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Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon domserv » 06.07.2015, 10:06

zppln hat geschrieben:Hmmm... Interessant. Danke für die Info. Meine Nachbarschaft besteht hauptsächlich aus typischen Ein-und Zweifamilien Siedlungshäusern. Soviel ich weiß sind die alle in den 80ern von der Bundespost mit Kabelfernsehen beglückt worden. Es wäre nun interessant zu wissen - kann man irgendwelche Rückschlüsse auf die Segmentierung des Kabelnetzes anhand der Bebauung/Stadtplanung ziehen ? (Sowas wie "Ein Wohngebiet=Ein Segment") Falls das nämlich zutreffen würde, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass mein Wohngebiet unterdurchschnittlich ausgelastet ist.

Aber das ist schon alles wilde Spekulation. :brüll:


Ich würde mir in Limburg keine Gedanken machen, da gibt es immerhin 16 Mbit von der telekom, so dass viele bei DSL bleiben. Hier in Ennerich gibt es weiterhin nur ma 1 Mbit. die meisten sind umgestiegen auf UM. Bin seit 2010 dabei und hatte bisher nie Probleme. Meine gebuchten 100 Mbit sind immer verfügbar.
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon zppln » 06.07.2015, 10:27

Super. Ennerich is ja wirklich grad um die Eck'

Es muss wohl stimmen, dass wenn DSL>16.000 verfügbar ist viele Leute bei der Telekom bleiben. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis tatsächlich niemanden der Internet via Kabel nutzt. Was auch der Grund für mein blöden Fragen hier ist :zwinker:
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon SpaceRat » 06.07.2015, 12:18

zppln hat geschrieben:kann man irgendwelche Rückschlüsse auf die Segmentierung des Kabelnetzes anhand der Bebauung/Stadtplanung ziehen ?

Ihr macht Euch überhaupt keine Vorstellungen von der Größe eines Clusters.

Nehmen wir mal ein Beispiel aus der Zeit, als die Informationspolitik noch funktionierte:
(PresseBox) (Meckenheim/Rheinbach/Köln, 04.12.2008)
...
In Meckenheim und Rheinbach wird die Anzahl der Glasfaser-Knotenpunkte, an denen insgesamt rund 11.000 Haushalte angeschlossen sind, von derzeit zwei auf sechs verdreifacht.

Es geht jetzt weniger um die Berechnung der Überbuchung (Unitymedia kann seit 2008/2009 noch weitere Splits durchgeführt haben) als darum, daß man sich "mein Block = mein Cluster" von der Backe kratzen sollte.
Meckenheim und Rheinbach haben jeweils ca. 25 Tsd. EW und waren zum fraglichen Zeitpunkt (rechnerisch) zwei Cluster/also je einer, dann jeweils drei.

Man kann das jetzt trotzdem mal ein bißchen rumrechnen, hauptsächlich um aufzuzeigen, wie viele Faktoren man nicht kennt und daß deshalb kein brauchbares Ergebnis rauskommen kann:

50000 EW und 11000 Haushalte?
Das wären etwas mehr als 4,5 Personen pro Haushalt, etwa doppelt soviel wie der Bundesdurchschnitt ... da stimmt natürlich was nicht, nämlich daß wir auch noch wissen müssten, wie viele Haushalte (und in welchem der Cluster) nicht verkabelt sind, ob sich die 11 Tsd. auf homes passed (Anschließbare Haushalte) oder homes connected (Angeschlossene Haushalte) bezieht.

11 Tsd. Haushalte und 6 Cluster?
Das wären 1833 Haushalte je Cluster, bei angenommenen 660 MBit/s im Cluster also ca. 368 kBit/s je Haushalt ... nicht einmal DSL ultralight.
Auch hier stimmt natürlich was nicht, nämlich
- es fehlt der übliche Überbuchungsfaktor
- 2008/2009 gab es nur max. 32 MBit/s zu bestellen
- nicht jeder der 1833 Haushalte eines Clusters nutzt Kabel-Internet
- meines Wissens standen damals aber auch noch keine 660 MBit/s pro Cluster zur Verfügung (Diese Zahl kann man nämlich auch noch variieren)
- selbst wenn wir alle der o.g. Angaben hätten wüssten wir immer noch nicht, welches Produkt die Kunden gebucht haben (Wieviele Alt-Tarife a la 10 MBit/s und wieviele aktuelle mit 200 oder 250 MBit/s?)

