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Kleiner IPv6-Workshop

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon juliant » 25.08.2013, 18:41

Hallo erstmal,

anscheinend ist das gesamte Thema für mich zu hoch^^

Jetzt mal der Reihe nach,

also ich bei test-ipv6.com den IP-Test gemacht. Folgendes ist hierbei rausgekommen:
Bild

Ebenfalls habe ich einen Kollegen gefragt, der ebenfalls UM 50000 mit DS-Lite hat, kommt bei eingabe der IPv6-Adresse ohne Probleme auf den Raspberry.

Nun habe ich es mit Firefox, chrome und Opera versucht, per MyFritz!-Dienst direkt auf den Router zu gelangen. Kurz zu den Ergebnissen:
Mit allen Drei Browsern komme ich bei http://x8...1pwdvcf.myfritz.net/ direkt auf die FritzBox.

Nun möchte ich einmal kurz erklären, wie ich vorgegangen bin, um eventuelle Fehler bei der Einrichtung auszuschließen:
1. Heimnetz / Netzwerk den Raspberry bearbeitet und unter Namen server eingetragen.
2. Häckchen bei "Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen" gesetzt.
3. Internet / Freigaben / Fritz!Box-Dienste "Internetzugriff auf die .... über HTTPS aktiviert" aktiviert
4. MyFritz! / My-Fritz!-Freigaben / Neue MyFritz!Freigabe
5. Netzwerkgerät "server", Anwendung "http-Server", "ok"

Wenn ich jetzt die http://server.x8...1pwdvcf.myfritz.net aufrufe, bekomme ich sofort einen Fehler....

Habe ich jetzt im ganzen Freigabeprozess etwas falsch gemacht?

Grüße
Julian


edit:
jetzt bin ich gerade mal auf die Idee gekommen, mal die myfritz.net über mein Handy aufzurufen. Bis zur anmeldeseite komme ich, nach eingabe der benutzerdaten kommt server nicht erreichbar. Wie ist es denn mit der DNS-Adresse, ist diese dann IPv6 oder auch v4? Wenn diese v6 ist, ist auch klar, warum ich mit dem Handy nicht zugreifen kann....
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 25.08.2013, 19:28

juliant hat geschrieben:also ich bei test-ipv6.com den IP-Test gemacht. Folgendes ist hierbei rausgekommen:

Hinweis: Da "Deine" IPv4 eh nicht zu Deinem Rechner führt, kannst Du Dir das Schwärzen dort sparen.

juliant hat geschrieben:Ebenfalls habe ich einen Kollegen gefragt, der ebenfalls UM 50000 mit DS-Lite hat, kommt bei eingabe der IPv6-Adresse ohne Probleme auf den Raspberry.

Auf Deinen?

juliant hat geschrieben:Nun habe ich es mit Firefox, chrome und Opera versucht, per MyFritz!-Dienst direkt auf den Router zu gelangen. Kurz zu den Ergebnissen:
Mit allen Drei Browsern komme ich bei http://x8...1pwdvcf.myfritz.net/ direkt auf die FritzBox.

Von innerhalb oder von außen?

juliant hat geschrieben:Nun möchte ich einmal kurz erklären, wie ich vorgegangen bin, um eventuelle Fehler bei der Einrichtung auszuschließen:
1. Heimnetz / Netzwerk den Raspberry bearbeitet und unter Namen server eingetragen.
2. Häckchen bei "Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen" gesetzt.
3. Internet / Freigaben / Fritz!Box-Dienste "Internetzugriff auf die .... über HTTPS aktiviert" aktiviert
4. MyFritz! / My-Fritz!-Freigaben / Neue MyFritz!Freigabe
5. Netzwerkgerät "server", Anwendung "http-Server", "ok"

Klingt soweit alles ok.

juliant hat geschrieben:Wenn ich jetzt die http://server.x8...1pwdvcf.myfritz.net aufrufe, bekomme ich sofort einen Fehler....

