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Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Netz!

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon jcoder » 21.04.2013, 13:18

Knifte hat geschrieben:Ich glaube kaum, dass man dir ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Auch wenn man den Aussagen von anderen "Betroffenen" hier aus dem Forum glauben schenken darf.

Außerordentliche Kündigungen aufgrund der durch DS-Lite verursachten Einschränkungen akzeptiert Unitymedia nicht.

Wer die Widerrufsfrist verpasst und das Speed-Fairsprechen nicht nutzen kann, ist zuerst mal eine Mindest-Vertragslaufzeit gebunden- oder muss den Rechtsweg nutzen...
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon Knifte » 21.04.2013, 16:29

....was dann aber wahrscheinlich auch daraus hinausläuft, dass die MVLZ rum ist, bis es da eine Lösung gibt, oder?
Viele Grüße

Knifte
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon jcoder » 21.04.2013, 19:48

Knifte hat geschrieben:....was dann aber wahrscheinlich auch daraus hinausläuft, dass die MVLZ rum ist, bis es da eine Lösung gibt, oder?

Wahrscheinlich! Zumindest bei Kunden, die einen Vertrag vor dem 01.04. abgeschlossen haben. Ich selber hab's nicht versucht. Ich hab auf deren Widerspruch zu meiner außerordentlichen Kündigung eine ordentliche Kündigung hinterher gejagt und warte jetzt auf das Vertragsende. Den Stress und die Kosten eines Prozesses wollte ich für ca. 300,-- EUR Streitwert nicht eingehen.

Die neuen Verträge haben 24 Monate MLVZ. Wer mit diesen Verträgen in die Falle tappt ist auf jeden Fall übler dran- aber da dürfte der Rechtsweg auch deutlich kürzer sein, als die MLVZ. Für die in diesen Verträgen betroffenen Kunden geht es dann auch schon um über 700,-- EUR, die sie in der MLVZ für eine Leistung zu zahlen hätten, die ihre Anforderungen nicht oder nur teilweise erfüllt.
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon apmon » 22.04.2013, 01:34

Bachsau hat geschrieben:Hat irgendjemand von euch schonmal daran gedacht, dass es schlichtweg eine Sauerei von Unity ist, uns DS-Lite als "Internetzugang" zu verkaufen?

Nein, ist es nicht, da es stand der heutigen Technik das beste ist was sie machen koennen.

Bachsau hat geschrieben: Wenn sie damals nicht genug IPv4-Adressen bei der IANA beantragt haben, und nicht bereit sind, weitere zuzukaufen, sind sie selber Schuld.

Kleine Korrektur, UM kann keine Adressen bei der IANA beantragen, sonder muss dies durch RIPE machen, dem regionalen Adressverwalter, der fuer Europa und den Nahen Osten zustaendig ist.

Abgesehen davon kann UM auch nicht beliebig viele IPv4 Adressen beantragen, sondern muss der RIPE den Bedarf fuer die Adressen nachweisen. Seit 1 July 2011 gibt RIPE jedoch nur noch Adressen fuer einen Bedarf von 3 Monaten aus und auch vor dem 1. July 2010 konnte man nur Addressen fuer 12 Monate Bedarf bekommen. Da der RIPE die Adressen im September 2012 ausgegangen sind, sind die 3 Monate fuer die UM Adressen bekommen konnte nun eben rum.

Da kann also UM auch nichts dafuer oder dagegen tun. Das ist schlicht und ergreifend die Realitaet. Da haben die schnell wachsenden ISPs wie UM eben das Nachsehen und es verzerrt den Wettbewerb.

Auch der ungenutzte Addressraum macht die Sache nicht wirklich besser. Ich habe Schaetzungen gesehen, das ca 500 Millionen Adressen zugewiesen sind aber nicht wirklich genutzt werden. 500 Millionen klingt zwar nach verdammt viel, ist es aber nicht wirklich. Von 2008 bis 2011 hat die IANA ca 40 /8 ausgegeben, also mit 640 Millionen deutlich ueber 500 Millionen Adressen. Insofern verschiebt sich die Problematik nur um 3 Jahre. Da die Menscheit und Unternehmen im Besonderen ziemlich mies im Vorausschauen sind, wuerde das lediglich dazu fuehren das alle Unternehmen sagen: "Och es sind ja noch 500 Millionen Adressen zur Verfuegung. Da brauch ich mich ja jetzt noch nicht mit IPv6 beschaeftigen" und in 3 Jahren waeren wir wieder in genau der gleichen Situation. Das das der Fall ist, sieht man daran das es IPv6 bereits seit ueber 15 Jahren gibt und genauso lange ist die Adressknappheit bekannt und getan hat sich in der Zeit so gut wie nichts, bis IANA dann tatsaechlich die Adressen ausgegangen sind. Und selbst jetzt bewegen sich die meisten Unternehmen erstaunlich wenig um IPv6 einzufuehren.

Bachsau hat geschrieben: Aber dann sollten Sie ihren Kunden gegenüber nicht die Frechheit besitzen, das Internet-Zugang zu nennen, wenn es höchstens noch zum WWW-Zugang taugt.