Man kann bestenfalls mal überschlagen:
Bei angenommenen 660 MBit/s je Cluster und 33% Marktanteil (Da haben wir wieder ein Problem, die Marktanteile der KNB sind Gesamtmarktanteile, obwohl sie gar nicht überall vertreten sind. Um z.B. 9,8% am Gesamtmarktanteil insgesamt zu erreichen muß der von UMKBW innerhalb NRW, Hessen und BW umso höher liegen) kämen wir auf 1 MBit/s je Kunde (660 MBit/s / Cluster / 1833 Haushalte / Cluster * 0,33 Marktanteil) und beim konservativen Überbuchungsfaktor 16 somit auf 16 MBit/s, die problemlos vermarktbar sein sollten.
Sollten die Cluster seit 2008 nochmals gesplittet worden sein wäre es sogar schon 32 MBit/s und mit etwas weniger konservativen Überbuchungsfaktoren sogar auf 40-50 MBit/s.
Damit kommen wir in Sphären, wo der Überbuchungsfaktor sogar noch höher sein dürfte, 100 oder 200 MBit/s dauerglühen zu lassen schafft auch ein Großteil der Leute die 16 MBit/s problemlos 24/7 ausgelastet haben nicht mehr.
Dann bucht ja auch nicht jeder der Kunden gleich das 200 MBit/s-Paket und wenn höhere Pakete gebucht werden, dann oft wegen anderer Inklusivleistungen (z.B. Recorder statt Receiver im 3play) ...

Wie gesagt, alles nur Spekulatius (Wird auch langsam mal Zeit, daß der wieder in die Läden kommt!), aber trotz der rein rechnerisch erstmal ernüchternden Zahlen würde ich die Lage in diesen Clustern relativ entspannt sehen. Weit überwiegend ist in diesen 11 Tsd. Haushalten auch DSL16000 bis VDSL50 verfügbar. Wenn die Lage schrecklich würde, würden auch genug auf DSL wechseln und die Lage damit auch wieder entspannen.

Schließt man aber umgekehrt einen 500 Haushalte kleinen Cluster in Münster oder eine sonstigen Universitätsstadt an, kann der völlig zusammenbrechen, wenn unter den 500 Haushalten 400 Studenten-WGs sind und mit DSL dort nix los ist ...
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  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon SpaceRat » 06.07.2015, 12:49

zppln hat geschrieben:Es muss wohl stimmen, dass wenn DSL>16.000 verfügbar ist viele Leute bei der Telekom bleiben. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis tatsächlich niemanden der Internet via Kabel nutzt. Was auch der Grund für mein blöden Fragen hier ist :zwinker:

Das ist tatsächlich der beste Anhaltspunkt, den wir Dir bieten können.
Und das ">" kannst Du auch weglassen, DSL16000 reicht der Masse (bzw. von der Masse wäre ein ganzer Teil froh, wenn er das kriegen könnte).

Ich konnte hier DSL16000 kriegen, nah an den VSt. gingen auch schon VDSL50 oder zumindest VDSL25.
Der neuere Teil des Ortes der nur DSL2000 erreicht hat sich auch nicht ans BK-Netz anschließen lassen ...
Es gibt zwar ganze Viertel, die nur DSL3000 - wohl aber Kabel-Internet - bekommen konnten (Später mit der Freigabe von DSL-RAM auch DSL6000), aber die konnten auch Arcor-Risikoschaltungen oder Alice/o2 mit open-end DSL-RAM erhalten, dann waren teilweise auch da 10 und mehr MBit/s drin und auf der Rechnung stand dann ja auch DSL16000, das zählt.

Dementsprechend hatte ich hier noch nie ein Problem mit meinem Kabel-Internet, wenn ich meinen Gigabit-vServer leerziehen will, dann tue ich das praktisch immer mit voller Geschwindigkeit.
Jetzt wo die Telekom auch noch Vectoring ausgebaut hat und VDSL25 die neue Rückfallgeschwindigkeit ist (Da, wo es vorher nur DSL6000RAM gab) brauche ich mir um den Cluster überhaupt keine Sorgen mehr zu machen ...



Die Cluster die ich als kurz vorm Kollaps stehend kenne haben großflächig nur DSL2000 ...

Wo genau jetzt der Wendepunkt ist kann ich Dir nicht sagen, aber ich würde auf DSL6000<>DSL16000 tippen:
Bei DSL6000 hat man den psychologischen Effekt auf einer Rückfalloption - also auf einer nicht mehr vermarkteten Geschwindigkeitsstufe - zu sitzen.
Das merkt man schon daran, daß viele Provider versuchen, das hinter hübschen Klauseln a la "bis zu 16 MBit/s" zu verstecken und keine Tarife unter 16 MBit/s mehr anbieten.
Unter DSL3000 wird inzwischen schon das eMails holen und Online-Banking zäh.

