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Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

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Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon towbsen » 16.09.2014, 11:37

Hallo zusammen,

ich benötige Eure Hilfe. Folgende Ausgangssituation:

Mietwohnung, KabelBW Kunde, 3Play. Läuft alles ohne Probleme.

Jetzt der Haken an der Sache: Als unser Vormieter damals auf UM/KabelBW umgestiegen ist, wurde festgestellt, dass die vorhandenen Dosen bzw. Leitungen nicht rückkanalfähig sind. Somit hat der "Techniker" alle vorhandenen Unterputz-Dosen getötet und eine neue Leitung Aufputz quer durch die Wohnung gezogen. Es kommt also im Gästezimmer ein Kabel aus dem Fußboden, welches entlang der Fußleiste durch die Wand verläuft und im Wohnzimmer an einer Aufputz-Dose endet. Die Problematik an der Sache ist, dass unsere Türen, der Fußboden und die Fußleisten in ca 2 Wochen erneuert werden. Somit sehe ich die einzige Leitung gefährdet.

Ich hätte gerne die ursprünglichen Dosen wieder aktiviert und ordentlich verkabelt. Nach Rücksprache mit dem örtlichen TV-Techniker wurde mir mitgeteilt, dass die Strippen zu alt sind und somit nicht rückkanalfähig sind.

Meine Frage nun an Euch:

Wie kann ich die Angelegenheit selber lösen? Ich bin versiert was Kabelziehen angeht, bin mir aber nicht sicher, welche der Kabel aus meiner Wohnung im Keller ankommen. Sind schließlich alle weiß :). Gibt es ein Gerät mit dem ich ein akustisches Signal auf das Kabel geben kann und am anderen Ende das Signal abfragen kann? Was sind Eure Erfahrungen?

Ich will doch nur eine ordentliche Verkabelung unter dem Putz und nicht mitten durch die Räume.

Danke für konstruktives Feedback.
towbsen
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon M@rtin » 16.09.2014, 12:45

Kabel legen kannst du sicherlich selbst, aber anschließen und das Einpegeln der Multimedia-Dose kann nur der Techniker von UM/KBW! Diese Kosten musst du wohl übernehmen und du kommst auch nicht umhin, wenn der Anschluss laufen soll! Oder alles so lassen.
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon towbsen » 16.09.2014, 14:12

Hab ich dich richtig verstanden, dass es ausreicht, nur die Kabel neu zu ziehen? Woran erkenne ich, ob das Kabel rückkanalfähig ist? Und müssen die Dosen nicht auch getauscht werden? Kannst du mir evtl. einen Hersteller oder Modell empfehlen?

Danke!
towbsen
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon NEXO » 16.09.2014, 14:58

Theoretisch kannst du ausgehend von der neuen "Freiluftleitung" mehrere Dosen durchschleifen. Die übrigen Dosen müssen keine Multimedia-Dosen sein.

Es gibt aber unterscheidliche Typen MMD, als Durchgangsdose oder eben nicht. Evtl. brauchst du dann eine neue. Breitbandig sollten sie sein.

Mit Glück funktioniert es hinterher noch, ansonsten muss der Pegel am Verstärker neu eingestellt werden (Trial&Error oder Techniker kommen lassen, der das richtig ausmisst)

An sich kannst du fast jede moderne Koax-Leitung nehmen, Empfehlung ist 75Ohm, dreifach geschirmt, "Class A" (letzteres gilt auch für die Dosen)
Bei Durchgang darauf achten, dass die letzte in der Kette einen Abschlusswiderstand bekommt.

Nachzulesen auch hier: Technische Anforderungen an eine multimediafähige Breitbandkommunikationsanlage (kabel bw)


Praktisch funktioniert es meist auch mit doppelt geschirmt und etwas älterem Zeug, sowas neu zu verlegen lohnt sich aber nicht.
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon M@rtin » 16.09.2014, 20:19

towbsen hat geschrieben:Hab ich dich richtig verstanden, dass es ausreicht, nur die Kabel neu zu ziehen? Woran erkenne ich, ob das Kabel rückkanalfähig ist? Und müssen die Dosen nicht auch getauscht werden? Kannst du mir evtl. einen Hersteller oder Modell empfehlen?

Danke!

Ich wüsste nicht, was ein Coax-Kabel als rückkanalfähig macht. Ich denke, dass du das passende Kabel schon im Baummarkt bekommst. Wichtig jedoch sind die Dosen! Wenn du dir unsicher bist, dann lege nur das Kabel und lass alles andere vom Techniker machen. Wie ich schon sagte, die MMD muss vom Techniker eingepegelt werden. Das kannst du eh nicht selbst machen und damit fallen eh Kosten an! Wenn du dir das nicht leisten kannst, dann lass besser die Leitung so, wie es ist! Ich verstehe nicht so recht, wo da das Problem ist
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon NEXO » 16.09.2014, 20:42

M@rtin hat geschrieben:Ich wüsste nicht, was ein Coax-Kabel als rückkanalfähig macht.

