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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Joerg » 21.12.2015, 15:34

Das ist aber unrealistisch, da es keinen "Besitzer" des Internets gibt, der zu einem bestimmten Termin eine zwangsweise Abschaltung von IPv4 bestimmen könnte. Die kommerziellen Beteiligten haben daran kein Interesse, da sie es sich - als Content-Anbieter - nicht leisten können, die IPv4-only-Kunden auszusperren und - als Zugangsprovider - nicht leisten können, ihren Kunden den Zugriff auf IPv4-only-Anbieter zu verweigeren. Auch die Anbieter der globalen Backbones oder die Infrastrukturausrüster werden sich hüten, einen Teil ihrer Kundschaft ohne Not zu verprellen.

Daher ist es zwar extrem ärgerlich, dass z.B. UM den aktuellen v4-Kunden nicht direkt echtes DualStack anbietet - ich wüsste aber nicht, wer (ausser den Kunden, die es aber zum größten Teil wohl nicht stört) dagegen vorgehen könnte.

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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 21.12.2015, 15:51

Es müssten sich nur die großen Knoten einig sein und sagen, wir routen nur noch IPv6 und alle anderen müssten mitziehen.
Und wer so Uralthardware in seinen Serverräumen stehen hat das IPv6 nicht möglich ist, der hat eh andere Probleme.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Joerg » 21.12.2015, 15:57

Dann werd' doch mal konkret und sag, welche "großen Knoten" freiwillig auf einen Teil des Traffics - und damit Umsatzes - verzichten und Kunden vor den Kopf stoßen sollten? Einen signifikanten Vorteil ziehen sie daraus natürlich nicht, da ihre moderne Hardware problemlos sowohl v4 als auch v6 handlen kann...

Jörg

PS: Um den aktuellen Stand nochmal gradezurücken: Wenn man auf die Homepages der alphabetisch ersten 10 Unternehmen im DAX einen AAAA-DNS-Lookup ausführt bekommt man *kein einziges* Ergebnis; ich hab schon gedacht ich mach' was falsch, aber für www.google.de bekommt man sehr wohl eine v6-Adresse, daran liegt es also nicht.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon MartinDJR » 22.12.2015, 19:29

mauszilla hat geschrieben:Nun ja, wie wollen sie denn den Privatverkauf von Kabelfritten durch AVM verhindern?
Behaupten die wären nicht geeignet geht ja schlecht :D
Genauso mit Cisco Modems ;)


Ist die Frage, ob du die gepatchte Firmware bekommst oder nicht.

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, warum die Kabelprovider gepatchte Firmware einsetzen, ist, dass Geräte "von der Stange" nicht am entsprechenden Netz laufen.

Was nützt es dir, wenn du eine FritzBox oder ein Cisco-Modem hast, dank fehlender Softwarepatches aber kein IPv4 und kein VoIP funktioniert?
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Leseratte10 » 22.12.2015, 19:37

Es gibt für die Fritzboxen keine unterschiedliche Firmware. In 10 Minuten Arbeit kann man eine ganz normale Unitymedia-6360 in eine AVM-6360 umwandeln, wo dann sogar das Bridge-Menü auftaucht (was allerdings natürlich nicht funktioniert).

Das ist alles eine Firmware die in Abhängigkeit von einer Einstellung bestimmtes ein- oder ausblendet.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 22.12.2015, 21:44

Genau da liegt der Hase im Pfeffer, wer will denn eine gepatchte Software?
Docsis ist schon ein Standard der einzuhalten ist, da müsste UM nix nachpatchen. Das machen sie nur um Funktionen zu beschneiden, sprich den Kunden zu bevormunden.
Z.B. der Bridgemode. Hat nix mit der Priorisierung des Modems zu tun. Verhindert nur, das jemand einen anderen Router verwendet. Zumindest als Router, als Client geht es ja.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Leseratte10 » 23.12.2015, 13:39

Schon wieder ne gigantische Sicherheitslücke bei Vodafone / KD: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 54052.html

Hoffentlich ist der Routerzwang bald weg ...
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon rv112 » 25.12.2015, 14:48

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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon MartinDJR » 25.12.2015, 20:30

mauszilla hat geschrieben:Genau da liegt der Hase im Pfeffer, wer will denn eine gepatchte Software?

Wenn ein Provider (es muss ja nicht UnityMedia sein) sein Netz so auslegt, dass bei Routern ohne gepatchte Software bestimmte Funktionen nicht gehen - sei es absichtlich, um die Kunden zu verärgern oder weil sich dadurch tatsächlich Kosten sparen lassen - hast du nur zwei Möglichkeiten:

  • Spezielle ("gepatchte") Firmware (wobei natürlich Hersteller den entsprechenden "Patch" auch ab Werk einbauen können) und volle Funktionalität oder
  • Standard-Firmware und bestimmte Funktionen funktionieren eben nicht (z.B. kein IPv4, keine (VoIP-)Telefonie, ...)
Ich gehe nicht davon aus, dass du nur weil du keinen Softwarepatch haben willst, auf Telefonie oder IPv4 verzichten würdest.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 25.12.2015, 22:20

Das Netz welches UM oder auch andere Bereitstellen, hat nur eine Funktion. Daten von A nach B zu bringen.
Welche Funktionen willst du sperren ohne gegen die Netzneutralität zu verstoßen oder besser wie willst du durch sperren Geld sparen?
Letzteres wird durch Drosselung die ganze Zeit versucht.
Die Regierung versucht verzweifelt den Leuten Spezialdienst glaubhaft zu machen. Um Überholspuren zu rechtfertigen.

Firmware auf dem Router verhindert allenfalls Funktionen in MEINEM Netzwerk und da hat kein Provider was verloren. Genauso wenig wie es ihn zu interessieren hat welche Daten ich transportiere (solange ich gegen kein Gesetz verstoße).

Wäre in etwa so wenn plötzlich nur noch Mercedes, BMW und VW auf die Autobahn dürften weil ja in Deutschland gebaut und alle anderen nicht mehr, weil zu unsicher.
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