Ab 6001 kBit/s ist es formal DSL16000, es synchronisiert nur nicht höher ;)
Auf der Rechnung steht aber DSL16000 und kein Hinweis auf einen Rückfall, die Seiten laden einigermaßen, wenn auch nicht rasant: Der Otto-Normaluser ist glücklich.
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon hilikuss » 06.07.2015, 14:48

Servus.

Also kurz gefasst: Ich würde UM niemandem empfehlen.

Was von meiner Seite aus für UM spricht ist die schnelle und reibungslose Installation (am Samstag möglich, also kein Urlaub gebraucht)

Ich hatte jetzt 10 Jahre lang verschiedene DSL Geschichten an verschiedenen Standorten mit verschiedenen Anbietern. Es gab vor allem bei der Installation Probleme. Das schlimmste waren drei Monate Resyncs, bis die Telekom endlich mal auf die Idee kam, die TAE Dose zu tauschen.
Ansonsten kam bei mir bei DSL immer die synchronisierte Geschwindigkeit an. Zuletzt war das vor dem Umzug VDSL 50. Die einzigen Geschichten, dass einer weniger als den Sync bekommen hat, von denen ich weiß, war ein falsch konfiguriertes Profil.

Seit Oktober 14 in der neuen Wohnung (nur DSL 16 verfügbar) nun Business 50 von Unitymedia. Und ich bin mit der Leitung nicht zufrieden. Bis April war der Cluster hoffnungslos überfüllt, regelmäßig <10 MBit und astronomische Pings, wenn jemand anderes Youtube geschaut hat. Bei der Business Hotline durfte ich dann jeden Monat aufs neue Tests machen und Screenshots schicken, damit ich meine Gebühr zurückverlangen konnte. Bis ich dann mal eine echt fitte Dame in der Leitung hatte, die mir die restlichen drei Monate bis zum Split gutgeschrieben hatte.

Mit VDSL hier gab es dann auch den Split (ein Schelm, wer böses dabei denkt) und die 50 MBit kommen fast durchgehend an. Nach 6 Monaten sitzt dieser Frust aber auch schon tief, muss ich sagen. Und dennoch schwankt der Ping auch ohne Last enorm. Von 8ms bis 500ms ist alles dabei. Im Schnitt (10000 Durchführungen zu google.de) 19ms +/- 9ms und 0,5% Packetloss. Zu DSL Zeiten waren das 22ms +/- 1ms ohne Packetloss. Jeweils per Kabel am Router angeschlossen.
Dazu kommt, dass das QoS der Fritzbox 6360 nach wie vor bescheiden ist. Wenn einer am Nuckeln ist, ist der Rest am Ruckeln.
Dann gibt es nur die Wahl zwischen DS Lite oder IPv4 only (im mittlerweile wahnsinnig überteuerten Business Tarif), vollwertiges DS gibt es einfach nicht.


Bisher sieht alles danach aus, als wären das meine ersten und letzten 24 Monate mit Kabel Internet. Da würde ich lieber auf VDSL 25 umsteigen. Und hier gibt es jetzt sowieso Vectoring 100.
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon zppln » 06.07.2015, 15:13

Danke für die Informationen, SpaceRat. Ich sehe mich mal wieder vollkommen fasziniert von solchen infrastrukturellen Überlegungen und welche Faktoren (ökonomische und psychologische) in diese Dinge hineinspielen.

Na gut. Ich glaube, ich werde mir nochmal einige Infos zu IPv6+DSLite und den Möglichkeiten zu Gemüte führen bevor ich mich für irgendetwas entscheide. Ich glaube, ohne das und diese Zwangsrouter Geschichte würde ich das Kabel ohne weiteres überlegen ausprobieren, schon alleine weil ich immer neugierig auf "neue" (für mich) Technik bin.
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon SpaceRat » 06.07.2015, 16:51

hilikuss hat geschrieben:Also kurz gefasst: Ich würde UM niemandem empfehlen.

Ich übrigens auch nicht ...
... nur ist halt die bescheuerte "shared medium"-Geschichte nicht der Grund dafür und da gezielt danach gefragt wurde ...

