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Webserver auf eigenem Rechner

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon koax » 09.01.2008, 18:26

Soweit ich die AGB richtig interpretiere, schließt Unitymedia vertraglich die Betreibung eines Web- oder FTP-Servers aus:
"3.6 Der Betrieb von Serverdiensten an dem Internetanschluss durch den Kunden, die Nutzung der von dem Kabelnetzbetreiber
gewährten Internetdienste zum Zwecke der Bereitstellung von Tele- und/oder Mediendiensten und/oder anderen
Telekommunikationsdiensten durch den Kunden gegenüber Dritten ist nicht gestattet."

Weiß man, wie konsequent UnityMedia hier in der Praxes reagiert:
1. Sind die betreffenden Standardports für FTP und HTTP gesperrt?
2. Überwacht man einen entsprechenden Verkehr, um Zuwiderhandlungen feststellen zu könne.
3. Weiß jemand von Kündigungen aus diesem Grund?

Ich meine hier nicht Konsequenzen hinsichtlich öffentlich zugänglicher Server auf dem eigenen Rechner sondern eine völlig private Nutzung, z.B. Zugriff auf einen Web- bzw. FTP-Server durch einen selbst bzw. durch einen engsten privaten Kreis.
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon verwirrt » 09.01.2008, 18:44

Hallo,

für "eigene" Zwecke wird dir niemand die Bereitstellung eines FTP Servers untersagen. Auch eine Portsperre / Drosselung der Geschwindigkeit, sowie "Überwachung" der Ports findet nicht statt.

Du kannst also beruhigt für eigene Zwecke einen HTTP/FTP Server aufsetzen.

Gruß,
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon Moses » 09.01.2008, 20:16

Also bei mir läuft nen FTP und nen HTTP Server für meine eigenen Zwecke, die Ports sind schön frei und ungedrosselt... ;)

Wobei man aus Sicherheitsgründen, falls möglich, die Ports ruhig etwas variieren sollte. In den Servern gibt's oft Sicherheitslücken und wenn die dann jeder auf Port 80 findet is nich so toll.

Ich versteh den Abschnitt der AGB im übrigen so, dass hauptsächlich gewerbliche Nutzung des Anschlusses für Server verboten wird. Kann mich aber auch irren, bin kein Jurist.
Moses
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon ralfk » 10.01.2008, 09:00

Moin,

ich vermute, dass sich der Passus am Ende des Satzes "[...] gegenüber Dritten [...]" auch auf den ersten Teil des Satzes, also auch auf den "Betrieb von Serverdiensten" bezieht. Oder auch nicht ? Damit wäre zu klären, was "gegenüber Dritten" bedeuten soll. Wenn ich einen Webserver in meinem LAN dem Internet öffne, dann greifen "Dritte" auf meine Seiten zu. Ist das gemeint ? Oder meint man mit "Dritte", dass eben diese "Dritte" nicht den Serverdienst bei mir "betreiben" dürfen, was im Prinzip einer gewerblichen Nutzung (Hosting) gleichkommen würde (oder auch schon einem Tele-/Mediendienst). Es wäre zudem wünschenswert, dass UM ein wenig mehr Klarheit reinbringen würde, was ein Serverdienst im Sinne dieser AGB ist.

Das Verbieten eines von mir betriebenen Serverdienstes zu privaten Zwecken (Webserver mit meiner privaten Homepage z.B.) wäre wirklichkeitsfern, da das Internet eben auch für immer mehr Normaluser mittlerweile nicht nur aus dem Herunterladen von Daten besteht, sondern auch das Betreiben von einfachen und privaten Serverdiensten umfasst. Mittlerweile sind viele Anwendungen sogar auf einen eigenen Serverdienst angewiesen (Game-Server oder "seriöse" Peer-to-Peer Dienste). Wenn dabei nicht dutzende GB Daten hochgeladen oder gar gesetzeswidrige Daten ausgetauscht werden, sehe ich darin kein Problem. Wenn UM wirklich alle Internet-Serverdienste (im technischen Sinn durch öffnen eines Listening-Ports zum Internet) verbieten würde, wäre die Wahl eines anderen ISPs der nächste Schritt.