Unzureichend geschirmte Coax-Leitung hat zu große Störeinflüsse und/oder zu hohe Dämpfung im unteren Frequenzbereich des Rückkanals (5-65 MHz - im Gegensatz zu eingehenden 85-862 MHz bzw. 950-2150MHz bei Sat)

Wie schon gesagt, was man heute so bekommt, leistet das normalerweise.


Teilweise liegen auch irgendwelche Leitungen mit 50 oder 60 Ohm Impedanz, gerade in Altbauten hat man halt gern genommen, was grad da war.

Und die dritte Fehlerquelle wären T-Stücke oder Verteiler mit integrierten Frequenzweichen und/oder zu hoher Dämpfung im gewünschten Frequenzband. (selbst schon erlebt bei Erweiterung auf Sat - natürlich Unterputz-Abzweig)
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon towbsen » 18.09.2014, 12:35

Hallo,

um Euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln, warum ich die "oberirdische Leitung" weg haben will, habe ich 2 Fotos der Hauptleitung, die in der Wohnung ankommt, hochgeladen.

Bild

Bild

Da die Türrahmen und der Fußboden demnächst erneuert werden, sehe ich einfach die Gefahr, dass der ein oder andere Handwerker hier das Kabel zerstört. Da aber auch UP Dosen und Kabel vorhanden sind, würde ich gerne auf eigene Kosten diese wieder nutzen wollen. Das Problem ist einfach, dass die Anlage nicht rückkanalfähig ist. Deshalb meine Frage ob es einzig und allein am Kabel liegen kann? Der Verteiler im Keller ist 1a und scheint auch mit den anderen Parteien zu funktionieren. Gerne kann ich hier auch Fotos nachliefern. Ich will einfach die vorhandene Dose im Wohnzimmer und die Dose im Schlafzimmer wieder in Betrieb nehmen, ohne dass das Internet ausbleibt.

Danke Euch für Hilfe.
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon M@rtin » 18.09.2014, 12:45

Sorry, auch wenn wir uns wiederholen: wenn du nicht sicher bist, lass einen Techniker kommen! Die Foto zeigen zwar den optischen Misstand, aber das hilft hier nicht weiter!

Zweifelsfrei kann man nur sagen: leg ein Kabel direkt und ohne Abzweigung zu der Stelle hin, wo die MMD hin soll. Weitere Dosen sollten besser erst dahinter verzweigen!
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Re: Anschluss völlig verfummelt, Techniker streiken.

Beitragvon Bastler » 21.09.2014, 11:31

NEXO hat geschrieben:
M@rtin hat geschrieben:Ich wüsste nicht, was ein Coax-Kabel als rückkanalfähig macht.

Unzureichend geschirmte Coax-Leitung hat zu große Störeinflüsse und/oder zu hohe Dämpfung im unteren Frequenzbereich des Rückkanals (5-65 MHz - im Gegensatz zu eingehenden 85-862 MHz bzw. 950-2150MHz bei Sat)

Ein Koaxkabel hat naturgemäß in niedrigeren Frequenzbereichen immer eine geringere Dämpfung als auf hohen Frequenzen (der Aufbau des Koaxkabel ist nichts anderes als ein Tiefpass, dessen "Kondensator" nach Masse mit zunehmender Läge des Kabel größer wird). Deshalb kann es kein Koaxkabel geben, dass im Rückkanalbereich (Band I und drunter) eine höhere Dämpfung hat als auf Band V oder höher.
Das Kriterium, dass ein Koaxkabel "nicht rückkanaltauglich" macht, ist die von dir schon angesprochene Qualität der Abschirmung. Ansonsten ist dem Kabel die Signalrichtung natürlich herzlich egal.

Teilweise liegen auch irgendwelche Leitungen mit 50 oder 60 Ohm Impedanz, gerade in Altbauten hat man halt gern genommen, was grad da war.

50 Ohm-Leitungen sind mir in BK-Installationen noch nie begegnet, 60 Ohm-Kabel dagegen schon öfter. Das ist aber noch nicht mal so schlimm, dass sind 15 dB Fehlanpassung die kaum was ausmachen. Schlimmer ist, dass diese 60 Ohm-Kabel gleichzeitig in der Regel nur einfach geschirmt sind und auf > Band III zu stark dämpfen.

Und die dritte Fehlerquelle wären T-Stücke oder Verteiler mit integrierten Frequenzweichen und/oder zu hoher Dämpfung im gewünschten Frequenzband. (selbst schon erlebt bei Erweiterung auf Sat - natürlich Unterputz-Abzweig)

T-Stücke sind generell "übel", sobald diese nicht über Richtkoppler realisiert sind (z.B. durch Widerstände). Dann kommt es zu Fehlanpassungen (kann mit mit dem Riser Bond deutlich erkennen solche "Stoßstellen", wo die Impedanz deutlich abweicht, leider hat kaum Jemand der Techniker ein Riser Bond oder was vergleichbares dabei im normalen Install Geschäft...
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