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Kleiner IPv6-Workshop

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 07.08.2013, 18:00

thestorm hat geschrieben:Vielen lieben Dank. Nach der Anleitung und Installation, wie von dir beschrieben, hat der Zugriff sofort geklappt. Ich musste auch keine Start-Scripte ändern.

Supi.

thestorm hat geschrieben:Jetzt muss ich mich noch belesen, wie ich aus einem IPv4-Netz, zum Bsp. mein Mobilfunkanbieter, auf das Webinterface komme. Ich glaube, man braucht einen Tunnel?!

Yepp, so ist es.

Auf Android fluppt SixXS am besten, am zweitbesten gogo6/freenet6.

Für SixXS benutzt Du Androiccu.
Außerdem brauchst Du ein Konto bei SixXS und einen noch nicht anderweitig benutzen Tunnel. Konto anlegen und Tunnel beantragen zieht sich wohl über ein paar Stunden ... also die Wartezeit bis zur jeweiligen Genehmigung.
Ansonsten brauchst Du nur noch Deine SixXS-Benutzerdaten in Androiccu eintragen und benötigst danach Du nur noch die Buttons "Start" und "Stop" der App.

Für gogo6 benutzt Du GogoDroid.
Ins Feld "Configuration" trägst Du ein
Code: Alles auswählen
server=anonymous.freenet6.net
host_type=router

Das geht auch ohne Anmeldung, dafür muß die App von Hand auf's Smartphone geschoben und installiert werden. Theoretisch müßte es auch mit einem angemeldeten Tunnel gehen, aber bei mir friert die App immer ein, wenn ich Benutzerkennungen eintrage ...
Bei GogoDroid ist es ganz wichtig, daß die App mit dem "Zurück"-Button komplett geschlossen wird, damit wäre auch der Tunnel wieder weg. Du mußt also immer brav aufpassen, daß Du die App nur durch Druck auf den "Home Screen" Button in den Hintergrund schiebst. Außerdem bricht der Tunnel auch ansonsten immer wieder mal zusammen. Von daher taugt GogoDroid eher nur für die Überbrückung der Wartezeit auf den SixXS-Tunnel ...

Bei Androiccu ist es egal ob Du den "Zurück" oder den "Home"-Button drückst. Da läuft der eigentliche aiccu so oder so im Hintergrund weiter, bis er mit "Stop" gezielt beendet wird.

Für iPhone:
Ich habe keine Ahnung.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon thestorm » 07.08.2013, 19:22

SpaceRat hat geschrieben:Für iPhone:
Ich habe keine Ahnung.


Ich bin Besitzer eines solchen Telefons :gsicht: - hab auf die schnelle auch nichts gefunden.

Wann will die Telekom im Mobilfunk IPv6 einführen?

Ich fühle mich ehrlich, als wäre ich ein "Versuchskaninchen" von UM. Eigentlich ein interessantes Protokoll und insgesamt auch zu begrüßen, nur müssen alle mitspielen bzw. Dual Stack wäre in der Übergangsphase angebracht.

Ginge es eventuell mit deinem Beitrag im Post viewtopic.php?f=53&t=23008&start=140#p241481?

Könntest du das am Beispiel der VU+ noch einmal erläutern?
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Re: AW: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon Joerg » 07.08.2013, 20:12

thestorm hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Für iPhone:
Ich habe keine Ahnung.


Ich bin Besitzer eines solchen Telefons :gsicht: - hab auf die schnelle auch nichts gefunden.


Gibt's ziemlich sicher nicht; der große Trivialpatenttroll hat iOS hinreichend vernagelt, so dass das offenbar auch auf ge"jailbreaked"en iPhones nicht mit akzeptablem Aufwand machbar ist :(

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 07.08.2013, 20:22

thestorm hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Für iPhone:
Ich habe keine Ahnung.
Ich bin Besitzer eines solchen Telefons :gsicht: - hab auf die schnelle auch nichts gefunden.

So wie es aussieht ist das Teil "broken by design". Kein IPv6-Support im mobilen Netzwerk, nur innerhalb eines WLANs.

thestorm hat geschrieben:Ich fühle mich ehrlich, als wäre ich ein "Versuchskaninchen" von UM. Eigentlich ein interessantes Protokoll und insgesamt auch zu begrüßen, nur müssen alle mitspielen bzw. Dual Stack wäre in der Übergangsphase angebracht.

