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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 23.07.2013, 20:45

IPv6_Gast hat geschrieben:Ein klein wenig Aufwand wenn ich irgendwo bin und mal schnell per RDP auf meinen Server zu Hause will/muss ?
Nein danke, wenns total überflüssig ist - für mich wäre das als müsste ich das Rad erst neu erfinden.
Vom Handy ist das dann auch nicht mehr so einfach.

Erstens:
Dir ist aber schon klar, daß es Dein Handy ist, das sich nicht mit dem ganzen Internet verbinden kann und nicht Dein PC zuhause?
Also solltest Du das eigentlich mit Deinem Mobilfunkprovider klären. Der wird sich zwar auch herzlich wenig dafür interessieren, wäre aber zumindest der richtige Ansprechpartner.

Zweitens:
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich komme ohne Probleme über IPv6 auf meine Kisten. Dank IPv6 sogar auf alle, ohne dafür unterschiedliche Ports nutzen zu müssen.
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Kurz gesagt: Es gibt mit IPv6 keine Einschränkungen, nur ohne.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 23.07.2013, 20:58

... Mal den Traffic auf meinem Server reduzieren ;) ...
Zuletzt geändert von SpaceRat am 23.07.2013, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon eazrael » 23.07.2013, 22:50

Joerg hat geschrieben:
neelix99 hat geschrieben: D.h. ich zahle die Zeche dafür, dass UM - was auch immer - falsch gemacht hat. Und es ist mir wurscht, ob es keine IPV4 Adressen mehr auf dem Markt gibt. Aus Kundensicht sind Funktionalitäten, die heute Standard sind, bei einem UnityMedia Privatkunden-Anschluss nicht vorhanden.


Nein, Du kaufst einen Internetanschluß (keinen IPv4-Anschluß) als Gesamtpaket bei UM. Der kann prinzipiell auch mittels IPv6 und DSLite realisiert werden.

Bitte definiere "Internetanschluss".
Wenn man theoretisch im Web (also http/s) browsen kann? Für mich ist ein vollwertiger Internetanschluss nach aktuellem Stand der Technik auch von aussen erreichbar. Oder mit den beliebten "Verfügbarkeitszusagen" zu 99% (98%, 95% etc) im Mittel erreichbar und zur selben Quote ausgehend "ereichbar". Wäre eine Betrachtungsmöglichkeit. Oder stellen wir uns mal IPv4 oder IPv6 only Lösung an. Mit der IPv4 only Lösung werde ich wohl die 99% des Internets erreichen können. Wo stehen wir bei IPv6? Knacken wir das 1%?
Was nützt mir der Anschluss wenn einige meiner Anwendungsfällle nicht mehr klappen. Was habe ich gekauft? Internet oder nur Web oder 100 ausgesuchte Webseiten in Deutschland?

Und diese ganzen "dann leg dir doch nen Tunnel" Kommentare. Erstmal muss man das technisch können (Wieviele können das?), dann kostet das wieder extra, beispielsweise Service-Gebühren oder Extra-Hardware. Und es ist auch ein weiterer Point of Failure. Jetzt kann nicht nur UM ausfallen, nein, der Tunnelprovider kann auch seine Probleme haben. Mal von ggfs. zusätzlicher Latenz oder Bandbreiteneinschränkungen ganz abgesehen. KISS (Keep it simple, Stupid!)

Momentan hab ich die Business IPv4 von Unitymedia und einen IPv6 Tunnel von SiXXs weil UM mir wohl kein IPv6 geben will. Ich würd's auch toll finden,wenn ich den zusätzlichen Tunnel endlich abschießen könnte..

Oh, und mein Server (Adresse siehe Signatur) ist über IPv6 und IPv4 erreichbar. Web-Traffic über IPv6 ist quasi nichtexistent. Bei SMTP haben immerhin schon einige große umgestellt. Traffic an den Interfaces gemessen: IPv4:IPv6 1:0,04. Ja die IPv6 Migration tut Not. Aber momentan ist DS-Lite eher eine Nutzer-Kastration. Vielleicht einkalkulierter Nebeneffekt, weniger "Server-Betrieb" an Privatkundenanschlüssen. Oder auch weniger Bittorrent-Traffic.

