- Anzeige -

IPv6 via Cisco EPC3208G und Fritz!Box 7390

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: IPv6 via Cisco EPC3208G und Fritz!Box 7390

Beitragvon SpaceRat » 14.02.2014, 14:34

endelight hat geschrieben:Megahammer fand ich Spacerats "IPv6 Workshop", das am Rande.

Danke :)

endelight hat geschrieben:- Hilft es mir, wenn ich auf Telefonkomfort umsteige? Die 5 EUR / Monat (+30 EUR Aktivierung) würde ich in Kauf nehmen wegen der Fritte 6360.

Ja.
Das ist der einzige Router, mit dem sich derzeit IPv6-Freigaben sicher einrichten lassen.
Mit den Routern Cisco EPC3208G oder TC7200 würde es zwar theoretisch auch gehen, aber nicht sicher.

"Nicht sicher" heißt in diesem Zusammenhang, daß Du Dein gesamtes Heimnetz aufreißen müßtest, sobald Du auch nur einen einzigen Port von außen erreichbar machen willst.

Mittels der Fritz!Box könntest Du über IPv6 einzelne Ports auf einzelnen Geräten genauso sicher freigeben wie sonst auch per IPv4.

Die Einschränkung ist diese:
Prinzipiell ist auf Deiner Seite mit einer solchen IPv6-Freigabe bereits alles getan, um ein Gerät von außen erreichen zu können. Jeder IPv6-taugliche Anschluß auf der Welt kann eine solche Freigabe erreichen.
Leider haben aber immer noch nicht alle Anschlüsse auch IPv6. Hat ein Anschluß kein IPv6, dann kann er Deine Freigabe auch nicht erreichen.

Für die Beseitigung dieser Einschränkung gibt es drei Lösungen:
  • Die zugreifenden Anschlüsse IPv6-tauglich machen.
    Bei einem stationären Anschluß mit anständigem Router, z.B. einem DSL-Anschluß oder einem Unitymedia/KabelBW-Altanschluß ist das pipi-einfach und die beste Lösung, da damit wirklich die Ursache des Problems gelöst wird, nämlich das fehlende IPv6 am zugreifenden Anschluß.
    Wenn es also um eine überschaubare Anzahl von Fremdanschlüssen geht, z.B. bei den Eltern zuhause, bei Freunden und Verwandten, etc., dann würde ich diese Lösung empfehlen, die ich hier im Workshop erklärt habe.

    Dieser Weg funktioniert auch gut an Mobilfunkzugängen mit einem Androiden, wie ich hier erklärt habe.

    Diese Lösung ist hingegen nicht anwendbar auf Apple-Notsosmartphones, Windows-Notsosmartphones und am Arbeitsplatz, wo die IT-Abteilung die fehlende IPv6-Unterstützung bereitstellen müßte.
    Ob man am Arbeitsplatz eventuell schon IPv6 hat, kann man ganz einfach testen, indem man mal auf diese und/oder diese Seite surft. Wenn auf der ersten die Schildkröte zappelt, dann hat man IPv6, bei der zweiten wird ein deutlich umfassenderer Test durchgeführt, welcher im Idealfall 10/10 Punkten ergibt.
  • Port-Proxies als Vermittler zwischen IPv4 und IPv6.
    Es wird, neben zugreifendem Rechner und dem Gerät in Deinem Netz auf das zugegriffen werden soll, noch ein dritter Rechner mit ins Boot genommen. Dieser muß IPv4 und IPv6 können - es reicht dabei auch völlig, wenn IPv6 dort wie beim ersten Lösungsansatz implementiert wurde - und wird über ein kleines Tool instruiert, Anfragen per IPv4 anzunehmen und diese dann per IPv6 an Dein Gerät zuhause (Also Dein NAS) weiterzuleiten.
    Man kann diese Port-Proxies sogar kostenlos und selber einrichten, z.B. auf einer gefreezten Fritz!Box eines Bekannten, dessen NAS, Raspberry Pi, Enigma-Receivers, durchlaufenem Rechner oder einem *-WRT-Router, es gibt aber auch Anbieter, wo man sich solche Port-Proxies mieten kann, z.B. (http://feste-ip.net.

