- Anzeige -

Korrekte Verkabelung Neubau?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon blautech » 29.10.2014, 22:48

Hallo zusammen,
Ich bin gerade bei der E-Planung für unseren Neubau.
Manches ist mir noch nicht so klar. Die aktuelle Planung ist wiefolgt.

UM kommt mit seinem Hausanschluss in den Keller. Von dort geht es zu einem "Verteiler"?, der das ankommende Kabel sternförmig über einzelne Koaxleitungen an alle geplanten "TV-Dosen" schickt.
An eine TV-Dose im Wohnraum schliese ich nun das TechnicolorModem oder die Fritzbox an.
Frage 1: Kann ich an die selbe Dose nun auch noch den Fernseher hängen, oder müssen dort dann 2 Koax-Leitungen vorhanden sein?

Nun hängt das Modem/Fritzbox an der Dose und kann nun auch WLAN/DECT im Wohnraum verteilen. Nun schließe ich ein LAN-Kabel an einen der RJ45-Ports am Modem/Fritzbox an.
Dieses geht wieder runter in den Keller und landet dort auf einem Switch. Vom Switch gehen dann weitere LAN-Kabel auf die Buchsen (RJ45) eines Patchpanels. An den rückwärtigen Anschlüssen des Patchpanels verbinde ich die ganzen Netzwerkkabel, die sternförmig zu den Netzwerkdosen der verschiedenen Zimmer gehen.

Frage 2: Ist das so korrekt oder habe ich irgendwas vergessen?

Gruß
blautech
blautech
Kabelneuling
 
Beiträge: 22
Registriert: 13.07.2008, 21:56

Re: Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon Knifte » 30.10.2014, 08:33

Du wirst im Neubau doch wohl Sat für den TV-Empfang einplanen und keinen Kabelanschluss, oder?

Kabelanschluss bestenfalls für Internet und Telefon, wenn keine Alternative.
Aber für den TV-Empfang auf jeden Fall Sat, weil bessere Qualität, mehr Sender.....
Viele Grüße

Knifte
jetzt:Bildvorher:Bild
UM 2play Premium 150.000 mit dem Cisco EPC 3208-Modem - ASUS RT-AC66U-Router - FritzBox 7490 - FritzFon C4
Knifte
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 2573
Registriert: 18.04.2009, 21:19
Wohnort: Kreis Kleve

Re: Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon M@rtin » 30.10.2014, 09:25

blautech hat geschrieben:...
Frage 1: Kann ich an die selbe Dose nun auch noch den Fernseher hängen, oder müssen dort dann 2 Koax-Leitungen vorhanden sein?

Nein, die Multimedia-Dose wird von UM eingerichtet und hat einen Anschluss mehr als eine gewöhnliche Coax-Dose, nämlich den für das Kabel-Modem/-Router.

blautech hat geschrieben:... Frage 2: Ist das so korrekt oder habe ich irgendwas vergessen?


Sollte machbar sein.
M@rtin
Übergeordneter Verstärkerpunkt
 
Beiträge: 524
Registriert: 27.05.2013, 19:38

Re: Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon TobiWittmann » 30.10.2014, 09:55

Nein, das geht viel einfacher. Ich habe auch vor ca. 1 Jahr gebaut und habe es so gemacht:

- Übergabepunkt Kabelanschluss im Keller, das ist klar

TV:
Verteiler direkt im Keller setzen
Von dort aus werden alle TV-Dosen im Haus angefahren

Telefon /internet:
- alle Zimmer mit einem CAT6 Kabel anfahren, mind. Doppelkabel und Doppeldose in den Raum
- diese CAT 6 Kabel auf ein ebenfalls im Keller befindliches Patchpanel auflegen
- im Keller direkt den Router an einen COAX Anschluss anschließen. Das macht der Kabelnetzbetreiber mit, wenn der Techniker kommt
- Einen der LAN-Ausgänge des Routers auf einen Netzwerkswitch legen
- an diesen Switch das Patchpanel mit Patchkabeln verbinden

Die CAT Kabel können für das Telefon genutzt werden. Du kannst mal unter "strukturierte Verkabelung CAT Telefon" googeln. Dafür einach die Netzwerkdose, an die das Telefon soll nicht mit dem Netzwerkswitch, sondern mit dem Telefonanschluss des Routers verbinden. Dafür gibt es günstig Adapter von RJ45 auf RJ11. Damit bist du komplett flexibel, wo du dein Telefon positionierst.

