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SBV5121E und Telefonverkabelung

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
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SBV5121E und Telefonverkabelung

Beitragvon YeOldHinnerk » 05.08.2014, 15:38

Hallo,

hier erstmal die Lage, bevor wir zu meinen Fragen kommen - und ich schicke schonmal eine Sorry voraus für unzureichendes Halbwissen meinerseits.
- Ich bin Unitymedia Kunde in NRW und habe ein Kabelmodem von Motorola SBV5121E, Tarif 2Play.
- Telefon und Internet funktioniert.
- Bin gerade umgezogen. In der neuen Wohnung habe ich Cat6-LAN in jedes Zimmer legen lassen. Vom Bauträger wurden auch noch TAE Dosen in jedem Zimmer eingebaut.
- Das Kabelmodem steht im Moment noch im Wohnzimmer, aber, so der Elektriker und sein Kalender es wollen, heute abend sollte es eine weitere Multimediadose in der Abstellkammer geben, in der auch mein kleines 6HE Rack steht, mit Switch und Co. und dann wandert das Kabelmodem natürlich ebenfalls dorthin.

So weit, so gut. Jetzt stellt sich mir aber die Frage, wie bekomme ich das Telefonsignal in die (oder wenigstens eins) Zimmer. Und falls die alle direkt miteinander verbunden sind, was bedeutet das?

Aber genauer:
- Ich würde gerne, so technisch möglich, das Telefonsignal des SBV5121E auf die Telefondosen legen. Geht das, oder passt da der Kabelstandard nicht zum Signal? Wie gesagt, hier beginnt "ungesundes Halbwissen" bei mir... Falls ja, kann ich das Signal einfach auf eine TAE Dosen legen? Was für ein Kabel benötige ich? Habe etwas von "amerikanischer Norm der Pin-Belegung" für den Western-Stecker gelesen - bei Amazon finde ich aber nur "Internationale Ausführung", "Telekom Ausführung" und noch andere, aber amerikanische Norm ist mir noch nicht untergekommen.

- Wenn das klappt und das Signal liegt dann auf den TAE Dosen in den Zimmern - kann ich mehrere Telefone anschliessen? Das ich dadurch natürlich keine zwei Leitungen habe, ist mir schon klar, aber das ich ggf. einfach von verschiedenen Stellen telefonieren kann?

- Falls das alles nicht klappt, kann man dann die Netzwerkdosen missbrauchen? Missbrauchen, weil ich die eigentlich nicht für das Telefon vorgesehen habe und es etwas schade fände, wenn gleich wieder alles voll belegt ist... aber bevor ich kein Telefonsignal aus der Abstellkammer heraus bekommen, ist man natürlich zu kompromissen bereit.

So, das wärs erstmal, ich denke die erste fachkundige Antwort wird weitere Fragen provozieren :)

Vielen Dank schonmal,

YeOldHinnerk
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Re: SBV5121E und Telefonverkabelung

Beitragvon Knifte » 05.08.2014, 16:29

Du wirst ja wahrscheinlich den einfachen "analogen" Anschluss bei deinem Kabelmodem haben, wo du dann einfach den RJ11 oder den TAE Stecker des Telefons direkt ins Modem stöpselst.

Wenn du in der Abstellkammer auch eine TAE-Dose bzw. Zugang zu den Kabeln derselben hast, dann kannst du das je nach Verkabelung natürlich auch entsprechend dort einspeisen. BEI einem normalen TAE-Stecker sind eigentlich nur 2 PINs belegt (und dabei ist die Polung meines Wissens auch noch relativ egal - sprich viel kann man da eigentlich nicht kaputt machen).

Wenn du und der Installateur dann alles richtig gemacht hat, dann solltest du auch an den verschiedenen Dosen verschiedene Telefone anschliessen können. Selbstverständlich funktioniert dann nur das Telefon, welches zuerst ein Gespräch beginnt. Alle anderen sollten dann tot sein, wenn alles richtig verkabelt ist.

Grundsätzlich kann man auch die Netzwerkdosen dazu gebrauchen, da du ja einfach pro Telefon 2 Kupferadern brauchst. Du brauchst dann halt ggf. einen RJ11 auf RJ45 oder einen TAE auf RJ45 Adapter.

Edit: Wenn dein Elektriker sowieso rum kommt, dann würd ich den doch eben fragen, ob der die das Telefonkabel eben basteln kann. Das sollten ja relative Standardteile sein und evtl. hat der nen Plan, wie das bei dir im Haus verteilt wird usw.
Viele Grüße

Knifte
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Re: SBV5121E und Telefonverkabelung

Beitragvon YeOldHinnerk » 05.08.2014, 16:43

Erstmal vielen Dank!

Die Crux liegt natürlich im Detail. Der Elektriker ist gerade dort, ich leider nicht. Und um es weiter zu verkomplizieren, derjenige, der die Leitungen gelegt hat, hat die Firma verlassen und wohl keine Dokumentation hinterlassen... was die Sache eben auch nicht einfacher macht. Außerdem zahle ich den Elektriker ja nach Zeit, da ist es schon gut, wenn ich micht vorher etwas schlau gemacht habe und mich nicht vor Ort an das Thema rantasten muss. Und schliesslich weiss der Elektriker ja auch nicht, was das Kabelmodem für eine Belegung hat - war zumindestens bisher mein Eindruck ;)

Aber gut, jetzt weiss ich schonmal, das es grundsätzlich funktionieren muss, der Rest muss jetzt Schritt für Schritt geklärt werden.

Danke!

