- Anzeige -

Routerzwang bleibt

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon strelnikov » 20.08.2015, 11:00

BTW
Da Unitymedia keine Neukunden mehr auf IPv4 schaltet, mangels verfügbarer Adressen, dürften Modem / Router, die nur IPv4 only können, nicht ohne weiteres angeschaltet werden. Nun meine Frage kann das CISCO 3208 bzw. CISCO 3212 auch IPv6 (DS Lite)?

:kafffee:


Anmerkung und Nachtrag
Och da hat jemand vor kurzem geschrieben, dass die Dimger IPv6 können... werden bloß nicht geschaltet... Warum?
strelnikov
Übergabepunkt
 
Beiträge: 321
Registriert: 23.02.2012, 07:42
Wohnort: Sowjetunion

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Exiver » 20.08.2015, 11:09

Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.


Wo steht das im Gesetz?
Für den Anbieter ist es ganz klar mehr Aufwand ein "fremdes Gerät" im Netz zu provisionieren, als die Modems aus dem eigenen Lager (bei denen übrigens sehr lange getestet wurde, wie stabil die ins Netz passen).
Ich bin mir relativ sicher, dass für eigene Modems eine saftige Gebühr aufgeschlagen wird - einfach um die Leute davon abzuhalten ein eigenes Modem ins Netz zu hängen.
Viele Dinge die aktuell über das Bootfile gesteuert werden fallen dann nämlich weg (z.B. QoS, PacketCable aka VoC, Firewall-Regeln usw) da nun jeder ein "geöffnetes" Modem dazu nutzen könnte diese Parameter zu manipulieren.
Als Kabelnetzbetreiber ist diese Entscheidung eher ungünstig, da vor allem nun in den nächsten 6 Monaten größere Änderungen am Netz anstehen..

@strelnikov:
Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.
Exiver
Kabelneuling
 
Beiträge: 19
Registriert: 15.06.2014, 23:33

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon GoaSkin » 20.08.2015, 11:25

Dass verschiedene Dinge über das Bootfile steuerbar sind, ist Teil der DOCSIS-Spezifikation. Wenn jemand versuchen würde, das Config-File zu manipulieren, könnte das der Netzbetreiber sofort und automatisiert wieder korrigieren (so wie auch die Versuche, den Bridge-Modus des TC7200 zu aktivieren, ein erneutes Einspielen des Config-Files binnen einer Minute bewirken).

Natürlich kann man jetzt auch versuchen, an einem eigenen Modem richtig rumzuhacken. Dazu braucht es aber keinen abgeschafften Routerzwang, sondern lediglich ein am freien Markt gekauftes und von Unitymedia nicht freigeschaltetes Modem, dass man mit seiner Multimedia-Dose verbindet, um dann die Unitymedia-Admins mit experimentellen Konfigurationen zu bespaßen.

Mißbrauch ist Mißbrauch - egal ob mit einem dem Netzbetreiber unbekannten Fremdgerät, akzeptierter eigener Hardware oder manipulierten Leihgeräten. Basteln ist nichts Verbotenes, hat aber seine Grenzen, wie beim Auto auch.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
GoaSkin
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1096
Registriert: 12.12.2009, 17:25

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Leseratte10 » 20.08.2015, 11:52

@Exiver das EPC3208 ist auch nur ein Modem...
Leseratte10
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1277
Registriert: 07.03.2013, 16:56

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 20.08.2015, 11:55

Exiver hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.


Wo steht das im Gesetz?


Hier
2. § 11 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen.
Sie können dem Teilnehmer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert
und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Gesetz/gesetzentwurf-der-bundesregierung-zur-auswahl-und-zum-anschluss-von-telekommunikationsendgeraeten,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
BildBild
mauszilla
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1037
Registriert: 16.11.2014, 11:14

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 20.08.2015, 11:58

Exiver hat geschrieben:Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.

Das ist nicht ganz richtig:
Cisco 3208 = Modem
Cisco 3208G = Gateway

Beide können IPv6 (es gibt aktuell nur keine Config dazu).
Das "Lite" ist Sache des Routers, nicht des Modems.

Die ursprüngliche Variante der Bundesnetzagentur war übrigens Kabel- und Kundenfreundlicher.
Da war Sinngemäß von einer Liste die Rede, welche Geräte (Modems) benutzt werden können.
Ich glaube, dass es zum Schluß auch wieder auf so was rausläuft.
hajodele
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 3972
Registriert: 10.04.2013, 14:19
Wohnort: Kabelbw-Land

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon mauszilla » 20.08.2015, 12:03

Das wäre ja schon wieder gegen den freien Wettbewerb. Es werden Voraussetzungen festgelegt (im Gesetzt Anforderungen genannt) die Hersteller einhalten müssen.
Wie diese im Einzelnen aussehen, interessiert mich als Kunde ja nicht. Für mich wichtig, Zugangsdaten, mit denen ich das von mir gewählte Gerät anschließen und nutzen kann, Egal ob Modem oder Gateway.
Wobei ich mit meiner momentanen Lösung zufrieden bin. Modem (3212) von UM und eigener Router.
BildBild
mauszilla
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1037
Registriert: 16.11.2014, 11:14

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Exiver » 20.08.2015, 13:42

hajodele hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:Das Cisco 3208 kann DS-Lite(sowie DualStack) da es ein Router mit integriertem Modem ist. Das EPC 3212 ist ein einfaches Modem - da ginge auch DS-Lite sowie Dualstack, wenn der Router hinten dran dies beherrscht.

Das ist nicht ganz richtig:
Cisco 3208 = Modem
Cisco 3208G = Gateway

Beide können IPv6 (es gibt aktuell nur keine Config dazu).
Das "Lite" ist Sache des Routers, nicht des Modems.

