- Anzeige -

(Euro)DOCSIS2.0

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

(Euro)DOCSIS2.0

Beitragvon dyewitness » 26.04.2008, 03:20

Nun ein bisschen habe ich mich belesen.

Und zu meiner Sorge musste ich feststellen, dass ich "meine" (hie rbezugen auf Gesamtbandbreite in "meinem" Kabel, klar teile ich erstmal meine gebuchte Bandbreite nicht) Bandbreite mit etlichen anderen Usern teilen würde.

Eben wohl allen, die mit in dem "Ring" sitzen in dem ich sitze, oder was in der Art.

Bei Zeiten mit wenig Traffic geht dies ja noch,, nur bei hohem Traffic... .

Ich glaube die Trafficverteilung geschieht über Slices, also Sekundenbruchteilen die einem Modem zugeordnet werden. Im Idealfall bekommt ein Kunde mit hoher gebuchten Bandbreite mehr garantierte Slices als einer ohne, wenn es denn zu Spitzenlasten kommt (QoS) soweit meine Idee.

Aber und hier tritt dann das Trafficeinbruchsproblem auf, kann ein Kunde irgendwann einfach nicht die Menge an Slices bekommen, die ihm "zustehen", damit andere nicht völlig ohne Netz dastehen, oder sekundenlang nichts bekommen.


Wenn sowas vermehrt auftritt, wird ein Ring wohl gesplittet (bei entsprechend vielen Beschwerden).

Nun zu meinen Fragen:

- Liege ich mit meinen Gedanken soweit richtig?
- Wie viel Bit beträgt so ein Slice?
- Geht ein Slice über die gesamte, zur Verfügung stehende Bandbreite oder nur über einen Bruchteil davon?
- Wie groß wäre ein solcher Bruchteil?
- Wie groß ist die Gesamtbandbreite im MHz (Dann mit Modulations- und ggf. FECangabe) bzw. wie viele MBit/s pro Ring stehen zur Verfügung im Up-/Downstream (wobei die Anzahl der genutzen Transponder für den Downstream auch interessant zu wissen wäre)
- Wird ein Teil der Upstreambandbreite eventuell auch in Lastzeiten auf Downstream "umgeschlatet"?
- Wie groß ist ungefähr so ein Ring?
- Woran erkennt man eine Ring (Strassenzug, Siedlung, Viertel, ehemaliges Versorgungsgebiet vom Ex Übergabepunkt (Preglasfaserversorgungszeit), ...)
- Wie viele Beschwerden oder Überlastungen sind nötig, dass ein Ring ausgebaut, ergo gesplittet wird?
- Woran kann ich ein solches Bauvorhaben erkennen (-> vergleiche DSL Kästen)?

So ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen. Danke.
dyewitness
Kabelexperte
 
Beiträge: 173
Registriert: 08.12.2006, 20:10

Re: (Euro)DOCSIS2.0

Beitragvon FBI01 » 26.04.2008, 11:26

Hier werde Sie geholfen: http://de.wikipedia.org/wiki/DOCSIS
FBI01 nutze "Kabelfernsehen" von 1984-2008; heute nur noch einen DOCSIS3-Anschluss mit fester IP, für den Zugriff auf das Internet.
Benutzeravatar
FBI01
Kabelexperte
 
Beiträge: 197
Registriert: 25.04.2008, 13:34

Re: (Euro)DOCSIS2.0

Beitragvon Moses » 26.04.2008, 11:41

Deine Gedanken sind schon richtig...

Wie lange die Slices sind, weiß ich grad auch nicht, hab aber keine Lust zu lesen... Aber deine Bandbreiten Fragen, kann man auch ohne diese Information beantworten:

Auf einem Kanal von 8Mhz moduliert mit QAM256 (nur mal annahmen, soweit mir das Modem das verrät sehen die Kanäle so aus, die genutzt werden) sind 50Mbit/s möglich (je nach Symbolrate, aber nehmen wir den Wert mal an). Das "s" steht für Sekunde... wenn ein Slice jetzt z.B. 125 micro Sekunden lang ist (den Wert nutzt ISDN, wenn ich mich recht entsinne, wie lang bei Docsis weiß ich halt grad nicht, kannst du dann neu rechnen ;)) dann gibt es pro Sekunde 8000 Slices (1 Sekunde = 1.000.0000 Microsekunden, 1.000.000 / 125 = 8.000). Also musst du die 50Mbit auch einfach durch 8.000 teilen und weißt dann ca. wie viel Bandbreite ein Slice verbraucht, nämlich in diesem Rechenbeispiel 6.25Kbit.

Das wäre der TDMA-Modus (Time Division Multiplex). In Docsis 2.0 ist aber auch CDMA (= Code Division Multiplex) spezifiziert, wo alle gleichzeitig senden mit orthogonalen Codes und durch die Länge der Codes die Bandbreite beschränkt wird. Was genau UM da jetzt verwendet, kann ich allerdings nicht sagen.

