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Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 20.08.2015, 13:57

Exiver hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen.

Wo steht das konkret?

Bei der Suche nach "DSL" bin ich im Besonderen Teil zu Artikel 2 auf folgendes gestossen:
Gemeint ist, dass der Netzabschlusspunkt hinter der letzten Leitwegebestimmung des Netzbetreibers liegen muss, mit der die mit der Nummer des Teilnehmers verknüpfte Endeinrichtung erreichbar ist.

Wäre das konkret ohne Kabel-Modem überhaupt realisierbar?
Oder umgekehrt: Der Netzabschlusspunkt befindet sich nach dem Modem?
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 20.08.2015, 14:11

Exiver hat geschrieben:
hajodele hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.


Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.

Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Exiver » 20.08.2015, 14:19

mauszilla hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:
hajodele hat geschrieben:Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.


Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.

Klar will UM Kabel-D usw ihre Netze nicht für andere freigeben, bedeutet es doch Konkurrenz, nur werden sie sich nicht mehr lange wehren können.



Hast du Infos zu Belgien und deren Modell? Würde mich echt mal interessieren, wie die das technisch umsetzen. Heute in Zeiten von Nodes mit 500 und mehr Usern wird das echt schwierig, den ein oder anderen Down- und Upstream für Fremdanbieter freizumachen..
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 20.08.2015, 14:32

Leider nicht, bin ja auch kein Techniker.
Weiß nur, das dort der Markt 2013 geöffnet wurde und sie alternative Anbieter im Netz zulassen müssen.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 20.08.2015, 14:51

mauszilla hat geschrieben:Zeigst du mir bitte mal den Absatz, wo zwischen Kabel und DSL unterschieden wird?
In dem Gesetz wird die Dose als passiver Abschlusspnkt des öffentlichen Telekommunikationsnetz bei Kabel und DSL deklariert und beide müssen Zugangsdaten rausrücken womit sich der Kunde mit dem von ihm gewählten oder gekauften Gerät (sofern es die Anforderungen erfüllt) Kostenfrei einwählen kann.
In Belgien hat das auch geklappt. So wurde da sogar der Markt im Kabelnetz frei gemacht für andere Anbieter, die sich Netzkapazitäten einkauften.


Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen. Die Vorgehensweise, wie der Kabelanbieter das Kundenmodem findet und provisioniert, sind jedoch standardkonform. Sofern der Kabelanbieter sich keine Späße erlaubt, wie das WLAN abzuschalten, falls der Kunde kein WLAN gebucht hat, sollten die selben Konfigfiles herstellerübergreifend funktionieren.

Sinngemäßer Zweck des Provisionings ist es, das reine Modem-Verhalten auf den OSI-Layern 1 und 2 zu konfigurieren, also bis zur MAC-Ebene und nicht, das Verhalten in Bezug TCP/IP und Netzwerkdienste. Parameter, die bei keinem Modem über das Webinterface konfiguriert werden können.

Viel zu lesen: http://www.cablelabs.com/specs/specific ... docsis-3-1
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon JurgenS » 20.08.2015, 15:22

GoaSkin hat geschrieben:Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen.


Du hast in Bezug auf DOCSIS technisch recht, aber man kann es trotzdem mit Zugangsdaten machen.
Ich kenne es aus meinem Jahr in Australien. Man steckt sein Zugangsgerät (Modem, Modemrouter etc. egal) einfach an. Ich hatte konkret das Cisco 3925. Man bekam eine generische Verbindung zu genau nur einer Internetseite von Telstra. Dort gab man seine Benutzerdaten ein und die haben sich die Zuordnung des Zugangsgerätes zu dem Benutzer gemerkt. Nach Neustart bekam man dann sein passendes Profil etc. wie auch bei UM und war online.

Das war total einfach und in 5min. und einem Restart erledigt.
Billiger war es für Telstra evtl. auch, da so quasi der Kunde die Provisonierung seiner Hardware selbst über diese Webseite erledigt hat.

Grüße
Jürgen
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Dinniz » 20.08.2015, 15:36

JurgenS hat geschrieben:
GoaSkin hat geschrieben:Es gibt keine Zugangsdaten bei DOCSIS. Das ist in den Spezifikationen nicht vorgesehen. Die Vorgehensweise, dass der Provider das Modem provisioniert, wird so bleiben müssen.


Du hast in Bezug auf DOCSIS technisch recht, aber man kann es trotzdem mit Zugangsdaten machen.
Ich kenne es aus meinem Jahr in Australien. Man steckt sein Zugangsgerät (Modem, Modemrouter etc. egal) einfach an. Ich hatte konkret das Cisco 3925. Man bekam eine generische Verbindung zu genau nur einer Internetseite von Telstra. Dort gab man seine Benutzerdaten ein und die haben sich die Zuordnung des Zugangsgerätes zu dem Benutzer gemerkt. Nach Neustart bekam man dann sein passendes Profil etc. wie auch bei UM und war online.

Das war total einfach und in 5min. und einem Restart erledigt.
Billiger war es für Telstra evtl. auch, da so quasi der Kunde die Provisonierung seiner Hardware selbst über diese Webseite erledigt hat.

Grüße
Jürgen

Das ist im Grunde auch nur eine Provisionierung durch den Kunden und auch hier denkbar.
Gemeint war eine Verbindung nur mit Einwahldaten.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 20.08.2015, 15:38

Dann eben Zugangsdaten für die HP wo du MAC und Seriennummer eingeben kannst und das Teil automatisch freigeschaltet wird.
Man kann aus allen ein Problem machen wenn man will und das ist typisch Deutsch. Statt in Lösungen in Problemen zu denken.
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon andy45 » 21.08.2015, 13:33

http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... zbetreiber

Besonders Interessant die Stellungnahme von Unitymedia ,sind die noch im Jahre 2011 :D
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Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 21.08.2015, 14:03

andy45 hat geschrieben:http://www.onlinekosten.de/news/artikel/62748/0/Routerzwang-vor-dem-Aus-Das-sagen-DSL-Provider-und-Kabelnetzbetreiber

Besonders Interessant die Stellungnahme von Unitymedia ,sind die noch im Jahre 2011 :D


Als Journalist sollte man besser nochmal nachhaken, wenn man eine schwache Antwort erhält. Wahrscheinlich hat die Anfrage ein Callcenter mit Halbwissen bearbeitet.
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