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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Leseratte10 » 15.10.2015, 18:12

Was aber meiner Meinung nach gut so ist - nach dem jetzigen Entwurf kann man dann (wenn mans will, ich wills nicht :P ) auch ein eigenes Kombi-Gerät wie die 6490 betreiben ohne X € monatlich zu zahlen. Das ginge nicht, wenn UM einfach nur dazu verplichtet worden wäre, den Bridgemodus freizugeben.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 15.10.2015, 18:32

Ich hoffe nur, dass die Abschaltung des Routerzwangs nicht zum Dosenpfand 2.0 wird.

Damals hatten Händler und Getränkeindustrie alle Zeit der Welt gehabt, ein Pfandabwicklungssystem umzusetzen. Sie haben aber einfach nichts gemacht, um am Ende dann über den wirtschaftlichen Schaden zu jammern, der ihnen jetzt wegen dem Dosenpfand entstehen würde.

Wahrscheinlich machen das die ISPs in Bezug auf den Routerzwang genauso - nicht reagieren und am Ende die Gefahr des wirtschaftlichen Totalschadens als juristisches Mittel entdecken.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Leseratte10 » 30.10.2015, 17:48

Und hier sieht man mal wieder, wozu der Routerzwang führt ...

Fatale Sicherheitslücken in Zwangsroutern von Vodafone / Kabel Deutschland

Hoffentlich ist bald Schluss mit diesem [zensiert] ...
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 30.10.2015, 18:02

Leseratte10 hat geschrieben:Und hier sieht man mal wieder, wozu der Routerzwang führt ...

Das ist wohl weniger eine Folge des Routerzwangs, denn das würde ja bedeuten, dass wenn der Routerzwang wegfiele, die betreffenden Router keine Sicherheitslöcher mehr aufweisen würden.
Klar - jemand der sich für die Materie interessiert kann nach Wegfall des Routerzwangs sich ein anderes Modell aussuchen.
Aber man sollte doch nicht den Sinn für die Realität verlieren - dabei handelt es sich um eine Minderheit, (der ich auch angehöre).
Der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung weiß nicht mal was ein Firmwareupdate ist oder wie man es durchführt, interessiert sich nicht die Bohne dafür und ist im Prinzip besser geschützt, wenn er einen Zwangsrouter hat, bei dem sich der Provider für Sicherheitsupdates zuständig fühlt.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon unimedia » 30.10.2015, 19:24

ich kann nur soviel dazusagen, das ist das dümmste was es im moment gibt. routerzwang braucht keine sau :D
das ist wirklich lächerlich ich werde mal die merkel anschreiben :pcfreak:
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Joerg » 30.10.2015, 19:40

@unimedia Nicht lieber Obama, damit er Bodentruppen schickt?
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 30.10.2015, 21:04

koax hat geschrieben:Das ist wohl weniger eine Folge des Routerzwangs, denn das würde ja bedeuten, dass wenn der Routerzwang wegfiele, die betreffenden Router keine Sicherheitslöcher mehr aufweisen würden.
Klar - jemand der sich für die Materie interessiert kann nach Wegfall des Routerzwangs sich ein anderes Modell aussuchen.
Aber man sollte doch nicht den Sinn für die Realität verlieren - dabei handelt es sich um eine Minderheit, (der ich auch angehöre).



Klar interessieren sich viele Leute nicht dafür, ob ihr Router Sicherheitslücken hat, geschweige denn, diesen zu tauschen. Für den eigenen Router ist aber jeder selbst verantwortlich. Wenn ein Provider hingegen einen obligatorischen Zwangsrouter bereitstellt, dann steht er dafür auch in der Pflicht, da es seine Entscheidung ist, dass die Kunden dieses vorgegebene Gerät nutzen müssen, an dem sie selbst nichts verloren haben.

Wo wir aber beim Thema sind: Wer sich für die Materie nicht interessiert, würde an seinem Router kaum auf die Idee kommen, WPS einzuschalten. Hier sind viele Geräte wohl wegen eines Features angreifbar, was von Werk aus eingeschaltet ist und viele Leute überhaupt nicht nutzen.

WLAN-Passwörter sind übrigend nicht kompliziert, sondern entsprechen genau dem, was der Benutzer festgelegt hat. Wer WPS nutzt, weil er sich das kryptische Passwort auf dem Aufkleber hinter dem Router nicht merken kann, aber nicht auf die Idee kommt, einfach das Passwort zu ändern, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Joerg123 » 31.10.2015, 09:31

unglaublich, dass solche Sicherheitslücken überhaupt möglich sind :(
wer entwickelt so ein System, mit welchem sich jedes noch so sichere WLan-Passwort ganz simpel aus hebeln lässt über einen starren Logarithmus der ausschliesslich auf der für jeden sichtbaren MAC-Adresse basiert, denn die MAC-Adresse sehe ich selbst bei versteckter SSID. Persönlich habe ich WPS eh nie genutzt, verlangt es zumindest bei Fritzboxen doch, dass der WPS-Taster gedrückt wird - da mach ich doch lieber "einen netten Spruch" aus meinem eigenen WLan-Passwort, der sich zumindest nicht schlechter merken lässt als diese PIN-Nummer *g*