So, weiter programmieren... IPv4/IPv6 kompatibel.
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https://www.evilazrael.de gehostet zuhause, sogar mit IPv6 (lautet bald: sogar mit IPv4 ;))
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Cablemen » 23.07.2013, 22:54

Ich hatte heute einen Kunden der ebenfalls per VPN eine Verbindung zu seiner Firma benötigte und habe ihm auch schon im vornherein darauf aufgeklärt das womöglich mit dem DS-Lite Anschluss Einschränkungen zu erwarten sind. Er ließ mich trotzdem installieren und es stellte sich heraus das seine Firma einen IPv6 fähigen VPN hatte und alles problemlos wie gewohnt funktionierte. Was ich damit sagen will das es doch zeigt dass das Problem bei dem Unternehmen liegt die obwohl seit Jahren bekannt ihre Software bzw. Hardware nicht IPv6 fähig umgestellt haben bzw. 2-gleisig zu fahren. :smile:

Klingt jetzt etwas doof aber manchmal muss halt die Keule rausgeholt werden das sich eventuell was tut. :D
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 23.07.2013, 23:42

eazrael hat geschrieben:
Joerg hat geschrieben:Nein, Du kaufst einen Internetanschluß (keinen IPv4-Anschluß) als Gesamtpaket bei UM. Der kann prinzipiell auch mittels IPv6 und DSLite realisiert werden.

Für mich ist ein vollwertiger Internetanschluss nach aktuellem Stand der Technik auch von aussen erreichbar.

Das sind aber UMTS/3G-Zugänge z.B. nicht, DS-lite-Anschlüsse hingegen schon.

eazrael hat geschrieben:Oder stellen wir uns mal IPv4 oder IPv6 only Lösung an. Mit der IPv4 only Lösung werde ich wohl die 99% des Internets erreichen können. Wo stehen wir bei IPv6? Knacken wir das 1%?

Nur daß die IPv6-only-Anbindung nicht real, sondern ausgedacht ist.
Allerdings sprichst Du da ein interessantes Problem an: Tatsächlich wird die Umstellung fast überall verpennt. Eigentlich sollten es längst 100% über IPv6 erreichbare Server und <100% über IPv4 erreichbare sein.

Die Branche hat sich in eine Lage manövriert, die absoluter Mist ist: Per IPv4 kann man allein schon rechnerisch keine 100% mehr erreichen, weil eben ein Teil der Anschlüsse keine eigene IPv4 mehr hat. Rechnet man also tatsächlich auch die Erreichbarkeit von Privatkundenanschlüssen mit, so wie Du das tust, dann wird die IPv4-only-Erreichbarkeit ebenfalls längst weit unter 99% liegen, weil es z.B. in Asien schon seit 2 Jahren keine "neuen" IPv4 mehr gibt.
Damit sind wir in der Situation, daß eigentlich nur ein Dual Stack-Anschluß wirklich das gesamte Internet erreichen kann.

eazrael hat geschrieben:Was nützt mir der Anschluss wenn einige meiner Anwendungsfällle nicht mehr klappen. Was habe ich gekauft? Internet oder nur Web oder 100 ausgesuchte Webseiten in Deutschland?

Da es sich eben nicht um IPv6-only handelt, sondern um DS-lite, kannst Du korrekt konfigurierte Dienste im gesamten Internet erreichen: Web, Mail, FTP, Finger, Gopher, ...
Das hat der Anschluß einem IPv4-only-Anschluß schon einmal voraus, da dieser eben nur noch einen Teil des Internets erreichen kann, was ja auch das eigentliche Problem der Leute mit DS-lite ist (Von Dual-Stack aus sind sie ja erreichbar).
Auch wenn das Augenmerk der Leute momentan eher darauf abzielt auch vom veralteten IPv4-only-Anschluß des Kollegen/Verwandten/Bekannten/Mobilfunkanbieters aus erreichbar zu sein als die Homepage vom asiatischen Studienfreund aufrufen zu können, liegt das Problem beim IPv4-only-Anschluß und muß auch da gelöst werden. Alles andere (IPv4-Erreichbarkeit über Tunnel, Anbieterwechsel trotz langsamerer Anbindung, ...) sind keine echten Lösungen, sondern nur Work-Arounds. Das Problem kommt früher oder später wieder.

eazrael hat geschrieben:Vielleicht einkalkulierter Nebeneffekt, weniger "Server-Betrieb" an Privatkundenanschlüssen. Oder auch weniger Bittorrent-Traffic.

