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Kleiner IPv6-Workshop

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 19.11.2013, 18:59

krutojmax hat geschrieben:Soweit so gut. Ich muss doch jetzt die Gegenstelle, die mit einer IPv4 versucht auf meine Homepage zuzugreifen, mit einer V6 "versorgen", damit die "Kommunikation" zwischen IPv4 und IPv6 funktioniert, oder?

Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:

krutojmax hat geschrieben:Wenn ich jetzt z.B. die IPv6 des Tunnels im Browser eingebe, erreiche ich meine Seite, ist ja auch logisch, da ich erstens im Netzwerk bin und zweitens eine IPv6 bereits besitze, somit merke ich wenig von.
Wenn aber andere User mit einer IPv4 darauf zugreifen möchten, erreichen sie nichts.

Was fehlt mir / was hab ich falsch gemacht.

Dir fehlt nichts, nur der IPv4-only-Gegenstelle, die Dich zu erreichen versucht:

Wenn ich nach Hamburg will, dann muß ich mich ja auch darum kümmern, wie ich das anstelle.
Normalerweise kommt der Hund nämlich zum Knochen und nicht umgekehrt.
Prinzipiell liegt es an demjenigen, der die IPv6-Seite erreichen will, wie er das macht.
In dem Moment, in dem Du die bei Dir laufenden Dienste über IPv6 erreichbar gemacht hast, hast Du bereits alles getan, was von Deiner Seite aus nötig ist, um den Knochen für den Hund erreichbar zu machen.

Ich habe es schon mehrfach angesprochen:
Der grundlegende Punkt zur Lösung der Probleme mit IPv6 ist der, einzusehen, daß es nicht der DS-lite-Anschluß ist, der verkrüppelt ist, sondern der IPv4-only-Anschluß.
Keine Arme = keine Kekse, keine IPv6-Konnektivität = keine Erreichbarkeit von IPv6-Seiten.

Daß ich überhaupt beschreibe, wie man einen 6in4- bzw. SixXS-Tunnel einrichtet, hat damit zu tun, daß man nicht selten selber der Knochen und der Hund in Personalunion ist.
Zum Beispiel kann Dein Web-Server, NAS oder Enigma-Receiver zuhause der Knochen sein, während Du gleichzeitig auch der Hund bist, der den Knochen von seinem Smartphone aus von unterwegs erreichen können will.

Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
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  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon krutojmax » 19.11.2013, 19:17

SpaceRat hat geschrieben:Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:

Naja :) ich möchte ja, dass die Gegenstelle (IPv4 only) mich erreicht. :D

SpaceRat hat geschrieben:Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.


Danke auf jeden Fall erst mal für alles.
Da ich aber weiß, dass meine Freunde / Bekannte nichts an ihrem System / an ihrer Verbindung verändern möchten, dachte ich, dass ich mich um alles kümmere, damit es funktioniert.

Anders ausgedrückt: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mich (IPv6, v4 über DS Lite Tunnel) von außen (keine IPv6, v4 only) erreichbar zu machen und das ohne, dass die, die zugreifen, etwas installieren / verändern müssen?

Ich dachte mit irgendeinem SIXXs Tunnel könnte ich das schaffen, jedoch habe ich anscheinend falsch gedacht.

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 19.11.2013, 20:09

krutojmax hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Ob das Deine Aufgabe ist oder nicht, hängt ja davon ab, ob Du auch die Gegenstelle bist oder aber Du Dich dieser verpflichtet fühlst ... :hammer:

Naja :) ich möchte ja, dass die Gegenstelle (IPv4 only) mich erreicht. :D

Dann mußt Du sie auf Dual-Stack aufrüsten.
Wenn ich mich um die Anschlüsse in der Familie, bei Freunden und Bekannten kümmere, dann mache ich das grundsätzlich von vornherein gleich mit.

krutojmax hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Da das Problem der IPv4-only-Anschluß ist, muß es auch dort gelöst werden, indem der Anschluß auf Dual-Stack aufgerüstet wird und genau dazu kann man einen 6in4-/SixXS-Tunnel nutzen, wenn der Anschluß-Anbieter kein Dual-Stack ermöglicht.

Oder anders:
Den Tunnel hat derjenige einzurichten, der den kastrierten (IPv4-only) Anschluß hat.

Da ich aber weiß, dass meine Freunde / Bekannte nichts an ihrem System / an ihrer Verbindung verändern möchten, dachte ich, dass ich mich um alles kümmere, damit es funktioniert.

Anders ausgedrückt: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mich (IPv6, v4 über DS Lite Tunnel) von außen (keine IPv6, v4 only) erreichbar zu machen und das ohne, dass die, die zugreifen, etwas installieren / verändern müssen?

