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UM-Anschluss im Nachbarhaus - und nun?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

UM-Anschluss im Nachbarhaus - und nun?

Beitragvon Puschel85 » 08.04.2014, 10:01

Hallo zusammen,

ich möchte Internet und Telefon gerne via TV-Kabel abwickeln, da bei uns auch in absehbarer Zeit kein schnelles DSL verfügbar ist/wird. Ich bin Eigentümer einer Doppelhaushälfte eines alten Zechenhauses, dass ca. 1940 entstanden ist.

Der Kabelanschluss liegt beim Nachbarn. Von dort führt ein dickes, schwarzes Kabel rüber zu uns. Beim Nachbarn hängt ein Kasten mit Aufklebern von "TeleColumbus", den ich hier mal fotografiert habe:

https://www.dropbox.com/s/44y028a7idyq6 ... .22.25.jpg

Das schwarze Kabel, dass aus dem rechten "Ding" unten rausführt, geht zu uns.

Die Häuser wurden 2008 von einer großen Vermietungsgesellschaft in den Streubesitz verkauft. Sowohl wir als auch unsere Nachbarn haben zu dem Zeitpunkt gekauft. Seitens des Nachbarn existieren allerdings keinerlei Verträge mit Unitymedia oder TeleColumbus. Und (O-Ton) er will mit diesem Verein auch nichts mehr zu tun haben.

Jetzt meine Frage an Euch: Gibt es eine reelle Chance, dass ich Internet via Kabel nutzen kann, oder muss dazu "wer-weiß-was-alles" umgerüstet werden?

Vielen Dank schonmal!
Puschel85
Kabelneuling
 
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Re: UM-Anschluss im Nachbarhaus - und nun?

Beitragvon Bastler » 08.04.2014, 10:51

Die Frage ist, wo der eigentliche UM-Übergabepunkt ist (und ob es so einen überhaupt gibt, was aber im Ruhrgebiet, worum es vermutlich geht, recht wahrscheinlich ist).

Wenn der bei dir im Haus wäre, dann wäre alles kein Problem.
Gerade solche Zechensiedlungen sind aber oft als sogenannte Linienanlage verkabelt worden, sprich es gibt irgendwo einen ÜP, und von dort aus geht eine Versorgungslinie von Haus zu Haus und in den Häusern (nicht unbedingt jedem, aber in einigen) gibt es jeweils Hausverstärker die von der Linien gespeist werden.
In so einem Fall müssten alle Verstärker auf der Strecke vom ÜP zu dir getauscht werden und das "drumherum" entsprechend angepasst werden.
Hört sich meist nach größeren Umbauaktionen an, aber wenn man es genauer betrachtet sind in den meisten Anlagen nur 2 Verstärker auf dem Weg vom ÜP bis zu dir zu tauschen, auch wenn es diverse weitere Verstärker in der Anlage gibt, die aber nichts mit deinem Anschluss direkt zu tu haben.
Schlimmstenfalls gibt es noch mehrere Linienverstärker zu tauschen auf dem Weg zu dir, wenn du ganz am Ende so einer Anlage wohnst.
Ist aber eher selten, aber die meisten Techniker kriegen schon gleich Panik, wenn sie eine Anlage antreffen mit mehr als 2 Verstärkern...

Aber wie auch immer, das alles setzt voraus, dass man in fremden Häusern (da ja die Häuser alle verkauft wurden in deinem Fall) Verstärker tauschen und Betreiben darf.
Und danach sieht es ja nicht aus :traurig: .

Die Frage ist auch noch, ob die (ehemalige) Telekolumbus-Anlage überhqupt noch in Betrieb ist.
Es muss ja nur einer der neuen Hauseigentümer die Verkabelung oder den Verstärker in seinem Keller entfernt haben und schon geht nichts mehr.
Was sie ja sogar dürften, wenn sie weder mit UM noch mit TC irgendwelche Verträge abgeschlossen haben...

Normalerweise gibt es solche Linienanlagen gar nicht, wenn es sich um Privathäuser handelt die nichts miteinander zu tun haben, aber das Problem ist eben, wenn Wohnungsgesellschaften (welche ganz oft solche Linienanlagen nutzen) irhen Bestand an verschiedene Eigentümer verkaufen...
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