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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon saintsimon » 06.10.2014, 08:59

conscience hat geschrieben:[i]...
Aber geht es wirklich bei dem Thema "Zwangsrouter" um die "Telefonie" oder geht's viel mehr nur um das Zugangsgerät Zum Internet? ....

Zur Problematik von Zwangsroutern habe ich mich doch gar nicht geäussert. Ich wollte klarstellen, daß ein Telefonaschluss an einem Kabelmodem diesen nicht zu einem Router macht, und am Anschluss nur der zugehörige VoC-Kanal bereitgestellt wird. Weiterhin wollte ich klarstellen, daß man bei den hiesigen Kabelanbietern zwei verschiedene Telefonie-Technikvarianten bekommt, und zwar spätestens ab drei Rufnummern normales VOIP und nicht mehr VoC, da letztere nicht für diesen Komfort definiert ist. Deswegen bekommt man ja diese leider vernagelten Modem-Router fürs VOIP.

Zum Thema Zwangsrouter: selbstverständlich sollte dem Kunden die zumindest die Möglichkeit gegeben werden, auch bei den Modem-Routern den Router-Teil abschalten zu können und das WAN-Signal ohne DHCP zum Router seiner eigenen Wahl durchschalten zu können und dann auch selbst für die VOIP-Verbindung die Verantwortung zu übernehmen. Und sei es über den VOIP-Client eines Smartphones im WLAN.

Darüber hinaus bin ich auch kein Freund von all-in-one-Geräten a la FritzBox bei so wichtigen Dingen, wie der Kommunikation. Wenn so eine Modem-Fritze schlapp macht, dann hat man gar nichts mehr, keine Telefonie, kein Internet. Ein normales Kabelmodem wie mein Cisco ist hingegen für mich wartungsfrei und zuverlässig, und wenn ich mal meinen Router verkonfiguriere, dann kann ich immer noch direkt einen Computer ans Modem hängen, und mein Panasonic-Telefon bekommt weiter die Telefonverbindung zuverlässig sigmalisiert.
Meine letzte Fritzbox vor über einem Jahrzehnt wurde durch einen regulären Firmware-Update ins Wachkoma geschickt, da der Zugriff auf jegliche Einstellungen verloren ging. Sowas wäre ich bei einer Eierlegenden Wollmilchsau wie den Kabel-Fritzen der GAU.
- 2play Pus 120 - Cisco EPC3208 - IPv4 - ASUS RT-AC56U - Panasonic TX-6521
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon SpaceRat » 09.10.2014, 14:50

saintsimon hat geschrieben:Ein normales Kabelmodem wie mein Cisco ist hingegen für mich wartungsfrei und zuverlässig, und wenn ich mal meinen Router verkonfiguriere, dann kann ich immer noch direkt einen Computer ans Modem hängen, und mein Panasonic-Telefon bekommt weiter die Telefonverbindung zuverlässig sigmalisiert.

Das ist eine relativ lustige Einstellung:
Du klammerst einfach den genauso wahrscheinlichen Fall eines Ausfalls des Kabel-Modems bei der Betrachtung aus, damit es paßt.

Nur Redundanz kann Ausfallsicherheit schaffen, d.h. ein zweites Telefon, eine zweite DECT-Basis, ein zweiter PC, ein zweiter Router, ggf. ein zweiter Switch, ...
Dabei ist es prinzipiell wurscht, ob Du Dir eine zweite eierlegende Wollmilchsau oder einen zweiten Satz Einzelgeräte hinlegst.

saintsimon hat geschrieben:Meine letzte Fritzbox vor über einem Jahrzehnt wurde durch einen regulären Firmware-Update ins Wachkoma geschickt,

Deshalb gibt es Recovery-Firmwares.