Läuft denn auf dem Raspberry überhaupt ein Webserver?
Freigegeben hast Du übrigens laut obiger Auflistung HTTPS / 443, also müßtest Du schon mit
https://server.x8...1pwdvcf.myfritz.net
testen.
Aber auch das geht natürlich nur, wenn auf dem Raspberry ein entsprechender Server auf Port 443 lauscht ...
Die Freigaben auf irgendwelche anderen Dienste/Ports müsstest Du erst noch unter IPv6-Freigaben ZU DER VORHANDENEN MyFRITZ!-Freigabe hinzufügen. Dabei keinesfalls irgendwas anderes an der Freigabe ändern. Dabei geht sie kaputt ... Nur Ports zufügen und/oder PING6 erlauben/verbieten.

juliant hat geschrieben:Habe ich jetzt im ganzen Freigabeprozess etwas falsch gemacht?

Der Beschreibung nach nicht.

juliant hat geschrieben:jetzt bin ich gerade mal auf die Idee gekommen, mal die myfritz.net über mein Handy aufzurufen. Bis zur anmeldeseite komme ich, nach eingabe der benutzerdaten kommt server nicht erreichbar. Wie ist es denn mit der DNS-Adresse, ist diese dann IPv6 oder auch v4? Wenn diese v6 ist, ist auch klar, warum ich mit dem Handy nicht zugreifen kann....

Natürlich ist die IPv6, Deine IPv4 ist für Zugriffe von außen ja nicht brauchbar und das weiß die Fritz!Box ...
Deshalb kann x8...1pwdvcf.myfritz.net auch nur auf eine IPv6 aufgelöst werden und natürlich auch nur von IPv6-tauglichen Rechnern/Anschlüssen aus aufgerufen werden.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon juliant » 31.08.2013, 17:43

SpaceRat hat geschrieben:
juliant hat geschrieben:Ebenfalls habe ich einen Kollegen gefragt, der ebenfalls UM 50000 mit DS-Lite hat, kommt bei eingabe der IPv6-Adresse ohne Probleme auf den Raspberry.

Auf Deinen?

ja auf meinen Webserver.

SpaceRat hat geschrieben:
juliant hat geschrieben:Nun habe ich es mit Firefox, chrome und Opera versucht, per MyFritz!-Dienst direkt auf den Router zu gelangen. Kurz zu den Ergebnissen:
Mit allen Drei Browsern komme ich bei http://x8...1pwdvcf.myfritz.net/ direkt auf die FritzBox.

Von innerhalb oder von außen?

ich komme aktuell von Innen auf diese adresse. Mein Kollege kommt (von aussen) mit dieser Eingabe ebenfalls auf die FB.

SpaceRat hat geschrieben:Läuft denn auf dem Raspberry überhaupt ein Webserver?

Ja klar, es hat ja vor der Umstellung funktioniert.

SpaceRat hat geschrieben:Freigegeben hast Du übrigens laut obiger Auflistung HTTPS / 443, also müßtest Du schon mit
https://server.x8...1pwdvcf.myfritz.net
testen.
Aber auch das geht natürlich nur, wenn auf dem Raspberry ein entsprechender Server auf Port 443 lauscht ...
Die Freigaben auf irgendwelche anderen Dienste/Ports müsstest Du erst noch unter IPv6-Freigaben ZU DER VORHANDENEN MyFRITZ!-Freigabe hinzufügen. Dabei keinesfalls irgendwas anderes an der Freigabe ändern. Dabei geht sie kaputt ... Nur Ports zufügen und/oder PING6 erlauben/verbieten.

Der Server lauscht auch auf 443/https. Intern kann ich ihn über beide Ports (443/80) erreichen.

Nun ist mir etwas in der gesamten Freigabe aufgefallen. Es wird ja automatisch eine IPv6 Freigabe eingerichtet, wenn eine MyFritz-Freigabe eingerichtet wird. Nun steht dort die Bezeichnung aber bei der Freigabe keine ID-Interface. Wenn ich manuell eine IP-v6 Freigabe einrichten möchte, kann ich nur manuel die ID-Interface eintragen. Ich habe nun zum Test dort mal die letzten 4 Blöcke der v6 Adresse eingetragen. Nur ist es so, dass dieses nichts bringt.

