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Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon elo22 » 03.09.2015, 04:53

Sanipeter hat geschrieben:Tiefenerder ist drin...zwei Stäbe jetzt. Ging Problemlos mit Haushaltsmittel ;-)
16 m² Kabel ist an Erder und Schiene angeschlossen und auch alle anderen Erdungskabel.


Erder hoffentlich in Niro. Da schliesst man nicht mit Kupfer an sondern mit 10 Rd ebenfalls Niro zu einer PAS.

Lutz
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon The Duke » 06.09.2015, 15:09

Hallo,

ich frage mal hier nach, damit ich nicht extra einen neuen Thread erstellen muss.

Wie ich in Foren gelesen habe, ist es wohl teilweise sehr Aufwändig die Anlage nachträglich erden zu lassen.
Wenn es nicht richtig funktioniert montiert der Techniker die Anlage nicht und geht wieder.

Bei uns kommt die Erdung direkt aus der Wand, zusammen mit dem Wasser-Hausanschluss:

Bild

Das Kabel ist nach dem Wasserzähler mit der Wasserleitung verbunden:

Bild

Das Haus wurde in den 60er Jahren gebaut und hat auch keinen FI.
Puhh, ich glaube da gibt es bestimmt Probleme!

Danke für Antworten und noch einen schönen Rest Sonntag...
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon Kawakasi » 09.09.2015, 06:24

Erder hoffentlich in Niro. Da schliesst man nicht mit Kupfer an sondern mit 10 Rd ebenfalls Niro zu einer PAS.
Lutz


Nicht zwingend.Wenn beim Anschluß eine geeignete Klemme verwendet worden ist (Kabelschuh oder Zweimetallverbinder).
RD 10 Niro ist für einen reinen Potentialausgleich ein wenig übertrieben,wäre dies ja dann ein 78qmm.
Die VDE 0100,hier teil 450 Tabelle 6 sieht für ein TN Netz die hälfte des vom Hauptverteiler abgehenden
PEN-Leiters mit dem erforderlichen größten Querschnitt.
Wahrscheinlich würde sogar ein 10qmm reichen,aber ein wenig Sicherheit schadet ja nicht.
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon Kawakasi » 09.09.2015, 06:28

The Duke hat geschrieben:Puhh, ich glaube da gibt es bestimmt Probleme!

Danke für Antworten und noch einen schönen Rest Sonntag...


Nicht zwingend. Da das Kabel,welches ins Haus geht,so aussieht als wäre es ein 16qmm NYM würde ich mal davon ausgehen das bereits ein Betriebserder außen vorhanden ist.Läßt sich aber auch Meßtechnisch feststellen.
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon elo22 » 10.09.2015, 04:53

Kawakasi hat geschrieben:
Erder hoffentlich in Niro. Da schliesst man nicht mit Kupfer an sondern mit 10 Rd ebenfalls Niro zu einer PAS.

RD 10 Niro ist für einen reinen Potentialausgleich ein wenig übertrieben,wäre dies ja dann ein 78qmm.

Ich schrieb:»Erder hoffentlich in Niro. Da schliesst man nicht mit Kupfer an sondern mit 10 Rd ebenfalls Niro zu einer PAS.« Da steht nichts von Schutzpotenzialausgleich in NIRO sondern nur die Anschlussleitung zur PAS.
Wenn der Erder lange funktionstüchtig bleiben soll nimmt man »unterirdich« NIRO. Verzinkte Teile gammeln weg. Nur eine Frage der Zeit.

Kawakasi hat geschrieben:Wahrscheinlich würde sogar ein 10qmm reichen,aber ein wenig Sicherheit schadet ja nicht.

Dafür reicht 6 mm².

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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon elo22 » 10.09.2015, 04:55

The Duke hat geschrieben:Das Haus wurde in den 60er Jahren gebaut und hat auch keinen FI.
Puhh, ich glaube da gibt es bestimmt Probleme!


Das ist kein Schutzpotenzialausgleich wie er aktuell zu installieren wäre. Dazu gehört noch einiges mehr.
Sollte sich ein Fachmann ansehen.

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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon MartinP_Do » 11.04.2016, 10:07

Es folgt eine etwas längere Geschichte zum Thema Erdung.

Ich habe seit Herbst 2014 Internet und Tel. über Kabel (2Play 100). Der Anschluss in unserem EFH war lange unbenutzt, und ist im Zuge der Umstellung von einem Techniker einer Vertragsfirma von UM modernisiert worden.
Die Lochblechplatte mit den neue Verstärkern neben dem HÜP usw. ist mit einem Gelb-Grünen Draht mit der Haupterdungsschiene des Hauses verbunden worden. Ein doppelt galvanisches Trennglied zw. HÜP und dem Hausanschlussverstärker ist nicht gesetzt worden.

Die Haupterdungsschiene ist installiert worden, als wir im Jahr 2000 unser Haus renoviert haben.
Das Haus ist aus den 50er Jahren ist unterkellert und hat keine Beton-Bodenplatte und keinen Fundamenterder.
Als Erder (TN-C-S Netz) ist ein 2,5 m Kreuzerder verzinkt, nicht rostfreier Stahl direkt unter der HES durch ein vorher gestemmtes Loch im Estrich und die darunterliegende Ascheschicht ins Erdreich des Kellerbodens geschlagen worden.
Der Flachband-Stahlstreifen des Erders ist direkt mit der HES verbunden worden.
Es gibt keine sichtbaren Schutz-Binden um das Flachband an der Durchtrittsstelle durch die Reparaturstelle im Estrich.

