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Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses aus?

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Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses aus?

Beitragvon M@rtin » 29.07.2013, 15:19

Nach der Installation der des Kabelanschlusses durch den Service-Techniker, hatte dieser mir geraten, die Erde vom Haus auf die montierte Potentialschiene aufzulegen. Im Nachbar-Kellerraum tritt die Wasserleitung und die Erde ins Haus ein. Erde ist mit der Kupferleitung verbunden. Direkt dahinter verzweigt die Wasserleitung in die Garage, wo auch der Kabelanschluss sich befindet. Habe dort eine Erdungsklemme montiert und Potentialschiene über eine 4mm2-Leitung verbunden.

Das Problem ist nur, dass bei jedem Gewitter der letzten Tage die Fritzbox aussteigt und eine neue Verbindung hergestellt werden muss. Vor der Erdung war ebenfalls mal ein heftiges Gewitter, aber da passierte dies nicht. Daher frage ich mich, ob die Sicherheitsmaßnahme eine Verschlimmbesserung ist. Ist die Erdung, so wie ich sie gemacht habe, auch aus Sicht eines Elektrikers überhaupt korrekt. Ich habe vorläufig die Erde von der Potentialschine genommen.

Für Hinweis wäre ich dankbar!
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon Knifte » 29.07.2013, 16:01

Meines Erachtens ist die Erdung an Wasserrohren heutzutage nicht mehr erlaubt.

erdung der Kabelanlage ist aber Pflicht.

Bin aber nur Laie und kein Elektriker.
Viele Grüße

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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon robbe » 29.07.2013, 16:25

Also mal abgesehen davon das sich der Techniker um die Erdung zu kümmern hat, ist eine Erdung am Wasserrohr heute nicht mehr zulässig. Außer es handelt sich um eine Bestandserdung und es ist keine Potenzialausgleich vorhanden. Warum die Box bei Gewitter aussteigt, kann ich dir nicht sagen. Kann auch einfach sein das sich durch das Gewitter die Werte verändern und die Box deshalb offline geht.
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon M@rtin » 29.07.2013, 19:17

Wie ich oben aber deutlich schrieb, ist das Erdungsband mit der Hauptwasserleitung verbunden. So hat man das zumindest 1966 so gemacht. Ich nutze lediglich etwa 3 m Kupferwasserleitung von einem Raum in den anderen, um noch weitere Bohrungen durch die Wand zu sparen. Das Erdungsband um Fundament hab ich noch vor 4 Jahren bei Erdarbeiten im Vorgarten gesehen. Was soll daran nicht erlaubt sein? Verboten ist das nur, wenn kein Erdungsband mit der Leitung verbunden ist, denn durch das Verlegen von Kunststoffleitung in den Straßen wäre keine Erdung möglich, das ist schon klar!

Fakt ist, dass seitdem ich die Verbindung hergestellt habe, die FB bei JEDEM Gewitter hängt. Vorher und ohne die Erdung lief sie 6 Wochen am Stück trotz Gewitter.
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon Bastler » 29.07.2013, 19:21

Wenn die "Erde" (was genau meinst du damit, einen Band- /Stab- / Kreuzerder, oder einfach den PEN vom Hausanschlusskabsten?) mit dem Wasserrohr verbunden ist, dann ist das keine Erdung über das Wasserrohr, sondern das Wasserrohr ist nur (völlig korrekt) in die Erdung mit eingebunden.
In so einem Falle wäre der PA-Anschluss der Kabelanlage mit dem PEN in Hausanschlusskasten zu verbinden, oder besser, weil man den HAK nicht selbst öffnen darf, man schließt eine Potentalausgleischiene an die Verbindungsleitung zwischen HAK und Wasserrohr an, ohne dieses Kabel zu durchtrennen (also nur Isolierung abschälen) und verbindet damit den PA der Kabelanlage.

Das hätte aber alles der Techniker machen müssen!
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon M@rtin » 29.07.2013, 19:26

Bastler hat geschrieben:...
Das hätte aber alles der Techniker machen müssen!

Tja, hat er leider nicht. Er hatte mich nur darauf hingewiesen, dass "man" das noch machen könnte...
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon Bastler » 29.07.2013, 19:31

Machen "müsste" wäre korrekter.
Ausschließlich der Techniker ist für die Einhaltung der geltenden VDE-Vorschriften verantwortlich. War eigentlich schon immer so und galt auch bei UM, viele "Techniker" hat das aber bisher wenig interessiert.
Alle Techniker die weiterhin so arbeiten haben aber in Zukunft ein ganz gewaltiges Problem.

Ich habe gerade heute wieder zwei Anlagen nachträglich Erden müssen, wo die Techniker die (1,5 m entfernte) PA-Schiene nicht angeschlossen hatten bzw. den Verstärker unter einem Sicherungskasten montiert hatte - aber nicht geerdet hatte. Obwohl der Erdungsdraht des Sicherungskastens zum HAK direkt an der Kabelanlage vorbeiläuft...
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon Wetterauer64 » 01.08.2013, 21:28

Hallo, ich klinke mich mal hier ein. Bei mir wurde auch nicht vom Techniker geerdet. Ist mir jetzt wieder mal aufgefallen :wand: Besser ist das aber wohl?
Bei meiner Tochter letzte Woche das gleiche Szenario. Einem Elektriker, der wegen etwas anderem im Haus war, ist das aufgefallen und er hat das nachgeholt. Allerdings ist er dazu in eine Steckdose gegangen. Ist das ok so?
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon Bastler » 01.08.2013, 21:30

OK ist beides nicht (dass der Techniker nicht geerdet hat und dass der Elektriker an der Steckdose geerdet hat auch nicht).
Aber sagen wir es mal so: Das ist besser, als wenn die Anlage gar nicht geerdet wäre. VDE-mäßig ist es falsch, die Schutzfunktion ist aber genau so gegeben wie wenn korrekt geerdet wurde :zwinker: .
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Re: Kennt sich jemand mit der Erdung des Kabelanschlusses au

Beitragvon Wetterauer64 » 01.08.2013, 21:37

Danke dir. Bei mir wäre auch die Steckdose die nächste Möglichkeit. Meine Wasserleitungen haben im Keller auch Potentialausgleich, abeer Wasserrohre sind wohl nicht mehr zulässig? Also wenn ich richtig machen will: Kabel ziehen bis zur Potentialleiste im anderen Keller?
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