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Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon NIN » 25.03.2008, 13:17

@ Moses
Stell Dir mal folgendes vor: Hersteller nur in CN, Händler aber in DE. Ich glaube, mehr braucht man nicht zu sagen.
Dass Händler heutzutage immer weniger am Gerät selbst tun können, ist doch nicht das Problem der Käufer oder?
Dann müssen die Händler sich halt behelfen (Reparatur outsourcen, Austauschgeräte etc.). Tun sie das nicht, sind sie nicht lange am Markt.

@ Dinniz
Sorry für meine Offenheit, aber Deine Antwort rauscht ziemlich. :-)
AGB? Also gesetzlich zwingende Verpflichtungen (Haftung etc.) kann man gar nicht abbedingen. OB/was in AGB steht ist diesbezüglich ziemlich uninteressant. "Gratisbeigabe"? :) Hehe. Da fallen mir noch mehr Samariterfirmen ein, z.B. 0-Euro-Handy-Vodafone. *lacht*

Man sollte sich _immer_ an den Händler wenden und das nachweisbar. Wendet man sich nämlich kurz vor dem Ende der 2 Jahre Gewährleistungsfrist zB an Netgear und nicht an UM, hat man ggf. verloren. Wenn es praktisch super läuft mit Netgear, warum nicht. Aber zuständig bleibt UM. Schließlich kann das für Konfident (1. Poster) erheblich sein. Ihm ist nicht geholfen, wenn er den Eindruck bekommt, er hätte keine Rechte ggü. UM, weil das nämlich einfach Quatsch ist.

Grüße
NIN
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Dinniz » 25.03.2008, 18:03

Kannst du mir denn ein Gesetz zeigen dass jemand verpflichtet kostenlose Hardware zu ersetzen?
Auf gekaufte Ware hat man immer Garantie - klar.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Moses » 25.03.2008, 23:03

NIN hat geschrieben:@ Moses
Stell Dir mal folgendes vor: Hersteller nur in CN, Händler aber in DE. Ich glaube, mehr braucht man nicht zu sagen.
Dass Händler heutzutage immer weniger am Gerät selbst tun können, ist doch nicht das Problem der Käufer oder?
Dann müssen die Händler sich halt behelfen (Reparatur outsourcen, Austauschgeräte etc.). Tun sie das nicht, sind sie nicht lange am Markt.


Doch, wenn man sich allein auf den Händler als Ansprechpartner verlässt, dann ist es ganz klar das Problem des Käufers. Ein Händler, der einem bei Problemen nicht helfen kann, außer einfach alles austauschen, ist auch nicht das wahre...

Wenn's nicht anders geht, weil der Hersteller keinen ordentlichen Support hat in Deutschland (wobei es oft auch kein Problem ist über einen Internationalen Support Hilfe zu bekommen, das gilt natürlich für billig Produkten nur eingeschränkt), kann man sich auch an den Händler wenden, trotzdem sollte man sich ruhig daran gewöhnen erstmal beim Hersteller nachzufragen, das kann einem sehr viel Streß und/oder unnötig lange Wartezeiten sparen.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon NIN » 26.03.2008, 18:21

Hallo Diniz,
Dinniz hat geschrieben:Kannst du mir denn ein Gesetz zeigen dass jemand verpflichtet kostenlose Hardware zu ersetzen?

Was ich in meiner ersten Antwort eigentlich sagen wollte ist, dass das gar nicht unentgeltlich (kostenlos) ist.
Wäre es wirklich unentgeltlich, dann wäre das in der Tat kein Kauf, sondern eine Leihe oder eine Schenkung.
Nun, man muss sich das genau ansehen.

Da steht zum Beispiel folgendes:

"Wireless-LAN-Router gratis.*"
ganz klein steht dann:
"* Nur für Kunden, die in den letzten 3 Monaten keinen ish/iesy/Unitymedia Internetanschluss hatten. Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen."

Wäre es unentgeltlich, brauchte man doch den Vertrag über die Dienstleistung nicht abzuschließen oder? Es ist entgeltlich. Natürlich. :) Wo bekommt man schon etwas geschekt. :) Ich hatte das eingangs ausführlicher schon erklärt. Das heißt, es gelten die § des BGB, die sich um den Kauf drehen inkl. Haftung für Sach- und Rechtsmängel und so weiter. Eine Miete scheidet übrigens auch aus.

Dinniz hat geschrieben:Auf gekaufte Ware hat man immer Garantie - klar.

Um ehrlich zu sein, das stimmt leider auch nicht. Garantie ist eine freillige Sache des Herstellers. Die hat man eher selten eigentlich. Was man bei neuen Sachen immer hat, sind Gewährleistungsrechte. Das sind gesetzliche Rechte des Käufers.

Viele Grüße
NIN
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Odious1978 » 26.03.2008, 19:00

Den Netgear Router erhält ein Kunde als Geschenk, somit hat der Kunde keinerlei Garantie oder Gewährleistungsansprüche gegenüber UM, da er für dieses Gerät keinen einzigen Cent zahlen musste.
UM = unfähiger Misthaufen
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon NIN » 26.03.2008, 20:14

Odious1978 hat geschrieben:Den Netgear Router erhält ein Kunde als Geschenk, somit hat der Kunde keinerlei Garantie oder Gewährleistungsansprüche gegenüber UM, da er für dieses Gerät keinen einzigen Cent zahlen musste.


Sorry aber das ist kompletter Unfug.
Maßgebliches Abgrenzungskriterium zwischen Kauf und Schenkung ist die Unentgeltlichkeit.
Unentgeltlich ist eine Zuwendung dann, wenn sie unabhängig von einer Gegenleistung geschieht.
Garantie hat überdies auch gar nichts damit zu tun, denn eine Garantie kann auch der Beschenkte erhalten.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Odious1978 » 26.03.2008, 20:34

Garantie und Gerwährleistung erhält nur der, der einen Kaufbeleg oder Bon hat für dieses Endgerät, oder durch Zeugen beweisen kann, das er dieses Endgerät in einem besagten Laden zu einem bestimmten Termin gekauft hat.