Die ursprüngliche Variante der Bundesnetzagentur war übrigens Kabel- und Kundenfreundlicher.
Da war Sinngemäß von einer Liste die Rede, welche Geräte (Modems) benutzt werden können.
Ich glaube, dass es zum Schluß auch wieder auf so was rausläuft.


Sorry, wir hatten bisher nur die "G" Variante im Einsatz, wusste gar nicht, dass es da noch ein Modem-only Gerät gibt ;-) Wieder was gelernt.

IPv6 ist vom Docsis 3.0 Standard her vorgeschrieben - ist aber bei reinen Modems relativ egal, da wie ich oben (und du hier auch) beschrieben hast, dass dies der Router hintendran entscheidet bzw dafür konfiguriert sein muss.

mauszilla hat geschrieben:
Exiver hat geschrieben:
Leseratte10 hat geschrieben:Teurere Tarife mag sein. Aber zusätzliche Gebühren für die Anmeldung eines eigenen Endgeräts wird wohl nach dem Gesetz nicht erlaubt sein.


Wo steht das im Gesetz?


Hier
2. § 11 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen an das öffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikationsendeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach § 3 Absatz 1 erfüllen.
Sie können dem Teilnehmer Telekommunikationsendeinrichtungen überlassen, dürfen aber deren Anschluss und Nutzung nicht zwingend vorschreiben. Notwendige Zugangsdaten und Informationen für den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen und die Nutzung der Telekommunikationsdienste haben sie dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert
und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen.

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Gesetz/gesetzentwurf-der-bundesregierung-zur-auswahl-und-zum-anschluss-von-telekommunikationsendgeraeten,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf


Da steht nur, dass Zugangsdaten für Einwahlverbindungen (DSL) sowie für Telefonie (VoIP) kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Entgeld für das provisionieren fremder Geräte ist hier nicht festgelegt und kann daher vom Anbieter selbst entschieden werden.


GoaSkin hat geschrieben:Dass verschiedene Dinge über das Bootfile steuerbar sind, ist Teil der DOCSIS-Spezifikation. Wenn jemand versuchen würde, das Config-File zu manipulieren, könnte das der Netzbetreiber sofort und automatisiert wieder korrigieren (so wie auch die Versuche, den Bridge-Modus des TC7200 zu aktivieren, ein erneutes Einspielen des Config-Files binnen einer Minute bewirken).

Natürlich kann man jetzt auch versuchen, an einem eigenen Modem richtig rumzuhacken. Dazu braucht es aber keinen abgeschafften Routerzwang, sondern lediglich ein am freien Markt gekauftes und von Unitymedia nicht freigeschaltetes Modem, dass man mit seiner Multimedia-Dose verbindet, um dann die Unitymedia-Admins mit experimentellen Konfigurationen zu bespaßen.

Mißbrauch ist Mißbrauch - egal ob mit einem dem Netzbetreiber unbekannten Fremdgerät, akzeptierter eigener Hardware oder manipulierten Leihgeräten. Basteln ist nichts Verbotenes, hat aber seine Grenzen, wie beim Auto auch.


Ein einfach angestecktes Modem ohne Provisioning auf der CMTS bringt dir an einem Unitymedia Anschluss nichts, denn du wirst an deinem Anschluss keine freischaltung erhalten. Da kannst du zwar an der Config manipulieren, da du aber in einem abgespeckten Netz bist hast du nichts davon.
Wer sagt dir denn, dass gehackte Modems nicht in der Lage sind der CMTS vorzuspielen, dass sie die Bootfile Config angenommen haben - trotzdem aber etwas anderes ausführen? Es werden ja z.B. Firewall Rules oder QoS Einstellungen festgelegt. Wenn das Modem diese Bootfile nun zum Teil ignoriert - wie will die CMTS das mitbekommen und wer sagt dir, dass das Modem die Annahme des Bootfiles nicht einfach verweigert ;-)
Da gibt es genug Möglichkeiten zu tricksen und den Admins einen spaßigen Tag zu bescheren.
Exiver
Kabelneuling
 
Beiträge: 19
Registriert: 15.06.2014, 23:33

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon hajodele » 20.08.2015, 13:44

Das würde aber nur unter der Vorraussetzung funktionieren, wenn z.B. die Konfig "generic_10000_1000_ipv4_sip_wifi-on.bin" (von einer 6360) ohne weitere Modifikationen auf einem hypothetischen Gateway von LG läuft.

Darüber habe ich leider keinen Kenntnisstand.
hajodele
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 3972
Registriert: 10.04.2013, 14:19
Wohnort: Kabelbw-Land

Re: Routerzwang bleibt

Beitragvon Exiver » 20.08.2015, 13:54

hajodele hat geschrieben:Das würde aber nur unter der Vorraussetzung funktionieren, wenn z.B. die Konfig "generic_10000_1000_ipv4_sip_wifi-on.bin" (von einer 6360) ohne weitere Modifikationen auf einem hypothetischen Gateway von LG läuft.

Darüber habe ich leider keinen Kenntnisstand.


Aktuell wird soweit ich weiß bei Unity für jeden Kunden ein eigenes Bootfile generiert. Deshalb schon würde eine allgemein gültige Config für verschiedene Modems nicht funktionieren. Mal schauen ob man das jetzt umstellt und nurnoch Bootfiles für Gerätemodelle erstellt.
Exiver
Kabelneuling
 
Beiträge: 19
Registriert: 15.06.2014, 23:33

VorherigeNächste

Zurück zu Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 26 Gäste