Bei "freien" Fritten bist Du allerdings selber in der Pflicht, daran zu denken, Dir vor dem Firmware-Update zumindest irgendeine für das Modell passende Recovery-Firmware zu ziehen und für den Fall eines Fehlschlages bereit zu halten.

saintsimon hat geschrieben:da der Zugriff auf jegliche Einstellungen verloren ging. Sowas wäre ich bei einer Eierlegenden Wollmilchsau wie den Kabel-Fritzen der GAU.

Deshalb ist es da auch ausgeschlossen:

Die Kabel-Fritten verfügen über zwei Firmwares, die "Werks-Firmware" und die aktuelle.
Du kannst eine Kabel-Fritte sogar während eines Firmware-Updates stromlos machen ohne daß sie Schaden nimmt.
Sie startet dann halt mit der werksseitigen Version und versucht es erneut.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon saintsimon » 10.10.2014, 04:10

SpaceRat hat geschrieben:
saintsimon hat geschrieben:Ein normales Kabelmodem wie mein Cisco ist hingegen für mich wartungsfrei und zuverlässig, und wenn ich mal meinen Router verkonfiguriere, dann kann ich immer noch direkt einen Computer ans Modem hängen, und mein Panasonic-Telefon bekommt weiter die Telefonverbindung zuverlässig sigmalisiert.

Das ist eine relativ lustige Einstellung:
Du klammerst einfach den genauso wahrscheinlichen Fall eines Ausfalls des Kabel-Modems bei der Betrachtung aus, damit es paßt.

Nur Redundanz kann Ausfallsicherheit schaffen, d.h. ein zweites Telefon, eine zweite DECT-Basis, ein zweiter PC, ein zweiter Router, ggf. ein zweiter Switch, ...
Dabei ist es prinzipiell wurscht, ob Du Dir eine zweite eierlegende Wollmilchsau oder einen zweiten Satz Einzelgeräte hinlegst.

Bei "freien" Fritten bist Du allerdings selber in der Pflicht, daran zu denken, Dir vor dem Firmware-Update zumindest irgendeine für das Modell passende Recovery-Firmware zu ziehen und für den Fall eines Fehlschlages bereit zu halten.

saintsimon hat geschrieben:da der Zugriff auf jegliche Einstellungen verloren ging. Sowas wäre ich bei einer Eierlegenden Wollmilchsau wie den Kabel-Fritzen der GAU.

Deshalb ist es da auch ausgeschlossen:

Die Kabel-Fritten verfügen über zwei Firmwares, die "Werks-Firmware" und die aktuelle.
Du kannst eine Kabel-Fritte sogar während eines Firmware-Updates stromlos machen ohne daß sie Schaden nimmt.
Sie startet dann halt mit der werksseitigen Version und versucht es erneut.

Fritzboxen interessieren mich seit 12 Jahren nicht mehr, ob es für die damals erste FritzBox Fon für meine damalige T-DSL + ISDN eine Recovery-Firmware gab, weiß ich nicht und ist mir jetzt auch egal. Durch die Trennung von Router und Modem konnte seitdem ich von ehemals T-DSL und dann Alice-DSL auf Kabel wechseln, ohne mich bei der Router-Wahl einzuschränken oder Endgeräte zu wechseln.

Aber beim Textverständnis hapert es noch: ich hatte geschrieben, daß ICH einen Router verkonfigurieren könnte. Das einfache Cisco-Modem aber kann nur von UM konfiguriert werden (ja, ich habe die IP und die Login-Daten des Modems, aber in dessen Admin-Bereich kann und will ich nicht viel machen), da bin ich nicht verantwortlich (Updates kommen höchstens einmal im Jahr seitens UM), darüber hinaus funktioniert die Cisco absolut zuverlässig und pflegefrei. Meinen Router meiner Wahl betreibe ich mit freier Firmware (DD-WRT) ohne Sorgen. Für die Überbrückung von UM-Netzausfällen habe ich eine entsprechende Mobilnetz-Lösung zur Hand, die auch sonst ohnehin genutzt wird.
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doch noch Hoffnung? Routerzwang geht!