Das wäre in der Tat angebracht.

thestorm hat geschrieben:Ginge es eventuell mit deinem Beitrag im Post viewtopic.php?f=53&t=23008&start=140#p241481?

Ja, wenn Du auf einen dritten Internet-Zugang (Neben dem des iPenis und der Vu+) und ein daran angeschlossenes System Zugriff hast, das über vollwertigen DualStack verfügt.

thestorm hat geschrieben:Könntest du das am Beispiel der VU+ noch einmal erläutern?

Eigentlich ganz banal, aber aufgrund der o.g. Vorbedingung nicht ganz trivial.

Die Konfiguration, die ich jetzt beschreibe, müßte auf einer Vu+ oder sonst irgendeinem System mit HAproxy vorgenommen werden, welches DualStack hat. Also nicht auf Deiner Vu+, sondern auf irgendeinem durchlaufenden Linux-System mit Dual-Stack-Anbindung!

Du würdest die haproxy.cfg - bzw., wenn mein HAproxy-Paket verwendet wird, die haproxy.tpl - um z.B. Folgendes ergänzen:
Code: Alles auswählen
listen thestorm-proxy
   bind *:85
   server thestorm <IPv6-Adresse Deiner Vu+>:80


Dieser Proxy lauscht auf Port 85 aller IPv4-Adressen des Rechners auf dem dieser HAproxy läuft und leitet alle darauf eingehenden Anfragen an Port 80 der IPv6-Adresse Deiner Vu+ weiter.

Vielleicht klappt es auch so ...
Code: Alles auswählen
listen thestorm-proxy
   bind *:85
   server thestorm <IPv6-DynDNS-Host Deiner Vu+>:80

... glaube ich aber eher nicht:
Der Autor von HAproxy kommt leider mit der Version 1.6 nicht aus dem Quark. Der verwendete HAproxy 1.4 ist noch relativ IPv4-fixiert, was man auch an der nicht normgerechten Angabe von IPv6-IPs sieht. Normal gehören da eckige Klammern drum. Durch diesen Makel muß man die IPv6-Adressen auch expandieren, also z.B. von fd00::0221:12ff:fe07:1234 zu fd00:0:0:0:0221:12ff:fe07:1234 oder von ::1 auf 0:0:0:0:0:0:0:1, weil HAproxy sonst nicht erkennen kann, wo die IPv6 endet und die Port-Angabe anfängt. Auch bindet "*" nicht an ALLE Adressen, sondern nur an alle IPv4-Adressen. Usw. usf.
Von daher gehe ich auch davon aus, daß der 1.4 HAproxy Hostnames nur auf IPv4-Adressen auflösen wird.

In HAproxy 1.5 ist bereits eine viel schönere Syntax implementiert, aber nach Linux-Logik sind ungerade zweite Stellen (Die "5" von "1.5") immer "unstable" (Müßte man also selber kompilieren...), so daß wir die verbesserte Syntax erst irgendwann in Version 1.6 genießen können.

Auf einem Windows-Rechner ginge es übrigens definitiv mit Hostname. Der Befehl
Code: Alles auswählen
netsh interface portproxy add v4tov6 listenport=85 vuplus.ipv6dyndns.foo 80

auf der Kommandozeile würde den oben beschriebenen Proxy (Lauscht auf Port 85, leitet weiter an den IPV6-Host vuplus.ipv6dyndns.foo auf Port 80) einrichten.

Mit HAproxy 1.5 oder höher würde es auch so einfach gehen:

Code: Alles auswählen
listen thestorm-proxy
   bind ipv4@*:85
   server thestorm ipv6@<IPv6-DynDNS-Host Deiner Vu+>:80


Durch das vorangestellte ipv4@ bzw. ipv6@ weiß HAproxy dann immer, welches Protokoll man auf welcher Seite will (So wie man es bei Windows' netsh am "v4tov6", "v6tov4", "v4tov4" oder "v6tov6" erkennt). Dann bräuchte ich auch nicht mühsam die IPv6 meines Receivers zu ermitteln, sondern könnte einfach mit ipv6@* an alle davon binden und durch das ipv6@hostname weiß der HAproxy dann auch, daß er den Host per IPv6 und nicht per IPv4 ansprechen soll ...
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 08.08.2013, 09:06

mic.kan hat geschrieben:Ersteinmal vielen Dank für den tollen Workshop!!!!! Hat sicherlich sehr viel Mühe gemacht...

