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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon giraldillo » 01.11.2013, 14:19

Danke, Du bist mein Held!

wie es bislang weiterging und eine Lösung aussehen könnte:

I.

- SixXS-Account eingerichtet (Ayiya)
- auf dem lokalen Rechern funktioniertes es mit dem TAP-Driver und Aiccu nicht (Registry Error). Aktuelles OpenVPN runtergeladen, installiert. Aiccu läuft (Konsolenversion mit angepasstem config-File).
- IPv6-Adressen sind erreichbar, IPv6-Tests positiv (inkl. Namensauflösung).

[Notiz am Rande: da ich mit dem lokalen Rechner über einen DD-WRT-Router ins Internet komme, der die WAN-Verbindung über einen UMTS-Stick herstellt, musste für meinen Teredo-Test noch IPv6 im Router enabled werden und eine extern gültige IPv4-Adresse über einen VPN-Tunnel, der hier mit einem Cisco-Client realisiert wurde]

II.

- Fritzbox 6320 vor dem Server damit problemlos erreichbar
- in der Fritzbox hab ich die myFritz-Freigaben erstmal wieder rausgeschmissen
- in den IPv6-Freigaben dann Port 80 und IPv6-Ping geöffnet
- der dahinterliegende Server konnte dann mit der IPv6-Adresse mit enthaltener MAC-Adresse auch erfolgreich gepingt werden.
- der Webserver auf Port 80 blieb unerreichbar.

Kurzer Test mit meinem lokalen Rechner (der ist ja auch XP SP3) ergab dann, dass über IPv6 auch Port 80 nicht erreicht werden kann. Mit 'netsh interface portproxy add v6tov4 listenport=80' war dann mein lokaler Rechner auch über IPv6 als Webserver erreichbar.

III.

Also ist der Plan nunmehr auf dem Server folgendes zu tun:

Code: Alles auswählen
netsh interface ipv6 set privacy state=disabled store=active
netsh interface ipv6 set privacy state=disabled store=persistent
netsh interface portproxy add v6tov4 listenport=80


(der Rest zu den Priv. Ext. produzierte Fehlermeldungen auf einem XP SP3)

Dann sollte hoffentlich der Webserver erreichbar sein.

Für andere Dienste dann weitere passende PortProxies und es sollte laufen.

Hoffe ich.
giraldillo
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 01.11.2013, 15:53

giraldillo hat geschrieben:Danke, Du bist mein Held!

Hat das Mädchen gestern auch gesagt ... ;)

giraldillo hat geschrieben:- SixXS-Account eingerichtet (Ayiya)
- auf dem lokalen Rechern funktioniertes es mit dem TAP-Driver und Aiccu nicht (Registry Error). Aktuelles OpenVPN runtergeladen, installiert. Aiccu läuft (Konsolenversion mit angepasstem config-File).
- IPv6-Adressen sind erreichbar, IPv6-Tests positiv (inkl. Namensauflösung).

[Notiz am Rande: da ich mit dem lokalen Rechner über einen DD-WRT-Router ins Internet komme, der die WAN-Verbindung über einen UMTS-Stick herstellt, musste für meinen Teredo-Test noch IPv6 im Router enabled werden und eine extern gültige IPv4-Adresse über einen VPN-Tunnel, der hier mit einem Cisco-Client realisiert wurde]

Was mich wundert, ist der komplizierte Weg, den Du hier gehst.
Hast Du etwa auf beiden Seiten keine Möglichkeit, einen Tunnel (SixXS/Hurricane Electric) bereits im Router einzurichten?
Das ist der Weg, den ich immer bevorzugen würde, also ein Tunnel bereits im Router, der mir dann das gesamte LAN IPv6-tauglich macht und keine Frickeleien mehr auf den einzelnen Geräten erfordert.

