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Vorratsdatenspeicherung bei UM?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon HappyTiger » 28.02.2008, 16:41

Hi Leute,

wollte mal von euch wissen, ob ihr bereits Informationen habt, wie es UM mit der VDS hält.
Habe selber erstmalig am 09.01.2008 und später noch öfters eine Anfrage per Kontaktformular versand, mit der Bitte um eine Info bezüglich der VDS. Bisher ohne Antwort :(
Habe dazu die Vorlage von hier genommen: https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de ... Ish.2FIesy

Die Angaben auf der Seite helfen leider auch nicht weiter. Evtl kann sich ja jemand von UM direkt dazu äußern. Vielen Dank schonmal.

mfg

PS: Suchfunktion lieferte leider keine Treffer
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon sauger345 » 03.03.2008, 20:03

ich wollte es nur mal so sagen:

diese datenspeicherung wird schon seit jahren vollzogen, und niemanden hats gestört.

die meisten wussten es.

Komischer weise stört es jetzt viele... mich störts nicht weil es keinen großen unterschied zu früher gibt

die polizei konnte immer schon sagen:

Leute guckt mal was der herr mustermann in den letzten monaten so gemach hat...

schwups schon waren alle verbindungsdaten da
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon HappyTiger » 03.03.2008, 20:24

Soweit ich richtig informiert bin, durften das die Pvoider bisher selber entschiden und das hatte sich seit dem 01.01.2008 geändert. Nun MÜSSEN (ab dem 01.01.2009 definitiv) bestimmte Daten speichern.

Es geht mir ja im Grunde ja auch nicht um das "ob" sondern um das "wie lange". Damals waren es nur sicherlich keine 6 Monate und nicht in dem Umfang wie es jetzt vorgeschrieben ist.
Gibt ja immernoch Provider, die nachdem eine Connection geschlossen wurde, alle betreffenden Daten löschen und mit aller Macht von der Übergangsfrist gebrauch machen wollen bzw. auf ein Urteil warten.

An dieser Stelle mal ein Hinweis auf eine wirklich interessante Doku mit dem Namen: "Kontrolle total". Lief vor einiger Zeit mal auf arte.
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon Dinniz » 03.03.2008, 21:18

lt den AGBs kannst du die Löschung verlangen wenn ichs richtig gelesen hab :D
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon HappyTiger » 03.03.2008, 21:38

Danke für den Hinweis!

Hatte mir die AGBs bei Vertragsabschluss zwar durchgelasen, wusste aber nicht mehr, dass dies dort verankert ist:

Der Kunde hat das Recht, eine vollständige Speicherung der Verbindungsdaten oder eine vollständige Löschung der Verbindungsdaten
nach Rechnungsversand zu verlangen. Sofern die Verbindungsdaten auf Wunsch des Kunden nicht gespeichert werden, ist der
Kabelnetzbetreiber von der Pflicht zur Vorlage dieser Daten zum Beweis der Richtigkeit der Entgeltrechnung befreit, wenn der
Kunde Einwendungen gegen die Rechungshöhe hat.

Quelle: http://blob.unitymedia.de/Download/BesG ... Hessen.pdf
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon ralfk » 04.03.2008, 11:43

sauger345 hat geschrieben:Komischer weise stört es jetzt viele... mich störts nicht weil es keinen großen unterschied zu früher gibt

Der Unterschied zu früher ist a) die Verpflichtung, b) die Erweiterung der Speicherzeit und c) die Erweiterung der Daten (z.B. Erfassung aller Emails, Erfassung des Orts). Das ist meines Erachtens gravierend, da eine Grenze überschritten ist, die dem Anhänger von Demokratie und Freiheit nicht egal sein sollte. Wenn man bisher ein gewisses Unrecht toleriert hat, heisst das lange nicht, dass man noch mehr Unrecht tolerieren muss. Widerstand ist nicht zwecklos, siehe aktuelle Meldung http://www.heise.de/newsticker/meldung/104439.

sauger345 hat geschrieben:die polizei konnte immer schon sagen:
Leute guckt mal was der herr mustermann in den letzten monaten so gemach hat...
schwups schon waren alle verbindungsdaten da


Wenn nach ein paar Wochen wirklich noch Daten zu Deinem Internet-Anschluss vorhanden waren, hat der Provider gegen geltendes Recht verstoßen. IP-Adressen durften bisher - wenn überhaupt ! - nur zu Abrechnungszwecken gespeichert werden. Bei UM wäre eigentlich wegen der Flatrate jedes Speichern untersagt gewesen (oder max. 1 Woche). Dass sich die wenigsten Provider daran gehalten haben, ist wohl richtig. Wie oben gesagt: Eine Grenze wurde überschritten, die nun auf Widerstand stößt. Richtig so.