Seit etwas einem halben Jahr gab es immer stärker werdende Störungen und Verbindungsabbrüche der Internet-Verbindung.

Ein Techniker hat nach einer Fehlermeldung dann den Hausverstärker und die Fritzbox (vorher 6360 nachher 6490) getauscht. Danach sah es etwas besser aus, aber die Störungen kamen immer wieder.

Um der Fehlerquelle auf den Grund zu gehen, habe ich zwischenzeitlich an allen zur Fritzbox gehenden Netzwerkkabeln die Metallschirmkragen der Stecker mit Tesafilm abgeklebt, um eventuelle Brummschleifen auszuschließen.

Das hat alles nichts gebracht.

Interessanterweise riss die Internet-Verbindung teilweise schon ab, wenn man auf der Lochblechplatte mit dem Hausanschlussverstärker irgendwelche Gerätschaften anfasste, oder an Kabeln herumzupfte...

Versuchweise habe ich eine etwa 1,30 lange vernickelte Stahlstange mit ca 8 mm Durchmesser aus der Bastelkiste als Hilfserder durch den Estrich unterhalb der Unitymedia Lochblechplatte ins Erdreich getrieben, und mit einem gelb grünen Draht (4 mm²) mit dem Lochblech verbunden.

Seitdem keine einzige Störung mehr! Vorher waren fast nie irgendwelche Kanäle mit 0 nicht korrigierbaren Bitfehlern in der Fritzbox Weboberfläche zu sehen. 586 MHz hatte häufig mehrere Millionen davon!

In 3 1/2 Tagen Laufzeit kein einziger nicht krr. Bitfehler. Die korrigierten Bitfehler sind gleichmäßig auf allen Kan. auf ca 14000 angestiegen ....

Könnte das ein Hinweis darauf sein, daß der eigentliche Erder des Hauses in den 16 Jahren unterirdisch vergammelt ist, und dringend erneuert werden sollte?

Oder sind vielleicht die 8 Meter Weg zwischen HES und Unitymedia Anschlussplatte zu viel, und der Potentialausgleich arbeitet dadurch nicht für alle Störungen, die abgeleitet werden müssten gut genug?
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon Hemapri » 14.04.2016, 00:16

The Duke hat geschrieben:Wie ich in Foren gelesen habe, ist es wohl teilweise sehr Aufwändig die Anlage nachträglich erden zu lassen.


Eine Erdung ist überhaupt nicht notwendig, nur die Einbindung der Anlage in den Schutzpotentialausgleich des Gebäudes.

Wenn es nicht richtig funktioniert montiert der Techniker die Anlage nicht und geht wieder.


Der Techniker muss, wenn noch nicht vorhanden, einen vorschriftsmäßigen Potentialausgleich erstellen. Das wird von UM gefordert und auch bezahlt.

Bei uns kommt die Erdung direkt aus der Wand, zusammen mit dem Wasser-Hausanschluss:


Das ist mit Sicherheit keine Erdung, sondern die Potentialausgleichsleitung, die von der Wasserleitung zum Zählerkasten oder Hausanschlusskasten führt. Das wurde früher so gemacht, ist neu aber nicht mehr zulässig.

MfG
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon MartinP_Do » 15.04.2016, 13:37

Jetzt ist gut eine Woche vergangen seit dem Setzen des Hilfserders unter der Unitymedia-Blechplatte.

Die Fritzbox läuft Super-Stabil. Null nicht behebbare Fehler. In der ganzen Woche ein einziger T3 Timeout geloggt, ansonsten gähnende Leere im Log-File nach den Meldungen beim Wieder Einschalten der FB nach der Installation des provisorischen Hilfserders...
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Re: Potenzialausgleich und Erdung - Reicht das so?

Beitragvon MartinP_Do » 02.05.2016, 09:40

MartinP_Do hat geschrieben:Jetzt ist gut eine Woche vergangen seit dem Setzen des Hilfserders unter der Unitymedia-Blechplatte.

Die Fritzbox läuft Super-Stabil. Null nicht behebbare Fehler. In der ganzen Woche ein einziger T3 Timeout geloggt, ansonsten gähnende Leere im Log-File nach den Meldungen beim Wieder Einschalten der FB nach der Installation des provisorischen Hilfserders...



Schade - nun fangen die Probleme wieder an. Alle Nasenlang bricht der DOCSIS-Sync weg, und es wird neu synchoronisiert. Wieder ist definitiv der 586 MHz-Kanal Spitzenreiter bei den Bitfehlern...

Nach den starken Regenfällen der letzten Zeit könnte es schon sein, daß es andere Ursachen für die Probleme gibt, z. B. einen Wassereinbruch irgendwo im Erdkabel...

Werde mal die Nachbarn fragen, die auch Internet bei UM benutzen, wie es bei denen aussieht...
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