DD-WRT z.B. kann das alles ja eigentlich von Haus aus: DD-WRT: IPv6 (Tutorial)
Ebenso können Fritz!Boxen sowohl 6in4-Tunnel (Hurricane Electric) als auch SixXS-Tunnel.
Bei den meisten anderen Routern (z.B. Asus, D-Link) ist man auf die 6in4-Tunnel beschränkt, also z.B. Hurricane Electric, aber Tunneln auf den einzelnen Geräten würde ich das jederzeit vorziehen.

Kleine Randnotiz:
Auch ich habe noch nie den von SixXS angebotenen TAP-Driver ans Laufen gekriegt, es geht einfach nicht. Der Weg über die Installation von OpenVPN (Der TUN/TAP-Driver davon reicht) funktioniert aber einwandfrei.
Allerdings hat aiccu zumindest unter Windows einen Fehler: Beim Abbau des Tunnels bleibt die IPv6 default route stehen. Das stört schon gewaltig, wenn man den Tunnel z.B. auf einem Notebook nutzt, das im Heimnetzwerk native IPv6-Unterstützung hat (Über den Tunnel im Router) und aiccu nur für unterwegs nutzt, wo man evtl. mal kein IPv6 hat.
Diese default route muß dann jeweils über "route delete" auf der Shell gelöscht werden, wenn man nach Hause zurückkommt.

giraldillo hat geschrieben:Kurzer Test mit meinem lokalen Rechner (der ist ja auch XP SP3) ergab dann, dass über IPv6 auch Port 80 nicht erreicht werden kann. Mit 'netsh interface portproxy add v6tov4 listenport=80' war dann mein lokaler Rechner auch über IPv6 als Webserver erreichbar.

  1. Die Anweisung
    netsh interface portproxy add v6tov4 listenport=80
    muß u.U. bei jedem Systemstart wiederholt werden.
  2. Der Port-Prox ist nur ein Workaround.
    Ich würde zuerst versuchen, den Server für IPv6 zu konfigurieren.
    Für den Remote Desktop ist der PortProxy hingegen tatsächlich der einzig dokumentierte Weg, um IPv6-Konnektivität zu erreichen.
    Hier eine hübsche Anleitung auf Deutsch, inkl. dem Zufügen des Portproxies zu einem Systemstart-Script.
    Die Anleitung nutzt allerding die unnötig lange Schreibweise
    netsh interface portproxy add v6tov4 listenport=3389 connectaddress=127.0.0.1 connectport=3389
    wohingegen
    netsh interface portproxy add v6tov4 listenport=3389
    völlig reicht, denn Standard für connectaddress ist der lokale PC und Standard für den connectport ist derselbe Port wie für den listenport.

    Die anderen Parameter braucht man eher für so etwas:
    netsh interface portproxy add v4tov6 listenport=10005 fritz.box 10005
    Damit kann ich den oscam-Cardserver auf meiner Fritz!Box über IPv6 erreichen, obwohl das Plugin im DVBViewer nur IPv4 unterstützt. Es verbindet sich einfach mit 127.0.0.1:10005 und wird dann über den Port-Proxy mit der IPv6-Adresse der Fritz!Box auf Port 10005 verbunden. Tierisch überflüssig, denn im lokalen Netzwerk kann man ja immer auch IPv4 nutzen, aber das kann ja jeder.

    Hilfreich ist das aber, wenn Du von einem Windows XP Rechner aus über Remote Desktop auf einen Rechner mit Vista/Seven/8 oder mit Windows XP plus Portproxy zugreifen willst, der nur per IPv6 erreichbar ist. An sich ist der Rechner ja über IPv6 erreichbar, aber der Windows XP Remote Desktop Client wird vermutlich genauso auf IPv4 beschränkt sein, wie der Server.
    Nach Eingabe von
    netsh interface portproxy add v4tov6 listenport=3390 IPv6-oder-auf-IPv6-auflösbare-URL-des-entfernen-RDP-Rechners 3389
    wäre der entfernte Rechner aber auch unter der IPv4-Adresse
    127.0.0.1:3390
    erreichbar.


giraldillo hat geschrieben:Für andere Dienste dann weitere passende PortProxies und es sollte laufen.