Beitragvon grouper » 05.12.2014, 17:56

http://www.golem.de/news/routerzwang-ab ... 10992.html

Glaube es erst wenn ich es dann im Gesetz sehe, aber klingt nach einem Ende der TC7200 Schreckensherrschaft...
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Re: doch noch Hoffnung? Routerzwang geht!

Beitragvon conscience » 05.12.2014, 21:59

grouper hat geschrieben:http://www.golem.de/news/routerzwang-abschaffen-ministerium-legt-gesetzentwurf-noch-im-dezember-vor-1412-110992.html

Glaube es erst wenn ich es dann im Gesetz sehe, aber klingt nach einem Ende der TC7200 Schreckensherrschaft...


Und für einige wird es eine böse Überraschung geben, wenn der gekaufte Router nicht die technischen Vorausetzungen erfüllt... DOCSIS 2.0 Modem und mehr als 50 MB Speed... DSL Gerät am Kabelanschluss...

:brüll:
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Re: doch noch Hoffnung? Routerzwang geht!

Beitragvon hajodele » 05.12.2014, 22:13

conscience hat geschrieben:
grouper hat geschrieben:http://www.golem.de/news/routerzwang-abschaffen-ministerium-legt-gesetzentwurf-noch-im-dezember-vor-1412-110992.html

Glaube es erst wenn ich es dann im Gesetz sehe, aber klingt nach einem Ende der TC7200 Schreckensherrschaft...


Und für einige wird es eine böse Überraschung geben, wenn der gekaufte Router nicht die technischen Vorausetzungen erfüllt... DOCSIS 2.0 Modem und mehr als 50 MB Speed... DSL Gerät am Kabelanschluss...

:brüll:

Wenn die ursprüngliche Idee bleibt, dass der Provider ein kleine Geräteliste veröffentlicht, sehe ich da kein Problem. Ich kann mir schwer vorstellen, dass man sich als Unwissender ein eigenes Modem beschafft, falls dies überhaupt notwendig sein sollte. Ich als Unwissender in dieser Sparte würde mich schon eng an diese Vorgaben halten.

Bezüglich des Routers ist es fürs Kabelbw-Land eigentlich ein Zeitsprung um ca. 3 Jahre zurück.
Damals war das Forum voll von Problemen rund um die Router, die so rummlagen. So ähnlich wie das jetzt mit den 200Mbit-Verträgen mit Modem ist.
hajodele
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Re: doch noch Hoffnung? Routerzwang geht!

Beitragvon conscience » 05.12.2014, 22:48

hajodele hat geschrieben:
conscience hat geschrieben:
grouper hat geschrieben:http://www.golem.de/news/routerzwang-abschaffen-ministerium-legt-gesetzentwurf-noch-im-dezember-vor-1412-110992.html

Glaube es erst wenn ich es dann im Gesetz sehe, aber klingt nach einem Ende der TC7200 Schreckensherrschaft...


Und für einige wird es eine böse Überraschung geben, wenn der gekaufte Router nicht die technischen Vorausetzungen erfüllt... DOCSIS 2.0 Modem und mehr als 50 MB Speed... DSL Gerät am Kabelanschluss...

:brüll:

Wenn die ursprüngliche Idee bleibt, dass der Provider ein kleine Geräteliste veröffentlicht, sehe ich da kein Problem. Ich kann mir schwer vorstellen, dass man sich als Unwissender ein eigenes Modem beschafft, falls dies überhaupt notwendig sein sollte. Ich als Unwissender in dieser Sparte würde mich schon eng an diese Vorgaben halten.

Bezüglich des Routers ist es fürs Kabelbw-Land eigentlich ein Zeitsprung um ca. 3 Jahre zurück.
Damals war das Forum voll von Problemen rund um die Router, die so rummlagen. So ähnlich wie das jetzt mit den 200Mbit-Verträgen mit Modem ist.


Bleiben wir mal realistisch und ich sage nur 2 Punkte: 1) Fritz Box Cable in der Bucht gekauft; der "böse" oder unwissendende Verkäufer im Handel...