Bitteschön. Ja, hat er.
Ich wollte auch eigentlich noch weitermachen, aber im Moment nervt es mich, die Beiträge nicht mehr ändern zu können.

mic.kan hat geschrieben:Ein kleine Anregung/ Wunsch habe ich noch, könntest Du auch einmal die DS-Lite "Technik" bzw. dieses Verfahren erläutern?

Eigentlich ganz banal:
Stell Dir vor, Du hast einen ganz "normalen" Internet-Zugang mit IPv4 und einen Router. Hinter diesen Router klemmst Du jetzt noch einen Router und schließt Deine Geräte alle am zweiten Router an.
Stelle Dir jetzt weiter vor, daß der erste Router in einen Schrank eingeschlossen ist und keine Fernwartung darauf möglich ist, desweiteren sind dort keine Port-Weiterleitungen eingerichtet. Du kannst jetzt am zweiten Router an Port-Weiterleitungen einstellen, was Du willst, Du kriegst trotzdem keine Verbindung von außen auf eines der angeschlossenen Geräte hin, weil Du eben keine Port-Weiterleitungen auf dem ersten Router einrichten kannst und Pakete von außen somit den zweiten Router niemals erreichen.
Bei dieser Konstellation funktioniert nur der Verbindungsaufbau von innen nach außen, weil dabei die von außen eintreffenden Antworten den von innen gestarteten Anfragen zugeordnet werden können.

Genau das ist CGN, also Carrier-Grade-NAT, welches auch bei DS-lite für die IPv4-Konnektivität zum Tragen kommt. Der erste Router steht in diesem Fall halt beim Provider und Du hast eben keinen Zugriff darauf, kannst somit keinen Zugriff von außen durchleiten.

mic.kan hat geschrieben:Vielleicht darf ich kurz skizzieren, was ich wirklich brauche bzw. was ich vorhabe. Hinter dem Kabelmodem/ UM-Router direkt meine FB7270, daran die LAN- und WLAN-Clients. An meiner FB hängt mein ISDN und es sind zwei VoIP-Anbieter (personal-voip.de, gmx.de) eingerichtet. Schön wäre darüber hinaus der Zugriff auf die FB-Weboberfläche von aussen.

Nun zu meiner Frage, kann ich dies mit IP6/DSlite umsetzen? (Die FB zu Freezen wäre für mich okay.)

Prinzipiell geht mit IPv6 alles was mit IPv4 auch geht und das eigentlich sogar besser.

Es gibt nur zwei Probleme:
  • Die Mehrheit der Anschlüsse kann gar kein IPv6, sind also eingeschränkt in der Hinsicht, daß sie nicht das ganze Internet erreichen können, insbesondere nicht Deine Fritz!Box zuhause, die ja von außen nur per IPv6 erreichbar wäre.
    Dieses Problem ist relativ einfach lösbar, indem man den Teil der Außenwelt, von dem aus man "nach Hause telefonieren" möchte, IPv6-tauglich macht, z.B. durch einen Tunnel. Ab Fritz!Box 7270v2 und bei vielen anderen Routern kann das ganz komfortabel der Router gleich mit erledigen, ansonsten gibt es für Linux und andere *ix, Mac OS X und Windows sowie Androiden auch genug andere Möglichkeiten, um schnell einen Tunnel zu errichten. Penis-Prothesen (iPhones) hingegen sind außen vor, die kriegen IPv6 nur im WLAN, aber nicht im Mobilfunk.
  • Manche Dienste sind nach wie vor nicht IPv6-tauglich
    Hierzu habe ich schon ein paar Tips & Tricks geschrieben. Die Fritz!Box Fernwartung, die Du jetzt als einziges Beispiel genannt hast, funktioniert aber einwandfrei mit IPv6.

Wichtig ist, daß Du mindestens eine 7270v2 (oder v3) brauchst, die v1 ist nur durch freetzen IPv6-tauglich zu machen und da gibt es dann Einschränkungen, z.B. mit der Fernwartung ...

Die v1 hat Firmware-Versionen, die mit 54 beginnen, die letzte ist 54.04.86.
Bei der v2 beginnt die Firmware-Version auch mit 54, es gibt aber noch die deutlich aktuellere 54.05.50.
Firmware-Versionen für die v3 beginnen mit 74, aktuell wäre die 74.05.50.