    Dieser Weg ist immer noch verhältnismäßig einfach zu gehen und stellt keinerlei Ansprüche an den zugreifenden Rechner, da dieser Dein NAS wie gewohnt über nacktes IPv4 erreichen kann. Es kostet halt nur eben Geld.
  • Ein IPv4-Tunnel (VPN) in Deinem Netzwerk
    Dieser Weg ist genau das Gegenteil des ersten:
    Statt das zugreifende Netz auf IPv6 bzw. Dual-Stack aufzurüsten, richtest Du innerhalb Deines Netzwerkes einen Tunnel ein, über den Du wieder eine öffentliche IPv4-Adresse bekommst, stellst also die Abwärtskompatibilität zu IPv4 wieder her.
    Da Du eine Fritz!Box 63x0 nicht modifizieren kannst, mußt Du diesen Tunnel allerdings auf einem anderen Gerät aufbauen (Es kommen dieselben in Frage wie für den Port-Proxy).
    Dieser Weg ist allerdings extrem steinig, denn IPv4-Portweiterleitungen wären danach auf Deinem Tunnel-Endpunkt (Also z.B. dem NAS) und nicht in der Fritz!Box einzurichten, jegliches Routing für diese IPv4 mußt Du manuell einstellen und die Absicherung des Tunnels durch eine Firewall liegt ebenfalls in Deiner Verantwortung.
    Den Tunnel bzw. das VPN an sich hat man schnell eingerichtet, aber da man VPNs normalerweise eben zwischen zwei abgeschlossenen und vertrauenswürdigen Netzen einrichtet und nicht zwischen dem eigenen Heimnetz und dem Internet sind in VPN-Standard-Konfigurationen keinerlei Sicherheitsmaßnahmen vorkonfiguriert.

    Außerdem kosten auch diese Tunnel Geld.

    Prinzipiell also ein hypscher Gedanke, da auch dieser Weg an den zugreifenden Client bzw. dessen Netz keine Anforderungen stellt und darüber hinaus Deinem Netzwerk - richtige Konfiguration vorausgesetzt - auch wieder die volle IPv4-Konnektivität verleihen würde, aber auch wenig einsteigerfreundlich. Außerdem verursacht es natürlich laufende Kosten.

endelight hat geschrieben:- Wird der Cisco wieder von Unitymedia zurück genommen?

Ja.

endelight hat geschrieben:- Was mache ich mit meiner heißgeliebten Fritte 7390?

Dir überlassen.
Du kannst sie zum WLAN-Access-Point und Switch degradiert weiter im Netzwerk werkeln lassen, Du kannst sie zusätzlich auch freetzen und dadurch OpenVPN draufpacken, um damit VPN-Verbindungen aufzubauen (OpenVPN kann im Gegensatz zu AVMs VPN IPv6), ...
Genauso kannst Du sie verkaufen ...
Du kannst sie auch einfach aufheben und darauf hoffen, daß AVM die Prefix Delegation im 6360 repariert (Prinzipiell funktioniert sie, allerdings ist für den nachgeschalteten Router - das wäre z.B. Deine Fritz!Box 7390 - alles dicht), ...

endelight hat geschrieben:- Kann ich die Fritte 6360 als Bridge betreiben?

Du kannst es versuchen.
Das hat bei manchen hier im Forum geklappt, aber bei den wenigsten auf Dauer.
Realistischer ist da schon die Hoffnung, daß AVM in einer 6360-Firmware >06.04 die o.g. Prefix Delegation fixed, an einem DS-lite-Anschluß liefe das im Endeffekt auf das selbe hinaus wie eine Bridge.
Benutzeravatar
SpaceRat
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 2614
Registriert: 08.05.2010, 01:30
Wohnort: Kreis Aachen

Re: IPv6 via Cisco EPC3208G und Fritz!Box 7390

Beitragvon endelight » 16.02.2014, 12:59

Vielen lieben Dank, SpaceRat... Habe wieder dazu gerlernt :super: Ich werde dann wohl, den Weg mit der Fritte 6360 aus dem Telefonkomfort-Angebot versuchen.