Da die WLAN Verbindung des Routers im Keller natürlich nicht für das ganze Haus ausreicht, habe ich die deaktiviert. Das WLAN Modul des Unitymedia Routers ist eh lausig.
Ich habe an beliebiger Stelle einen WLAN Access Point an eine Netzwerkdose gehängt und damit perfektes WLAN im Haus.

Im Ergebnis habe ich damit die gesamte Technikinfrastruktur in einem Schrank im Keller: Kabelanschluss, Coax-Verteiler, Patchpanel, Netzwerkswitch, Telefoneinspeisung. Und dazu noch einen kleinen NAS-Server, der die Familie mit Fotos, Filmen, Musik, etc. versorgt.

Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich...
TobiWittmann
Kabelneuling
 
Beiträge: 22
Registriert: 12.10.2007, 10:38

Re: Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon schmittmann » 30.10.2014, 10:49

Ich benutze für das Fernsehen eine SAT>IP-Lösung und konnte dadurch die komplette Coax-Verkabelung einsparen.
Benutzeravatar
schmittmann
Übergabepunkt
 
Beiträge: 471
Registriert: 03.10.2008, 09:03
Wohnort: Innovation City

Re: Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon SpaceRat » 31.10.2014, 03:01

Lösung 1:

  • (Anzahl der gewünschten Satelliten * 4) + 1 Coax-Kabel vom Dach(boden) bis in den Keller.
    Bei 1 Satellit also 5, bei zwei 9, bei drei 13, bei vier 17, usw.
    Das Zusatzkabel dient für den Empfang von UKW per Dachantenne. Manche meinen auch, sich zusätzlich noch DVB-T anlachen zu müssen.
  • Vom Keller sternförmig mit mind. 2 Coax in jeden Raum; im Wohnzimmer ggf. auch 4 und/oder die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß man das Mobiliar mal komplett dreht.

Abgesehen davon, daß Kabelfernsehen keine Alternative zu Sat ist sondern nur eine Krankheit, wäre Kabelempfang so nach wie vor möglich, indem man nicht seine eigene UKW-/DVB-T-Antenne auf den Terrestik-Eingang des Multischalters legt, sondern den Kabelanschluß.
Da nun alles im Keller zusammenläuft, kann auf Wunsch jeder beliebige Anschluß statt über den Multischalter auch direkt per Kabel gespeist werden, um dort das Kabel-Modem zu positionieren.

Nachteile:
- Längerer Signalweg vom LNB zum Multischalter
- Weitere Satelliten nur schwer nachrüstbar, da man für jeden weiteren mit 4 weiteren Kabeln vom Dach bis in den Keller müßte

Vorteile:
- Kürzerer Signalweg für's Kabelmodem
- Kürzerer Signalweg bei Kabelempfang (Eigentlich irrelevant)



Lösung 2:

  • (Anzahl der gewünschten Satelliten * 4) +1 Coax-Kabel vom Dach zum Dachboden.
    Das Zusatzkabel dient für den Empfang von UKW per Dachantenne. Manche meinen auch, sich zusätzlich noch DVB-T anlachen zu müssen.
  • 2 Coax-Kabel vom Dachboden bis in den Keller.
  • Vom Dachboden sternförmig mit mind. 2 Coax in jeden Raum; im Wohnzimmer ggf. auch 4 und/oder die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß man das Mobiliar mal komplett dreht.

Abgesehen davon, daß Kabelfernsehen keine Alternative zu Sat ist sondern nur eine Krankheit, wäre auch so Kabelempfang nach wie vor möglich, indem man nicht seine eigene UKW-/DVB-T-Antenne auf den Terrestik-Eingang des Multischalters legt, sondern den Kabelanschluß, dafür wurden ja zwei Zusatzkabel vom Dachboden zum Keller verlegt.
Das zweite Zusatzkabel kann verwendet werden, um einen der Antennenanschlüsse im Haus direkt (am Multischalter vorbei) mit dem Kabelanschluß zu verbinden, um dort das Kabel-Modem zu betreiben.