"Kabel-Internet ist ein shared medium und da teilen sich Hunderte von Nutzern Deine Bandbreite" ist ein Blödsinn, der irgendwann mal von den Ahnungslosesten aus dem eigentlich richtigen Beschreibungen herausgelesen wurde und dann so oft wiederholt wurde, bis alle Welt dran glaubte.

Darin stecken drei Irrtümer, die einfach klargestellt werden müssen:
  • stehen für alle dann doch "etwas" mehr als die vom Einzelnen gebuchten 10, 16, 32, 50, 64, 100, 128, 200 oder 250 MBit/s zur Verfügung
    Jeder einzelne Kunde "liegt" tatsächlich an (viel) mehr Bandbreite an, als er gebucht hat und wird auf seine gebuchte Geschwindigkeit abgebremst. Nicht alle Kunden eines Clusters teilen sich denselben Teil der Gesamtbandbreite, sondern unterschiedliche Ausschnitte.
    Beispiel:
    Es stehen 12 Kanäle a 55 MBit/s zur Verfügung, jeder Kunde erhält (Je nach Modem/Router) 8 davon versetzt zugeteilt, also z.B.
    Kunde A die Kanäle 1-8
    Bunde B die Kanäle 2-9
    Kunde C die Kanäle 3-10
    usw.
    Belastet Kunde B nun seine 100 MBit/s-Leitung voll, dann verteilen sich diese 100 MBit/s mehr oder minder gleichmäßig auf die ihm insgesamt angelegten 8 Kanäle mit 440 MBit/s insgesamt, d.h. rechnerisch steht dem Kunden A nach wie vor der unbelastete Kanal 1, Kunde C der unbelastete Kanal 9 und beiden zusätzlich die "Restbandbreite" der Kanäle 2-7 (jeweils 42,5 MBit/s, da Kunde B jeden Kanal rechnerisch mit 12,5 MBit/s belastet) zur Verfügung, in der Summe also immer noch für jeden weit mehr als die gebuchten 100 MBit/s, selbst wenn alle komplett aufdrehen.
    Das ist natürlich eine vereinfachte Darstellung, da in der Praxis auch mehrere Kunden komplett dieselben Kanäle nutzen und die gleichmäßige Verteilung der Last auch die bereits vorhandene Last berücksichtigt, usw. usf.
  • suggeriert die Formulierung "Kabel-Internet ist ein shared medium" daß es andere Internet-Zugänge gäbe, was aber nicht stimmt.
    Das ganze Internet ist ein shared medium, ja selbst das eigene LAN ist ein shared medium, wenn zwei Clients auf ein NAS zugreifen geht beim CSMA/CD (Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection) die Luzie ab.
    Die (im Idealfall) 100-200m Klingeldraht beim DSL ändern da nix dran.
  • zu keinem Zeitpunkt nutzen alle Kunden ihre Bandbreite voll aus
    Bevor Kevin sich zu YouP*rn einen runter.... und Schakeline sich auf Youtube Schminktips reinziehen wollen, sind Schastin mit dem Download von 20 Linux-ISOs und Nadine mit dem Streamen von Berlin, Berlin fertig.
    Und selbst wenn nicht ist bei VPN Maier GmbH gerade Feierabend und Amalia Noée ist im Urlaub oder Marie-Selene wieder im Pflegeheim ...

    Diese Tatsache wird von allen Provider, auch bei DSL, für eine Überbuchung mit Faktor x auf allen Ebenen (DSLAM<>VSt, VSt<>Backbone, eigener Backbone<>DECIX, usw.) genutzt.


hilikuss hat geschrieben:Dazu kommt, dass das QoS der Fritzbox 6360 nach wie vor bescheiden ist. Wenn einer am Nuckeln ist, ist der Rest am Ruckeln.
Dann gibt es nur die Wahl zwischen DS Lite oder IPv4 only (im mittlerweile wahnsinnig überteuerten Business Tarif), vollwertiges DS gibt es einfach nicht.

Und damit sind wir beid en Punkten, wegen denen ich Kabel-Internet nicht (mehr) weiterempfehle:
  • Absoluter Elektronikschrott (Drecknikotzlor DK7200, ÜBEL EVIL3226) als Zwangsrouter oder bestenfalls Fritz!Boxen, bei denen UMKBW den Kunden dann aber das Heft bei der Firmwarewahl aus der Hand nimmt.
    Bei den früher verteilten Modems war bei der Routerauswahl jeder seines eigenen Glückes Schmied und mit einem entsprechenden Router ist auch DS-lite (Wofür UM ja nichts kann) kein riesiges Problem.

