max-400/
und da heißt es 64,99 € incl. MWst.

Wie Du jetzt auf 69,99 € und 124,83 € kommst, erschließt sich mir nicht.
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon addicted » 27.06.2016, 22:51

dr.house hat geschrieben:4 Zimmer Wohnung, 105 qm, beste Lage.
900 Euro KM für Angestellte
1600 Euro KM für Selbstständige

Da dem Selbständigen dabei dann aber auch gestattet ist, die Wohnung zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit zu nutzen (z.B. als Praxis), sehe ich das Problem nicht.


dr.house hat geschrieben:Der kleinste 50 Mbit Geschäftskundentarif ist mit 59,38 Euro ganze 69.71 % teurer, als der Privatkundentarif mit 120 MBit. Das findest Du nicht signifikant teurer?

Du, 10 Cent und 1 Euro sind auch ein Faktor von 10, aber trotzdem würde ich Dir den Euro schenken.

Wem die 30 Euro so wichtig sind, der kann den günstigeren Privatkunden-Tarif doch einfach buchen. Da wäre mir die (Arbeits-)Zeit viel zu schade, mich darüber erst in einem Forum aufzuregen... Vor allem, da Du sie noch brauchst um dann im Fehlerfall dem Support hinterher zu telefonieren.


dr.house hat geschrieben:Hast Du schon mal von Gewinnmaximierung gehört? Jeder gute Geschäftsmann gibt nur so viel Geld aus, wie er muss und würde keine unbegründete Preiserhöhung von fast 70% akzeptieren.

Preiserhöhung? Gegenüber damals(TM), als die Geschäftskundentarife noch genau so günstig waren wie die der Privatkunden?
Unbegründet? Es handelt sich um verschiedene Produkte unterschiedlicher Leistungsklassen.


Ich mein, ich versteh ja dass Du es günstiger haben willst. Geht mir auch so.
Aber Preisgestaltung ist jetzt auch nichts, was einfach so vom Himmel fällt - wenn Dir unsere Erklärung/Begründungen nicht gefallen, kannst du ja mal mit einem Wirtschaftler drüber sprechen, wieso Preise für Wertschaffende höher sind als für Verbraucher?
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon dr.house » 30.06.2016, 16:14

koax hat geschrieben:
dr.house hat geschrieben:Der Top-Tarif mit 400 MBit kostet einen Privatkunden 69,99 Euro brutto, als Geschäftskunde zahlt man 124,83 Euro (brutto). Das ist ein Aufschlag von 78,35 %!

Ich habe interessehalber versucht, das mal nachzuvollziehen, finde aber nicht, wo Du diese Zahlen hernimmst.

Zum 400 Mbit-Tarif für Geschäftsneukunden finde ich das hier
https://www.unitymediabusiness.de/produ ... n-200.html
und das spricht von 79,90 € + 5 € (für 400 MBit) zzgl. MWSt.

Bei Privatkunden finde ich das
https://www.unitymedia.de/privatkunden/ ... y-max-400/
und da heißt es 64,99 € incl. MWst.

Wie Du jetzt auf 69,99 € und 124,83 € kommst, erschließt sich mir nicht.


Das gilt für Neukunden und nur innerhalb der ersten 24 Monate als Wechselbonus. Danach steigt der 400 MBit Tarif von 79,90 + 5 € auf 99,90 + 5 € (zzgl. MwSt) und das sind 124,83 Euro brutto. Der Privatkunden-Tarif liegt nach den 24 Monaten bei 69,99 € brutto.
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon dr.house » 30.06.2016, 16:30

addicted hat geschrieben:
dr.house hat geschrieben:4 Zimmer Wohnung, 105 qm, beste Lage.
900 Euro KM für Angestellte
1600 Euro KM für Selbstständige

Da dem Selbständigen dabei dann aber auch gestattet ist, die Wohnung zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit zu nutzen (z.B. als Praxis), sehe ich das Problem nicht.


Ich habe durch die berufliche Nutzung des Internetzugangs aber keinen Vorteil gegenüber einem Privatkunden. Ich erzeuge sogar weniger Traffic, als ein Privatkunde mit seiner Netflix/Prime/Youtube Nutzung, die den Netzbetreibern sogar so ein Dorn im Auge sind, dass sie am liebsten Google und Co. dafür zahlen lassen wollen.

addicted hat geschrieben:
dr.house hat geschrieben:Der kleinste 50 Mbit Geschäftskundentarif ist mit 59,38 Euro ganze 69.71 % teurer, als der Privatkundentarif mit 120 MBit. Das findest Du nicht signifikant teurer?

