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Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon MartinDJR » 22.05.2016, 12:41

Leseratte10 hat geschrieben:Nach der riesigen Sicherheitslücke in den Fritzboxen vor zwei (?) Jahren wurde ein Recovery-Image für die 6360 und 6320v1 geleakt - dieses Image enthält die Brandings "avm", "um", "kbw" - und hat auch sowohl bei mir als UM-Kunde, als auch (laut Berichten im Internet) bei KBW-Kunden funktioniert.

Also sind sämtliche Unterschiede nur im Branding festgehalten und müssen wohl kaum für jedes Firmwareupdate neu geschrieben werden.

Soviel ich weiß wurde auf die TC7200s von UnityMedia ein Firmware-Update durch UnityMedia aufgespielt, ohne dass es ansonsten irgend einen Grund dafür gegeben hat.

Möglicherweise erlauben die UnityMedia-Router in deren Rechenzentrum derzeit beide Protokolle (ohne VLAN für Kunden, die noch kein Firmware-Update haben und mit VLAN für Kunden, die das HotSpot-Update bereits drauf haben). Schließlich müssen ja auch noch Kunden mit Altverträgen und reinem Modem noch versorgt werden.

Indem du darauf vertraust, dass die "normale" Firmware auch am UnityMedia-Netz läufst, geht man ein hohes Risiko ein. Ein Beispiel, was im schlimmsten Fall passieren kann:

  • UnityMedia muss noch vor dem 1. August die "Schnittstellenbeschreibung" offenlegen. Möglicherweise schreibt UnityMedia rein, dass eine UnityMedia-spezifische VLAN-Variante bei den Routern notwendig ist. Die Router im UM-Rechenzentrum erlauben aber noch "normales" DOCSIS.
  • Du schließst einen Vertrag am 1. August ab und entscheidest dich für einen eigenen Router. Du kaufst dir eine 6360 mit normaler Firmware.
  • Am 1. Oktober macht UnityMedia auf ihrem Router im Rechenzentrum ein Software-Update. Von diesem Moment an bekommen Router zuhause, die kein UnityMedia-spezifisches VLAN haben, plötzlich kein Internet mehr.
  • Du rufst bei UnityMedia an, warum es denn eine "Störung" im Netz gibt. UnityMedia teilt dir mit, dass es gar keine Störung gibt, sondern dass dein Router das Problem ist, da du einen inkompatiblen Router gekauft hast.
  • Du willst daraufhin einen Router mieten, aber UnityMedia vermietet Router nur, wenn man das bei Vertragsabschluss bereits so wünscht.
  • Wenn du Pech hast, bekommst du für die restlichen 22 Monate Vertragslaufzeit nirgends einen Router mit UnityMedia-spezifischem VLAN, so dass du 22 Monate lang fürs Internet bezahlen musst, ohne dass du es überhaupt nutzen kannst.
  • Zwei Monate nach Vertragsbeginn ist dein reguläres Rückgaberecht abgelaufen.
  • Ein Sonderkündigungsrecht hättest du in diesem Fall auch nicht, laut Gesetz wäre es nämlich Sache des Kunden und nicht des Providers, dafür zu sorgen, dass er einen kompatiblen Router irgendwo her bekommt. Und der Router, den du hast, ist nachweislich nicht mit der Schnittstellenbeschreibung kompatibel, die am 1. August (also bei Vertragsabschluss) gegolten hat.

Leseratte10 hat geschrieben:AVM hat außerdem auf Fragen nach den Verzögerungen mehrmals mitgeteilt, dass Unitymedia die betreffende Firmware schon lange erhalten hat

Ok.

Dann ist das was anderes.

Für den Fall, dass UnityMedia tatsächlich eine VLAN-Variante "verpflichtend" macht, hättest du allerdings immer noch nicht die Garantie, dass der in meinem Beitrag genannte zweite Fall eintritt - also:

"Da wir nur wenige Router vom Typ 6543 an UnityMedia-Kunden verkauft haben, werden wir kein UnityMedia-kompatibles Update für dieses Modell herausbringen."
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon Leseratte10 » 22.05.2016, 13:06

Es ist wohl sehr weit hergeholt dass Unitymedias Router keine Verbindung mehr zulassen ohne ein zweites VLAN. Und die Fritzboxen können mehrere VLANs aufbauen, also ist das mit ganz ganz geringen Firmwareänderungen möglich, wenn nicht sogar durch den Benutzer durch Manipulieren der Einstellungsdatei (zumindest die VLAN-Verbindung herstellen, ob die dann "genutzt" wird und ein WLAN läuft, bekommt UM ja nicht mehr mit. Die Fritzboxen bauen ja jetzt schon ein zweites VLAN auf für TR069 und VoIP. Mit Telnet-Zugriff kann man dann ganz einfach auch noch ein drittes, viertes, fünftes VLAN aufbauen.

Und wenn die da irgendwas "spezielles" bastlen müssten sie auch ihre Router in den Rechenzentren gegen Router mit eigens manipulierter Firmware austauschen. Das halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Es gibt außerdem noch jede Menge Kunden mit alten Modem ohne VLAN, will UM die alle aussperren oder ein neues Gerät schicken? Und was ist mit den Leuten, die dem Wifi-Spot widersprochen haben, bauen die trotzdem eine VLAN-Verbindung auf und verbraten damit unnütze Bandbreite, Rechenleistung, evtl. sogar IPs?