Wie gesagt, ich würde immer erst versuchen, den Dienst aus eigener Kraft IPv6-tauglich zu machen.
Ich habe das jetzt für den Apache Web-Server mal eruiert, anscheinend ist auch der httpd nicht kompatibel mit den getrennten Stacks für IPv4 und IPv6, wohl aber mit dem ab Vista verwendeten DualStack.
Windows Fistel habe ich ja auch übersprungen, aber inzwischen hat Windows XP seine besten Zeiten dann doch hinter sich.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon giraldillo » 03.11.2013, 13:48

also: nachdem ich per Batch-Datei die Port-Proxies habe einspielen lassen, funktioniert fast alles (Remote Desktop, Mailserver, Web-Server). Lediglich Netzlaufwerke des Servers erreiche ich nicht, ist aber nicht so wichtig.

Da ich meinen SixXS-Tunnel auch auf dem Smartphone nutzen will, möchte ich den Tunnel eigentlich nicht auf dem Router einrichten - auch wenn das wohl die elegantere Lösung wäre. Auf der Seite des Servers will ich eh nicht mehr machen als unbedingt nötig.

Port-Proxy auf dem Server per Batch-Datei als Autostart löst erstmal alle Probleme (das Ding läuft sowieso durch und der Neustart ist die Ausnahme).

Das ist natürlich eine etwas gefrickelte Lösung, aber der Server soll unter diesen Bedingungen noch ca. 1-1,5 Jahre laufen und wird dann abgeschaltet. Dafür wird's hoffentlich reichen.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 03.11.2013, 14:26

giraldillo hat geschrieben:also: nachdem ich per Batch-Datei die Port-Proxies habe einspielen lassen, funktioniert fast alles (Remote Desktop, Mailserver, Web-Server).

Mein Reden.

giraldillo hat geschrieben:Da ich meinen SixXS-Tunnel auch auf dem Smartphone nutzen will, möchte ich den Tunnel eigentlich nicht auf dem Router einrichten - auch wenn das wohl die elegantere Lösung wäre.

Du kannst Tunnel requesten bis zum Erbrechen und kriegst die auch.
Wenn Du einmal einen Tunnel im Dauerbetrieb - also auf dem Router - einrichtest, dann hast Du früher oder später ISKs ("Credits") genug um jeden Tunnel zu beantragen, den Du haben willst.

Ich habe z.B. für jeden stationären Internet-Zugang einen, der dann im jeweiligen Router eingerichtet ist, und einen "für unterwegs", der im Smartphone eingerichtet ist.
Da ich niemals nur das Notebook mit habe, sondern immer auch das Smartphone, umgekehrt aber durchaus auch oft genug nur das Smartphone dabei habe, ist das so optimal:
Indem ich das Notebook grundsätzlich über das Smartphone online bringe (USB-Tethering), kann ich auch immer den SixXS-Tunnel in androiccu mitbenutzen.

Ich könnte natürlich noch für alle Fälle einen weiteren Tunnel beantragen und den dann auf dem Notebook bereithalten, falls ich doch mal allein über das Notebook online gehen will (Wäre ja bei einem Zugang über LAN statt WLAN denkbar).

Anfangen sollte man dafür natürlich mit einem dauerhaft betriebenen Tunnel im Router oder einem "always on"-Rechner, ansonsten wird es schwer, neue ISKs für neue Tunnel zu verdienen.