Du, 10 Cent und 1 Euro sind auch ein Faktor von 10, aber trotzdem würde ich Dir den Euro schenken.

Wem die 30 Euro so wichtig sind, der kann den günstigeren Privatkunden-Tarif doch einfach buchen. Da wäre mir die (Arbeits-)Zeit viel zu schade, mich darüber erst in einem Forum aufzuregen... Vor allem, da Du sie noch brauchst um dann im Fehlerfall dem Support hinterher zu telefonieren.

Die geschäftliche Nutzung eines Privatkunden-Tarifs hat UM natürlich verboten und aufgrund der Leitungslänge bekomme ich hier auch nur einen schlechten 6000er DSL-Anschluss als einzige Alternative.

addicted hat geschrieben:
dr.house hat geschrieben:Hast Du schon mal von Gewinnmaximierung gehört? Jeder gute Geschäftsmann gibt nur so viel Geld aus, wie er muss und würde keine unbegründete Preiserhöhung von fast 70% akzeptieren.

Preiserhöhung? Gegenüber damals(TM), als die Geschäftskundentarife noch genau so günstig waren wie die der Privatkunden?
Unbegründet? Es handelt sich um verschiedene Produkte unterschiedlicher Leistungsklassen.

Auf dem Papier unterschiedliche Leistungsklassen. In der Realität ist die Geschäftskunden-Hotline und der technische Service ein schlechter Witz. Ich habe sogar schon mehrfach die Privatkunden-Hotline genutzt, die mir tatsächlich weiterhelfen konnte.

addicted hat geschrieben:Ich mein, ich versteh ja dass Du es günstiger haben willst. Geht mir auch so.
Aber Preisgestaltung ist jetzt auch nichts, was einfach so vom Himmel fällt - wenn Dir unsere Erklärung/Begründungen nicht gefallen, kannst du ja mal mit einem Wirtschaftler drüber sprechen, wieso Preise für Wertschaffende höher sind als für Verbraucher?

Bei der Telekom und Vodafone ist das aber nicht so. Dort entsprechen die Geschäftskunden-Preise denen der Privatkunden, nur dass diese netto ausgewiesen werden. Nur UM und 1&1 machen das neuerdings so und komischerweise sind beide auch dafür bekannt, ihre Kunden abzuzocken. Man zahlt z.B. jetzt bei 1&1 eine dauerhafte Miete (kein Einmal-Kauf) für die Fritzbox, auch wenn diese nach 2 Jahren eigentlich voll finanziert wurde. Das war mal anders.
Oder guck Dir das Verhalten von UM bei der freien Routerwahl und dem erzwungenen Wlan-Hotspot an.

Es ist auch nicht unbedingt das "günstiger haben wollen", sondern das Gefühl, nicht gleich behandelt zu werden und dann als Argument mit Pseudo-Leistungen wie einer angeblich besseren Hotline um die Ecke zu kommen. Diese Leistungen gab es auch schon, als der Preis noch 70% tiefer lag. Ich bekomme als Bestandskunde schließlich auch nicht 70% mehr Leistung. Wenn angeblich die Kosten so deutlich gestiegen sind (und eigentlich werden immer die privaten File-Sharer als Grund genannt), warum erhöht man nicht alle Kunden gleich?

Fair wäre es, wenn der Basis-Geschäftskundentarif brutto identisch mit dem Privatkundentarif wäre und man Optionen buchen könnte, z.B. +5 Euro pro Monat pro statischer IP Adresse, +10 Euro für 8 Stunden Entstörung...

Übrigens läuft das mit dem Service-Level so, dass wenn es länger als 8 Stunden dauert, bekommt man ein Sonderkündigungsrecht als Entschädigung. :wand:
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Re: Nutzt jemand einen Privatkundentarif als Firma?

Beitragvon andy45 » 30.06.2016, 18:18

1und1 wollte eine 5€ Preiserhöhung durchsetzen ,hat wohl nicht so geklappt bei den Kunden und jetzt machen se es eben hinten rum per Mietrouter.
Du musst ja keinen Mietrouter nehmen .Bei der Telekom zahlt man übrigens auch monatlich Miete ,wenn man einen Router dazu bucht.
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