Grüße
Julian
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 31.08.2013, 19:47

juliant hat geschrieben:Nun ist mir etwas in der gesamten Freigabe aufgefallen. Es wird ja automatisch eine IPv6 Freigabe eingerichtet, wenn eine MyFritz-Freigabe eingerichtet wird. Nun steht dort die Bezeichnung aber bei der Freigabe keine ID-Interface. Wenn ich manuell eine IP-v6 Freigabe einrichten möchte, kann ich nur manuel die ID-Interface eintragen. Ich habe nun zum Test dort mal die letzten 4 Blöcke der v6 Adresse eingetragen. Nur ist es so, dass dieses nichts bringt.

Hm.

Was hast Du denn auf dem RaspberryPi unter
net.ipv6.conf.all.use_tempaddr
eingestellt?
Das ist ein sysctl-Wert, der wird je nach Distribution unterschiedlich umgestellt.
Oft kann er mit
sysctl net.ipv6.conf.all.use_tempaddr
angezeigt werden und gelegentlich auch einfach mit
sysctl -w net.ipv6.conf.all.use_tempaddr=0
eingestellt werden, hier auf 0.

Den Wert gibt es auch noch als "default", also
net.ipv6.conf.default.use_tempaddr
und für jedes Interface einzeln, für das erste LAN-Interface also
net.ipv6.conf.eth0.use_tempaddr

Mögliche Werte:
0 = Standardmäßige SLAAC mit EUI64-Adresse, also MAC, aufgefüllt mit FF:FE in der Mitte und 7. Bit gekippt.
1 = Wie 0, zusätzlich eine Adresse mit zufällig generiertem Host-Teil (Standardverhalten in Windows, naja, fast)
2 = Nur zufällig generierter Host-Teil

2 kann sich offensichtlich nicht für den Serverbetrieb eignen, da die IPv6 ständig (Alle paar Minuten) wechseln würde. Die gewürfelten IPs sind auch erkennbar, so daß das eine Erklärung dafür wäre, daß die Fritz!Box sie nicht als Interface-ID für die Freigabe nutzt.
Am problemlosesten ist 0, also eine fix auf der Hardware-Adresse basierende Adresse.
1 könnte (sollte) funktionieren, für den Serverbetrieb muß dabei natürlich die unveränderliche Interface-ID verwendet werden.

U.U. ebenfalls relevant:
net.ipv6.conf.all.autoconf (Soll: 1)
net.ipv6.conf.all.accept_ra (Soll: 1)
net.ipv6.conf.all.forwarding (Soll: 0, auf Routern: 1)
net.ipv6.conf.all.disable_ipv6 (Soll: 0, zumindest für die zu verwendenden Interfaces :) )
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon M3di » 23.09.2013, 11:58

Hallo erstmal und ein Dankeschön an SpaceRat für seine höchst hilfreichen Beiträge zu IPv6 und drumherum :smile:

Nun habe ich aber eine vermutlich schon häufig gestellte, aber aus meinem Gesichtspunkt nie wirklich komplett beantwortete Frage.
Damit diese leichter zu beantworten ist, versuche ich sie so konkret und genau wie möglich zu formulieren:
Bin seit Donnerstag letzter Woche bei Unitymedia. 2Play 100 über (wie könnte es anders sein) DS-Lite mit dem TC7200 (habe den in den Addressbereich der F!B verschoben: 192.168.178.2).
Dahinter habe ich als WLAN Access Point meine Fritz!Box 7270 geschaltet (192.168.178.1).
Nun meine Frage: Ich benötige Port Forwarding, bin aber offen gegenüber der "neuen" IPv6 Regelung, die mir aufgedrückt wurde...

Was kann/muss ich tun, damit Steam, Origin, UPlay, TS3, Tunngle und Co. einwandfrei funktionieren und ich als Host in Spielen dienen kann?