Ein anderer Nebeneffekt jede Störung mit einem expliziten Kostenhinweis "Wenn es an ihrem privaten Kabel (Modem / Router) liegen sollte, kostet der Texhnikereinsatz den Betrag X"
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 06.12.2014, 11:39

conscience hat geschrieben:Bleiben wir mal realistisch und ich sage nur 2 Punkte: 1) Fritz Box Cable in der Bucht gekauft; der "böse" oder unwissendende Verkäufer im Handel...

Das hat sich eigentlich für den "Verkäufer" noch nie gezahlt: Schadensersatz für Fritzbox lt. Preisliste 120 Euro :D
conscience hat geschrieben:Ein anderer Nebeneffekt jede Störung mit einem expliziten Kostenhinweis "Wenn es an ihrem privaten Kabel (Modem / Router) liegen sollte, kostet der Texhnikereinsatz den Betrag X"

Solche Kostenhinweise sind durchaus berechtigt und kommen auch in der aktuellen Konstellation so.
Für UMKBW hört der Support immer am Modemteil der Gateways auf. Siehe z.B. Fragen nach WLAN, die sogar falsch beantwortet werden.

Ich bin davon überzeugt, dass 99% der Benutzer kein ein eigenes Modem wollen.
Alle aktuell vorhandenen Gateways könnten in den Bridgemode geschalten werden, wenn UMKBW es so wollte.
Es fehlt nur noch ein Hinweis, dass nur Router mit IPv6/DS-Lite Unterstützung eingesetzt werden können.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon laurin » 08.12.2014, 19:17

Ich hoffe das die abschaffung bald kommt

darauf warte ich schon bevor ich I-Net bei Un Bestelle...

Die ORIGINAL Fritz!Boxen mit ORIGINAL AVM Firmware sind eigendlich gut,
ich habe die seit xx jahren im Einsatz.
Natürlich mit ORIGINAL AVM Firmware und un Gebrandet
Ohne Jeglichen Zugriff des Providers via TR-69 oder ähnlichen Schxxxxxxxxx (zensirt) :D

Sobald der Gefallen ist Gibts mit sicherheit auch Freiverkäufliche Kabelboxen von AVM
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 08.12.2014, 20:04

Joerg hat geschrieben:Andere Sichweise: Eigentlich liefert UM doch mit der F!B 6360 einen recht brauchbaren Router aus;

Der ist hier bei den Kunden im Forum erst brauchbar geworden, nachdem es UM geschafft hat, schlechtere Geräte ins Programm zu nehmen.
Vorher gab es hier massenhaft Klagen über dieses Gerät.

Aber reden wir doch mal Klartext. Für mich und viele andere hier wäre eine Abkehr vom Routerzwang sehr wünschenswert und wichtig.
Die Masse der Kunden hat jedoch ganz andere Interessen. Die wollen sich keine Gedanken über Geräte machen, geschweige denn, sich ein Gerät kaufen und um Gottes Willen nicht auch noch mehrere Geräte herumstehen haben.
Und für die Provider ist es der Gau, denn der zukünftig oft berechtigte und obligatorische Hinweis, dass die Schuld für ein Nichtfunktionieren beim Kunden liegt, wird bei diesem nur oftmals unberechtigten Ärger hervorrufen. "Die Leitung ist in Ordnung. Ihr von uns nicht getestetes Modem/Router hat offensichtlich Mängel, wurde falsch konfiguriert oder ist defekt."

Letztlich wird es darauf hinauslaufen, dass die Provider ein "Rundum-Sorglos-Paket" anbieten, dass dem jetzigen Zustand entspricht und den wenigen Kunden, die gerne alles selber auswählen und kaufen gegen keinerlei Preisnachlass die Beschaffung der Hardware selbst überlassen. Letztlich müssen die erhöhten Kosten für Abwicklung und Service auch von irgendwem bezahlt werden.
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