Alle gängigen BitTorrent-Clients können IPv6 ...
Wenn die Verfügbarkeit von IPv6 nicht davon abhinge, daß sich der Nutzer aktiv einen SixXS-Tunnel beschafft, sondern einfach geschaltet würde, dann würde das auch entsprechend mehr IPv6-Traffic z.B. bei BitTorrent nach sich ziehen. Aktuelle Systeme sind eigentlich so vorkonfiguriert, daß sie Verbindungen bevorzugt über IPv6 abwickeln... sofern verfügbar. In dem Moment also, in dem die Provider auch IPv6-Präfixe zuteilen, wird der IPv6-Traffic sprunghaft ansteigen. Leider verschlafen unsere Provider das aber. Die Telekom nimmt sogar den Telefonanschluß dafür in Geiselhaft! Entweder echtes Telefon und IPv4-only oder Dual Stack, dann aber eben nur mit VoIP.

Ich habe übrigens auch einen IPv4-only-Anschluß von UM und einen SixXS-Tunnel.
Im Moment ist mir das auch sehr recht, weil IPv6 so (Trotz wegen Tunnelings reduzierter MTU) schneller ist als IPv4 ... Warum? Weil mein IPv6-Traffic über NetCologne geht und dort ordentlich geroutet wird (=nicht über Aorta). Und weil NetCologne noch direkt mit UM peert, muß auch der Traffic zum IPv6-Gateway nicht durch Aorta ...
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon neelix99 » 24.07.2013, 11:34

Hi,

das ist ja alles schön und gut was ihr schreibt, nur ist nicht jeder in IT-Dingen so fit, um die Stolpersteine, die mit einem DualStack Lite Anschluss aufreten, zu umschiffen.

Prinzipell müsste ich ja nun an jedem Endgerät, von dem ich auf meinen Anschluss zu Hause zugreifen will, mit einem IPV6-Tunnel ausstatten. Außerden muss jedes meiner Geräte zuhause ebenfalls IPV6 unterstützen.

Sorry, aber ich bleibe dabei, der Markt hat die Einführung von IPV6 verbummelt, und Kunden, die jetzt nur noch IPV6-Anschlüsse bekommen, sind die Gelackmeierten! Also prinzipiell die Kunden von UM :traurig:

Der Vergleich mit einem Handy bzw. UMTS Vertrag hinkt doch. Da wird die Funktionalität der eingehenden Verbindungen überhaupt nicht benötigt. Oder wer will denn von einem beliebigen Internet-Anschluss auf ein Smartphone zugreifen? Hier erwarte ich diese Funktionalität nicht. Bei einem Home-Anschluss ist diese Funktionalität aber Stand der Technik. Für meine Begriffe miete ich nicht nur die Möglichkeit, auf Dienste im Internet zugreifen zu können. Natürlich wird sich hier niemand auf einen Rechtsstreit mit UM einlassen, die dürften in jedem Fall den längeren Atem haben.

Interessant finde ich, dass eine Vielzahl der Personen die hier IPV6 verteidigen noch IPV4 Anschlüsse haben. Zugegeben, hätte ich einen IPv4 Anschluss oder besser noch Dual Stack, würde ich sicher mit IPV6 experimentieren und evtl. auch mal ein neues Gerät anschaffen. Mit einen DualStack Lite Anschluss bin ich aber gezwungen, mein ganzes Homenetz sofort IPV6 fähig zu machen und auf jedem Gerät, von dem ich oder einer meiner Freunde darauf zugreifen will, einen IPV6 Tunnel aufzubauen. Soll ich meinem Cousin sagen: "Du musst Dir erst einen IPv6 Tunnel anschaffen, damit Du auf die Bilder von meinem letzen Urlaub zugreifen kannst?"

Auch wenn auf IPV6 umgestellt werden muss, nimmt einzig und allein UM/KabelBW im Moment die Stellung des Exoten ein, nicht die anderen Provider!!! Wer da jetzt etwas verbummelt hat etc. ist doch erstmal unerheblich. UM interessiert es nicht die Bohne, ob die Kunden Einschränkungen haben. Warum sollte es mich also interessieren, wer daran schuld ist? Mit dem Einschränkungen habe ich zu kämpfen, nicht UM!! Sehr unschön finde ich, dass UM dieses Problem anscheinend aussitzen will. Die Umstellung auf den teureren und langsameren Business-Tarif ist natürlich eine Option, die aber von den meisten nur aus Not angenommen wird, da es keine andere (einfache) Möglichkeit gibt die Verfügbarkeit von außen zu gewährleisten.