Zumindest wenn es um solche Sicherheitslücken geht, sehe ich den Routerzwang auch als eher positiv an, wir erinnern uns an Anfang 2014 und das Fritzbox-Problem. OK, hier hätte eine manuelle Update-Installation durch den Kunden den "Gefahrenzeitraum" deutlich verkürzen können (insbesondere bei Unity, da brauchen Updates immer Ewigkeiten, wenn sie überhaupt kommen). Aber auch die DSL-Boxen mussten schon ein paar Tage auf das Update von AVM warten und unterm Strich hat Unity die durch den Hack verursachten Telefonkosten doch anstandslos übernommen (zumindest ist mir bei UM kein Fall bekannt, wo die Kunden auf den Kosten sitzen geblieben sind, bei den DSL-Providern mit verlockenden "Fritzboxen für einen Euro, oder ganz geschenkt" sah das völlig anders aus).
Sicherlich hat es Vorteile, wenn man das Endgerät selber bestimmen kann, ich denk dann hätte ich auch schon nicht mehr die 6360 hier stehen *g* aber die Provider wälzen damit auch gleichzeitig eine grosse Verantwortung auf die Kunden ab - und viele Kunden haben an der Technik hinterm Internetzugang überhaupt kein Interesse, die wollen bestenfalls noch Geräte mit XY Features, machen sich dazu einmal die Mühe der Einrichtung, oder lasse das gar machen und danach interessiert sie das nicht mehr solange es funzt. Hab ich mehr als genug Beispiele für, denn ich hab mehreren Bekannten ihren DSL-Anschluss konfiguriert und wenn ich denen letztes Jahr nicht gesagt hätte "müssen wir updaten" würden diese Fritzboxen jetzt noch mit der alten Software laufen.
Office Internet&Phone 50/5 Mbit/s via Fritzbox 6360 mit Fritz!OS 06.50
2x DECT (Siemens S67h + S68h, HDfähig) via Fritzbox
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 31.10.2015, 10:25

Hast vollkommen Recht, welcher Idiot hat sich bloß den Blödsinn mit der WPS-PIN erfunden :zerstör:
Fand WPS immer recht Praktisch. Statt ein langes Sichere PW einzutippen, innerhalb einer Minute einen Knopf am Router drücken und Fertig.
Den physischen Kontakt durch eine PIN zu ersetzen ist ja mal sowas von Sinnfrei.... da kann ich auch gleich als PW eine 4 Stellige PIN vergeben. :wand:
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon koax » 31.10.2015, 10:51

GoaSkin hat geschrieben:Wenn ein Provider hingegen einen obligatorischen Zwangsrouter bereitstellt, dann steht er dafür auch in der Pflicht, da es seine Entscheidung ist, dass die Kunden dieses vorgegebene Gerät nutzen müssen, an dem sie selbst nichts verloren haben.

Und im Endeffekt führt diese Verantwortung zu mengenmäßig gesehen weit weniger angreifbaren Routern, da der Großkunde "Provider" gegenüber einem Routerhersteller eine wesentliche bessere Druckposition hat als ein simpler Einzelkunde. Daran ändert auch nichts, dass ein technisch affiner gut informierter Einzelkunde schneller ein Firmwareupdate einspielt als der träge Moloch Provider. Nach wie vor sind Unmengen von Routern in Gebrauch, bei denen Sicherheitslücken bekannt sind, sich der Hersteller aber nicht die Bohne mehr für die Beseitigung dieser Sicherheitslücken interessiert. Wären diese Geräte nach wie vor "offizieller Zwangsrouter" (Leihgerät) eines Providers würde sich sicherlich darum gekümmert. Entweder der Provider würde bei Hersteller genügend Druck für ein Firmware-Update machen oder er würde diese Geräte durch neuere austauschen.

Wohlgemerkt:
Das ist kein Plädoyer für den Routerzwang. Es ist nur eine realistische Betrachtungsweise ausgelöst durch den Beitrag, in dem die Tatsache, dass wiedermal eine Lücke in einer Firmware gefunden wurde, der Routerzwang dafür verantwortlich gemacht wurde. Solche Lücken jedweder Art wurden und werden auch in Zukunft festgestellt werden, Routerzwang hin oder her. Ohne den Routerzwang werden einige wenige technisch affine Menschen zu anderen Geräten greifen, an dem generellen Problem für die breite Masse ändert das aber mengemäßig verschwindend wenig. Um solche Sicherheitsprobleme generell besser in den Griff zu bekommen bedarf es schon einer erweiterten Produkthaftung.
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