Und wenn es nachweislich nicht möglich ist, den Internetanschluss zu nutzen, weil es nirgendwo Geräte zu kaufen gibt mit denen das funktioniert dann muss den auch keiner zwei Jahre lang bezahlen ...

Außerdem, wenn AVM keine UM-kompatiblen Updates mehr machen würde, dann hätte auch UM ein Problem mit "Telefon-Komfort" und sämtlichen Businessanschlüssen ...
Zuletzt geändert von Leseratte10 am 22.05.2016, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon arent » 22.05.2016, 13:08

Und wie sieht es im Ausland aus? Die werden wohl auch gute Kabelrouter haben? Oder sind USA, GB oder AUS auch auf die Fritten angewiesen? :)
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon MaSe1x » 22.05.2016, 13:49

Leseratte10 hat geschrieben:Gibt es denn eigentlich überhaupt schon brauchbare EuroDOCSIS3-Modems mit 24/8 Kanälen wie die 6490? 3208 und 3212 haben ja meines Wissens nur 8/4 ...


TP-Link hat vor einigen Monaten 2 Geräte angekündigt, ein reines Modem und einen Router.
Waren auch zeitweise mal auf der Webseite gelistet, mal abwarten, da kommt bestimmt noch was.
2play MAX 400 - Hitron CDA-32372 24x8 Modem - EdgeRouter X
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon Leseratte10 » 23.05.2016, 18:03

Meinst du das TP-Link TC-7620? Hat aber auch nur 16/4 und keine 16/8. Ob das nicht zu langsamem Upload bei Segmentüberlastung führt? Die 6490 hat doch 8 US-Kanäle, oder?

(Wie können die das Ding nur "TC" nennen das wird einen immer an das drecks TC7200 erinnern ...)
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon johnripper » 23.05.2016, 19:20

Leseratte10 hat geschrieben:Meinst du das TP-Link TC-7620? Hat aber auch nur 16/4 und keine 16/8. Ob das nicht zu langsamem Upload bei Segmentüberlastung führt? Die 6490 hat doch 8 US-Kanäle, oder?

Meistens ist doch der DS das Problem und nicht der US...oder?
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon Leseratte10 » 23.05.2016, 19:28

Im Moment vielleicht. Aber wenn man sich jetzt für 80 € ein Modem kauft und ein paar Monate später gibts eventuell Tarife mit mehr Upload die dann auf dem Modem nie vollständig ankommen ...
Außerdem ist der Upstream eh schon immer so knapp bemessen im Gegensatz zu VDSL dann will man da nicht auch noch Teile "verlieren" durch die dämlichen Überlastungen die ständig auftreten.

Ich würde lieber einmal ein vernünftiges 16/8-oder-mehr-Modem kaufen was dann auch ein Weilchen (also bis zur Einführung von DOCSIS 3.1) funktioniert.
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon Linki_166 » 13.11.2016, 00:53

@rv112

Ich hab mir bei Amazon ein EPC3212 bestellt und habe heute eine Nachricht an Unitymedia los gelassen um es nutzen zu dürfen. Die Frage ist:

Wird dein Modem von UM gemanaged oder machst du das selber? Denn mir würde ein ordinäres Modem reichen, da ich bereits einen Router besitze mit dem ich meinen Restlichen Netzverkehr im Haus manage
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon addicted » 13.11.2016, 10:17

Das Modem wird immer von UM "gemanaged". Auf dem Modem wird durch den Netzbetreiber konfiguriert, welche Geschwindigkeiten Du gebucht hast, ob Du Telefonie bekommst*, usw.
Selbst einstellen kannst Du beim 3212 nur, welche Kanäle und Frequenzen er im Kabelnetz benutzen soll - und das bekommt das Gerät eh automatisch raus.

Alles Weitere machst Du natürlich auf dem eigenen Router, und da kommt UM auch nicht dran, wenn Du sie nicht lässt :)


* Bei Verwendung eines eigenen Modems/Routers stellt UM das Modem immer so ein, dass die Telefonie dort deaktiviert ist. Du musst dann auf dem Router oder einem anderen Gerät die von UM bereitgestellten SIP Accounts konfigurieren.
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Re: Vorteile freier Routerwahl für Bestandskunden?

Beitragvon Linki_166 » 13.11.2016, 18:06

Das das Modem aktuell noch genutzt wird ist gut. Ich hoffe das bleibt auch noch eine Weile so, denn sonst muss ich mir was anderes bestellen... Derzeit habe ich ja noch das erste von TC welches ja absolut keine Funktion hat, daher ja auch die Neuanschaffung. Hätte auch kein Problem damit es selber aktuell zu halten, wenn es da überhaupt einen Weg gibt.

Wegen Telefon dachte ich eigentlich, dass das Modem nehmen kann, denn ich habe extra das genommen, weil es ja 2 rj11 Anschlüsse hat. Den Rest bekomme ich mit meinem TP-Link hin.

Das 3212 würde mir ja reichen denn ich habe eh nur die 100er Leitung
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