Man kann die Version auch an der Seriennummer erkennen. Beginnt die zweite Zifferngruppe mit 2, ist es eine v1.
Siehe auch hier.

Bei einer v1 würde ich erst einmal Abstand von DS-lite nehmen bzw. einen neuen Router kaufen.

Information am Rande, es gibt bei Dir ganz andere Probleme:
1. Die 7270 ist zu langsam, die verdaut nur 16 MBit/s, ggf. geringfügig mehr, aber keine 50 oder gar 100 MBit/s.
2. Du erhältst bei UM i.d.R. kein reines Kabel-Modem mehr, sondern einen besch... Zwangs-Router. Die Fritte oder ein anderes Gerät dahinter als Router weiter zu nutzen ist nur mit Klimmzügen möglich.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon mic.kan » 08.08.2013, 16:16

Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung...

SpaceRat hat geschrieben:Eigentlich ganz banal

Ist es das nicht immer - wenn man den Sachverhalt verstanden hat. Das mußte jetzt mal sein... :zwinker:


Szenario 1
1play 100 MBit/s mit UM-Kabelmodem (Cisco EPC3208 - ohne G) und IPv4

SpaceRat hat geschrieben:Genau das ist CGN, also Carrier-Grade-NAT, welches auch bei DS-lite für die IPv4-Konnektivität zum Tragen kommt.

Dank Deiner Ausführungen hierzu, konnte ich nun auch den Wikipedia-Abschnitt "DS-Lite" (http://de.wikipedia.org/wiki/IPv6#Dual-Stack_Lite_.28DS-Lite.29) verstehen. Jetzt wird für mich, das Ganze schon etwas "Runder"...

mic.kan hat geschrieben:Vielleicht darf ich kurz skizzieren, was ich wirklich brauche bzw. was ich vorhabe. Hinter dem Kabelmodem/ UM-Router direkt meine FB7270, daran die LAN- und WLAN-Clients.
SpaceRat hat geschrieben:Die 7270 ist zu langsam, die verdaut nur 16 MBit/s, ggf. geringfügig mehr, aber keine 50 oder gar 100 MBit/s.

Meine Ausführungen habe ich ehrlich gesagt etwas eingekürzt. Zwischen der UM-Modem (und meiner FB7270 v3 werde ich noch ein GigaBit Switch (http://www.amazon.de/gp/product/B004BM3M6W) schalten.

Dieser, so meine Idee, soll den LAN-Traffic direkt an das UM-Modem leiten und so die volle Geschwindigkeit bereitstellt. Der Traffic über WLAN ist, trotz max. 300 MBit/s, liegt netto sowieso drunter. Allerdings vermute ich, nach Deinem Workshop, das meine FB den Internettraffic routen muss; Stichwort interne auf externe IP-Adresse. Oder?


Szenario 2
1play 10 oder 50 MBit/s mit UM-Blackbox und IPv6/DSlite

SpaceRat hat geschrieben:Wichtig ist, daß Du mindestens eine 7270v2 (oder v3) brauchst, die v1 ist nur durch freetzen IPv6-tauglich zu machen und da gibt es dann Einschränkungen, z.B. mit der Fernwartung ...

Wie schon erwähnt habe ich eine FB 7270 v3.

SpaceRat hat geschrieben:Prinzipiell geht mit IPv6 alles was mit IPv4 auch geht und das eigentlich sogar besser.
SpaceRat hat geschrieben:Du erhältst bei UM i.d.R. kein reines Kabel-Modem mehr, sondern einen besch... Zwangs-Router. Die Fritte oder ein anderes Gerät dahinter als Router weiter zu nutzen ist nur mit Klimmzügen möglich.

Und hier habe ich einfach Angst, dass meine ISDN-Telefone (angeschlossen an meiner FB über VoIP-Telefonie) dann nicht funktionieren! Was meinst Du mit Klimmzügen?

Wie würde es dann aussehen? Der UM-Router stellt meiner FB über (den Switch und dann) LAN1-Port "Internet" einmal als dynamische IP4- (aus dem privaten UM Nummernkreis via DS-lite) und einmal als teilweise dynamisch IP6-Adresse (Host-Teil kommt von meiner FB) zur Verfügung. Diese IPv6-Adresse ist, wie ich hier gelernt habe, von aussen erreichbar - wenn die Gegenstelle IP6 kann.

