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DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

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DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon waterl00 » 17.04.2015, 10:13

Hallo zusammen,

ich hadere noch immer mir einen neuen Anschluß zu bestellen.

Einen Versuch Kunde zu werden habe ich schon hinter mir, dem folgte aber nach einer Odysee ein Widerruf der bestellten Leitung.
Die Qualität der Hotline ist meines Erachtens kundenvergraulend und teilweise bewusst irreführend, daher möchte ich hier nochmal explizit nachfragen was
mit einer IPV6 - DS-Lite Umsetzung bei UM geht und was eben (noch) nicht.

Im Grunde habe ich keine sonderlich exotischen Anforderungen, ich betreibe ein Heimnetzwerk sowie eine (ab September) eine Heizung die fernwartbar ist, im Detail sind das

HP Proliant N54L Server, dieser ist derzeit noch mit IPV4 konfiguriert, IPV6 sollte aber möglich sein.
Auf dem Server laufen die folgende Dienste

- OpenMediaVault als Framework für ein NAS http://www.openmediavault.org/
- NFS Server
- Apple Filling Time machine
- Owncloud https://owncloud.org/
- SSH/SFTP Server
- SMB/CIFS Server

Dann betreibe ich noch zwei Webcams über Raspberry PI, auch hier natürlich noch über IPV4, auch hier sollte IPV6 möglich sein.

Dann zur Baustelle Fernzugriff Heizung. Die Heizung hat ein Interface zum Anschluß an die Fritzbox. Die Bedienungsanleitung schweigt sich zu IPV6 aus, von daher denke ich mal, daß hier keine IPV6 Umstellung erfolgen könnte.

Alle Dienste (bis auf die Heizung, die kommt erst im September) sind heute über Portforwarding und DynDNS über eine Fritzbox 7272 erreichbar.

Gibt es technische Lösungen, damit ich über einen UM DS-Lite Anschluß in Zukunft alles per IPV6 aus der Ferne erreichen kann?

Wie sähe ein Fernzugriff auf die Heizung aus, wenn diese "nur" auf IPV4 horcht. Idee meinerseits, einen weiteren Raspberry installieren um z.b. einen IPV4<>IPV6 Mapper zu platzieren.

Wie komplex und zeitaufwendig ist die Umsetzung und vor allem wie stabil läuft so etwas i.V.m. DS-Lite von UM?

Ich habe schon einige Threads dazu gelesen, teilweise geben die Leute auf, in anderen Beiträge wird berichtet das DS-Lite und Remote gar kein Problem wäre.

So recht schlau bin ich noch nicht was das Thema betrifft.

Danke und Gruß
Loo
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon jokerkrefeld » 17.04.2015, 15:23

Einfach eine OpenVPN Verbindung zu deinem Netzwerk aufbauen dann hast du zugriff auf dein gesamtes Heimnetz, egal ob ipv4 oder ipv6, brauchst dazu nur einen Portmapper von feste-ip.net z.b. (Kosten sind keine 5€ pro jahr). Zuhause einen OpenVPN Server laufen lassen, habe z.b. ne Synology Diskstation aber geht auch mit nem Raspi oder ner gefreetzten Fritzbox oder ner anderen NAS.
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon waterl00 » 17.04.2015, 15:35

Das funktioniert wirklich ohne Probleme und ohne Einschränkungen?
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon SpaceRat » 21.04.2015, 12:19

waterl00 hat geschrieben:Das funktioniert wirklich ohne Probleme und ohne Einschränkungen?

Gut genug, damit mir manche Leute sogar Geld dafür bezahlen :)
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon waterl00 » 24.04.2015, 09:31

Da die Servergeschichten wohl über IPV6 angesprochen werden könnten, müsste das noch möglich sein.

Diese Dienste sollten demnach mit etwas Aufwand erreichbar sein, richtig?

- NFS Server
- Apple Filling Time machine
- Owncloud
- SSH/SFTP Server
- SMB/CIFS Server
- Webcams

Benötige ich für die Heizung (IPV4, Umstellung auf IPV6 nicht möglich) dann zusäztlich eine FIPS Box?

Und wie zuverlässig und stabil arbeitet das ganze, wenn es dann mal eingerichtet wurde?
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon SpaceRat » 25.04.2015, 01:30

waterl00 hat geschrieben:- NFS Server - Apple Filling Time machine - Owncloud - SSH/SFTP Server - SMB/CIFS Server

Kurz gesagt:
Alle wirklichen Standard-Server können seit Jahren IPv6.