YeOldHinnerk
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Re: SBV5121E und Telefonverkabelung

Beitragvon phoenixx4000 » 05.08.2014, 20:12

Knifte hat geschrieben:Wenn du und der Installateur dann alles richtig gemacht hat, dann solltest du auch an den verschiedenen Dosen verschiedene Telefone anschliessen können. Selbstverständlich funktioniert dann nur das Telefon, welches zuerst ein Gespräch beginnt. Alle anderen sollten dann tot sein, wenn alles richtig verkabelt ist.


Es tut mir Leid, Dir da wiedersprechen zu müssen, aber das, was Du da erzählst ist fachlich nicht korrekt.

Grundsätzlich kann man TAE Dosen zwar hintereinander schalten. (Ein über 1-2 raus über 5-6 und auf die nächste wieder mit 1-2 usw.)
Aber grundsätzlich hat immer das Telefon Vorrang, welches im Strang zuerst angeschlossen ist. also Modem-> TAE1 -> TAE2 -> TAE3 etc.
Bei dieser Schaltung schaltet aber ein Telefon, welches auf TAE1 angeschlossen ist alle nachgeschalteten Dosen aus, weil die Verbindung 1-6 und 2-5 durch einstecken des TAE-Steckers in die Dose mechanisch getrennt wird.
Das verhindert, das an einem Strang unzulässig viele Telefone betrieben werden und somit der Port an der Vermittlung durch zu hohe Leistungsaufnahme überlastet wird.
Ein Parallelschalten der Dosen 1-2 auf 1-2 zur nächsten Dose ist unzulässig, da zum einen Nebensprechen möglich ist, zum anderen bei zeitgleichem Abheben der Hörer an mehreren Geräten der Port am Modem überlastet werden könnte und zum anderen gegebenenfalls die Klingelspannung zusammenbricht, wenn zu viele passive Geräte gleichzeitig läuten müssen.

Wenn mehrere TAE-Dosen vorhanden sind und diese Sternförmig zum Abstellraum verdrahtet sind, dann empfiehlt sich eine analoge Telefonanlage (Bsp.: Telecom AMEX 401) welche ein Analoges Amt und 4 Analoge Nebenstellen besitzt. Somit könnten Wohnungsintern 4 TAE Dosen und damit 4 Telefone betrieben werden. Kostenfreie wohnungsinterne Gespräche, sowie das Vermitteln an einen anderen Wohnungsinternen Anschluss sind somit möglich. Nachteil ist aber das lediglich ein Amtsgespräch gleichzeitig geführt werden kann.
Sollte diese Ausführung reichen, dann findet man die AMEX 401 im Ebay für recht kleines Geld (ca. 5 bis 50,- €)
(Amex 601 6x Intern 1x Amt ab 90 Euro)

Abhilfe könnte hier eine ISDN_Telefonanlage schaffen (Bsp.: Eumex 310/312 oder vergleichbar) der eine FritzBox ab FBF7050 vorgeschaltet wird.
Die FritzBox wird legiglich als ISDN Adapter missbraucht. Der Amtsanschluss der FBF wird mittels TAE Adapter mit dem MTA verbunden. Die Telefonanlage kommt an den S0-Bus der Fritz. Wenn die FBF als IP-Client im Heimnetz betrieben wird hat man jetzt die Option über Sipgate zusätzliche VOIP Rufnummern zu buchen, über die man dann kostenfrei angerufen werden kann. Man erweitert seinen Analoganschluss somit auf ISDN.
Eumex 310/312 im Ebay für 60 - 120 Euro
FritzBox 7050 1-40 Euro


Gleiches kann man auch mit einer Auerswald 5020 VOIP oder 5040 VOIP mit entsprechender Konfiguration erreichen, wenn man die etwas kostspieligere Variante bevorzugt.

Auerswald 5020 ab ca. 300,- €
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Re: SBV5121E und Telefonverkabelung

Beitragvon koax » 06.08.2014, 07:06

Ich würde in Erwägung ziehen das Telefonsignal vom Modem in eine AMS einzuspeisen (die vorliegende TAE-Dose durch AMS ersetzen).
http://www.tocker.de/analoge-Telefone/ams/ams.html
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Re: SBV5121E und Telefonverkabelung

Beitragvon phoenixx4000 » 06.08.2014, 17:36

Automatische Telefonumschalter hatte ich bewusst nicht erwähnt, da sie zwar für 2 oder auch 4 Apparate verfügbar sind, mit ca. 25,- Euro für 2 Teilnehmer aber gegebenenfalls teurer sind als eine gebrauchte Amex 401 (bei Ebay) , welche zusätzlich auch noch Intern-Telefonie erlaubt.

Im Prinzip funktioniert der AMS wie eine Mini-Telefonanlage für 2 (oder 4 Teilnejmer) mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Vorteil dieser Variante ist, das der AMS seine Speisespannung vom Telefonanschluss erhält und nicht, wie eine Konventionelle Telefonanlage aus der Steckdose.

Nachteil kann bei der Verwendung eines UM Modems die Gesamtleistungsaufnahme aller angeschlossenen Geräte sein, welche (bei z.B. 4 angeschlossenen passiven Analogtelefonen) gegebenenfalls zur Überlastung des Anschlussports führen kann.
(Beim klingeln wollen schließlich alle Telefone genug Leistung haben um die Schelle zu betätigen.
(Bei telefonen mit externer Stromversorgung (DECT-Schnurlostelefonen) ist die Problematik nicht ganz so gravierend, da die erforderliche Klingelspannung gegebenenfalls über das angeschlossene Steckernetzteil des Telefons anliegt.

Wenn man nur 2 Telefone benutzen möchte kann man auch diese Variante wählen.

Es kommt ja immer darauf an, was nachher gewünscht wird.
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