Mit anderen Worten meine VoIP-Anbieter, namentlich personal-voip.de und gmx.de, müssen "nur" IPv6 beherrschen. Sehe ich das richtig?


Je länger ich überlege, desto kann ich mich auch mit IPv6 anfreunden - ja, wenn - wenn alle Geräte und Anbeiter (z.B. VoIP) hier mitspielen. Allerdings macht es UM unnötig schwer - indem sie den Kunden eine Blackbox an die Hand geben: weil es vermeintlich der Netzabschluss ist und so zur UM-Seite gehört; aber dies ist wieder ein anderes Thema...

Danke!
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 08.08.2013, 18:12

mic.kan hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Eigentlich ganz banal

Ist es das nicht immer - wenn man den Sachverhalt verstanden hat. Das mußte jetzt mal sein... :zwinker:

Nun, es gibt Sachen, die bleiben kompliziert, auch wenn man das Prinzip verstanden hat :)

mic.kan hat geschrieben:Szenario 1
1play 100 MBit/s mit UM-Kabelmodem (Cisco EPC3208 - ohne G) und IPv4

Dieses würde ich bevorzugen. Allerdings mit einem anderen Router. Die 7270v3 erzielt bei eBay so hohe Preise, daß Du Dir mit wenig Mehrkosten eine 7390 gönnen könntest.

mic.kan hat geschrieben:
mic.kan hat geschrieben:Vielleicht darf ich kurz skizzieren, was ich wirklich brauche bzw. was ich vorhabe. Hinter dem Kabelmodem/ UM-Router direkt meine FB7270, daran die LAN- und WLAN-Clients.
SpaceRat hat geschrieben:Die 7270 ist zu langsam, die verdaut nur 16 MBit/s, ggf. geringfügig mehr, aber keine 50 oder gar 100 MBit/s.

Meine Ausführungen habe ich ehrlich gesagt etwas eingekürzt. Zwischen der UM-Modem (und meiner FB7270 v3 werde ich noch ein GigaBit Switch (http://www.amazon.de/gp/product/B004BM3M6W) schalten.

Bei dem Aufbau krieg ich Knoten im Gehirn ...

Also, der Router hinter dem 3208 kriegt seine öffentliche IPv4 über DHCP mitgeteilt, gleichzeitig hättest Du aber auch einen DHCP-Server auf der Fritte. Man setzt niemals zwei DHCP-Server gleichzeitig in einem Netzwerk auf. Es wäre reiner Zufall, wer jetzt vom DHCP-Server des 3208 die öffentliche IPv4 bekäme ... die Fritte oder irgendein anderes an den Switch angeschlossenes Gerät ...
Das Kabel-Modem gehört direkt mit dem WAN-Port des Routers (Bei einer Fritte im "Internet über LAN1"-Modus ist das LAN1) verbunden. Damit muß aber eben auch der Router in der Lage sein, den vom oder ins Internet laufenden Traffic zu handhaben, was die 7270 nicht schafft.

mic.kan hat geschrieben:Dieser, so meine Idee, soll den LAN-Traffic direkt an das UM-Modem leiten und so die volle Geschwindigkeit bereitstellt. Der Traffic über WLAN ist, trotz max. 300 MBit/s, liegt netto sowieso drunter. Allerdings vermute ich, nach Deinem Workshop, das meine FB den Internettraffic routen muss; Stichwort interne auf externe IP-Adresse. Oder?

Grob gesagt: Ja.
Wenn Du hingegen hinter einen Router mit 100 MBit/s-Anschlüssen einen Gigabit-Switch hängst, dann können die Geräte im LAN untereinander durchaus mit der höheren Geschwindigkeit kommunizieren.

mic.kan hat geschrieben:Szenario 2
1play 10 oder 50 MBit/s mit UM-Blackbox und IPv6/DSlite

SpaceRat hat geschrieben:Prinzipiell geht mit IPv6 alles was mit IPv4 auch geht und das eigentlich sogar besser.
SpaceRat hat geschrieben:Du erhältst bei UM i.d.R. kein reines Kabel-Modem mehr, sondern einen besch... Zwangs-Router. Die Fritte oder ein anderes Gerät dahinter als Router weiter zu nutzen ist nur mit Klimmzügen möglich.

