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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 03.11.2015, 19:59

koax hat geschrieben:Mit der Logik schaffen wir am besten gleich auch noch die Möglichkeit von Freigaben für Zugriffe aus dem Internet ab.


UM verbietet Freigaben aus dem Internet allgemein in den AGBs und macht dies durch Zwangsrouter unbequem. Aber man verhindert es auch nicht gänzlich und schreibt in den FAQ dann doch wieder, dass eigene Server toleriert werden. Man schafft sich somit selbst einen Status Quo, bei dem mit eigenen Servern einerseits nicht mehr viel zu machen ist, sich andererseits aber auch niemand beschweren darf.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 03.11.2015, 20:52

GoaSkin hat geschrieben:UM verbietet Freigaben aus dem Internet allgemein in den AGBs und macht dies durch Zwangsrouter unbequem. Aber man verhindert es auch nicht gänzlich und schreibt in den FAQ dann doch wieder, dass eigene Server toleriert werden.

Da der Begriff "Server" nicht genauer definiert ist, hätten sie auch in vielen Fällen das Nachsehen.
Meine Fritzbox ist ein Server, Mein Drucker ist ein Server, Meine Nas ist ein Server.
Homeautomation habe ich zwar nicht, aber das wären alles auch Server.
Genaugenommen ist jeder Client ein Server.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon sebr » 04.11.2015, 00:13

Leseratte10 hat geschrieben:Das kommt darauf an, wie du "SIcherheitslücke" definierst.

Wenn ein für den Kunden auf der Fritzbox installier- und benutzbarer Telnet-Server, mit dem er allerhand herummanipulieren könnte, für dich nicht als Sicherheitslücke gilt, dann tatsächlich nicht ...

Auch wenn AVM und UM gerne das Wort Sicherheitslücke vermeiden ist es AVM bestens bekannt: https://avm.de/service/sicherheitshinweise/ (Meldung vom 31.1.)
Ein großer "Zufall" auch, dass bei den betroffenen Modellen keine cable-Boxen genannt werden :zwinker:
AVM als Hoflieferant der KNB's .... eine Krähe... :D
Fakt ist, dass quasi jeder Laie dank der veralteten Firmware auf zahlreichen cable-Boxen den Telnetserver aktivieren kann und somit Vollzugriff auf die Box hat.
Und das obwohl den KNB ja die Sicherheit ihrer Infrastruktur sooooo wichtig ist dass man sogar meint man müsse den Routerzwang aufrecht erhalten damit nur die "hauseigenen" Gerät angeschlossen werden dürfen. Denn die sind ja sicher und werden regelmäßig mit Updates versorgt :hirnbump:
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 04.11.2015, 10:28

sebr hat geschrieben:Fakt ist, dass quasi jeder Laie dank der veralteten Firmware auf zahlreichen cable-Boxen den Telnetserver aktivieren kann und somit Vollzugriff auf die Box hat.

Klar. Und jeder Autofahrer kann über eine rote Ampel fahren mit den unkalkulierbaren Folgen. Ist deshalb die fehlende automatische Zwangsbremse in Autos bei roten Ampeln eine "Sicherheitslücke"?
AVM hat sich aus Sicherheitsgründen entschieden, das Feature Telnet ab einer bestimmten Firmwareversion abzuschaffen, weil durch dieses Feature dem Kunden Eingriffe in die Firmware der Fritzbox ermöglicht werden, die ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten und ein aktiviertes Telnet ebenfalls ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt.
Das macht aber Telnet nicht zu einer "Sicherheitslücke".
Eine Sicherheitslücke ist ein Fehler in der Software/Hardware, durch das ein Angreifer oder eine Schädlingssoftware eindringen und Schaden verursachen kann.
Ein Feature, das bestimmte Risiken bei nicht sachgemäßem Gebrauch ermöglicht, ist kein solcher Fehler.
Ein Hersteller wie jetzt AVM kann es unter allgemeinen Sicherheitsaspekten sinnvoll finden, ein solches Feature abzuschaffen und dagegen ist nichts einzuwenden.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 04.11.2015, 10:38

GoaSkin hat geschrieben:
koax hat geschrieben:Mit der Logik schaffen wir am besten gleich auch noch die Möglichkeit von Freigaben für Zugriffe aus dem Internet ab.


UM verbietet Freigaben aus dem Internet allgemein in den AGBs und macht dies durch Zwangsrouter unbequem.

Das steht so generell nirgends und ist weitaus differenzierter formuliert. Die Zielrichtung geht eindeutig in Richtung "Bereitstellung für Dritte" und auch nur im Bereich Privatanschluss.
Unitymedia - Besondere Geschäftsbedingungen Internet und Telefon hat geschrieben:3.6 Die Nutzung der von dem Kabelnetzbetreiber gewährten Internetdienste zum Zwecke der Bereitstellung
von Telemedien und/oder anderen Telekommunikationsdiensten durch den Kunden gegenüber Dritten ist
nicht gestattet, der Betrieb von Servern an dem Internetanschluss durch den Kunden ist nur gestattet,
wenn Vertragsgegenstand ausdrücklich ein als „Business“ bezeichneten Dienst und/oder eine statische IP
Adresse ist.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 04.11.2015, 11:30

Ein auf einer öffentlichen IP laufender Dienst wird Dritten bereitgestellt. D.h. Freigabe=AGB-Verstoß. Nicht-Freigabe auf dem Router und nur interne Erreichbarkeit=Privatnutzung.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 04.11.2015, 11:58

Die AGB haben sich offensichtlich wieder mal still und heimlich geändert.
Der von Koax zitierte Abschnitt ist Stand 3/2015
Davor war das alles in einem Dokument vereinigt und da war genau von diesen Punkten keine Rede.
Ich habe hier eine von Kabelbw 2009 gefunden. http://handybrueller.de/pdf/AGB_gesamt.pdf
Nach meiner Erinnerung hat sich genau in diesem Bereich bis 2014 nichts getan.

