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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 04.11.2015, 16:17

Back to topic:
Ich bin ja gespannt, wie hoch UM die Einrichtungsgebühren für das eigene Modem sind und wie hoch die monatlichen Gebühren für den erhöhten Supportaufwand sind.
So wie ich UM kenne, werden sie da ordentlich zuschlagen wollen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Leseratte10 » 04.11.2015, 16:22

Einrichtungsgebühr mag ja vielleicht noch sein, aber zusätzliche monatliche Kosten sind da (zumindest nach dem aktuellen Gesetzesentwurf) meines Wissens nicht zulässig.

Sonst würden die Anbieter ja einfach nochmal 50€ / Monat draufschlagen, keiner würde die neuen Tarife kaufen und es würde sich nix ändern ...
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 04.11.2015, 16:41

Welche Einrichtungsgebühr und welcher Supportaufwand?
Laut dem geplanten Gesetz müssen die SIP einem Zugangsdaten übermitteln, mit denen sich der Kunde selbstständig einwählen kann.
Im Kabelfall wird das wohl ein neues Feld im Kundencenter sein, wo man die Mac-Adresse des neuen Modems eingeben muss.

Nix Support und nix Einrichtung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Dinniz » 04.11.2015, 16:47

Warte ab ..
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Joerg » 04.11.2015, 16:59

mauszilla hat geschrieben:Im Kabelfall wird das wohl ein neues Feld im Kundencenter sein, wo man die Mac-Adresse des neuen Modems eingeben muss.

Und direkt nach Eingabe der IP-Adresse folgt der Moment, in dem Hubert Halbwissen feststellt dass sein Super-Router aus dem Jahre 2010 irgendwie gar nicht mit demUnitymediaanschluss funktioniert (klar, der kann ja kein IPv6 und erst damit erst recht kein DSLite, aber das weiss klein Hubert ja nicht). Muss also an UM liegen, schließlich hat der am Telekom-DSL-Anschluss doch noch hervorragend funktioniert. Rate mal, wessen Support nun angerufen - und im ungünstigsten Fall angepöbelt - wird...

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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon rv112 » 04.11.2015, 17:07

Dann kommt einfach die Rechnung dafür. Wo ist das Problem?
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 04.11.2015, 17:22

Joerg hat geschrieben:Und direkt nach Eingabe der IP-Adresse folgt der Moment, in dem Hubert Halbwissen feststellt dass sein Super-Router aus dem Jahre 2010 irgendwie gar nicht mit demUnitymediaanschluss funktioniert...


Zur Eingabe dürfte er schon gar nicht kommen, denn versuch mal ein DSL Modem an die Antennendose anzuschließen ;)
Da ist es wahrscheinlicher, das der Supportaufwand für Deppen die mit einem DVB-T oder -S Gerät sich beschweren, sie würden keinen Sender finden :brüll:

Soll auch Menschen geben, die trotz Führerschein nicht Fahren können...... Selbst erlebt, Frau wusste 4 Jahre lang nicht, wo der Rückwärtsgang bei ihrem Auto ist.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 04.11.2015, 17:25

Das Prinzip ist immer das Gleiche: Das DOCSIS-Modem (oder der DOCSIS-Modem-Router) brauchen eine Konfigurationsdatei, die Geschwindigkeit, Zugangsart und einen Haufen technischer Netzparameter definiert. Dieses Config-File ist Teil der DOCSIS-Spezifikation und herstellerübergreifend für jedes DOCSIS-Gerät brauchbar. Nur der ausgewählte Tarif und ggf. der Standort des Netzzuganges sind individuell.

Neuartige Hardware ist somit für den Provisionierungsvorgang durch Unitymedia nichts neues, so lange Diese die DOCSIS-Spezifikation erfüllt.

Btw. gibt es in unserem Nachbarort einen örtlichen Kabelanbieter, der sich nur um drei Ortschaften kümmert. Dieser erlaubt es, sich irgendwo her ein eigenes Modem zu kaufen oder ein DOCSIS-Modem über den Kabelanbieter für 120 Euro selbst zu kaufen. Auf jeden Fall gehört das Gerät dann dem Kunden. Scheint überhaupt kein Ding zu sein.

Kabelanbieter braucht ein paar Angaben, die man auf dem Gerät ablesen kann. Die Möglichkeit, dass der Kunde das Config-File ausgehändigt bekommt und selbst einspielt, sehen die meisten Hardware-Hersteller nicht vor, ist aber auch machbar.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 04.11.2015, 17:41

Mir geht es weniger um das technische. Ich bin davon überzeugt, dass das tut.

Nur wird sich UM was wegen der wegfallenden Gebühren für WLan, Komfort, teilweise auch Auslandsflat einfallen lassen müssen.

Das ist wie mit den 12-Monatsverträgen, die jeder Provider anbieten muss.
UM tut das auch. Telefonisch und auf ausdrückliche Nachfrage. Vom Preis mal gar nicht zu reden.

Ich glaube kaum, dass prmär versucht wird, das über Rechnungen zu machen. Da würde viel zu wenig übrig bleiben.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon DrFink » 04.11.2015, 17:48

Kurze Info zwischendurch:

Wie von rv112 bereits gestern gepostet, stimmt der Bundestag am morgigen Donnerstag über den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum "Anti-Routerzwang"-Gesetz ("Entwurf eines Gesetzes zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten") ab (heise.de: http://www.heise.de/netze/meldung/Koali ... 68702.html). Da das Gesetz von Seiten des Bundesrates nicht zustimmungspflichtig ist, dürfte die Verabschiedung nur noch eine Formalie sein.

Hier der Gesetzesentwurf: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/062/1806280.pdf

Interessant dabei: Auf Seite 6 in Artikel 3 ("Inkrafttreten") heißt es:

Das Gesetz tritt am ... [einsetzen: erster Tag des siebten auf die Verkündung folgenden Kalendermonats] in Kraft.


Wenn das Gesetz wie erwartet diesen Monat vom Bundespräsidenten verkündet werden wird, hieße das, das Gesetz tritt am 01.06.2016 in Kraft. So lange werden die Provider also Zeit haben, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen.
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