Man erhält ja zu Beginn 25 ISK, braucht aber 15 pro Tunnel (10 zum Requesten, 5 wenn er zugewiesen wird). D.h. man kann einen Tunnel direkt beantragen und muß den dann eine (zwei?) Wochen am Stück aktiv halten, um 5 ISKs hinzuzuverdienen. Danach kann man den nächsten Tunnel anfordern.
Doof, wenn man dringend zuerst einen Tunnel für unterwegs braucht (z.B. weil man zuhause schon "Dank" Unitymedia IPv6 hat), geht aber auch, wenn man mal ein oder zwei Wochen darauf achtet, jeden Tag ein paar Stunden lang den Tunnel auf dem Smartphone aktiv zu halten. Der muß nämlich keine 24h laufen, sondern immer nur so, daß er jeden Tag als aktiv erkannt wurde.
Steht bei einem ayiya-Tunnel im "User Home" drin, daß er zuletzt am 2.11.2013 um 11 Uhr online war, dann zählt der wieder als durchgehend online, wenn man ihn heute wieder anschmeißt, bis er als online im User Home steht, dann morgen wieder, usw. usf.

Ansonsten kann man ja in den meisten Routern auch Tunnel von Hurricane Electric einrichten, die kann man sofort nach Anmeldung nutzen. Die taugen zwar nicht für's Smartphone, aber sehr gut für den stationären Betrieb.
Eine echte Alternative, insbesondere wenn man sich bei SixXS in eine Sackgasse manövriert hat (ISKs für nur temporär genutzte Tunnel verballert, die nun keine oder nur wenige neue ISKs generieren).
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon giraldillo » 03.11.2013, 18:52

ich werd' wohl einen Tunnel im Router einrichten, sobald ich zuhaus wieder ein "richtiges" Internet habe. Derzeit läuft der DD-WRT-Router halt über einen UMTS-Stick und hat daher selbst keine öffentliche IPv4-Adresse (nicht pingbar).
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon frozen1900 » 14.11.2013, 17:19

Hallo zusammen,

auch wenn es hier bestimmt schon sehr oft besprochen wurde würde ich gerne meine Fragen stellen (innerhalb 96 Seiten ist es doch sehr schwer das richtige rauszufiltern)

Ich besitze jetzt auch einen UM Anschluss mit ipv6 und ds-light (Fritzbox 6360). Die Telekom gibt momentan immer noch nur ipv4 raus, zusätzlich bin ich des öfteren in Wlan Netzen z.B. Firma, wo nur ipv4 vorhanden ist. Daher habe auch ich mich mal umgesehen und bin bei sixxs gelandet.

Heute habe ich den ersten Tunnel erhalten und wollte ihn gerade per Androiccu testen. Allerdings findet die App keinen Tunnel (ich erhalte nur einen Eintrag "null"). Möglicherweise muss ich einfach noch etwas warten?

Wie bekomme ich über sixxs denn die Verbindung zu meinem Netz hin, also nicht nur port 80? Kann ich auf der FB 6360 einen VPN Server einrichten? (Wie) ist der Weg über den Tunnel gesichert? Oder ist das so offen wie ein Scheunentor, wenn ich den Tunnel nutze?


Edit: Es gibt keine Möglichkeit einen Sixxs Tunnel auf der FB einzurichten, damit diese einfach über eine Feste IPv6 Adresse erreichbar ist, richtig?
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 14.11.2013, 18:05

frozen1900 hat geschrieben:Die Telekom gibt momentan immer noch nur ipv4 raus,

Das ist nicht korrekt.
Neuanschlüsse (All-IP) seit ca. September 2012 erfolgen mit vollwertigem DualStack. Bestandskunden mit echter Telefonie (Also analog oder ISDN bzw. "Universal") haben allerdings noch IPv4-only und werden auch nicht auf Dual Stack umgestellt.

frozen1900 hat geschrieben:Heute habe ich den ersten Tunnel erhalten und wollte ihn gerade per Androiccu testen. Allerdings findet die App keinen Tunnel (ich erhalte nur einen Eintrag "null"). Möglicherweise muss ich einfach noch etwas warten?