Prinzipiell schon:
Es gibt natürlich auch Tunnel mit denen man einem DS-lite-Anschluß eine öffentliche IPv4 verschafft.
Der Einrichtungsaufwand ist allerdings erheblich höher und die kosten zudem auch noch etwas.

krutojmax hat geschrieben:Ich dachte mit irgendeinem SIXXs Tunnel könnte ich das schaffen

Kannst Du ja auch, aber den Tunnel braucht derjenige, der noch kein IPv6 hat und es auch von seinem Anbieter nicht kriegen kann:

- Telekom AllIP-Anschlüsse (Also Telefonie über Internet statt analog/ISDN) sind Dual-Stack-tauglich.
- An Vodafone-Anschlüssen läßt sich auch ohne Anmeldung ein 6rd-Tunnel aufbauen
- NetCologne fährt Dual Stack im Testbetrieb (Kostenlose Anmeldung erforderlich)

An diesen Anschlüssen genügt es, in einer ggf. vorhandenen Fritz!Box unter "Zugangsdaten -> IPv6" IPv6 zu aktivieren:
  • IPv6-Unterstützung
    [X] Unterstützung für IPv6 aktiv
  • (*) Immer eine native IPv4-Anbindung nutzen (empfohlen)

Mit diesen Einstellungen nutzt die Fritz!Box den nativen Dual Stack an Telekom- und NetCologne-Anschlüssen bzw. findet und nutzt den 6rd-Server bei Vodafone.
Andere Router mit IPv6-Unterstützung wären analog dazu zu konfigurieren.

Ausprobieren kann man es natürlich auch an anderen Anschlüssen, aber bisher sieht es eher mau aus.

Wenn das nicht geht, dann ist der SixXS- oder Hurricane Electric-Tunnel mit Sicherheit die bessere Wahl:
+ Er ist kostenlos
+ Er kann in allen aktuellen Fritz!Boxen einfach eingerichtet werden und wird danach auch durch die eingebaute Firewall abgesichert (Empfohlen: SixXS-Tunnel, weil einfacher einzurichten)
+ Ein 6in4-Tunnel wie Hurricane Electric ist auch in diversen anderen Routern relativ einfach einzurichten
+ Er verschafft den damit versorgten Netzen uneingeschränkten Zugriff auf das IPv6-Internet, nicht nur auf Deinen Rechner
- Er muß auf allen IPv4-only-Zugängen eingerichtet werden, die Zugriff über IPv6 erhalten sollen und dies nicht vom Provider selber kriegen können

Demgegenüber sähe es mit einem Tunnel auf Deinem Server so aus:
- Kostet Geld (z.B. uVPN oder Portunity)
- Erhöhter Konfigurationsaufwand (Man muß ein geeignetes Gerät als Tunnelendpunkt einrichten, das zumindest immer dann läuft, solange der Tunnel benötigt wird)
- Der Tunnel wird, selbst wenn er auf einem modifizierten Router (Freetz, DD-WRT,..) betrieben wird, nicht durch die vorhandene Firewall und Funktionalität für Port-Freigaben erfaßt
+ Einmalig eingerichtet, ermöglicht er es allen IPv4-only-Gegenstellen, auf die freigegebenen Dienste zuzugreifen und nicht nur einer.

Jetzt wägen wir einmal den einzigen Nachteil der IPv6-Tunnel-Lösung auf den Clients gegenüber der einer IPv4-Tunnel-Lösung auf dem Server ab:
Die Anzahl der IPv6-/DS-lite- und auch Dual Stack Anschlüsse steigt stetig. Das bedeutet für die Inhaber der bisherigen IPv4-only-Gegenstellen, daß auch die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft weitere IPv6-Hosts erreichen können zu müssen, ansteigt. Früher oder später wird dann auch ein IPv6-Host dabei sein, der nicht einsieht, für die Erreichbarkeit von verkrüppelten Anschlüssen aus zu sorgen, so daß der IPv4-only-Nutzer den IPv6-Tunnel sowieso braucht. Gleichzeitig wird es auch immer weniger IPv4-only-Anschlüsse geben, die dazu noch einen Tunnel benötigen, was die Motivation des IPv6-Hosts, für den Rest sein eigenes Geld auszugeben, noch weiter senken wird.

D.h. über den weiteren Zeitverlauf betrachtet, wird der Vorteil der IPv4-Tunnel-Lösung immer geringer.
Wenn Du Dir also einen IPv4-Tunnel gegen Bezahlung zulegst, dann doktert das nur an den Symptomen herum, löst aber nicht das Problem.