Damals auf der Fritze ging das mit Port Forwarding super einfach - bei IPv6 theoretisch überflüssig; im Zusammenspiel mit IPv4 aber ne Katastrophe...

Ich hoffe, da gibt es eine Lösung, die kein VPN Tunnel erfordert und nicht das Kündigen des Vertrages in Betracht zieht, da bei letzterem die Alternative ein nicht vor 2018 ausgebautes DSL Netz mit maximal 6000er Bandbreite ist.

Danke und schöne Grüße.
Zuletzt geändert von M3di am 23.09.2013, 13:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon Knifte » 23.09.2013, 12:51

Das wird so einfach nicht funktionieren. Die ganzen von dir aufgezählten Anwendungen laufen meines Erachtens überwiegend über IPv4 und benötigen somit einen freien Port, der per IPv4 erreichbar ist. Das wird aber ohne einen Tunnel o.ä. meines Erachtens nicht funktionieren, da dein Internetanschluss von aussen nicht über IPv4 erreichbar ist. An dieser Stelle muss also irgendwas einsetzen, was den eingehenden IPv4-Traffic in IPv6 umwandelt, damit der Traffic überhaupt bis zu dir kommt und nicht schon am AFTR hängen bleibt (denn weiter als bis da kommen einehende IPv4-Pakete nicht mehr).

Zumindest habe ich das bisher so verstanden. Aber SpaceRat kann dir da sicherlich eine viel bessere Antwort geben, auch wenn ich befürchte, dass die im Endeffekt mehr oder weniger das gleiche Ergebnis haben dürfte.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon M3di » 23.09.2013, 13:37

Genau soweit war ich ja auch. Ich teile mir ja dank der getunnelten Adresse "meine" IPv4 mit vielen anderen, nur damit ich IPv4 noch nutzen kann; dass ich eventuell selber für andere IPv4'er erreichbar sein möchte (z.B. mein NAS über VPN von meinem Android Handy / beim selbst-gehostetem TS3 Server / oder schlussendlich auch mal beim porthungrigen CoD: MW2 den Host spielen, wo man bei nicht allen freigegebenen Ports direkt mit dem roten Schriftzug "NAT: strikt" bestraft wird und somit die meist cleveren oder glücklichen Leute, die was von Portfreigaben verstehen, jedoch eine langsame Verbindung haben, als Host vorgesehen werden und alle darunter zu leiden haben) interessiert dabei wenig oder wie?

Ich habe noch irgendwo die Hoffnung, dass die mich auf komplettes Dual Stack umstellen. Reines IPv4 brauche und verlange ich ja nicht.

So habe ich, wie einer schonmal gesagt hatte, ein geiles Auto ohne Schlüssel. Sieht toll aus, ist bestimmt auch schnell und auch gemütlich zum Sitzen.
Aber von a nach b komme ich damit nicht...

Ich behaupte einfach mal frech, dass 85-90% der User bei Unitymedia nichtmal wissen, was Portfreigaben überhaupt sind; geschweige denn, dass sie sie benötigen. Sollen die von Unitymedia aus Kundenfreundlichkeit doch denen schonmal einen Umstieg auf DS-Lite anbieten und für Kunden, die IPv4 brauchen, die freigewordenen Adressen verwenden...

So komme ich jedenfalls nicht weiter. :wand:
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon Knifte » 23.09.2013, 17:51

Vollwertiges Dual Stack wird man dir leider nicht anbieten, denke ich. Dann bräuchtest du ja auch mindestens 1 IPv4-Adresse, die ja bei UM leider knapp sind, weswegen ja DS-lite eigeführt wurde um IPv4-Adressen zu sparen bzw. mit dem knappen Bestand an noch vorhandenen IPv4-Adressen zu haushalten.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 24.09.2013, 02:04

M3di hat geschrieben:Was kann/muss ich tun, damit Steam, Origin, UPlay, TS3, Tunngle und Co. einwandfrei funktionieren und ich als Host in Spielen dienen kann?

Ich hoffe, da gibt es eine Lösung, die kein VPN Tunnel erfordert und nicht das Kündigen des Vertrages in Betracht zieht, da bei letzterem die Alternative ein nicht vor 2018 ausgebautes DSL Netz mit maximal 6000er Bandbreite ist.


