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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon MartinDJR » 26.12.2015, 13:46

mauszilla hat geschrieben:Merkst eigentlich das du dir selbst wiedersprichst?

Welche Behauptungen soll ich aufgestellt haben, die sich widersprechen?

Nur, ich bin kein Nerd und habe nicht ein gerät mehr zuhause, was nur IPv4 kann.

An der Tatsache, dass jetzt noch IPv4-only Router im Laden stehen, kann man sehen, dass sich auch das Inkompatibelste vom Inkompatiblen offenbar noch gut verkaufen lässt und die meisten Kunden es überhaupt nicht interessiert, ob sie den Router in zwei Jahren überhaupt noch verwenden können.

Wenn ein Routerhersteller einen Kleber draufmacht: "Geeignet für UnityMedia" und außerhalb des UM-Gebiets einen anderen "geeignet für KabelDeutschland" wird sich der Router nicht wesentlich schlechter verkaufen als einer, bei dem draufsteht "geeignet für UnityMedia und KabelDeutschland".

Warum sollte also ein Hersteller einen Router produzieren, der an allen Netzen lauffähig ist?

Dadurch würde er dafür sorgen, dass es später eine größere Menge an Gebrauchtgeräten gibt und er selbst weniger neue Geräte verkauft...
Und dann behauptest mal frei von der Leber weg ohne belastbaren Beweis, das 95% aller Webserver Weltweit nur IPv4 können.

Wenn du bedenkst, dass es in einigen Ländern noch gar kein IPv6 gibt...

Ich mache mir ab und zu einmal den Spaß, für diverse Seiten, die ich so aufrufe, den AAAA-Eintrag vom DNS-Server abzufragen: Fast keine der Seiten hat einen, was bedeutet, dass diese Seiten nur per IPv4 erreichbar sind!

Bei anderen Leuten (mit anderem Surfverhalten) sieht es eventuell anders aus.

Selbst "www.unitymediaforum.de" und "www.unitymedia-helpdesk.de" sind beide IPv4-only-Server, obwohl es um UnityMedia geht, deren Kunden zu einem großen Teil per IPv6 angeschlossen sind!

Und DS-Light Router brauchen nur Menschen die noch veraltete Hardware zuhause haben die IPv6 nicht können. UM IPv4 Webseiten mit einem IPv6 Anschluß zu erreichen baut der Provider in seinen Servern ein Gateway auf und zwar jetzt schon.

Falls du NAT64/DNS64 meinst: Nicht jeder Provider macht das.

Wenn der Provider einen IPv4-Zugriff nur per AFTR zulässt, benötigt man entweder ein Betriebssystem, das 4in6-Pakete tunneln kann (Windows 7 kann das zumindest mit "Bordmitteln" nicht) oder eben einen DS-Lite-Router.

Bei NAT64/DNS64 hast du ein Problem, wenn du auf Webseiten surfst, auf denen Referenzen auf IP-Adressen angegeben sind; Z.B.:
Code: Alles auswählen
<img src="http://10.11.12.13/test.jpg" />

Ich kenne einige Webseiten, auf denen es so etwas gibt. Man braucht dann entweder einen speziellen Treiber im Betriebssystem oder einen speziellen Webbrowser. Die Spezifikationen, wie das gemacht werden muss, gibt es noch nicht; es existieren bisher nur zwei Vorschläge für eine Spezifikation:
  • draft-cui-intarea-464xlat-prefix-dhcp-00 (25. Dezember 2014, würde Patch im Betriebssystem des Kunden erfordern und Patch auf Providerseite)
  • draft-osamu-v6ops-ipv4-literal-in-url-02 (27. Oktober 2014, würde Patch im Betriebssystem oder Webbrowser des Kunden erfordern und eine spezielle Internet-TLD, die es aber nicht gibt)

Auf einem MPC 5567 wäre der von mir beschriebene Softwarepatch in etwas vereinfachter Form mit gerade einmal fünf Zeilen C-Code machbar

Hier schreibt das Gesetz vor, das dies 5 Zeilen Code dem Hersteller zur Verfügung gestellt werden müssen.

Jein.

Die Quellcodezeilen müssen nicht veröffentlicht werden - bei C-Code der ausschließlich auf einer "AMV BritzFox 1234" lauffähig ist, wäre das auch ziemlich sinnlos. Lediglich die Spezifikation muss veröffentlicht werden. Das Gesetz schreibt vor, dass die "Schnittstellenspezifikation" zur Verfügung gestellt wird, was bedeutet, dass jeder Hersteller diese fünf Zeilen C-Code selber schreiben kann.