Hat der Kunde einen Kaufbeleg oder Bon über dieses Endgerät von UM erhalten? Nein, hat er nicht.

Ist UM verpflichtet dem Kunden Garantie oder Gewährleistung einzuräumen für dieses Endgerät, da dieses nicht zum Anschluss gehört? Nein.

UM wird diesen Netgear Router nicht austauschen oder ersetzen, da es eine Schenkung ist und der Hersteller selber ist für Garantie und Gewährleistung zuständig. So ist leider die Realität.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Moses » 26.03.2008, 22:02

Hm.. also irgendwie kritisch finde ich die Formulierung: "Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen."

Das würde ja implizieren, dass der Router während der MVLZ noch UM gehört, was dann auch bedeuten würde, dass sie während der Zeit zur Ausbesserung verpflichtet wären, oder nicht? ;)

Die ganze Diskussion ist allerdings hinfällig, da keiner einem Händler (oder was auch immer UM in dem Fall sein mag) jemand anderen (z.B. den Hersteller) mit der Bearbeitung von Support-Fällen zu beauftragen. Ob das jetzt ein extra Callcenter von UM ist, oder direkt der Hersteller, der Bescheid weiß, was UM Kunden an geht, ist da ziemlich egal. Wenn man die UM Hotline Anruft und ein Problem mit dem Router hat, leiten die einen an die Hotline des Herstellers weiter, der UM Geräte auch Problemlos austauscht. So funktioniert die Gewährleistung gut, bis jetzt gab's da außer, dass die Leute eine andere Nummer wählen mussten (womit der ein oder andere dann scheinbar doch überfordert war) keine Probleme.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon NIN » 26.03.2008, 23:01

Odious1978 hat geschrieben:Garantie und Gerwährleistung erhält nur der, der einen Kaufbeleg oder Bon hat für dieses Endgerät, oder durch Zeugen beweisen kann, das er dieses Endgerät in einem besagten Laden zu einem bestimmten Termin gekauft hat. Hat der Kunde einen Kaufbeleg oder Bon über dieses Endgerät von UM erhalten? Nein, hat er nicht.

Man kann einen Kauf über bewegliche Sachen rechtswirksam auch mündlich abschließen (natürlich auch ohne Zeugen).
Normalerweise hat man dann keinen Beleg aber dennoch die gleichen Rechte und Pflichten.
Odious1978 hat geschrieben:Ist UM verpflichtet dem Kunden Garantie oder Gewährleistung einzuräumen für dieses Endgerät, da dieses nicht zum Anschluss gehört? Nein.

Ich kann nicht erkennen, inwieweit der Zweck des Gerätes kaufrechtlich von Bedeutung sein sollte.
Odious1978 hat geschrieben:UM wird diesen Netgear Router nicht austauschen oder ersetzen, da es eine Schenkung ist und der Hersteller selber ist für Garantie und Gewährleistung zuständig.

Es ist _keine_ Schenkung, da eine Gegenleistung vorliegt. Ohne Dienstleistungsvertrag, nicht einmal Router-Besitz. Zum Router-Eigentum: "Mit Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gehört der WLAN-Router Ihnen." Das bedeutet auf deutsch, UM behält sich sogar das Eigentum daran bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit des Dienstleistungsvertrages vor. Zu diesem Zeitpunkt ist dann das Entgelt erst völlig entrichtet.
Immernoch von einer Schenkung überzeugt?
Odious1978 hat geschrieben:So ist leider die Realität.

Nun, wessen Realität das auch sein mag. Es hat jedenfalls mit Recht nicht viel gemeinsam. :brüll:
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Odious1978 » 27.03.2008, 00:18

Garantie- oder Gewährleistungsansprüche gelten zu machen, obliegt dem Nachweis des Kaufes, durch einen Kaufbeleg oder Zeugen mit Angabe das genauen Termin des Kaufes. So könnte ja jeder daher kommen. Schaue in die BGB, so in etwa steht es dort.

Ich weiss selber was in der AGB steht der UM, aber UM tauscht den Router aber leider nunmal nicht aus, da dieser nicht zum Anschluss gehört. Zum Anschluss gehört die MM-Dose, MTA und UM-Receiver und die werden bei einem Defekt von UM ausgetauscht. Bei einem Defekt des Routers ist der Hersteller zuständig und auf den verweist UM immer wenn man dort anruft.
Die Kunden rufen auch uns an, weil unsere Techniker ja den Router bei der Montage des MM-As übergeben und wir sollen laut UM sagen, dass sich der Kunde an den Hersteller wenden muss.

Zitat:
Die Garantieerklärung bindet denjenigen, der die Erklärung abgibt. Geschieht dies durch den Hersteller, steht dieser dem Käufer neben dem Verkäufer zur Verfügung. Der Gegenstand der Garantie, z.B. eine bestimmte Produkteigenschaft wie die wahrscheinliche Laufleistung, muss in der Garantieerklärung festgelegt sein.
Die Rechte aus der Garantie sind in den Garantiebedingungen festzulegen. Diese sind gesondert von den Rechten aus dem Kaufvertrag zu behandeln. Die Garantie sollte eine Geltungsdauer enthalten.
Dabei sieht § 443 Abs. 2 BGB eine Beweislastumkehr vor, d.h., bei einem während der Garantiezeit auftretenden Mangel wird vermutet, dass dieser auch zur Inanspruchnahme der Leistungen aus der Garantie berechtigt.
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