Tja, mit diesen Prämissen:

1. Abwarten, bis die o.g. Dienste auch über IPv6 einwandfrei funktionieren.
2. In einen Business-Vertrag wechseln.

Außer einem Web-Server kannst Du an einem Anschluß ohne eigene IPv4 keine Dienste über IPv4 hosten.
Es gäbe zwar theoretisch die Möglichkeit, daß Dir jemand über IPv4-to-IPv6-Port-Proxies (6tunnel, HAproxy) welche von seinen Ports zur Verfügung stellt, aber Dein Anwendungsfall ist genau der, bei dem ich am wenigsten annehmen würde, daß das befriedigend läuft (Lag).

Dazu kommt ja auch noch, daß das TC7200 das denkbar schlechteste Gerät ist, um dahinter IPv6-Hosts zu betreiben:
Dessen IPv6-Firewall kennt eben nur die Zustände ganz an oder ganz aus und ein Leckerchen wie "unbegrenzt" IPv4/IPv6-DynDNS-Hosts (wie in MyFRITZ) kann es erst recht nicht.

Aber auch mit einer Fritz!Box 6320/6340/6360 wärst Du nur ein kleines Stück weiter:
Dann könntest Du IPv6-taugliche Dienste super bequem hosten und IPv4-only-Dienste mit ein paar Tricks auch irgendwie, aber eben nicht ausgerechnet Host in Spielen sein.

Somit bleibt Dir wirklich nur der Business-Vertrag (1play mit Fritz!Box 7390 dahinter z.B. oder 2play mit der mitgelieferten Fritz!Box 6360).
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon M3di » 24.09.2013, 07:34

Dann zahle ich bei einer halb so schnellen Leitung mit gleichem Upload wie jetzt dasselbe PLUS 80€ Einrichtungsgebühr und ein besseres Endgerät (wobei das genau DIE Fritze ist, die sich nicht manuell flashen lässt und man auf Firmware Updates seitens UM warten muss).

Ich hege echt noch Hoffnungen auf eine positive Antwort von denen durch einen Brief, den ich an deren Mail (kundenservice@unitymedia.com) geschickt habe.
Dort habe ich sämtliche vergleichbare Modelle ausgeschlossen darauf hingewiesen, dass mir aktuell das halbe Internet praktisch nicht zur Verfügung steht, da es tatsächlich Leute gibt, die auf niedrige Latenzen (daher kam ein VPN für mich generell nicht in Frage, da Highspeed-VPN's a) Traffic-limitiert sind und b) zusätzlich teuer), eingehende Verbindungen und damit Port forwarding angewiesen sind.

Mir wurde im Kleingedruckten bei Vertragsabschluss nichts von IPv6 mitgeteilt - woher hätte ich denn ahnen können, "sowas" zu bekommen? Das ist ein dem Kunden (=König?) aufgedrückter Übergangslösungsmurks...

Die bei UM haben noch wie jeder andere Provider genug IPv4 Adressen - die sind nur zu geizig, den Kunden eine zu spendieren, die eine brauchen - und fragen vorher nichtmal, ob man den anderen Murks überhaupt haben will (mit dem TC7200 fehlt mir die Option von Portfreischaltungen unter IPv6 übrigens auch).
Außerdem bezweifle ich, dass das so alles rechtens ist... Die schränken mich ja ein und sagen es einem vorher nicht mal.

Die verlieren an mir richtig Schotter: Der Techniker durfte bei der Installation 50m Coaxialkabel verlegen, dann der Verstärker, Duplexweiche, der Stundenlohn usw... Dazu die bereits erfolgten Telefonate mit dem technischen Service und wenn ich diese Woche nichts höre, direkt wieder die Kündigung. So viel teurer kann die simple Vergabe einer dynamischen IPv4 bzw. Dual Stack nicht sein...
Dann bin ich nämlich ruhig und belästige die sicher nicht mehr... :radio:
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