Auch wenn es eigentlich keinen Sinn macht von IPV6 auf IPV4 only umzustellen, das sehe ich genauso, ist es trotzdem die einfachste Möglichkeit Zugriff von außen zu erhalten. Von jedem (!!) Anschluss kann damit auf meine Resourcen zugegriffen werden! Wenn eben kein echtes Dual Stack angeboten wird, ist das für mich der einzige Weg.

Gruß
Neelix99
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Joerg » 24.07.2013, 13:44

neelix99 hat geschrieben:Hi,

das ist ja alles schön und gut was ihr schreibt, nur ist nicht jeder in IT-Dingen so fit, um die Stolpersteine, die mit einem DualStack Lite Anschluss aufreten, zu umschiffen.

Prinzipell müsste ich ja nun an jedem Endgerät, von dem ich auf meinen Anschluss zu Hause zugreifen will, mit einem IPV6-Tunnel ausstatten. Außerden muss jedes meiner Geräte zuhause ebenfalls IPV6 unterstützen.


Zitieren wir mal die AGB von UnityMedia, die Du beim Vertragsabschluß akzeptiert hast
AGB hat geschrieben:1.1 Der Kabelnetzbetreiber gewährt dem Kunden im Rahmen seiner technischen, betrieblichen und
rechtlichen Möglichkeiten nach Maßgabe der vertraglichen Bestimmungen für die Dauer des Vertrages
einen Zugang zum Internet (nachfolgend „Internetanschluss“).


Da steht "Zugang zum Internet"; ich bin mir relativ sicher, dass nach aktueller Rechtsauffassung darunter zu verstehen ist, dass Du über diesen Anschluss auf Dienste im Internet zugreifen kannst. Von der anderen Richtung ("Serveranbindung") ist nirgendwo die Rede.

Wieso meckert bei IPv4 eigentlich niemand 'rum, wenn er einen DynDNS-Dienst eines Drittanbieters nutzen muss? So groß ist der grundsätzliche Unterschied zu einem "eingehenden" IPv4-Tunnel gar nicht, in beiden Fällen müssen Behelfslösungen verwendet werden um den Internetanschluss in einer Weise zu nutzen, die der Anbieter nicht vorgesehen hat.

neelix99 hat geschrieben:Natürlich wird sich hier niemand auf einen Rechtsstreit mit UM einlassen, die dürften in jedem Fall den längeren Atem haben.


... und wahrscheinlich auch noch in jeder Instanz Recht bekommen, s.o.

neelix99 hat geschrieben:Soll ich meinem Cousin sagen: "Du musst Dir erst einen IPv6 Tunnel anschaffen, damit Du auf die Bilder von meinem letzen Urlaub zugreifen kannst?"


Dafür fallen mir zahlreiche Lösungen ein, die allesamt besser sind, als für sowas ein "Loch" in die Firewall vor dem eigenen Heimnetz zu bohren. Das fängt mit DropBox und Co an, geht über Picasa Webalben und ähnliches und mündet in den eigenen VServer, den es auch schon für 2,99€/Monat gibt. Kein Zugriff aufs Heimnetz mehr nötig, kein Server, der ggfs zu Hause 24/7 laufen muss und Strom frisst. Wenn der Rechner nur 12 Stunden zusätzlich am Tag laufen muss und nur 50 Watt "frisst" (beides recht konservative Annahmen), kommst Du auf 12 h/Tag*30 Tage/Monat*.05 kW=18 kWh/Monat, also ca. 4,50 Euro bei 25 ct/KWh.

neelix99 hat geschrieben:Auch wenn auf IPV6 umgestellt werden muss, nimmt einzig und allein UM/KabelBW im Moment die Stellung des Exoten ein, nicht die anderen Provider!!!


Nein, Kabel Deutschland macht das auch. Ist aber auch einleuchtend, der DSL-Markt ist weitgehend gesättigt, Wachstum gibt's im Moment eigentlich nur bei Kabel Internet.

