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Anbindung der fiber nodes

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Anbindung der fiber nodes

Beitragvon erzich » 12.05.2016, 19:02

Hallo,

ich habe mich gefragt mit was für einer Geschwindigkeit/Bandbreite ein fiber node normalerweise an das Glasfasernetz angeschlossen ist. Oder ist das völlig unterschiedlich je nach Ausbauzeitpunkt oder Aufrüstung ? Dann würde mich noch interessieren ob jedes Koax Segment an einem extra Gerät bzw einer eigenen Faser hängt oder z.B. 5 Koax Stränge als eine Faser wieder heraus kommen.

Wie gesagt, eigentlich geht es um die Geschwindigkeit die auf der Glasfaserseite gegenüber der gesamten Koax Bandbreite bereit steht. Ist das Verhältnis so gewählt das es an dieser Stelle niemals zu einem Engpass kommen kann (z.B. 800Mbit/s Koax und 1Gbit/s Glasfaser) ?

Warum mich das interessiert, meine 200er Leitung bringt fast zu jeder Tageszeit 200Mbit/s auf speedtest.unitymedia.de und auf speedtest.net meist auch aber beim download über eine Verbindung sind es oft nur 10-20Mbit/s nach kurzer Zeit. "Mein" fiber node steht nur 150 Meter entfernt, dazwischen ist wenn überhaupt nur ein Verstärker ausserhalb des Hauses (nutzt unitymedia auch KVz 86 BK ??), zum CMTS sind es nur ein paar Kilometer Glasfaser und (wichtig) die Segmentauslastung ist laut eigener "Hobbymessung" nicht zu hoch. Die Netzebene 4 wurde erst vor wenigen Jahren durch eine Firma neu gebaut, daher liegt es daran wohl eher auch nicht.

Nun würde ich halt gerne wissen warum mein Anschluss, der sich eben nur 150 Meter vom Glasfasernetz befindet und dessen CMTS auch nur wenige Kilometer vom wichtigsten Internet-Knotenpunkt von NRW entfernt ist nur 10-20Mbit/s bringt wenn man es real nutzt (kein speedtest) :) :) :)
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Re: Anbindung der fiber nodes

Beitragvon Bastler » 14.05.2016, 09:46

Die eigentliche Frage kann ich nicht beantworten, aber dennoch eine Anmerkung:
Die Entfernung vom Fibernode spielt bei DOCSIS keine Rolle, das ist ja gerade einer der Vorteile dieser Technik...
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Re: Anbindung der fiber nodes

Beitragvon GLS » 16.05.2016, 22:10

erzich hat geschrieben:Hallo,

ich habe mich gefragt mit was für einer Geschwindigkeit/Bandbreite ein fiber node normalerweise an das Glasfasernetz angeschlossen ist. Oder ist das völlig unterschiedlich je nach Ausbauzeitpunkt oder Aufrüstung ? Dann würde mich noch interessieren ob jedes Koax Segment an einem extra Gerät bzw einer eigenen Faser hängt oder z.B. 5 Koax Stränge als eine Faser wieder heraus kommen.

Man kann mehrere Koax-Segmente über eine Faser anbinden. Das geschieht dann, indem das gesamte Kabel-Spektrum über zwei verschiedenen Wellenlängen übertragen und eben am Node gesplittet wird. Wie viele da maximal über eine Faser möglich sind und wie es UM in der Praxis macht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wie gesagt, eigentlich geht es um die Geschwindigkeit die auf der Glasfaserseite gegenüber der gesamten Koax Bandbreite bereit steht. Ist das Verhältnis so gewählt das es an dieser Stelle niemals zu einem Engpass kommen kann (z.B. 800Mbit/s Koax und 1Gbit/s Glasfaser) ?

Wenn UM 16 Kanäle auf DOCSIS 3.0 hat, dann sind das 800 Mbit/s über Kabel, egal ob Koax oder Glasfaser. Das ist immer für das jeweilige Segment identisch, denn die DOCSIS-Kanäle werden vom CMTS vorgegeben und moduliert (Downstream). Wenn man 2 Segmente in einer Faser überträgt, dann sind es halt 1600 Mbit/s in der Summe für DOCSIS (hinzu kommt immer noch TV und Radio). :zwinker:
Übersicht & Ausbaustand der UM-Netze [Regionen 5, 6, 8] und der KDG-Netze [Regionen 1, 2, 3, 4, 7, 9]
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Re: Anbindung der fiber nodes

Beitragvon erzich » 18.05.2016, 20:18

Danke für deine Antwort GLS, ich hatte mir auch mal entsprechende Geräte ansgesehen und daraus geschlossen das Glasfaser vom CMTS zum fiber node einfach ein "Verlängerungskabel" ist das alle Kanäle 1zu1 weiter gibt. Daher sollte es ja auf diesem Weg niemals einen Flaschenhals geben können.

Falls man eine Segmentüberlastung ausschliesst kann es doch nur noch Probleme bei der Anbindung des CMTS an den backbone oder des backbone ans internet (peering/routing) geben. Dabei werden ja scheinbar Arris E6000 CMTS für die Verbindung zum Modem genutzt und Ciena 6500 router im backbone. Nur was da für Karten drin sind weiss man nicht bzw was in die Karten eingestöpselt ist :) :) :)
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Re: Anbindung der fiber nodes

Beitragvon MartinP_Do » 19.05.2016, 09:32

erzich hat geschrieben:...Dabei werden ja scheinbar Arris E6000 CMTS für die Verbindung zum Modem genutzt ....


Meine Fritzbox meldet mir hier bei UM NRW einen Cisco CMTS...
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Re: Anbindung der fiber nodes

Beitragvon erzich » 19.05.2016, 21:46

kann sein, dann wird das bestimmt noch getauscht oder es gibt verschiedene. Ist bei dir der 400er tarif verfuegbar ?
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