    Mit OpenVPN wäre ja auch ein VPN kein Problem mehr, aber selbst die Fritz!Boxen können halt selber kein OpenVPN, es sei denn man freetzt sie, was mit Kabel-Fritten nicht geht. Einen anderen Router kann man nicht wirklich anschließen, ... usw. usf.
    In Verbindung mit dynamischen Präfixen kommt man bei Unitymedia ja praktisch nicht mehr drum herum, eine Fritz!Box mit zu buchen (Selbst wenn man kein Telefon Komfort braucht) und mindestens noch einen Raspberry Pi o.ä. anzuklemmen.
  • Bescheidene Preisgestaltung und mieser Upload
    Es ist unglaublich aber wahr, der günstigste Provider ist inzwischen die Telekom. 45 EUR ist dort der Endpreis für VDSL100/40.
    Da hat man dann aber Dual Stack, freie Gerätewahl und 40 MBit/s Upload.
    Bei 1&1 kämen noch 3 EUR für den vollen Upload hinzu (Sonst kriegt man nur 20) und bei Vodafone bezahlt man den vollwertigen Telefonanschluß extra ...
    Aber selbst in Relation zu 1&1 und Vodafone:
    Wenn ich mir überlege, was ich alles buchen und bezahlen müßte um von Unitymedia poplige 20 MBit/s Upstream zu kriegen wird mir schlecht. Davon, daß ich die dann am Ende kaum nutzen könnte, weil mir UM dann deren Rotzhardware aufzwingt , ganz zu schweigen.

Nachdem Unitymedia auch den günstigsten Business-Tarif in utopische Preisregionen geschraubt hat kann man Unitymedia nur noch reinen Facebook-Klitschern und eMail-Lesern empfehlen. Mehr ist mit den neuen Anschlüssen nicht zu machen.
Und selbst bei dieser Klientel muß man mit der Empfehlung vorsichtig sein, denn ab dem Anschluß einer Spielekonsole merken auch diese User, was für einen Mist sie für ihr gutes Geld kriegen (Auch wenn das in diesem Fall die Schuld der Konsolenhersteller ist).
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon zppln » 06.07.2015, 21:55

Yep, das fasst jetzt meine Gedanken zu dem Thema eigentlich ganz gut zusammen. Der einzige Grund, warum ich überhaupt über den Wechsel von VDSL>Kabel nachdenke ist die eigentlich (IMHO) "elegantere" Technik und die damit verbundene Option auf höhere Geschwindigkeit. Mit Blick auf andere, die mit 2MBit/s abgespeist werden, ist das sicherlich Jammern auf hohem Niveau, aber ich sitze halt am Rand vom Ausbaugebiet und die Aussicht in näherer Zukunft mit dem guten alten Klingeldraht mehr als 25MBit/s hinzubekommen ist relativ gering. Jetzt gibt's noch Tricksereien mit der DSL-Technik wie Vectoring, aber das Ende der Fahnenstange ist deutlich zu erkennen.

Jetzt kann ich's mir also aussuchen, ob ich mich mit dem vollwertigeren, eigenbestimmteren aber etwas langsameren und am Limit angelangten VDSL zufriedengebe oder die Gängelung bei einem nicht ganz zu 100% nutzbaren aber deutlich schnellerem Kabel akzeptiere.

Wie du sagst, wegen der IPv4-Adressenknappheit kann man UM eigentlich keinen allzu großen Vorwurf machen, keinen echten DualStack zu haben. Aber dass sich UM dann noch ohne Not das Manko der Gerätewahl/verzögerter FWUpdats ans Bein bindet ist wirklich schade....

Danke für den Input
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon hajodele » 06.07.2015, 22:15

Wenn du noch etwas warten kannst: Es ist ein Gesetz zur Abschaffung des Routerzwangs in der Mache.
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Re: Würdet ihr Unitymedia 2play weiterempfehlen ?

Beitragvon zppln » 06.07.2015, 22:47

hajodele hat geschrieben:Wenn du noch etwas warten kannst: Es ist ein Gesetz zur Abschaffung des Routerzwangs in der Mache.


Davon hab' ich zwar schon gehört, aber es nicht wirklich verfolgt, weils mich bisher nicht betroffen hat. Ich werd' mir das mal anschauen, aber kannst du vielleicht mit einem Satz den Stand der Dinge wiedergeben - d.h. wie weit fortgeschritten ist der Gesetzgebungsprozess, bzw ist tatsächlich damit zu rechnen, dass in näherer Zukunft der Routerzwang in der Praxis fallen wird ?

Das wäre natürlich super.
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