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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 24.07.2013, 14:33

neelix99 hat geschrieben:das ist ja alles schön und gut was ihr schreibt, nur ist nicht jeder in IT-Dingen so fit, um die Stolpersteine, die mit einem DualStack Lite Anschluss aufreten, zu umschiffen.

Prinzipell müsste ich ja nun an jedem Endgerät, von dem ich auf meinen Anschluss zu Hause zugreifen will, mit einem IPV6-Tunnel ausstatten. Außerden muss jedes meiner Geräte zuhause ebenfalls IPV6 unterstützen.

Sorry, aber ich bleibe dabei, der Markt hat die Einführung von IPV6 verbummelt, und Kunden, die jetzt nur noch IPV6-Anschlüsse bekommen, sind die Gelackmeierten! Also prinzipiell die Kunden von UM :traurig:

Das hat auch nie jemand bestritten.

Es sind übrigens auch die (Neu-)Kunden von Kabel Deutschland, Kabel BW und Glasfaser Deutschland.
Bei Glasfaser Deutschlang gibt es übrigens auch eine FAQ zum Thema IPv6, bei der man sich deutlich weniger dämlich angestellt hat als im Hause Unitymedia.
Ich tippe darauf, daß NetCologne der nächste im Bunde sein wird: 540.672 v4 IPs haben die. Ewig wird das für das Verbreitungsgebiet K, BN, SU, AC, HS, EU nicht reichen. Die Handvoll IPs von NetAachen kannst Du vernachlässigen. Ist aber eigentlich doppelt gemoppelt, denn ausgehen werden NetCologne die IPv4 durch die Partizipation beim Glasfaser Deutschland Ausbauprojekt. Glasfaser Deutschland ist ja nicht der Provider, sondern NetAachen, fl!nk und NEW.

Wenn man sich mal anschaut, wer wieviele IPs hat, dann merkt man schnell, daß in Deutschland niemand außer der Telekom auf exzessiven Vorräten sitzt:
RIPE NCC Allocations

UnitymediaKBW hat zu wenig: 2319100 Kunden und nur 2126848 IPs (Von denen noch IPs für Infrastruktur und Eigenbedarf sowie die kleinen Subnetze für Businesskunden abgehen!)
Kabel Deutschland hat zu wenig: 1829000 Kunden und 1917952 IPs, verbleibt ein Rest von 88.952 IPs für Eigenbedarf, Infrastruktur, Reserve und Businesskunden, das dürfte längst erschöpft sein
Vodafone hat ausreichend: 3136000 Kunden und 5743616 IPs, darin dürften aber auch ein paar Firmenkunden enthalten sein, die nicht nur 5 IPs belegen, sondern eine Handvoll mehr ... mit der anstehenden Übernahme von KDG dürften die auch anderes im Kopf haben, als IPs abzugeben ...
Das kann man endlos fortsetzen, aber da man schon auf den ersten Blick sieht, daß wir in der Liste rucki zucki unter 1 Mio IPs sind, kann man sich das auch schenken.

Nur die Telekom hat eben 28 Mio IPs (plus die von T-Mobile, T-Systems, ...) ...
Aber selbst wenn man die Telekom zur Abgabe überschüssiger IPs zwingen könnte oder die diese selber auf den Markt werfen würden: 12.443.000 eigene DSL-Endkunden haben die dann doch noch. Dazu kommen Resale-Anschlüsse mit T-Systems IP, Eigenbedarf, Infrastruktur, Firmenkunden.
Mehr als 8.388.608 IPs würde man da nicht rauskriegen und das ist schon optimistisch geschätzt. Teil die mal auf die Provider auf, Hoster wie z.B. Hetzner, die ebenfalls unter der Knappheit leiden, nicht zu vergessen, dann kannst Du abschätzen, wie lange man das Problem damit aufschieben könnte, wenn die KNB jeweils 300 Tsd. Neukunden je Quartal hinzugewinnen. Realistisch wäre 1 Jahr, dann stünden wir wieder da, wo wir heute sind und keiner hätte seinen Finger aus dem A*sch gezogen.

neelix99 hat geschrieben:Der Vergleich mit einem Handy bzw. UMTS Vertrag hinkt doch. Da wird die Funktionalität der eingehenden Verbindungen überhaupt nicht benötigt. Oder wer will denn von einem beliebigen Internet-Anschluss auf ein Smartphone zugreifen?