Es ist ein voller Internet-Zugang! Man kann ohne Problem von ueberall auf der Welt jeden Computer im Heimnetz erreichen und umgekehrt auch ueberall in die Welt hinauskommen. Insofern ist das mehr als was man mit seiner einen IPv4 Adresse machen konnte.

Das die Gegenstelle unfaehig ist mit dem aktuellen Internetprotokoll (IPv6) umzugehen ist ja nicht UMs Problem. Man kann einem Verkaeufer ja auch nicht vorwerfen das er ein Handy als Telefon verkauft hat, nur weil die Gegenstelle mit der man kommunizieren will noch mit Rauchzeichen arbeitet und dies nicht mit seinem Handy kompatible ist. (Klar ist das ein etwas uebertriebener Vergleich, aber angesichts der gegebenen Tatsache das die IPv4 Adressen ausgegangen sind und es seit 15 Jahren ein besseren Ersatz dafuer gibt, ist er so absurd nicht).

Bachsau hat geschrieben: Davon abgesehen, würde man sich sicher nichts abbrechen, wenn man die restlichen Adressen an diejenigen vergibt, die sie haben wollen. Die Mehrheit der Kunden interessiert sich doch eh nicht dafür.

Tun sie ja auch. Nur sind diese Kunden halt die die den Businesstarif bezahlen. Es steht jedoch jedem frei der die IPv4 haben will, ebenfalls den Businesstarif zu nehmen.

Natuerlich waere es schoen wenn UM auch ohne den Wechsel in den Businesstarif einem eine Moeglichkeit bieten wuerde eine IPv4 zu bekommen. Z.B. als Zubuchoption fuer 5 Euro im Monat. Oder das man sie Tagesweise buchen koennte, wenn man nur gelegentlich einen Bedarf hat. Kabeldeutschland macht das (noch) so, sogar Kostenlos.

Aber letztendlich ist die einzige zukunftsfaehige Loesung der Gegenseite Dampf zu machen, das sie endlich IPv6 unterstuetzt. Und meist kann man auch jetzt schon mit etwas Wille (notfalls dank Tunnel und Terredo) die Kommunikation auf IPv6 hinbekommen.
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon apmon » 22.04.2013, 02:12

jcoder hat geschrieben:Die neuen Verträge haben 24 Monate MLVZ. Wer mit diesen Verträgen in die Falle tappt ist auf jeden Fall übler dran- aber da dürfte der Rechtsweg auch deutlich kürzer sein, als die MLVZ.

Ich schaetze mal (oder zumindestens hoffe ich) das sich die Problematik ueber die naechsten 24 Monate deutlich entschaerfen wird und man dann schlicht und ergreifend ohne Problem IPv6 verwenden kann.

In den letzten Monaten hat sich tatsaechlich begonnen etwas zu bewegen in Richtung IPv6. In Deutschland faengt die Zahl der Kunden die IPv6 nutzen, bzw nutzen koennen an deutlich zu steigen (zum Teil "dank" Unitymedia und Kabeldeutschland und der Telekom, aber auch andere Provider beginnen mit der Einfuehrung von IPv6).

In den USA hat gerade Comcast, eine der groessten Kabelbetrieber, vermeldet das die Haelfte ihrer Kunden (alle die an eine Arris CMTS angeschlossen sind) nun IPv6 bekommen koennen und das bis Ende 2013 allen Kunden IPv6 zur Verfuegung steht. Verizon Wireless, der groesste Handyprovider in den USA, verwendet IPv6 in ihrem LTE Netz und somit muessen alle Handies in ihrem Netz IPv6 beherschen. Auch T-Mobile USA hat vor kurzem vermeldet das ihr gesamtes Netz nun IPv6 faehig ist und somit jeder der ein Handy hat das IPv6 unterstuetzt, IPv6 verwenden kann. Free in Frankreich bietet auch seinen Kunden IPv6 an und in Rumaenien laufen inzwischen knapp 9% aller Anfragen (wenn moeglich) ueber IPv6.

In Indien und China, wenn ich das richtig gelesen habe, wurden gerade Gesetze erlassen, die ISPs und Contentbetreiber dazu verpflichten IPv6 einzufuehren. Und auch die USA hat schon vor einer Weile verordnet das alle Webseits und internen Netze des oeffentlichen (Bundes) Dienstes demnaechst IPv6 faehig sein muessen. Insofern muessen alle Hersteller die Geraete oder Software and das Militaer oder die oeffentliche Verwaltung verkaufen wollen IPv6 unterstuetzen. Auch bei fast allen Web-Hostern (Amazon und Microsoft bilden hier leider unruemliche Ausnahemen) ist es inzwischen Moeglich IPv6 zu bekommen und somit ist es meist nur eine Frage von ein wenig konfiguration Webseiten und Dienste auch ueber IPv6 anzubieten.