Von den Kanälen gibt es ein paar... für den Downstream werden die Kanäle im oberen 600er Bereich genutzt. Wie viele genau, weiß ich nicht, ich bin eigentlich immer auf 642Mhz. Im Upstream sieht das ganze etwas dünner aus, da ist einmal die Modulation schlechter (weil im Modem halt kein Sender für ein paar Tausend Euro drin ist) und auch die Symbolrate etwas niedgriger... also Grundsätzlich weniger Bandbreite. Im Moment liegt mein Upstream bei 530Mhz, was ich etwas ungewöhnlich finde, sonst waren das eher zweistellige Mhz Bereiche..

Wie groß die Ringe sind und wo die lang gehen, weiß nur UM. Meistens kann man davon ausgehen, dass ein Ring ca einer Stadt entspricht. Bandbreiten Probleme wegen Überlastung des Rings gab es schon in Dortmund und in Düsseldorf, da wurden die Ringe jedesmal innerhalb von ca 2 Wochen gesplittet. Das geht also "relativ" schnell.

Ich wohne in Bonn, weiß nicht wie viele UM Internet Kunden es hier gibt, aber die Bandbreite scheint hier auf dem Ring locker auszureichen. Insbesondere der Upstream schwankt eigentlich nie... im Downstream hab ich auch zu Stoßzeiten im UM Netz die gebuchte Bandbreite (16Mbit) und in den Nachtstunden deutlich mehr.
Moses
Moderator
 
Beiträge: 7262
Registriert: 06.03.2007, 16:49
Wohnort: Bonn

Re: (Euro)DOCSIS2.0

Beitragvon 2bright4u » 26.04.2008, 11:51

Moses hat geschrieben: Bandbreiten Probleme wegen Überlastung des Rings gab es schon in Dortmund und in Düsseldorf, da wurden die Ringe jedesmal innerhalb von ca 2 Wochen gesplittet. Das geht also "relativ" schnell.

Sorry - da muss ich Dich leider korrigieren: Düsseldorf hat etwa 6 Wochen gedauert. Finde ich aber dennoch annehmbar (verglichen mit der "Leistung" von KD...).
ENDLICH OHNE UM!!!
2bright4u
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 2340
Registriert: 16.03.2008, 20:41
Wohnort: Düsseldorf-Flehe

Re: (Euro)DOCSIS2.0

Beitragvon Bastler » 26.04.2008, 12:36

Im Upstream sieht das ganze etwas dünner aus, da ist einmal die Modulation schlechter (weil im Modem halt kein Sender für ein paar Tausend Euro drin ist) und auch die Symbolrate etwas niedgriger... also Grundsätzlich weniger Bandbreite.

Das hat gar nicht so sehr mit der Qualität des Senders zu tun, sondern mehr damit, dass das Band I, wo der Rückkanal stattfindet, weitaus Störanfälliger ist als höhere Frequenzbereiche. Und QAM16 ist weniger störungsempfindlich als QAM64 oder höher, das aber natürlich auf Kosten der Übertragungsrate.

Im Moment liegt mein Upstream bei 530Mhz, was ich etwas ungewöhnlich finde, sonst waren das eher zweistellige Mhz Bereiche..

Das kann nicht sein. Dein Modem kann nur im Band I senden und vor allem lässt deine HVA lässt oberhalb von etwa 65 MHz gar keinen Rückkanal durch...

Wie groß die Ringe sind und wo die lang gehen, weiß nur UM. Meistens kann man davon ausgehen, dass ein Ring ca einer Stadt entspricht. Bandbreiten Probleme wegen Überlastung des Rings gab es schon in Dortmund und in Düsseldorf, da wurden die Ringe jedesmal innerhalb von ca 2 Wochen gesplittet. Das geht also "relativ" schnell.

Geplant war mal was von 500 bis 1600 Anschlüssen (soweit ich mich erinnere), das ließ sich aber kostenmäßig wohl nicht realisieren und stattdessen sind die dementsprechend größer, je nach versorgten Einwohnern eben.
Kablówka - Telewizja, Internet, Telefon
Benutzeravatar
Bastler
Network Operation Center
 
Beiträge: 5242
Registriert: 11.11.2007, 13:38
Wohnort: Münster

Re: (Euro)DOCSIS2.0

Beitragvon Moses » 26.04.2008, 12:39

Bastler hat geschrieben:
Im Moment liegt mein Upstream bei 530Mhz, was ich etwas ungewöhnlich finde, sonst waren das eher zweistellige Mhz Bereiche..

Das kann nicht sein. Dein Modem kann nur im Band I senden und vor allem lässt deine HVA lässt oberhalb von etwa 65 MHz gar keinen Rückkanal durch...


Stimmt, hast natürlich recht, ich hab ne 0 zu viel gelesen. *flöt*
Moses
Moderator
 
Beiträge: 7262
Registriert: 06.03.2007, 16:49
Wohnort: Bonn


Zurück zu Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 58 Gäste