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2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon KayEff » 26.01.2016, 23:02

Hallo Zusammen,

folgende Konstellation:

Ich habe ein Grundstück, auf dem sich 2 Häuser befinden (Vorderhaus und Hinterhaus).. Vorne wohne ich, im hinteren Haus sind nur Büroräume..

Ich, bzw. das Vorderhaus bekommt hoffentlich in den nächsten Tagen einen "Unitymedia Business Internet 150" - Anschluss. Also 150 MBps Down, 10 MBps Up...

Das hintere Haus (Büroräume; ca. 20 Meter entfernt) würde ich dann auch gerne mit Internet versorgen. Es liegen aber keinerlei Kabel, außer ein 40 Jahre altes Koax-Kabel. Deswegen will ich lieber WLAN versuchen...

Klappt das über 1 bis 2 WLAN-Router zuverlässig? Meine Idee:

Ich habe keine Ahnung, aber ich vermute mal, ich bekomme mit dem neuen UM-Tarif nur ein Cisco-Modem.. Wenn ich da meine noch vorhandene FritzBox 7362SL als WLAN-Router (WAN) dranhänge, sollte mein eigenes, privates Netz doch stehen, oder?!

Wenn ich im Hinterhaus nun einen weiteren, geeigneten Router aufstelle, der das WLAN meiner FritzBox (incl. UM-Internet) empfängt, sollte es doch möglich sein, dort eine Internetverbindung zu bekommen, und gleichzeitig ein eigenes, separates Netzwerk??

Ich will nicht, dass die 2 Netze durcheinander kommen, also dass aus dem Hinterhaus dann jemand meinen privaten Drucker ansteuern kann, zum Beispiel...

Ist sowas denkbar?

Und wie ist es mit der Bandbreitenverteilung? Ich mache mir bei 150 MBit/s eigentlich keine großen Sorgen, aber was wäre wenn, zum Beispiel im Hinterhaus fleißig gestreamt oder gedownloadet wird ? - Habe ich dann im Zweifel kein Netz mehr ??

Gruß, Kay
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Re: 2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon InfoTussi » 26.01.2016, 23:17

Eigentlich bekommt man zum Business-Tarif die Fritzbox 6490.

Sind die Stromkreise der beiden Häuser miteinander verbunden? Wenn ja, würde ich WLan auf Seite legen und auf DLan von Devolo umsteigen.

Mit der Fritzbox lässt sich viel bewerkstelligen, auch kann sie hinter einem bereits bestehendem Netzwerk ein 2tes mit eigenem IP-Bereich herstellen, also 2 von einander getrennte Netzwerke.

Desweiteren kann man Prioritäten einstellen, heißt, wird es mal eng mit der Bandbreite kann man der FB sagen welche Verbindung sie bevorzugt versorgen soll.
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Re: 2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon koax » 27.01.2016, 07:29

KayEff hat geschrieben:also dass aus dem Hinterhaus dann jemand meinen privaten Drucker ansteuern kann, zum Beispiel...

Sowas kann man auch mit entsprechenden Freigaberechten im Betriebssystem regeln.
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Re: 2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon omodebach » 27.01.2016, 10:03

KayEff hat geschrieben:Ich habe keine Ahnung, aber ich vermute mal, ich bekomme mit dem neuen UM-Tarif nur ein Cisco-Modem.

Nein, beim Office Internet & Phone 150 gibt's eine Fritzbox 6360. Wenn man keine statische IP gebucht hat, funktioniert die auch als Access Point.

KayEff hat geschrieben:Wenn ich im Hinterhaus nun einen weiteren, geeigneten Router aufstelle, der das WLAN meiner FritzBox (incl. UM-Internet) empfängt, sollte es doch möglich sein, dort eine Internetverbindung zu bekommen, und gleichzeitig ein eigenes, separates Netzwerk??

Im Prinzip ja, allerdings wird bei 20 Metern Entfernung und Außenwänden, die im Weg stehen, wohl keine qualitativ hochwertige Verbindung zu Stande kommen.