Mit der gerade anstehenden Umstellung von WiFi von 802.11n auf 802.11ac, duerften auch viele Wirelessrouter mit der Zeit ausgetauscht werden, die dann IPv6 beherschen, so dass sich auch diese Huerde fuer die Verbreitung von IPv6 allmaelich abschwaechen duerft.

Insofern bin ich zumindestens bedingt hoffnungsfroh das sich die Probleme die man derzeit noch teilweise mit DS-lite hat, vor Ender der 24 Monate Vertragslaufzeit, bzw bevor man den Rechstweg ausgeschoepft hat, weitest gehend in Luft auf geloest haben. Insbesonder da man bereits jetzt auf fast allen PCs (und offenen Systemen) mit sehr wenig Aufwand IPv6 einrichten kann.
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon paul » 22.04.2013, 07:57

apmon hat geschrieben:
Bachsau hat geschrieben:Hat irgendjemand von euch schonmal daran gedacht, dass es schlichtweg eine Sauerei von Unity ist, uns DS-Lite als "Internetzugang" zu verkaufen?

Nein, ist es nicht, da es stand der heutigen Technik das beste ist was sie machen koennen.

Bachsau hat geschrieben: Aber dann sollten Sie ihren Kunden gegenüber nicht die Frechheit besitzen, das Internet-Zugang zu nennen, wenn es höchstens noch zum WWW-Zugang taugt.

Es ist ein voller Internet-Zugang! Man kann ohne Problem von ueberall auf der Welt jeden Computer im Heimnetz erreichen und umgekehrt auch ueberall in die Welt hinauskommen. Insofern ist das mehr als was man mit seiner einen IPv4 Adresse machen konnte.



DS-Lite ist nicht das Beste, was UM machen kann. Wenn schon, dann vollwertiges DS mit IPv4 & IPv6, alles andere täuscht die Kunden über die tatsächliche Benutzbarkeit ihres Internetanschlusses. So ein IPv6-Anschluss von UM ist kein vollwertiger Internetanschluss im Sinne der marktüblichen Anschlüsse, denn er stellt nicht die marktüblichen Dienste uneingeschränkt zur Verfügung. UM verschweigt dies bei Vertragsabschluss aber.
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon conscience » 22.04.2013, 09:00

Ich lese hier "marktübliche Anschlüsse", "marktübliche Dienste" , "wahrscheinlich", etwas vom Rechtsweg...

Alles sehr schwammig.
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon Knifte » 22.04.2013, 09:13

paul hat geschrieben:DS-Lite ist nicht das Beste, was UM machen kann. Wenn schon, dann vollwertiges DS mit IPv4 & IPv6


Wie hier aber schon gefühlt 1 Million mal geschrieben wurde geht das aber nicht, weil UM dafür keine ausreichende Anzahl von IPv4-Adressen mehr frei hat. Da bräuchte man ja zwingend für jeden Kunden mindestens ein IPv4-Adresse.

Da UM diese Adressen aber nicht hat, ist DS-lite die beste (und wahrscheinlich einzige) Möglichkeit die UM hat. Auch wenn es dir nicht passt.
Viele Grüße

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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon hajodele » 22.04.2013, 09:37

Knifte hat geschrieben:
paul hat geschrieben:DS-Lite ist nicht das Beste, was UM machen kann. Wenn schon, dann vollwertiges DS mit IPv4 & IPv6


Wie hier aber schon gefühlt 1 Million mal geschrieben wurde geht das aber nicht, weil UM dafür keine ausreichende Anzahl von IPv4-Adressen mehr frei hat. Da bräuchte man ja zwingend für jeden Kunden mindestens ein IPv4-Adresse.

Da UM diese Adressen aber nicht hat, ist DS-lite die beste (und wahrscheinlich einzige) Möglichkeit die UM hat. Auch wenn es dir nicht passt.


Ich komme von Kabelbw-Land, in dem man zunächst auch diese "tolle" IPv6 DS-Lite bekommt.
Seltsamerweise schafft man es dort, wenn man sich nicht zu dumm anstellt, dieses wieder auf IPv4 oder IPv6 DS umstellen zu lassen.
Diese Option hat es anscheinend bei UM nie gegeben. Mir kann aber keiner erzählen, dass der Sack im Oktober schon so leer war.

Befremdlich ist es bei beiden Anbietern, dass über dieses Thema weder in der Werbung noch im Bestellprozess hingewiesen wird.
Dabei könnte man es possitiv darstellen, z.B. "Wir liefern modernste IPv6 Netze"

So kann nicht mal der unbedarfte User so was primitives machen, wie über Apps, Fernzugang oder My!Fritz mal zuhause nachschauen, wer so angerufen hat.
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Re: Umstellung von ipv4 auf ipv6 ich will wieder in mein Net

Beitragvon Creep89 » 22.04.2013, 09:38

Irgendwo hat doch hier einer geschrieben, dass man nicht einmal ein eigenen Subnetz von UM zugewiesen bekommt, sondern nur eine IPv6. Nicht nur, dass UM den Mist aka DS-Lite benutzt, nein, sie verhunzen auch noch die Idee von IPv6.


(vorausgesetzt, der User hat sich nichts ausgedacht)
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