Und hier habe ich einfach Angst, dass meine ISDN-Telefone (angeschlossen an meiner FB über VoIP-Telefonie) dann nicht funktionieren! Was meinst Du mit Klimmzügen?

Das sind jetzt zwei völlig unterschiedliche Aspekte.
Also: So oder so kannst Du die Fritte weiter nutzen, um daran Deine ISDN-Geräte zu betreiben, da gibt es zig Möglichkeiten. Wenn alle Stricke reißen, kann man die Fritte immer noch als IP-Client laufen lassen (Also wie jedes andere Gerät im LAN auch). Damit würde sie mehr oder minder zu einem VoIP-Adapter degradiert.
Zur Not kann man sogar das VoIP auch in der UM-Hardware konfigurieren (Bei Fremdanbietern natürlich nur, solange UM das nicht in der Firmware sperrt) und die 7270 über den Festnetzeingang einspeisen ...

Ein richtiger Router wird die Fritte dabei aber nicht. Damit verlierst Du z.B. die Möglichkeit, die MyFritz!-Funktionalität zu mißbrauchen, um supereinfach einen IPv6-DynDNS-Dienst für Deine Clients zu haben. Die Ironie daran: Weil Du in diesem Fall IPv6 von Unitymedia hättest, hättest Du auch ein dynamisches Präfix, bräuchtest diese Funktionalität daher auch. In Szenario 1 hingegen kriegst Du von Unitymedia ja IPv4-only und würdest Dir ggf. IPv6 über einen Tunnel-Broker beschaffen, der Dir ein statisches Präfix bietet ... bräuchtest diese Funktionalität also viel weniger dringend, hättest sie aber zur Verfügung ...

SpaceRat hat geschrieben:Mit anderen Worten meine VoIP-Anbieter, namentlich personal-voip.de und gmx.de, müssen "nur" IPv6 beherrschen. Sehe ich das richtig?

Nein. Die brauchen nicht einmal IPv6 zu sprechen: Richtige Konfiguration und ein STUN-Server beim Anbieter (stun.personal-voip.de:3478 und stun.gmx.net, sind also vorhanden) vorausgesetzt geht es auch über das CGN.

Und dann gibt es da noch einen Aspekt: Ich beschreibe die Abläufe im funktionierenden Normalzustand. Momentan häufen sich aber die Meldungen, daß Unitymedia das CGN nicht gebacken kriegt, die DS-lite-Anschlüsse sind also momentan stark risikobehaftet, zumindest zeitweise eher "IPv6-only" zu laufen, was wirklich total indiskutabel ist.

Im Moment würde ich von Unitymedia ganz abraten, sofern man nicht ganz sicher ein richtiges, nacktes Modem und IPv4 kriegt, also Szenario 1.
Verkrüppelte Zwangsrouter und dank CGN-Ausfall IPv6-only, das ist etwas zuviel des Guten.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon mic.kan » 09.08.2013, 10:13

SpaceRat hat geschrieben:Dieses würde ich bevorzugen. Allerdings mit einem anderen Router. Die 7270v3 erzielt bei eBay so hohe Preise, daß Du Dir mit wenig Mehrkosten eine 7390 gönnen könntest.

Keine schlechte Idee, ich werde das mal verfolgen...

mic.kan hat geschrieben:Zwischen der UM-Modem (und meiner FB7270 v3 werde ich noch ein GigaBit Switch (http://www.amazon.de/gp/product/B004BM3M6W) schalten.
SpaceRat hat geschrieben:Bei dem Aufbau krieg ich Knoten im Gehirn ...

Meine Aussage war einfach nicht durchdacht!

SpaceRat hat geschrieben:Im Moment würde ich von Unitymedia ganz abraten, sofern man nicht ganz sicher ein richtiges, nacktes Modem und IPv4 kriegt, also Szenario 1.
Verkrüppelte Zwangsrouter und dank CGN-Ausfall IPv6-only, das ist etwas zuviel des Guten.

Für mich der ausschlaggebende Punkt! Auch wenn IPv6 das bessere Konzept hat, ist das Verfahren für UM (und Andere) einfach noch zu Neu. Da nehme ich doch lieber die alte, eingeschränkte – aber bekannte und bewährte Version 4.

