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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 31.10.2015, 11:28

Ihr überseht bei der ganzen Diskussion einen Punkt:
Der Wegfall des Zwangsrouters bedeutet nicht, dass diese ersatzlos gestrichen sind.
Nur wird es einen weiteren Zugang über selbst gekaufte oder von UM bereitgestellte Modems geben.
Die Masse der Kunden wird also weiterhin einen Zwangsrouter nehmen können und dies hoffentlich auch tun.

Übrigens ist bei den DSL-Fritzboxen, die ich bisher in der Hand hatte, die Standardeinstellung "automatisches Firmware Upgrade".
Wenn ein User daran was ändert, muss er wissen, was er tut.

Seltsamerweise sind die Lager der Befürworter und Gegner doch so verteilt, dass sich ausgerechnet die Kabelprovider sträuben. Also genau die, die nach dem Thema "Sicherheit/Haftung" am meisten verlieren können.

Die TC7200-Geräte von UM haben übrigens immer noch ein Sicherheitsloch, das durch UM selbst verursacht ist:
Man muss bei den älteren Verträgen 30 Euro extra fürs WLan bezahlen. Ohne diese Zahlung ist WLan aktiv und läßt sich nicht dauerhaft deaktivieren.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Dinniz » 31.10.2015, 11:31

Das ist eher ein Bug als ein Sicherheitsloch
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 31.10.2015, 12:31

hajodele hat geschrieben:Ihr überseht bei der ganzen Diskussion einen Punkt:
Der Wegfall des Zwangsrouters bedeutet nicht, dass diese ersatzlos gestrichen sind.
Nur wird es einen weiteren Zugang über selbst gekaufte oder von UM bereitgestellte Modems geben.
Die Masse der Kunden wird also weiterhin einen Zwangsrouter nehmen können und dies hoffentlich auch tun.

Womit es sich dann um einen vom Provider zur Verfügung gestellten Router und keinen Zwangsrouter handelt.
Die Frage stellt sich aber, welchen vertragsrechtlichen Status dieser zur Verfügung gestellte Router dann nach den AGB bekommt:
- Router bleibt Eigentum des Providers
- Router wird "geschenkt" und wird somit Eigentum des Kunden
- Kunde hat vollen Zugriff auf die Features des Routers oder nicht
- Kunde bleibt abhängig von Firmwareupdates des Providers oder nicht

Bisher ist als Schnittstelle der Ausgang des Modems oder des Routers definiert und der Provider somit auch zuständig für das ordnungsgemäße und sichere Funktioneren des Gerätes. Seine Verantwortung schließt also das Gerät mit ein.
In Zukunft wird aber als Schnittstelle ein passiver Netzabschluss vor dem Modem/Router definiert. Damit sind halt auch Lösungen mit verkauften/subventionierten Modems denkbar, bei denen die Verantwortung des Providers nur noch im Gewährleistungsrecht besteht.

Übrigens ist bei den DSL-Fritzboxen, die ich bisher in der Hand hatte, die Standardeinstellung "automatisches Firmware Upgrade".

Das war nach meiner Erinnerung nicht immer so. Außerdem ist bei den Fritzboxen jetzt durchaus eine abgestufte Automatik wählbar, was natürlich auch sinnvoll ist. Aber es gibt ( prinzipiell Gott sei Dank) nicht nur Fritzboxen und eine nicht wie bei denen realisierte abgestufte Automatik wäre auch nicht gerade sinnvoll.
Ich möchte schon selbst entscheiden können, was auf meinen Router installiert wird und vor allem ob und wann ich einfach aus einer Verbindung zwecks Update rausgeschmissen werde.

Seltsamerweise sind die Lager der Befürworter und Gegner doch so verteilt, dass sich ausgerechnet die Kabelprovider sträuben. Also genau die, die nach dem Thema "Sicherheit/Haftung" am meisten verlieren können.

Wieso die im Bereich Haftung am meisten "verlieren" könnten verstehe ich nicht.
Die bisherige Lösung im Kabelbereich verlangt halt technisch weitaus größere Veränderungen als bei Providern, die weniger mit NGN-Gateways arbeiten.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 31.10.2015, 12:50

koax hat geschrieben:Womit es sich dann um einen vom Provider zur Verfügung gestellten Router und keinen Zwangsrouter handelt.

Der aktuelle Status ist: Entweder du nimmst mein Gerät oder lass den Vertrag bleiben.
Ein zukünftiger ProviderRouter wird wohl am ehesten einem "Rundumsorglospaket" gleichzusetzen sein. Ob das Gerät dann ein Mietgerät bleibt, ist völlig offen. Das hat mit der Problematik auch null zu tun.
Es geht nur darum, ob ein Kunde ein eigenes geeignetes Endgerät installieren darf. Es ist also ein sowohl als auch.

koax hat geschrieben:Außerdem ist bei den Fritzboxen jetzt durchaus eine abgestufte Automatik wählbar, was natürlich auch sinnvoll ist.

Es geht um die Standardeinstellung. Wenn diese vom Kunden ausgeschaltet wird, ist er automatisch selbst zuständig. Wenn er dann ein wichtiges Update verpasst, trägt er allein die Verantwortung.
Bei anderen DSL-Routern habe ich solche Einstellungen auch schon gesehen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 31.10.2015, 13:11

hajodele hat geschrieben:Es geht nur darum, ob ein Kunde ein eigenes geeignetes Endgerät installieren darf. Es ist also ein sowohl als auch.

Allerdings ändert sich entscheidend rechtlich das "sowohl" wenn die Schnittstelle zum Kunden nicht mehr hinter dem Gerät sondern vor dem Gerät liegt.
Ohne ausdrückliche vetragliche rechtskonforme Regelungen endet dann die Zuständigkeit des Providers vor dem Gerät, auch wenn er es zur Verfügung gestellt hat.
Bisher war das Gerät ohne wenn und aber Bestandteil des Anschlusses.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 31.10.2015, 13:28

Dreh doch mal den Spieß um.
Die Provider argumentieren doch mit der Netzsicherheit für Zwangsrouter. Umgedreht könnten sie auch Router mit Veralteter Firmware von Netz ausschließen.
So herum gesehen haben sie auf zur Verfügung gestellten Mietgeräten selbst die Pflicht Updates ein zu pflegen, bei gekauften der Kunde selbst (egal ob nun via automatischen oder manuellem Update).
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 31.10.2015, 18:46

Um einen anderen Punkt ins Spiel zu bringen: Die Provider haben selbst Möglichkeiten, Sicherheits-Checks durchzuführen und tun es auch. Und auch die Möglichkeiten, Kunden mit zweifelhafter Endgeräte-Konfiguration im Zweifel (temporär) zu sperren. Das tut auch Unitymedia bei Leuten, die ein reines Modem mit eigenem Router dahinter besitzen. Wenn auf der WAN-IP z.B. ein DNS-Server läuft, über den jeder die Host-Namen zu den internen, geNATteten IPs des Kunden abfragen kann, erhält der Kunde recht schnell die Aufforderung, den DNS-Dienst auf der WAN-IP abzuschalten.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon rv112 » 01.11.2015, 10:59

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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon lolametro » 03.11.2015, 16:08

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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon blaxxz » 03.11.2015, 16:28

Also gilt dies jetzt auch für Kabel?
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