Die Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig und muss gekippt werden.
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon Uncle_CM » 04.03.2008, 18:26

ralfk hat geschrieben:
sauger345 hat geschrieben:Komischer weise stört es jetzt viele... mich störts nicht weil es keinen großen unterschied zu früher gibt

Der Unterschied zu früher ist a) die Verpflichtung, b) die Erweiterung der Speicherzeit und c) die Erweiterung der Daten (z.B. Erfassung aller Emails, Erfassung des Orts). Das ist meines Erachtens gravierend, da eine Grenze überschritten ist, die dem Anhänger von Demokratie und Freiheit nicht egal sein sollte. Wenn man bisher ein gewisses Unrecht toleriert hat, heisst das lange nicht, dass man noch mehr Unrecht tolerieren muss. Widerstand ist nicht zwecklos, siehe aktuelle Meldung http://www.heise.de/newsticker/meldung/104439.

sauger345 hat geschrieben:die polizei konnte immer schon sagen:
Leute guckt mal was der herr mustermann in den letzten monaten so gemach hat...
schwups schon waren alle verbindungsdaten da


Wenn nach ein paar Wochen wirklich noch Daten zu Deinem Internet-Anschluss vorhanden waren, hat der Provider gegen geltendes Recht verstoßen. IP-Adressen durften bisher - wenn überhaupt ! - nur zu Abrechnungszwecken gespeichert werden. Bei UM wäre eigentlich wegen der Flatrate jedes Speichern untersagt gewesen (oder max. 1 Woche). Dass sich die wenigsten Provider daran gehalten haben, ist wohl richtig. Wie oben gesagt: Eine Grenze wurde überschritten, die nun auf Widerstand stößt. Richtig so.

Die Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig und muss gekippt werden.


Meine Meinung! Ich habe schon viele Presseerklärungen gelesen und gehört wo geschrieben wurde "Es wird nur die Dauer der Speicherung erhöt", aber das stimmt nicht! Wie oben schon geschrieben wurde wird nicht nur gespeichert wann man im internet war, sondern auch wer mit wem was geschrieben hat ... So werden zB alle Telefonate gespeichert ... egal ob es eine Telefonseelsorge oder die Nummer vom Psychiater ist ...
Ich war schon damals bei FFII.org aktiv und unterstütze stop1984.com , weil ich finde dass das Grundgesetz geschützt werden sollte!

“Artikel 10.1 Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.”


Und früher konnte die Polizei nciht einfach sagen "Leute guckt mal was der herr mustermann in den letzten monaten so gemach hat...", dazu Bedarf es meines Wissens immer noch einem gerichtlichen Beschluss, dass man sein Telefon und co anzapfen durfte ... Jetzt werden aber alle Menschen in Deutschland wie Kriminelle behandelt und den Spruch "Ich habe nichts zu verbergen" kann ich langsam auch nicht mehr hören ... Ich habe auch nichts zu verbergen, dass gibt aber niemanden das Recht in meiner Privatssphäre rumzuschnüffeln!

Und ich kann nicht verstehen, dass es Menschen in diesem Land gibt die sowas Beführworten ... :traurig:
Im Leben gibt es nur die Seite der Gewinner und die der Verlierer! Auf welcher Seite stehst du?
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon ralfk » 04.03.2008, 18:46

Vielleicht würden einige mehr aufwachen, wenn analog zur TK-Überwachung der Staat auch von den Postdienstleistern verlangen würde, die Anschrift- und Absenderadressen aller Briefe, Postkarten und Pakete der staatlichen Einsicht vorzuhalten. Ausserdem würde gespeichert, in welchem Briefkasten die Sendung eingeworfen wurde. Und es würden nur Briefe befördert, die eine gültige Absenderadresse haben (also nix mehr mit ohne Absender etwas verschicken !). Das hat der Staat aber bisher nicht gemacht, obwohl es der VDS gleichkommen würde. Warum wohl ? Weil sonst der normale Bürger auch langsam die Krise bekommen würde in diesem Land. Wenn ich schon von höchster Stelle (Hallo Angie !) höre "Es darf keine rechtsfreien Räume geben", dann frage ich mich, wann endlich der Aufenthalt in Parks, Cafes und Kinos erfasst wird. Denn da könnte man ja auch als Terrorist die nächste Straftat planen.
--
Ralf
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon Moses » 05.03.2008, 01:08

Uncle_CM hat geschrieben:
“Artikel 10.1 Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.”