Was überhaupt nicht geht, sind diese - wie Du schreibst - Zwangsrouter - offiziel Netzabschlusspunkte. Was ist wirklich so schlimm, die Zugansdaten dem zahlenden Kunden auf Wunsch zu übermitteln? Ich denke, wenn die Kabel- oder DSL-Netzbetreiber auf bestimmte Funktionen Zugriff benötigen, dann wird sich z.B. bei AVM auch eine Lösung dafür finden... - man muss ja nicht gleich die gesamten Router zur Blackbox machen.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 09.08.2013, 10:49

mic.kan hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Im Moment würde ich von Unitymedia ganz abraten, sofern man nicht ganz sicher ein richtiges, nacktes Modem und IPv4 kriegt, also Szenario 1.
Verkrüppelte Zwangsrouter und dank CGN-Ausfall IPv6-only, das ist etwas zuviel des Guten.

Für mich der ausschlaggebende Punkt! Auch wenn IPv6 das bessere Konzept hat, ist das Verfahren für UM (und Andere) einfach noch zu Neu. Da nehme ich doch lieber die alte, eingeschränkte – aber bekannte und bewährte Version 4.

Nun, für mich der ausschlaggebende Punkt ist der, daß man ja problemlos IPv6 per kostenlosem Tunnel zusätzlich kriegen kann. Man hätte damit also einen fast vollwertigen Dual-Stack-Anschluß.
Prinzipiell funktioniert DS-lite allerdings auch, nur eben nicht, wenn der Provider das CGN nicht hinkriegt.

mic.kan hat geschrieben:Was überhaupt nicht geht, sind diese - wie Du schreibst - Zwangsrouter - offiziel Netzabschlusspunkte. Was ist wirklich so schlimm, die Zugansdaten dem zahlenden Kunden auf Wunsch zu übermitteln? Ich denke, wenn die Kabel- oder DSL-Netzbetreiber auf bestimmte Funktionen Zugriff benötigen, dann wird sich z.B. bei AVM auch eine Lösung dafür finden... - man muss ja nicht gleich die gesamten Router zur Blackbox machen.

Es würde ja völlig genügen, wenn UM nicht die - eigentlich vorhandenen - Möglichkeiten deaktivieren würde, um diese Geräte als reine "Modems" (Eigentlich: Bridge) zu benutzen, die Geräte können das nämlich durchaus, es ist nur auf Wunsch von UM in deren Spezial-Firmware deaktiviert. Zugangsdaten in dem Sinne gibt es ja nicht, bzw. die Provisionierung wären auch weiterhin auf dem Bridge-Gerät.
Die Zugangsdaten für VoIP müßte Unitymedia halt rausrücken ... wobei man die mit etwas Recherche auch schon rausfinden kann.

Es ist einfach nicht die Aufgabe des Internet-Providers, mir Vorschriften zu machen, daß ich deren Primitivrouter nutzen muß, wenn ich mir einen besseren Router vom eigenen Geld kaufen und/oder z.B. eine VoIP-Telefonanlage betreiben will. Als nächstes muß man dann wohl auch noch PCs, Notebooks und Telefone beim Internet Provider kaufen ...
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon beniroquai » 14.08.2013, 08:55

Moinmoin,

nachdem ich alle Themen bezüglich obengeanannter Problematik durchgearbeitet habe, habe ich mich dazu entschlossen mal persönlich nachzufragen. Folgender Aufbau:

Unitymedia Anschluss -> Fritzbox 6360
Fritzbox IPv6 Portfreigabe -> NAS (IPv6 Adresse im lokalen Netzwerk)

1. Ich habe es bereits geschafft die ipv6 Ports für die NAS freizugeben, komme aber trotzdem nicht von draußen auf die Festplatte. Wie kriege ich das hin? https://[x:x:x:x:x:x:x:x:x:x:]..? Welche Adresse nehme ich da?

2. Wird es wohl irgendwann in naher Zukunft eine Möglichkeit geben auf das VPN der Fritzbox zuzugreifen? Der Unitymedia-mensch meinte nur: Besser Kündigen :D..

3. Nach all der Theorie, gibt es irgendeine Lösung das ganze einigermaßen machbar zu gestalten, dass man auch von ipv4 auf die Fritzbox.net Adresse von außen zugreifen kann?

ICh würde mich wirklich riesig freuen, wenn mir einer helfen könnte.

MFG
beniroquai
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