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Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

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Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Konfident » 17.03.2008, 21:19

Hallo zusammen,

bei einem Freund (3PLAY 10.000) ist der mitgelieferte Netgear-Router vermutlich defekt. Sendereichweite quasi = 0.
Direkt ans Modem angeschlossen funktioniert, und auch ein anderer Router aus dessen Familie tuts... nur der mitgelieferte will keinen Mucks machen.

Die UM-Hotline sagt, UM wäre nicht zuständig, sondern Netgear. Richtig so? Oder wem muss man Dampf machen, damit der defekte (ist jetzt schon 3 Wochen (seit Lieferung) defekt am rumgammeln, der Kumpel hatte noch keine Zeit zum reklamieren...jaja...) Router ausgetauscht wird?
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon 2bright4u » 17.03.2008, 21:33

Wenn Du das Gerät bei UM gekauft hättest, wäre die Antwort einfach: UM müsste als Händler gerade stehen.

Da das gGrät aber als "Dreingabe" verteilt wird, bin ich mir nicht sicher. Ich würde zumindest versuchen, mit Netgear in Kontakt zu treten.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Konfident » 17.03.2008, 21:39

Klar, ist ja nicht "gekauft", schon klar.
Dennoch... wenn mir UM bei der Werbung verspricht: "hier, kriegste auch kostenlos noch das Equipment, was Du ja auch eigentlich brauchst", bei Nichtfunktion dann aber direkt bei defekt auf den Hersteller in Timbuktu zeigt und sagt "ja, nee, daaaaa haben wir ja nix mit zu tun, das mach man schön selber..." - ist natürlich schade, warum sollte da nicht mal ein Techniker hinfahren (von mir aus noch 20 EUR dafür bekommen) und den Router austauschen können.

Hab ihm aber auch schon empfohlen, die Hotline von Netgear zu belästigen - er ist da etwas lahm und muss angetrieben werden ;)
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Moses » 17.03.2008, 22:53

Netgear ist zuständig. Das hat nichts damit zu tun, dass UM sich drückt, sondern damit, dass UM sinnvollerweise mit Netgear einen Vertrag abgeschlossen, dass der Hersteller, der das viel besser kann als UM selber, den Support für seine Geräte im Auftrag von UM übernimmt.

Das gilt so übrigens für alle Geräte, die man von UM bekommt (bis auf das Modem, was ja immer im Besitz von UM bleibt), also Router egal ob D-Link oder Netgear, Reciever von TT und Samsung... immer direkt an den Hersteller wenden, die müssen weiterhelfen, nach dem Hinweis, dass man das Gerät von UM bekommen hat.

Und dass Geräte per Techniker ausgetauscht werden? Geht's noch? Wo gibt's das denn? Wenn man Glück hat, bekommt man so einen Service noch bei "Großgeräten", also Waschmaschiene, Kühlschrank und anderem, was man nicht schleppen kann... aber für alles andere gibt's sowas schon seit Jahren nicht mehr oder man zahlt mindestens 50€ extra explizit oben drauf. :)
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon 2bright4u » 17.03.2008, 22:56

Dass Geräte ausgetauscht werden, ist 1. Verhandlungssache beim Einkauf und ist 2. beim Kauf von TFT-Monitoren ABSOLUT normal...
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Bastler » 18.03.2008, 20:52

"hier, kriegste auch kostenlos noch das Equipment, was Du ja auch eigentlich brauchst"

Der war gut. Als ob man diesen komischen Router wirklich brauchen würde :zwinker:

Hat jetzt nichts mehr mit UM zu tun, aber dazuz muss ich kurz was sagen, da ich ja acuh in der Branche längere Zeit gearbeitet habe:
Dass Geräte ausgetauscht werden, ist 1. Verhandlungssache beim Einkauf und ist 2. beim Kauf von TFT-Monitoren ABSOLUT normal...

Das ist nicht nur Verhandlunssache, sondern auch einzig und allein Sache des Händlers. Er kann das so machen, wie er will und ist keinesfalls zum Austausch bei Defekt verprflichtet.
Es kommt darauf an, was der Händler für ein "Abkommen" mit dem Hersteller / Lieferanten hat - sprich, ob er für das Defekte Gerät selbst ein neues Gerät ersetzt bekommt, dass er dann in den Verkauf stellen kann (weil er da ja dein Tauschgerät hergenommen hat), oder ob er das defekte Gerät einschicken / reparieren muss und dann später das reparierte Gerät in der Verkauf stellen und als "neu" verkaufen muss.
Dass man letzeres als Händler ungern macht, dürfte klar sein. Darum würde ich als Händler in so einem Fall nicht einfach die Geräte auf eigene Faust tauschen.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon NIN » 24.03.2008, 16:07

Hallo,

ich möchte mich ganz kurz zu Wort melden, weil ich denke, dass die vorangegangenen Antworten auf die Frage nicht ganz korrekt sind.

Der Vertrag wurde mit UM geschlossen, mit niemandem sonst. Netgear ist überhaupt kein Vertragspartner hier. (Wer wirklich Lust hat, kann man im "§478 Rückgriff des Unternehmers" lesen. UM hat Regressansprüche als Händler gegenüber seinem Zulieferer. Das tut aber hier gar nichts zur Sache.)
Nochmals genauer zu den vertraglichen Beziehungen: Es geht vertraglich neben Dienstleistungen (Internet, Telefonie etc.) ebenfalls um die Lieferung von Endgeräten, die für die Bereitstellung dieser Dienste erforderlich sind. Obwohl UM für diese Geräte kein gesondertes Entgelt verlangt, erfolgt dieser Erwerb dennoch entgeltlich, denn das Entgelt macht einen Teil der monatlich wiederkehrenden Zahlungen (Mindestvertragslaufzeit) aus. Eine Leihe oder gar Schenkung kann man ausschließen. Insofern: JA, es liegen Kaufverträge über IT-geräte vor! Und JA, UM ist als Verkäufer ein gesetzlich Verpflichteter (Haupt- und Nebenpflichten) aus Kaufverträgen.