Würdest Du Dir einen eigenen Wald zum Abholzen kaufen, damit Du für ein paar Bekannte mit Holzvergaser-Autos Brennholz bereithalten kannst, weil die Dich nicht besuchen können, da es kaum Tankstellen mit Brennholz im Umkreis Deines Wohnortes gibt?
Exakt das selbe tust Du, wenn Du Dich mit einem solchen kostenpflichtigen, schwierig aufzusetzenden Tunnel abmühst, damit die Leute keinen Finger krumm machen müssen, wenn deren Anschluß ein Problem hat.
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon myshad » 03.12.2013, 10:11

Mal ne ganz kurze, wohlmöglich blöde Frage ohne hier alles durchlesen zu müssen.

Wenn ich jetzt von 3Play 32 mit IPv4 auf 3Play 150 (mit Ipv6?) wechsle hab ich dann irgendwelche Nachteile? Im Grunde will ich nur normal im Netz surfen, natürlich runter- und hochladen, Online zocken (Battlefield 4 etc.) und auch selbst streamen (twitch).

Gibt es diesbezüglich irgendwelche Nachteile? Ich les immer nur das viele Leute keine Lust auf Ipv6 haben und kann das nicht so ganz nachvollziehen
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon Knifte » 03.12.2013, 11:28

Beim Onlinezocken insbesondere mit Battlefield 4 kann es schon zu Problemen kommen. Battlefield 4 scheint mit IPv6 besondere Probleme zu haben. Guck dazu am besten im Battlelog Forum mal nach Rubberbanding.

Aber als Bestandskunde kannst du ja auf IPv4 bestehen. Allerdings wirst du wohl ein anderes Modem bekommen, aber das könnten wir dir auch genau sagen, wenn du uns Hersteller und Modellnummer des Modems gibst.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon myshad » 03.12.2013, 11:44

Also ich kann definitiv auf Ipv4 bestehen? Lese halt immer nur das auch Bestandskunden umgestellt werden. Mit meiner jetzigen Leitung läuft nämlich bei Battlefield (bis auf die üblichen Ausfälle im Spiel) alles rund ohne Laggs oder sonstiges.

Und da ich gerade BF4 quasi täglich spiele wäre das definitiv ein Grund (notfalls) nicht den Tarif zu wechseln
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon Knifte » 03.12.2013, 11:55

Darauf bestehen kannst du selbstverständlich, nur ob UM das akzeptiert ist ja die andere Frage.

Ich habe damals beim Wechsel auf den 150 MBit-Tarif den Kontakt zum Kundenservice über Facebook gesucht. Habe denen all meine Kundendaten inkl. Adresse und Kundennummer sowie meinen Wunsch auf 2play 150 zu wechseln und IPv4 sowie mein aktuelles Modem zu behalten, mitgeteilt und daraufhin wurde ich auch so umgestellt.

Wie sich das ganze jetzt genau bei 3play verhält weiss ich nicht genau, du bekommst ja m.W. sowieso die Horizon-Box, die aktuell ja eh nur IPv4 kann. Ich würde aber bei der Bestellung explizit darauf eingehen und das ganze schriftlich fixieren.

Keine Ahnung, was da für Umstellungs- oder Aktivierungskosten auf dich zukommen, aber das kann man ja auch beim Facebook-Support erfragen.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon myshad » 03.12.2013, 12:12

Naja (wie ja schonmal im anderen Thema erwähnt) muss ich laut Bestellseite einmal 50€ für den Horizon HD Recorder bezahlen, 10€ für den Versand + 10€ für die vorzeitige Änderung weil mein Vertrag noch ein Jahr läuft.

Als Modem im Wohnzimmer hab ich scheinbar das Cisco EPC3208.

Weißt du eigentlich was es mit den ganzen Problemen auf der Unitymedia Hilfe Facebook Seite auf sich hat? Da sagen viele das sie nach der Umstellung auf Horizon ewig kein Telefon, Internet etc. mehr hätten und sie auch keine Hilfe bekommen würden. War das ein Grund warum du deine alte Box behalten wolltest oder hängt das damit nicht zusammen?
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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon Knifte » 03.12.2013, 13:01

Wenn du das 3208 hast, würde ich an deiner Stelle auch darauf bestehen, dass du das behalten kannst. Das funktioniert ja einwandfrei.

Ich wollte mein 3208 auch primär aus dem Grund behalten, weil es gut läuft und mit IPv4 und 150 MBit funktioniert. Never change a running system.
Viele Grüße

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Re: Kleiner IPv6-Workshop

Beitragvon SpaceRat » 03.12.2013, 13:16

Ich fänd's schön, wenn dieser Thread "frei" bliebe für Fragen und Antworten zur Konfiguration mit IPv6.
Es gibt genug, die darauf angewiesen sind.

Fragen zur Vertragsumstellung und wie man bei selbiger eine Umstellung auf IPv6 vermeidet, gehören nicht wirklich dazu.
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