Schönen Tag noch
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon nuuk » 10.01.2008, 19:05

In den FAQ gibt es dazu etwas. Ein Privater Server ist erlaubt, solange er nicht zu großen Traffic verursacht.
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon ralfk » 11.01.2008, 12:55

Erläuterungen in den FAQ sind zwar löblich, aber im Endeffekt zählt, was in den AGBs steht. Dort steht, dass es verboten ist. Man sollte also dann auch die AGBs entsprechend anpassen.
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon Moses » 11.01.2008, 14:03

Du hast doch selber gesagt, dass du dir nicht ganz sicher bist mit deiner Interpretation... bist du selber Jurist? Falls nicht, frag mal einen... oder frag bei UM nach, wie die Klausel gemeint ist (was die FAQ beantworten würde) oder, wenn auch das dir nicht reicht, um explizite Erlaubnis.

Außerdem solltest du auch mal recherchieren, wie die AGBs anderer Provider aussehen, soweit ich mich an meine bisherigen Provider erinnere, haben die eine ähnliche Klausel in den AGBs, die auch ähnlich schwammig formuliert ist.

So, und nu können wir vielleicht die Haarespalterei aufhören... wenn sich bis jetzt keiner über den Webserver beschwert hat, dann wird das auch nicht passieren... wenn sich einer beschwert, dann ist die folge daraus sehr wahrscheinlich die Kündigung deines Anschlusses, womit die Suche nach einem alternativen Provider dann ganz automatisch anfängt. Also aus pragmatischer Sicht überhaupt kein Problem :P
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon ralfk » 11.01.2008, 14:37

Haarspalterei seitens der Kunden ist ja geade deshalb nötig, weil Dienstleister noch nicht mal in der Lage sind, eine für den Endkunden verständliche Beschreibung der Dienste und Geschäftsgrundlagen zu liefern. Nur weil das woanders auch nicht besser ist, heisst es nicht, das man dazu schweigen sollte. Wieso muss man es seitens der Dienstleister also darauf ankommen lassen, sich darüber mit dem Kunden zu kötten, wenn man es doch einfach deutlicher in die AGBs schreiben könnte ? Es muss doch gerade das Ziel sein, dass man auch als Nicht-Jurist versteht, wie der Dienst genutzt werden darf und wie nicht.
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon Moses » 13.01.2008, 12:46

Hast du schon mal mit einem Juristen zusammen gearbeitet? Da etwas klar formuliert zu bekommen ist eine vollkommen utopische Vorstellung. Sowas geht auch dann nicht, wenn es das 3-Fache Honorar extra gibt. :P

In diesem Fall wäre das Problem einer klaren Formulierung noch, dass man dann jeden Dienst einzeln aufzählen müsste und das für jeden neuen Dienst anpassen müsste. Was ist, wenn ein Dienst fehlt in der Aufzählung? Dann ist man direkt wieder in der Grauzone... hilft also im Endeffekt keinem weiter.
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Re: Webserver auf eigenem Rechner

Beitragvon ralfk » 13.01.2008, 13:03

Im Prinzip hast Du Recht, denn bis ins Kleinste wird man nie alles erklären und beschreiben können. Der erste Schritt wäre aber, mal eine gute Produkt- bzw. Leistungsbeschreibung der Produkte und Dienste zu erstellen und nicht alles in FAQs zu stecken (die zudem beliebig geändert werden können und unverbindlich sind). Die Sache mit den Serverdiensten gehört nämlich IMHO nicht in die AGBs sondern in eine Internetzugangs-Leistungsbeschreibung (als PDF-Dokument, keine Webseite). Viele Erläuterungen aus den FAQ könnte man dann in die Leistungsbeschreibung aufnehmen, welche mit einem Release-Datum versehen wird und durchaus an neue technische Begebenheiten angepasst werden kann. AGBs sind nicht so leicht anpassbar.

So wurde jedenfalls zu der Zeit mit Produkten gearbeitet, als ich selbst noch maßgeblich bei einem ISP gearbeitet habe :zwinker: Vielleicht sucht UM ja mal einen Produktmanager, dann bewerbe ich mich vielleicht :zwinker: Arbeit wäre genug da ...
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