Problematisch ...
waterl00 hat geschrieben: - Webcams
Benötige ich für die Heizung (IPV4, Umstellung auf IPV6 nicht möglich) dann zusäztlich eine FIPS Box?

... sind eigentlich immer nur embedded devices, an denen man nix drehen kann und die vom Hersteller nicht (mehr) anständig unterstützt werden.

Auch diese Probleme werden mit der Zeit abnehmen:
- Mein Canon MP640 konnte nur IPv4 oder IPv6 (Also unbrauchbar)
- Mein neuer Canon MX925 kann Dual Stack


waterl00 hat geschrieben:Und wie zuverlässig und stabil arbeitet das ganze, wenn es dann mal eingerichtet wurde?

Die Server arbeiten über IPv6 nicht zuverlässiger oder unzuverlässiger als über IPv4 auch.
Sobald Du einen IPv6-fähigen Router in Betrieb nimmst und zumindest ULAs im LAN verteilt werden, arbeitet bereits vieles im LAN von ganz alleine lieber mit IPv6 als mit IPv4 (Windows-Freigaben z.B.).

Aber damit kommen wir zu dem Punkt, ob man überhaupt anstreben sollte, alle Dienste einzeln von außen erreichen zu können:
Willst Du wirklich NFS-, CIFS-, FTP-, Web- usw. Server einzeln absichern?
Ich rate davon ab.

Einem VPN ist es wumpe, ob es über IPv6 oder IPv4 aufgebaut wurde, innerhalb des VPN kann es trotzdem ganz nach Belieben IPv4, IPv6 oder beides transportieren.
Daraus folgt, daß Du Dir um die IPv6-Tauglichkeit einzelner Server genau so lange keine Gedanken zu machen brauchst, wie Du sie nur für Dich selber (oder einen vertrauenswürdigen engen Personenkreis) verfügbar machen willst.

Bau ein VPN nach Hause auf und Du befindest Dich in Deinem eigenen LAN, wo Du auch wieder mit lokalen IPv4 rummatschen und somit auch die Heizungssteuerung problemlos ansprechen kannst.

Die IPv6-Tauglichkeit der Server und Geräte spielt dann eine Rolle, wenn Du solche für jedermann oder einen größeren Personenkreis (Der umgekehrt aber nicht vertrauenswürdig genug ist, um ein VPN zu ihnen aufzubauen) erreichbar machen willst.
Deine Heizungssteuerung sollte nicht dazu gehören ...
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  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon waterl00 » 25.04.2015, 14:23

Danke Dir, hört sich alles noch einen durchaus machbaren Szenario an.
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Re: DS-Lite und Remotezugriff - was geht, was geht nicht?

Beitragvon SpaceRat » 25.04.2015, 14:33

waterl00 hat geschrieben:Danke Dir, hört sich alles noch einen durchaus machbaren Szenario an.

IPv6-Server einzurichten ist einfach.

Viele Server lauschen bereits in der Standardeinstellung sowohl per IPv6 als auch per IPv4, wenn sie zu denen gehören, die man nach außen öffnen will muß man halt eben nur entsprechend den Zugang per IPv6 statt/zusätzlich zu IPv4 erlauben.
Bei einer Fritz!Box ist das eine Frage davon, ob ich die Freigabe auf dem Reiter IPv4-Freigaben und/oder IPv6-Freigaben anlege bzw. My!Fritz-Freigaben machen per default beides, sofern verfügbar.

Das Hauptproblem sind nicht die Server, sondern die Clients:
Wenn Du Deinen nur per IPv6 lauschenden OpenVPN-/https-/ssh-Server von außen erreichen willst wirst Du damit konfrontiert werden, daß IPv6 immer noch an vielen Anschlüssen fehlt, deaktiviert ist oder verbastelt wurde.

Das sind die eigentlichen Probleme, die dabei entstehen.

Dazu gibt es dann die beiden Lösungsansatz, das entweder Client für Client in Ordnung zu bringen oder über einen v4tov6-Portproxy wie den Portmappern von feste-ip.net den Server doch wieder per IPv4 erreichbar zu machen (feste-ip.net nimmt dann die Serveraufrufe per IPv4 an und leitet sie per IPv6 an den eigentlichen Server weiter).
Man kann natürlich auch eine Kombination aus beidem nutzen.
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