Da bei 20 Metern Entfernung ja sicherlich eine komplett freie Sichtverbindung zwischen den Häusern besteht, würde ich eher auf sowas setzen:
https://www.ubnt.com/airmax/nanobeam-ac/ Die Teile kann man statt als Bridge auch als Router mit Firewall betreiben und damit die Netze sauber voneinander trennen. Bei der kurzen Entfernung wird man nur die Sendeleistung massiv runter drehen müssen. Die Nanobeam 5AC 16 liegen bei ca. EUR 85,- das Stück. Ich betreibe selber so eine Bridge, da wir keinen UM-Anschluss im Haus haben. Der befindet sich im Haus meiner Eltern, ca. 300 Meter entfernt, dort steht die 6360 von UM. Die Verbindung läuft seit fast einem Jahr störungsfrei, die Latenz steigt lediglich um ca. 2 ms, also nicht nennenswert. Performance siehe Signatur :super:

KayEff hat geschrieben:Und wie ist es mit der Bandbreitenverteilung? Ich mache mir bei 150 MBit/s eigentlich keine großen Sorgen, aber was wäre wenn, zum Beispiel im Hinterhaus fleißig gestreamt oder gedownloadet wird ? - Habe ich dann im Zweifel kein Netz mehr ??

Auch sowas lässt sich mit den Ubiquiti-Teilen auffangen, da die auch Traffic-Shaping unterstützen. Man könnte dann auch auf die hier setzen: https://www.ubnt.com/airmax/nanostationm/ Da tun's dann sicher auch die Loco M5, die kosten ca. EUR 65,-. Die haben nur ein 100 MBit/s LAN-Interface, somit gehen da ohnehin nur ca. 85-90 MBit/s drüber. Traffic-Shaping bietet sich trotzdem an.

Viel Spaß.

Gruß,
Oliver
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Re: 2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon hajodele » 27.01.2016, 12:35

Nur eine Anmerkung:
der TE redet über "Unitymedia Business Internet 150", da gibt es nach meinen Informationen ein Cisco 3925. (Das ist auch ein Gateway).
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Re: 2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon omodebach » 27.01.2016, 13:00

hajodele hat geschrieben:Nur eine Anmerkung: der TE redet über "Unitymedia Business Internet 150", da gibt es nach meinen Informationen ein Cisco 3925. (Das ist auch ein Gateway).

Oh, danke. Wer lesen kann ist klar im Vorteil :zwinker: Mein Vorschlag mit den Ubiquiti-Geräten lässt sich aber einfach 1:1 übertragen.

Ich hatte ursprünglich auch einen reinen Office Internet bevor ich auf ein Office Internet & Phone Paket gewechselt bin. Seinerzeit hatte ich ein Cisco EPC3208, also ein reines Kabelmodem. Aber da scheint es tatsächlich (evtl. von Region zu Region?) Unterschiede zu geben.

Gruß,
Oliver
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Re: 2 private, getrennte Netzwerke an einem UM-Anschluss

Beitragvon mernas » 27.01.2016, 15:22

WLAN hat seine Tücken, doch mit der bereits angesprochenen Ubiquiti Nanostation kann man prinzipiell hochwertige WLAN-Luftbrücken bauen. Die Nanostation M2 ist bei vielen Wänden möglicherweise besser geeignet als das Modell M5. Am besten hinter ein nicht-metallbedampftes Fenster oder gleich nach draußen bohren. Nanostations sind wetterfest.

Ich habe das Problem so geregelt, dass zwischen den Häusern Glasfaserkabel im Boden verbuddelt ist und die Internet-Verteilung ein Asus RTN66U übernimmt, der zwei getrennte IP-Bereiche (VLANs) erzeugt und bei Bedarf auch Bandbreiten managen kann ("QOS Traffic-Shaping" - der Programmierer sagt, man könne so ein ganzes Wohnheim problemlos versorgen). Vorteil des eigenen Routers: Bei Anbieterwechsel stöpsle ich einfach nur ein anderes Modem hinten dran und die Konfiguration kann bleiben. Die Computer vom anderen Subnetz können auf meine Computer nicht zugreifen.
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