Die Frage ist dann aber: Welcher Hersteller würde diese fünf Zeilen schreiben und welcher Hersteller würde sich sagen: "Wegen 2000 Kunden lohnt es sich nicht, dass wir für unseren Router eine Softwareändrung machen."?

Kosten Hersteller 0€ egal wieviel Zeilen er für wie viele Provider einfügt.

Selbst wenn der Quellcode veröffentlicht werden würde: Ist dir auch nur ansatzweise klar, wie groß der Aufwand ist, eine Softwareänderung die man in einer Software gemacht hat, in eine andere Software zu übernehmen?

Was tut also der Hersteller um soviel zu verkaufen wie irgend möglich? Richtig jeden verdammten Kode einpflegen, damit er mit einmal Produktion an jeden verkaufen kann. Auch an die 2000 Kunden von von 30-40 Nischenprovidern. sind nämlich nochmal 60000 verkaufte Geräte mehr.

Du kannst von 10000 Euro Kosten pro Softwarepatch (also pro Nieschenprovider) ausgehen.

Da musst du dir schon sicher sein, dass auch wirklich 2000 Kunden dieses Providers deinen Router kaufen!
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 26.12.2015, 14:17

Sach mal ist dein Alluhut verrutscht, das du deine Paranoia hier auslebst?

Du kennst Webserver die.... mache Provider manchen das nicht....
Wenn man dir zuhört, wundert man sich doch glatt, das man überhaupt irgendeine Webseite aufrufen kann ohne nackt mit dem abgeschlagenen Kopf eines Huhnes um den Rechner zu tanzen.
Alles Voodoo oder was?

Klar, nach Beendigung des Routerzwangs muss UM die Weltherrschaft durch Codes und Patches über das Internet anstreben und wird damit auch erfolg haben, da es keine Alternative gibt.

Hör doch einfach auf irgendwelche Horrorszenarien zu malen die es in der Realität einfach nicht gibt.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon MartinDJR » 26.12.2015, 14:23

mauszilla hat geschrieben:Sach mal ist dein Alluhut verrutscht, das du deine Paranoia hier auslebst?

Du kennst Webserver die.... mache Provider manchen das nicht....

Dass Webseiten mit "hart-codierten" IP-Adressen ein Problem bei NAT64 darstellen, kannst du in den einschlägigen Dokumenten der IETF nachlesen.

In vielen IETF-Dokumenten gilt das als eines der Hauptprobleme bei der Umstellung von IPv4 auf DualStack - für das es bis heute keine brauchbare Lösung gibt.
mauszilla hat geschrieben:Wenn man dir zuhört, wundert man sich doch glatt, das man überhaupt irgendeine Webseite aufrufen kann...

Also jetzt übertreibst du.

Ich habe lediglich behauptet, dass man bei DS-Lite-Anschlüssen einen speziellen Router benötigt und man nach Ende des Routerzwangs möglicherweise einen providerspezifischen Router benötigen wird.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 26.12.2015, 15:15

Eben du behauptest ohne belastbare Beweise.
Irgendwelche dubiosen Server die kein Mensch kennt, Provider die kein DNS64 haben (als wenn das wichtig wäre, geht man eben über alternative wie Google).
Reitest auf DS-Light rum.
Sorry, wenn kein Hersteller in der Lage wäre Kompatible Geräte herzustellen nach Angaben, frage ich mich wo die Zwangsrouter herkommen, die komischerweise bis auf die Firmwarekastrierung baugleich mit Systemen sind die in anderen Ländern schon lange laufen und das trotz deiner Szenarien.
Im gegenteil, in Belgien wurde sogar die Netze geöffnet so das dort im Kabel der selbe Wettbewerb herrscht wie im DSL-Bereich.

Frage mich schon die ganze Zeit nach deiner Intension Teufel an Wände zu malen die nicht existieren außer einfach nur Panik zu verbreiten.
Man könnte dich sogar ob diesem Verhalten als Feind eines freien Netzes betrachten.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon MartinDJR » 26.12.2015, 16:47

mauszilla hat geschrieben:Eben du behauptest ohne belastbare Beweise.

Ich habe geschrieben:

MartinDJR hat geschrieben:Ich habe lediglich behauptet, dass man ... möglicherweise einen providerspezifischen Router benötigen wird.


mauszilla hat geschrieben:Frage mich schon die ganze Zeit nach deiner Intension Teufel an Wände zu malen die nicht existieren außer einfach nur Panik zu verbreiten.
Man könnte dich sogar ob diesem Verhalten als Feind eines freien Netzes betrachten.