Wenn der Tunnel schon genehmigt wurde, muß das eigentlich funktionieren. Zugangsdaten falsch eingegeben?

frozen1900 hat geschrieben:Wie bekomme ich über sixxs denn die Verbindung zu meinem Netz hin, also nicht nur port 80?

Alles, was Du in Deinem Heimnetz über IPv6 freigibst, kannst Du auch über den SixXS-Tunnel von außerhalb erreichen:
Der SixXS-Tunnel stellt einfach nur einen Zugang zum IPv6-Teil des Internets her und damit zu allem, was über IPv6 verfügbar ist.

frozen1900 hat geschrieben:Kann ich auf der FB 6360 einen VPN Server einrichten? (Wie)

Nein, da das AVM VPN zum derzeitigen Zeitpunkt kein IPv6 unterstützt.
Sofern Du die Möglichkeit hast, einen anderen VPN-Server in Deinem Heimnetz zu etablieren (Z.B. auf einem NAS, einem Raspberry Pi, auf einem im Heimnetz befindlichen Rechner ...), dann gilt das vorhin gesagte: Alles, was Du in Deinem Heimnetz über IPv6 verfügbar machst, kann auch über den SixXS-Tunnel erreicht werden, also auch z.B. ein OpenVPN-Server ...

frozen1900 hat geschrieben:ist der Weg über den Tunnel gesichert? Oder ist das so offen wie ein Scheunentor, wenn ich den Tunnel nutze?

Wie bereits erklärt: Der SixXS-Tunnel stellt einfach nur einen Weg in den IPv6-Teil des Internets für das Gerät/Netzwerk zur Verfügung, auf/in dem der Tunnel eingerichtet wird.
Das Internet an sich ist anfällig für man-in-the-middle-Angriffe, Deine Daten sind somit sowohl über IPv4 als auch über IPv6 immer nur so sicher bzw. unsicher, wie die verwendeten Absicherungen.

Eine Telnet-Sitzung (Als Beispiel für ein extrem unsicheres Protokoll) über den SixXS-Tunnel kann somit auf jedem Schritt zwischen Client und Server genauso einfach mitgeloggt werden wie eine Telnet-Sitzung über IPv4. Ein VPN über den SixXS-Tunnel ist genauso sicher oder unsicher, wie es mit denselben Verschlüssungsmethoden auch über IPv4 wäre.

Mit anderen Worten: Für den IPv6-Traffic durch den SixXS-Tunnel sind exakt die selben Sicherheitserwägungen vorzunehmen wie für den bisherigen IPv4-Traffic.

frozen1900 hat geschrieben:Edit: Es gibt keine Möglichkeit einen Sixxs Tunnel auf der FB einzurichten, damit diese einfach über eine Feste IPv6 Adresse erreichbar ist, richtig?

Auf einer mit nativem IPv4 angebundenen Fritz!Box schon.
Auf einer per DS-lite/IPv6 angebunden Fritz!Box - also auch Deiner - nicht, weil die IPv6-Tunneleinstellungen in der Fritz!Box nur dazu dienen, eine Verbindung zum IPv6-Internet herzustellen. Da die aber schon nativ vorhanden ist, macht ein Tunnel zum Erlangen von IPv6-Konnektivität eben keinen Sinn mehr.

Du kannst aber die MyFritz!-Funktionalität nutzen, um IPv6-taugliche DynDNS-Adressen für Deine Geräte im Heimnetz zu erhalten. Wie das geht, habe ich im Kleiner TCP/IP-Workshop - IPv6 und IPv4 beschrieben.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon frozen1900 » 14.11.2013, 18:40

Danke :) Ich hätte bei der Telekom dazu sagen müssen, das es sich um Mobilfunk handelt und es hier nur ipv4 gibt ;)

Das er den Tunnel vorhin nicht gefunden hat lag am firmennetz, der port ist zu. Falls ich morgen die Zeit finde, werde ich den mal frei machen.