Eine Frage habe ich noch:

Ich verwende VOIP über dus.net und sipgate. Mit Telefonkomfort und der 6360 bin ich aber nicht auf einen VOIP-Anschluss von Unitymedia festgenagelt oder? Habe es heute morgen, von solchen Fällen bei Kabel-BW Kunden gelesen. Zu Unitymedia habe ich unterschiedliche Aussagen gefunden (auf die Schnelle). Falls es nicht geht, kann ich ja immer noch meine 7390 dahinter schließen...

Euch einen schönen Sonntag :pcfreak:
endelight
Kabelneuling
 
Beiträge: 3
Registriert: 13.02.2014, 09:23

Re: IPv6 via Cisco EPC3208G und Fritz!Box 7390

Beitragvon SpaceRat » 16.02.2014, 13:11

endelight hat geschrieben:Vielen lieben Dank, SpaceRat... Habe wieder dazu gerlernt :super: Ich werde dann wohl, den Weg mit der Fritte 6360 aus dem Telefonkomfort-Angebot versuchen.

Ach ja, fast vergessen:

Eine Alternative hierzu soll nicht verschwiegen werden: Ein Business-Anschluß.

Der höhere Preis wird teilweise dadurch wieder kompensiert, daß "Telefon Komfort" (Bei Business sogar mit bis zu 10 Rufnummern) und "SPAR mobil" bereits inklusive sind. Bei den Business-Anschlüssel kriegt man auch noch eine IPv4-Adresse, auf Wunsch sogar statisch. Für IPv6 kann problemlos ein kostenloser Tunnel (SixXS, Hurricane Electric, ...) eingerichtet werden, so daß man vollwertigen "Dual Stack"-Betrieb hätte.
Bei einem Business-Anschluß mit statischer IPv4-Adresse könntest Du dann auch Deine 7390 wieder komplett nutzen, denn dann wird einer der LAN-Ports der 6360 zum Bridge-Port.

Was bleibt, sind die hohen Einrichtungsgebühren.

Für und wider statische IPv4 (Die "Snake Oil"-Argumente mal außen vor gelassen):
Du müßtest Du bei One-Click-Hostern wirklich warten. Es ist nicht möglich, sich durch Reconnect eine neue IP zu beschaffen.
Dafür entfällt das Gehampel mit DynDNS-Updates, da sich Deine IPv4-Adresse über die gesamte Vertragslaufzeit nie ändern wird.
Benutzeravatar
SpaceRat
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 2614
Registriert: 08.05.2010, 01:30
Wohnort: Kreis Aachen

Re: IPv6 via Cisco EPC3208G und Fritz!Box 7390

Beitragvon CapFloor » 16.02.2014, 21:52

SpaceRat hat geschrieben:Was bleibt, sind die hohen Einrichtungsgebühren.

Nicht unbedingt: Ich habe gerade von Privat auf Business umgesattelt und musste keine Einrichtungsgebühr zahlen. Da die Fritzbox von einem Techniker vorbei gebracht wurde, entfallen auch die Versandkosten.

Der Business-Tarif ist der verbliebene und leider aktuell auch einzige Weg bei UM, auf Basis einer uneingeschränkten IPv4 Konnektivität IPv6 auszuprobieren und - alle - Home-Geräte von außen erreichbar zu machen, wenn es technisch möglich ist und man es denn will. Obwohl es fast immer eine Möglichkeit gibt, pure IPv6 Konnektivität zwischen allen möglichen Geräten herzustellen: Es kann schon sehr mühsam sein, wenn die Geräte IPv6 nicht (nativ) unterstützt - oder eventuell ganz unmöglich, wenn man selbst keinen Zugriff auf die Geräte-Konfiguration hat.