Nachteile:
- Längerer Signalweg für's Kabelmodem
- Längerer Signalweg bei Kabelempfang (Eigentlich irrelevant)

Vorteile:
- Kürzerer Signalweg bei Sat-Empfang
- Kürzerer Signalweg vom LNB zum Multischalter
- Weitere Satelliten leicht nachrüstbar, man muß mit weiteren Kabeln nur vom Dach zum Dachboden.

Variante von Lösung 2:
Wenn der Aufstellungsort für das Kabel-Modem bereits bekannt ist, kann man sich dieses Coax auch direkt vom Keller dorthin legen und hätte somit den Nachteil "längerer Signalweg für's Kabelmodem" beseitigt.

Meine Präferenz wäre Lösung 2 mit einer separaten Direktverbindung von z.B. dem Büro ins Keller, um das Kabel-Modem dort aufstellen zu können.
Genauer: So habe ich es.


Netzwerkverkabelung in jedem Fall:
Mind. 2 Coax von jedem Raum zum Keller, wenn ein Arbeitszimmer vorhanden ist dorthin lieber 4.


Bei dieser Verkabelung stehen einem alle Optionen offen:
Das Kabel-Modem bzw. der Kabel-Router kann ins Büro gestellt werden (Wo er hingehört), von dort wird via Patch-Panel der Switch im Keller angebunden, von dem aus dann alle Netzwerkdosen im Haus mit Leben erfüllt werden können. Bei genug Netzwerkkabeln im Büro (vier hatte ich ja vorgeschlagen), ist es so auch problemlos möglich, vom Kabel-Router geschaffene Telefonanschlüsse wieder zum Patch-Panel zu führen, von wo aus sie zu jeder beliebigen Netzwerkdose (Dann ja "Telefondose") im Haus durchgepatcht werden können.

Und man kann auch immer noch auf Möchtegern-Profi machen und sich den Plastikrouter mit in den 19"-Schrank stellen ... das ist aber eher "gewollt und nicht gekonnt".

Im Profi-Umfeld stehen Router natürlich mit in den 19"-Racks, aber das sind auch andere Router:
1. Sie laufen zuverlässiger
2. Sie laufen zuverlässiger
3. Sie laufen zuverlässiger
...
10. Sie laufen zuverlässiger
... man kann sie einfacher fernüberwachen (... das aber auch wieder aus Profi-Sicht!) und sie sind auch dafür ausgelegt, daß man ihre serielle Konsole über die strukturierte Verkabelung ins Büro der IT-Abteilung durchpatchen kann.

Den Aufbau "Router und Modem mit im 19"-Rack" würde ich genau dann vorschlagen, wenn Du einen Business-Anschluß ohne Telefon buchst und Dir einen fetten LANCOM-, Cisco- o.ä. Router dazu kaufst.

Optimal ist es natürlich, man macht sich ein Arbeitszimmer im Keller, dann haste beides, Router im Arbeitszimmer und im 19"-Rack :)
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
Bild
Benutzeravatar
SpaceRat
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 2614
Registriert: 08.05.2010, 01:30
Wohnort: Kreis Aachen

Re: Korrekte Verkabelung Neubau?

Beitragvon blautech » 02.11.2014, 17:13

Danke für Eure hilfreichen Antworten. Für´s Internet bin ich auf UM angewiesen, da die T-Kom hier nur DSL light anbietet.
Eine Sat-Anlage werde ich vorbereiten. Nur muss ich mal schauen, wie das unser Hausbauer geplant hat bzw. mit wie vielen Koax-Kabeln er vom Dach/Dachboden in den Keller geht.

Gruß
blautech
blautech
Kabelneuling
 
Beiträge: 22
Registriert: 13.07.2008, 21:56


Zurück zu Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 46 Gäste