Nun handelt es sich hier um einen Verbrauchsgüterkauf, weil ein Verbraucher bei einem Unternehmer (UM) (eine bewegliche Sache) einkauft. Das Kaufrecht ist zugunsten des Verbrauchers. Bei Vorliegen eines Sachmangels (Routerdefekt) hat man als Käufer sogar eine ganze Reihe an Rechten gegen UM als Verkäufer. Es gilt z. B. zwingend die zweijährige Verjährungsfrist für neue Sachen (Gewährleistungsrechte). Besonders interessant ist auch, dass wenn sich der Mangel in den ersten sechs Monaten bereits gezeigt hat, gesetzlich sogar vermutet wird, dass der Mangel schon bei der Übergabe der Kaufsache vorgelegen hat (Beweislastumkehr!). Insofern müsste UM nämlich dem Käufer das Gegenteil beweisen, nämlich dass die Sache bei Übergabe mangelfrei war, was quasi praktisch niemals gelingt.

Also Bitte: Möglichst rasch an UM wenden (notfalls Anwalt) und nicht jeden Mist glauben, den die Hotline erzählt!

Viele Grüße
NIN
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Grothesk » 24.03.2008, 17:06

Abgesehen vom rechtlichen Rahmen:
Ich habe einen von UM gelieferten microTT 254 direkt bei Technotrend getauscht.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Dinniz » 24.03.2008, 21:19

Ähm .. der Router ist für den Betrieb nicht erforderlich und fällt damit nicht in die Aussage der AGBs.
Der Router ist eine Gratisbeigabe und mehr nicht.
Also bitte hör auf mit Rechten und Anwalt.

DigitalReciever werden über den Hersteller ausgetauscht.
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Re: Netgear Router defekt - wer ist zuständig?

Beitragvon Moses » 24.03.2008, 21:41

NIN hat geschrieben:Hallo,

ich möchte mich ganz kurz zu Wort melden, weil ich denke, dass die vorangegangenen Antworten auf die Frage nicht ganz korrekt sind.

Der Vertrag wurde mit UM geschlossen, mit niemandem sonst. Netgear ist überhaupt kein Vertragspartner hier. (Wer wirklich Lust hat, kann man im "§478 Rückgriff des Unternehmers" lesen. UM hat Regressansprüche als Händler gegenüber seinem Zulieferer. Das tut aber hier gar nichts zur Sache.)
Nochmals genauer zu den vertraglichen Beziehungen: Es geht vertraglich neben Dienstleistungen (Internet, Telefonie etc.) ebenfalls um die Lieferung von Endgeräten, die für die Bereitstellung dieser Dienste erforderlich sind. Obwohl UM für diese Geräte kein gesondertes Entgelt verlangt, erfolgt dieser Erwerb dennoch entgeltlich, denn das Entgelt macht einen Teil der monatlich wiederkehrenden Zahlungen (Mindestvertragslaufzeit) aus. Eine Leihe oder gar Schenkung kann man ausschließen. Insofern: JA, es liegen Kaufverträge über IT-geräte vor! Und JA, UM ist als Verkäufer ein gesetzlich Verpflichteter (Haupt- und Nebenpflichten) aus Kaufverträgen.

Nun handelt es sich hier um einen Verbrauchsgüterkauf, weil ein Verbraucher bei einem Unternehmer (UM) (eine bewegliche Sache) einkauft. Das Kaufrecht ist zugunsten des Verbrauchers. Bei Vorliegen eines Sachmangels (Routerdefekt) hat man als Käufer sogar eine ganze Reihe an Rechten gegen UM als Verkäufer. Es gilt z. B. zwingend die zweijährige Verjährungsfrist für neue Sachen (Gewährleistungsrechte). Besonders interessant ist auch, dass wenn sich der Mangel in den ersten sechs Monaten bereits gezeigt hat, gesetzlich sogar vermutet wird, dass der Mangel schon bei der Übergabe der Kaufsache vorgelegen hat (Beweislastumkehr!). Insofern müsste UM nämlich dem Käufer das Gegenteil beweisen, nämlich dass die Sache bei Übergabe mangelfrei war, was quasi praktisch niemals gelingt.

Also Bitte: Möglichst rasch an UM wenden (notfalls Anwalt) und nicht jeden Mist glauben, den die Hotline erzählt!

Viele Grüße
NIN


Tja, schön das du aufzeigst, wie schwachsinnig die Deutschen Gesetze da sind... Wem kann ein Händler schon irgendwelchen Support geben für das, was er verkauft?

Im Fall von UM ist es tatsächlich deutlich einfacher sich direkt an den Hersteller zu wenden. Sobald man denen gesagt hat, dass das Gerät von UM ist, ist der Austausch quasi schon unterwegs... warum sollte man auch mit UM kommunizieren? Die wissen halt nichts über die Geräte. Die Kommunikation kann man sich als reine Zeitverschwendung getrost sparen. Das gilt so auch für viele anderen Hersteller bzw. Händler... es wäre schöner wenn das Gesetz die Hersteller zu einem vernünftigen Support bringen würde, als einem irgendwelche nutzlosen Rechte gegen über Händlern einzuräumen...
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