Ich bevorzuge auch heute noch eine bewährte IPv4 Umgebung, in der ich (ohne Zwang und etwaige Einschränkungen) per DualStack mit IPv6 experimentieren und lernen kann. Natürlich wäre es mir aus Kostengründen lieber, dies auch weiterhin mit den Privat-Tarifen von UM umzusetzen...Früher war eben doch - manches - besser. :heul:

UM hätte auch von sich aus DualStack Zugänge anbieten können - ja, aber man muss letztendlich akzeptieren, dass DSLite die Realität bei UM ist. Dass von UM darüberhinaus auch die IPv6 Konnektivität durch den unsäglichen Standard-Router TC7200 eingeschränkt wird, ist allerdings nicht nachzuvollziehen :hirnbump:. Ich bin dem "entflohen" mit Buchung eines Business-Tarifs. :super:
Bild
CapFloor
erfahrener Kabelkunde
 
Beiträge: 52
Registriert: 15.09.2011, 18:44

Re: IPv6 via Cisco EPC3208G und Fritz!Box 7390

Beitragvon SpaceRat » 17.02.2014, 16:22

CapFloor hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Was bleibt, sind die hohen Einrichtungsgebühren.

Nicht unbedingt: Ich habe gerade von Privat auf Business umgesattelt und musste keine Einrichtungsgebühr zahlen. Da die Fritzbox von einem Techniker vorbei gebracht wurde, entfallen auch die Versandkosten.

Dann ist es natürlich umso interessanter.

CapFloor hat geschrieben:Ich bevorzuge auch heute noch eine bewährte IPv4 Umgebung, in der ich (ohne Zwang und etwaige Einschränkungen) per DualStack mit IPv6 experimentieren und lernen kann.

Da brauchen wir uns nicht drüber zu streiten ... vollwertiger Dual Stack, selbst wenn dann das IPv6 per Tunnel kommt, ist natürlich besser als DS-lite.

CapFloor hat geschrieben:UM hätte auch von sich aus DualStack Zugänge anbieten können

... das aber in der Vergangenheit.
Und diesen Vorwurf muß man letztlich allen Anbietern machen.

CapFloor hat geschrieben:Dass von UM darüberhinaus auch die IPv6 Konnektivität durch den unsäglichen Standard-Router TC7200 eingeschränkt wird, ist allerdings nicht nachzuvollziehen :hirnbump:.

In der Tat.
Zumindest die Fritz!Box 6320 hätte man den Kunden lassen können. Oder auch einfach nur den Bridge-Modus erlauben ...

CapFloor hat geschrieben:Ich bin dem "entflohen" mit Buchung eines Business-Tarifs. :super:

Momentan vermutlich die beste Wahl, zudem es bei 50/5 auch nicht wirklich teurer ist.
Ab 100/7,5 wird's dann aber langsam uninteressant teuer.

Die günstigeren Alternativen stehen allerdings auch eher selten zur Verfügung.
Was nutzt Telekom VDSL50/10 für 40 EUR oder Telekom Fiber 100 für 50 EUR, wenn man es eh nicht kriegen kann?

Und NetAachen will mir ja auch kein
- Internet-Flat (24,90 €) + Feste IP (4,90 €, wegen Vermeidung der 12h-Zwangstrennung notwendig) + Bandbreite 100.000 (15,00 €)
also ingesamt 44,80 EUR/mtl.
schalten, sondern besteht auf einem völlig anderen Paket für 58,80 EUR/mtl.
Benutzeravatar
SpaceRat
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 2614
Registriert: 08.05.2010, 01:30
Wohnort: Kreis Aachen

Vorherige

Zurück zu Internet und Telefon über das TV-Kabelnetz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 53 Gäste