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Routerzwang fällt Anfang August

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang fällt Anfang August

Beitragvon MartinDJR » 31.05.2016, 08:50

Hemapri hat geschrieben:Das steht weder so in irgendeinem Gesetz, noch wäre das unter DOCSIS so möglich.

Ich weiß inzwischen, dass die Bundesnetzagentur es nicht zulasen würde, technisch möglich wäre es aber schon:

"MunityEdia" müsste in seine Schnittstellenbeschreibung reinschreiben, dass "die MAC-Adresse eine Zahl ist, deren letzte Hexadezimal-Ziffer immer 5 ist" und "DabelKeutschland", dass "die MAC-Adresse eine Zahl ist, deren letzte Hexadezimal-Zitter immer 7 ist".

Wenn du dein Modem provisionieren lassen willst, musst du dem Provider nur 11 der 12 Hexadezimal-Ziffern der MAC-Adresse melden - die 12. Ziffer steht ja bereits laut Schnittstellenbeschreibung fest!

Ein Modem mit der MAC-Adresse 00:11:22:33:44:55 würde dann bei "MunityEdia" also funktionieren, bei "DabelKeutschland" aber nicht - und das, obwohl am DOCSIS-Standard rein gar nichts geändert wurde!

Das wäre genau die Situation, die sich Modemhersteller erträumt hätten - die die Bundesnetzagentur aber wahrscheinlich nicht zulässt!

Hemapri hat geschrieben:Dass keine privaten Modems verwendet werden sollen, stand nie zur Debatte.

Ja und nein.

Die Kabelnetzbetreiber wollen nicht, dass "Billigmodems" angeschlossen werden, die dann das ganze Netz stören. Für mich nachvollziehbar.

Vor Einführung des Routerzwangs haben die Netzbetreiber versucht, durch Lobbyarbeit im Bundestag und im Bundesrat den Modemzwang im Kabelnetz weiter aufrecht zu erhalten. Die schriftliche "Abfuhr" des Bundestages gab es mal im Netz als PDF zum Download.

Außerdem wird es die Netzbetreiber einen Haufen Geld kosten, das mit der Provisionierung so zu gestalten, dass die Kunden selbst ihr Modem provisionieren können. Wenn man das Gesetz wörtlich nimmt, müssen die Kunden das Modem nämlich selbst provisionieren können...

Hemapri hat geschrieben:... welche entsprechend der aktuell eingesetzten EuroDOCSIS-Version erarbeitet werden soll.

Bist du dir absolut sicher, dass die Schnittstellenbeschreibung, die die Netzbetreiber demnächst fertig haben werden, wirklich so mit aktuellen Standards kompatibel sein wird, dass man heutige Modems problemlos einsetzen kann?

Man kann nicht nur bei DOCSIS Änderungen durchführen (für das Beispiel "MAC-Adresse wird vom Provider vorgegeben" bin ich ja schon ausgebuht worden), sondern auch noch an anderen Stellen (z.B. am DS-Lite oder am IPv6).

Warum ich an dieser Stelle immer so dagegen schreibe ist:

Wenn immer geschrieben wird: "Es werden mit absoluter Sicherheit die heutigen Modems einsetzbar sein!", dann werden sich wohl einige Kunden bereits jetzt ein Modem oder einen Kabelrouter kaufen.

Plötzlich kommt die Schnittstellenbeschreibung raus, und es stellt sich heraus, dass die Provider aus welchem Grund auch immer Änderungen an den Schnittstellen vorgenommen haben, die sie der Bundesnetzagentur gegenüber auch gut begründen konnten. Für das Beispiel mit den einstellbaren MAC-Adressen bin ich bereits genügend ausgebuht worden.

Es stellt sich heraus, dass das gekaufte Modem oder der gekaufte Router eben nicht am UnityMedia-Netz funktioniert. Möglicherweise funktioniert er noch eine Zeit lang, bis UnityMedia an ihrem Netz irgendwelche Software-Updates macht und danach plötzlich nicht mehr.

Die 6 Wochen Rückgaberecht sind dann vorbei und man kann den Router nicht mehr zurückgeben.

Ein Rückgaberecht wegen "Defektes" hat man auch nicht - man hat schließlich einen "EuroDOCSIS"-Router gekauft und bei einem "EuroDOCSIS"-kompatiblen Provider würde der Router ja funktionieren.

Da alle deutschen Kabelprovider sich auf eine einheitliche Schnittstelle einigen müssen, wird der Router in ganz Deutschland nicht funktionieren. Man kann den Router also noch nicht einmal gebraucht weiterverkaufen, da niemand anderes diesen Router brauchen kann!

Bleibt nur, den nagelneuen Router sofort auf den Elektroschrott zu bringen!

Vor diesem Szenario will ich die potentiellen Kunden bewahren.
MartinDJR
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