So eine UMTS-SIM kann aber eben nicht nur in einem Smartphone stecken. Die höherwertigen Verträge, auch schon der 3GB-Tarif von Congstar oder der 5 GB-Tarif von Lidl mobile, erlauben die Nutzung mit dem PC und bewerben das auch so.
Ich habe übrigens eine UMTS-SIM in einem UMTS-Stick an meiner Fritz!Box ... also wenn sowohl Kabel als auch DSL ausfallen sollten, könnte ich mit wenigen Klicks auf UMTS umstellen ... da würde dann das gesamte Heimnetz dran hängen! Kostet mich dann pro Nutzungstag 2 EUR und ansonsten gar nix.
Doppelter Fallback ist jetzt vielleicht nicht unbedingt die Standard-Anwendung, aber Kunden, die wirklich allein per UMTS online gehen (müssen), gibt es durchaus. Kunden die über UMTS ihr Notebook unterwegs ins Internet bringen sowieso.
Da ist dann schon die Frage, ob man für über 70 EUR (z.B. beim dicken T-Mobile-Tarif) nicht doch etwas mehr als einen Krüppelzugang über IPv4-CGN-only erwarten darf.

neelix99 hat geschrieben:Hier erwarte ich diese Funktionalität nicht. Bei einem Home-Anschluss ist diese Funktionalität aber Stand der Technik. Für meine Begriffe miete ich nicht nur die Möglichkeit, auf Dienste im Internet zugreifen zu können. Natürlich wird sich hier niemand auf einen Rechtsstreit mit UM einlassen, die dürften in jedem Fall den längeren Atem haben.

Sie haben auch, nach meiner bescheidenen Meinung nach 2 Silvestern Wirtschaftsprivatrecht, durchaus Recht.
Das BGB kennt die Begriffe der Unmöglichkeit und der (Un)Zumutbarkeit.

neelix99 hat geschrieben:Interessant finde ich, dass eine Vielzahl der Personen die hier IPV6 verteidigen noch IPV4 Anschlüsse haben.

Ja, da bin ich auch ehrlich froh drüber :)

neelix99 hat geschrieben:Zugegeben, hätte ich einen IPv4 Anschluss oder besser noch Dual Stack, würde ich sicher mit IPV6 experimentieren und evtl. auch mal ein neues Gerät anschaffen. Mit einen DualStack Lite Anschluss bin ich aber gezwungen, mein ganzes Homenetz sofort IPV6 fähig zu machen und auf jedem Gerät, von dem ich oder einer meiner Freunde darauf zugreifen will, einen IPV6 Tunnel aufzubauen.

Tja, beneidenswert ist Deine Lage wirklich nicht und das habe ich auch nie behauptet. Ich habe auch nie behauptet, daß alles supergummigut ist, sondern nur, daß es das wäre, wenn die Umstellung nicht erst erfolgt wäre, als es für eine nahtlose Migration längst zu spät war.
Außerdem bin ich ja auch durchaus in der Lage und Willens, dabei zu helfen, die grundlegenden Probleme zu lösen, die sich durch das Chaos ergeben.
Mehr ist leider nicht mehr drin, nachdem das Kind nun einmal schon in den Brunnen gefallen ist.

neelix99 hat geschrieben:Soll ich meinem Cousin sagen: "Du musst Dir erst einen IPv6 Tunnel anschaffen, damit Du auf die Bilder von meinem letzen Urlaub zugreifen kannst?"

Ja. So groß ist der Aufwand nun wirklich nicht. 5 Minuten für die Anmeldung, dann kommen leider ein paar Stunden warten, weil der Tunnel Request manuell bestätigt werden muß, und dann 5 Minuten Einrichtungszeit. Fertig ist die Laube.

neelix99 hat geschrieben:Auch wenn auf IPV6 umgestellt werden muss, nimmt einzig und allein UM/KabelBW im Moment die Stellung des Exoten ein, nicht die anderen Provider!!!

Was aber letztlich für UM/KBW und KDG spricht ... die Umstellung ist technisch unausweichlich und sie wird halt bei den Anbietern zuerst nötig, wo Wachstum ist. Das spricht ja wiederum für die Attraktivität des Angebotes. Die Anbieter mit Kundenschwund haben IPv4 bis zum Sankt-Nimmerleinstag, aber irgendeinen Grund hat das ja nun auch, daß die Kunden von dort weg wollen.

neelix99 hat geschrieben:Warum sollte es mich also interessieren, wer daran schuld ist?