Und früher konnte die Polizei nciht einfach sagen "Leute guckt mal was der herr mustermann in den letzten monaten so gemach hat...", dazu Bedarf es meines Wissens immer noch einem gerichtlichen Beschluss, dass man sein Telefon und co anzapfen durfte ... Jetzt werden aber alle Menschen in Deutschland wie Kriminelle behandelt und den Spruch "Ich habe nichts zu verbergen" kann ich langsam auch nicht mehr hören ... Ich habe auch nichts zu verbergen, dass gibt aber niemanden das Recht in meiner Privatssphäre rumzuschnüffeln!


Es gibt ja auch keinem das Recht in deiner Privatssphäre rumzuschnüffeln. Die Daten dürfen ja, wie besonders den aktiveren Leuten bei dem Thema, bekannt sein sollte, nur verwendet werden, wenn ein begründeter Verdacht (oder wie auch immer das jetzt genau hieß) vor liegt. Es wird also eben immer noch nicht "einfach so rumgeschnüffelt". Zumindest dann nicht, wenn alles mit rechten Dingen zu geht... ob das der Fall ist, wenn die einsame Sekretärin den charmanten Herrn doch so nett fand, dem sie einfach mal ein paar Daten geschickt hat (Herr und Dame sind meinetwegen austauschbar, man kann auch Männer leicht zu eigentlich unmöglichen Dingen überreden), darf dann jeder selber für sich entscheiden...

Mit einer vernünftigen Sicherung der Daten (insbesondere, dass eben nur ganz wenige, sehr sorgsam ausgewählte Personen überhaupt an die Daten kommen) und ordentlichen Umgang, könnte man sich schon vorstellen, dass so etwas sinnvoll zur Verbrechensbekämpfung beitragen kann und den normalen Bürger nicht einschränkt. Das ist nur leider in meinen Augen beim besten Willen nicht realisierbar (zumindest nicht für Kosten die die Regierung bereit ist zu zahlen), womit ich dann eher dafür wäre einfach mehr für Polizei und deren Schulung auszugeben...

ralfk hat geschrieben:Und es würden nur Briefe befördert, die eine gültige Absenderadresse haben (also nix mehr mit ohne Absender etwas verschicken !).


Ja, das sollte man für E-Mails wirklich mal einführen. Wenn die Voratsdatenspeicherung so etwas wirklich durchsetzen würde/wollte/könnte, würde ich sogar darüber nachdenken, ob ich dafür nicht doch meine Privatssphäre aufgeben möchte... so bleibt mir nur der tägliche Kampf um meinen E-Mail Eingang und das auch nach dem Gesetz zur Voratsdatenspeicherung *seufz*
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Re: Vorratsdatenspeicherung bei UM?

Beitragvon ralfk » 05.03.2008, 08:53

Moses hat geschrieben:
ralfk hat geschrieben:Und es würden nur Briefe befördert, die eine gültige Absenderadresse haben (also nix mehr mit ohne Absender etwas verschicken !).


Ja, das sollte man für E-Mails wirklich mal einführen. Wenn die Voratsdatenspeicherung so etwas wirklich durchsetzen würde/wollte/könnte, würde ich sogar darüber nachdenken, ob ich dafür nicht doch meine Privatssphäre aufgeben möchte... so bleibt mir nur der tägliche Kampf um meinen E-Mail Eingang und das auch nach dem Gesetz zur Voratsdatenspeicherung *seufz*

Das Verifizieren eines gültigen Email-Absenders wäre und ist heute schon mit Digitalen Signaturen möglich (S/MIME, PGP). Nur leider sind diese nicht ohne gewissen Aufwand nutzbar bzw. die Anwender (auch Firmen) kennen diese Methode nicht. Das oder andere Maßnahmen zur Vermeidung des in der Tat unsäglichen SPAM-Mülls müssten aber nicht zwangsläufig zur Verlust der Privatsphäre führen. Der Verlust der Privatspähre ensteht durch das verdachtlose Vorhalten der Daten über den eigentlichen Versand der Email hinaus, wer mit wem kommuniziert hat. Die Verifikation der Kommunikationspartner geht zum Zeitpunkt der Kommunikation nur die Kommunikatiosnpartner etwas an, nicht den Staat oder andere "Interessengruppen". Das ist so, als wenn Du Dich in der Bar mit Deinem Pass ausweist, damit der Barkeeper weiß, dass Du volljährig bist. Das muss noch lange nicht heißen, dass nun 6 Monate gespeichert wird, wann, wo und wieviel Bier Du getrunken hast.
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