Was gilt denn nun?
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 04.11.2015, 12:11

GoaSkin hat geschrieben:Ein auf einer öffentlichen IP laufender Dienst wird Dritten bereitgestellt. D.h. Freigabe=AGB-Verstoß. Nicht-Freigabe auf dem Router und nur interne Erreichbarkeit=Privatnutzung.

Nein. Port-Freigaben haben nur etwas mit Erreichbarkeit zu tun und nicht notwendigerweise etwas mit einer Bereitstellung von Telemedien für Dritte.
Mein Server stellt nur Dienste für mich selbst bereit, auch aus dem Internet. Und selbst im eigenen Netz können je nach Konstellation Port-Freigaben erforderlich werden.

Die AGB verwenden in dem Zusammenhang auch nicht die Begriffe "Privatnutzung" und "geschäftliche Nutzung". Sie verwenden nur den Begriff "Business" als Vertragsgegenstand, wobei auch der Business-Tarif privaten Kunden offensteht, also eine rein vertragsmäßige und tarifliche Unterscheidung. Unitymedia will also weder Server und Dienste für Dritte generell unterbinden, sie will sie auch nicht für Privatnutzer generell unterbinden, sie will nur dass diese Möglichkeiten nur Kunden des Business-Vertrages offen stehen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 04.11.2015, 12:41

hajodele hat geschrieben:Die AGB haben sich offensichtlich wieder mal still und heimlich geändert.
Der von Koax zitierte Abschnitt ist Stand 3/2015
Davor war das alles in einem Dokument vereinigt und da war genau von diesen Punkten keine Rede.
Ich habe hier eine von Kabelbw 2009 gefunden. http://handybrueller.de/pdf/AGB_gesamt.pdf
Nach meiner Erinnerung hat sich genau in diesem Bereich bis 2014 nichts getan.

Du kannst schwerlich uralte AGBs von KabelBW heranziehen, wenn wir von Unitymedia sprechen.
Nur soviel: Ich habe mit UM 2008 einen Internet/Telefon-Vertrag abgeschlossen und bereits damals gab es bei UM separate "Besondere Geschäftsbedingungen - Internet und Telefonie" und 2008 lautete der Absatz:
Unitymedia - Besondere Geschäftsbedingungen Internet und Telefon -03/2008 hat geschrieben:3.6 Der Betrieb von Serverdiensten an dem Internetanschluss durch den Kunden, die Nutzung der vom Kabelnetzbetreiber gewährten Internetdienste zum Zwecke der Bereitstellung von Tele- und Mediendiensten und/oder anderen Telekommunikationsdiensten durch den Kunden gegenüber Dritten ist nicht gestattet.

Den Tarif "Business" gab es damals noch nicht.

AGB werden bei Abschluss eines Vertrages zum Bestandteil dieses Vertrages erklärt und üblicherweise werden sie immer mal geändert, teilweise auch nur, um etwas klarer und besser auszudrücken. Grundsätzlich gelten die AGB in der Fassung fort, die ursprünglich zum Bestandteil des Vertrages erklärt wurden. So steht in den neuen AGB ausdrücklich, dass sie für Verträge gelten, die ab dem 01.04.2015 abgeschlossen oder geändert wurden.

Allgemein: Viele AGBs enthalten sogenannte Vorbehaltsklauseln, die es ermöglichen sollen, Änderungen ohne Vertragsänderung wirksam werden zu lassen. So etwas ist aber nur in einem engen Rahmen möglich und für das Vetragsverhältnis schwerwiegende Änderungen können nur durch mit Zustimmung des Kunden wirksam werden.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 04.11.2015, 13:24

koax hat geschrieben:
Unitymedia - Besondere Geschäftsbedingungen Internet und Telefon hat geschrieben:3.6 Die Nutzung der von dem Kabelnetzbetreiber gewährten Internetdienste zum Zwecke der Bereitstellung
von Telemedien und/oder anderen Telekommunikationsdiensten durch den Kunden gegenüber Dritten ist
nicht gestattet, der Betrieb von Servern an dem Internetanschluss durch den Kunden ist nur gestattet,
wenn Vertragsgegenstand ausdrücklich ein als „Business“ bezeichneten Dienst und/oder eine statische IP
Adresse ist.


Was ist daran so unverständlich?
Hängt euch doch nicht an dem Begriff Server auf. Was für Privatleute untersagt ist, über den Anschluss Dienst für andere bereit zu stellen.
Beispiel:
Eigener Mediaserver über den man unterwegs mit z.B. Handy auf seine Musik Filme zugreift ist erlaubt.
Das ganze offen ins Netz zu stellen, das jeder darauf zugreifen kann, egal ob frei oder gegen Endgeld, ist verboten.

Businesskunden können angeben einen Webserver für ihr Business betreiben zu wollen und es wird erlaubt. Macht auch wenig Sinn, bei Denic eine Adresse zu kaufen für eine variable IP ;)
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