Ich habe selbst kein Interesse daran, den Teufel an die Wand zu malen.

Ich will lediglich nicht, dass sich die Leser dieses Threads gleich am ersten Tag, nachdem sie einen eigenen Router anschließen dürfen, einen eigenen Router kaufen und der Provider ihnen am zweiten Tag mitteilt, dass der Router nicht kompatibel ist.

Das wäre für diese Leute sicherlich extrem ärgerlich, da sie dann den unbenutzten Router einfach auf den Schrott schmeißen müssen.

Ich selbst plane mir ebenfalls den Kauf eines eigenen Routers, werde aber abwarten, bis "Positivberichte" von anderen Kunden vorliegen - sollen doch die Anderen Versuchskaninchen sein.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 26.12.2015, 17:26

Ach und weil du ja die Berichte anderer lesen willst, verbreitest Panik, das keine losrennt.... sehr logisch. :kratz:
Zum anderen werden in dem halben Jahr von Unterzeichnen bis zum muss jede Menge Hersteller die Drähte glühen lassen um ein Kompatibles Produkt verkaufen zu können, mit dem sie auch Werbung machen.
Ganz vorne weg AVM die dann endlich auch ihre Premiummodelle kabeltauglich verticken können.

Halten sie ihre versprechen nicht, hat man 2 Jahre Gewährleistung also nix was man kauft und weil es nicht geht wegwerfen muss.
Desweiteren kann sich auch jeder Arme Thor mit dem TC erst mal ein Cisco 3208/3212 zulegen. Das geht garantiert ohne Risiko und betreibt jeden x beliebigen Router dahinter.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon MartinDJR » 26.12.2015, 18:49

mauszilla hat geschrieben:... um ein Kompatibles Produkt verkaufen zu können, mit dem sie auch Werbung machen.

Korrekt.

Wenn die Hersteller einen Aufkleber draufhaben: "Kompatibel mit UnityMedia DS-Lite-Anschlüssen" kann ich den Router bedenkenlos kaufen, denn dann ...
mauszilla hat geschrieben:... hat man 2 Jahre Gewährleistung also nix was man kauft und weil es nicht geht wegwerfen muss.

Ist hingegen nur ein Aufkleber "RFC 6333-kompatibel" (oder Ähnliches) drauf oder sogar nur "Router für Kabelnetze", kann ich mich nicht unbedingt darauf verlassen, dass das Ding auch am Anschluss meines Providers funktioniert.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 26.12.2015, 19:52

Und? Funktioniert es nicht, kann ich es genauso in den Laden zurückbringen und bekomme Geld wieder (§119 BGB) ;)
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 26.12.2015, 21:10

Worüber regt ihr euch eigentlich auf?

DS-Lite ist kein Begriffsfindungsversuch von Unitymedia, sondern ein standardisiertes Verfahren. das genau so von vielen Providern im In- und Ausland verwendet wird.

https://tools.ietf.org/html/rfc6333

Es mag noch andere Übergangslösungen für IPv4 in IPv6-Netzen geben, aber nur eine davon heisst DS-Lite.

Es gibt sehr viele Router am freien Markt, die DS-Lite beherrschen. Und Bordmittel hin- oder her. Wer Windows nutzen möchte, um sich einen Software-Router zu basteln, der sollte sich sowieso nicht auf Bordmittel verlassen. Seitens Microsoft ist da sowieso nur die Server-Variante von Windows für gedacht.

Fällt der Router-Zwang, dann braucht man halt einen Router, der DS-Lite fähig ist. Genauso, wie der Router unbedingt DOCSIS können muss, sofern kein zusätzliches Modem genutzt wird. Das wird dann nicht vorgeschrieben sein, sondern technische Voraussetzung sein. Wer sich dann einen Router kauft, der die technischen Voraussetzungen nicht erfüllt, der hat dann halt das Pech, dass er nur IPv6-Server besuchen kann.

Wer einen Nicht-Zwangsrouter nutzen möchte, muss sich halt darüber Gedanken machen, was geeignet ist oder was nicht. Voraussichtlich werden es die Hersteller in diesem Sinne ein Stück weit einfacher machen, in dem sie "geeignet für Unitymedia" auf die Verpackung drucken. Bei PayTV-Receivern läuft das schließlich schon lange so.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon manu26 » 26.12.2015, 21:20

mauszilla hat geschrieben:Und? Funktioniert es nicht, kann ich es genauso in den Laden zurückbringen und bekomme Geld wieder (§119 BGB) ;)

Naja, nicht wirklich.
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