Dann werd ich wohl oder übel den RPi zum VPN Server machen müssen, den homeserver will ich nicht 24/7 laufen lassen.

Danke dir nochmal :) Schon hab ich wieder etwas gelernt. Jetzt muss ich nur noch dafür sorgen, dass ich einen zweiten Tunnel erhalte.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon giraldillo » 18.11.2013, 17:13

Nochmal zum Abschluss von meiner Frage:

- Sixxs hat funktioniert, aber dann wurde ich von denen wieder rausgekickt (Account Disabled). Keine Ahnung warum, meine Identitätsdaten stimmten und die Mail-Adresse entsprach auch den Anforderungen.

- wegen eines Defekts des Servers am UM-Anschluss hab' ich den jetzt bei mir aufgestellt (02-DSL mit IPv4 only). Daher musste vom UM-Anschluss "nur" noch auf einen IPv4-Rechner verbunden werden.

- leider war vom UM-Anschluss dann eine ausgehende VPN-Verbindung nur mit IPSec möglich, nicht hingegen PPTP. Da ich aber keinen Bock habe, hier noch IPSec einzurichten während PPTP über meinen DD-WRT-Router quasi "per Knopfdruck" verfügbar ist, hatten letztlich alle Beteiligten die Faxen dicke: UM ist gekündigt und stattdessen ein Telekom-DSL beauftragt. Damit sollte dann wieder alles "wie früher" klappen.

Danke nochmal für die Hilfe - mögen die Erfahrungen auch anderen nochmal von Nutzen sein.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 19.11.2013, 18:33

giraldillo hat geschrieben:- Sixxs hat funktioniert, aber dann wurde ich von denen wieder rausgekickt (Account Disabled). Keine Ahnung warum, meine Identitätsdaten stimmten und die Mail-Adresse entsprach auch den Anforderungen.

SixXS ist da sehr kleinlich:
Wenn Du von einem bestehenden Tunnel aus einen neuen Account beantragst, dann werten die das als Versuch, gegen diesen Punkt des Reglements zu verstoßen:
"You are allowed to have one (1) account. If we detect anything that may might lead to think otherwise your accounts will be disabled without warning."

Selbst wenn ein zweiter Account für eine weitere, existierende Person und einen technisch unabhängigen Standort sein soll, gilt:
"If you administrate multiple networks, eg, one at home, one at work and one at your parents, then those belong to one account as you are the single administrator."

Also sollte man im Zweifelsfall lieber einen neuen Tunnel für den bereits bestehenden Account beantragen, statt einen neuen Account anzulegen.

giraldillo hat geschrieben:- leider war vom UM-Anschluss dann eine ausgehende VPN-Verbindung nur mit IPSec möglich, nicht hingegen PPTP. Da ich aber keinen Bock habe, hier noch IPSec einzurichten während PPTP über meinen DD-WRT-Router quasi "per Knopfdruck" verfügbar ist,

Das hat dann aber mit VPN nicht viel am Hut:
Virtual Private Network steht ja für ein virtuelles Netzwerk, das eben trotzdem privat ist und nicht für ein Netzwerk, dessen Privatsphäre nur eingebildet/virtuell ist, weil das verwendete Protokoll unsicher ist :)
Heise: Der Todesstoß für PPtP

Aus diesem Grund empfehle ich auch keine Router, die de facto kein VPN können und das ist eben auch der Fall, wenn nur PPtP unterstützt wird.

giraldillo hat geschrieben: hatten letztlich alle Beteiligten die Faxen dicke: UM ist gekündigt und stattdessen ein Telekom-DSL beauftragt. Damit sollte dann wieder alles "wie früher" klappen.

Jor.
Man hätte natürlich die Situation auch nutzen können, um von dem "VPN" ohne vernünftige Verschlüsselung wegzukommen.

Aber vielleicht tust Du das ja auch unabhängig von der IPv6-Problematik mal.
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