Wüßte ich jetzt auch nicht. Es liegt aber in der dt. Mentalität, zuerst einmal einen Schuldigen zu suchen (Idealer Weise nicht man selbst), bevor man überhaupt darüber nachdenkt, das Problem zu lösen.

neelix99 hat geschrieben:Sehr unschön finde ich, dass UM dieses Problem anscheinend aussitzen will.

Vielmehr: Aussitzen muß. Aber damit sind wir wieder beim Schwarzen Peter statt beim lösungsorientierten Ansatz.

neelix99 hat geschrieben:Die Umstellung auf den teureren und langsameren Business-Tarif ist natürlich eine Option, die aber von den meisten nur aus Not angenommen wird, da es keine andere (einfache) Möglichkeit gibt die Verfügbarkeit von außen zu gewährleisten.

Eigentlich ist das auch keine Lösung. Mal abgesehen davon, daß die schnelleren Business-Zugänge unattraktiv teuer sind (128 MBit/s für 91,51 EUR statt 100 MBit/s für 25 EUR sind schon eine Hausnummer) ist es natürlich auch keine Lösung für das Problem IPv4, die IPv4-Adressen wieder genauso schnell wie vorher zu verbraten, indem jeder Business statt Privatkundentarife bucht.

neelix99 hat geschrieben:Auch wenn es eigentlich keinen Sinn macht von IPV6 auf IPV4 only umzustellen, das sehe ich genauso, ist es trotzdem die einfachste Möglichkeit Zugriff von außen zu erhalten.

Die einfachste mit Sicherheit, aber mir wäre das diesen Aufpreis nicht wert. Ich liebäugele schon gelegentlich mit dem Business-Anschluß, aber nur wegen der 10 MBit/s Upstream, jedoch würde ich selbst unter diesem Gesichtspunkt nicht fast das Vierfache dafür bezahlen.

neelix99 hat geschrieben:Von jedem (!!) Anschluss kann damit auf meine Resourcen zugegriffen werden! Wenn eben kein echtes Dual Stack angeboten wird, ist das für mich der einzige Weg.

Nuja, wenn Du jetzt schon the easy way nimmst, hast Du ja vielleicht sogar die Muße, Dir mal den Betrieb über einen Tunnel anzugucken. Es entspannt die Lage ja durchaus, wenn Du damit nicht sofort Erfolg haben mußt. Sowohl Tunnel von Hurricane Electric/Tunnelbroker als auch SixXS-Tunnel lassen sich ganz einfach in allen Fritz!Boxen ab 7270v2 einrichten. Aufgrund des direkten Peerings bevorzuge ich SixXS-Tunnel mit NetCologne als PoP.
Im Gegensatz zum anderweitig realisierten IPv4-Tunnel ist das Heimnetz beim in der Fritz!Box eingetragenen HE- oder SixXS-IPv6-Tunnel auch durch eine Firewall geschützt.

Ich mache das übrigens bei allen Anschlüssen, an denen ich eh regelmäßig um Hilfe gebeten werde, direkt mit als erstes :)
Diese 2x5 Minuten (Maximal!) für die Tunneleinrichtung reichen ja schon aus, um aus einem IPv4-only-Anschluß einen Dual-Stack-Anschluß zu machen, der das ganze Internet erreichen kann.
IPv6-Freigaben für Dienste und Geräte, die bereits IPv6 können, sind dann auch ein Klacks. Etwas haariger wird es, wenn man miesen IPv4-only-Schrott zur Zusammenarbeit überreden muß. Geht aber meistens auch. Wenn ich IPv4 verlieren würde, wäre das einzige das nicht mehr ginge das Fritz!Box-eigene VPN.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon tomas » 24.07.2013, 23:46

Mal nebenbei ne Frage:
Gibts schon irgendwo einen DynDNS Anbieter der auch eine API für IPv6 anbietet, außer http://freedns.afraid.org

Die ellenlange myFritz-Adresse ist ja kaum zu merken.

DynDNS.com bietet meines Wissens nach keine an, wenngleich es mit D-Link Routern wohl gehen soll:
By purchasing one of D-Link’s IPv6 enabled routers with the Dyn update client inside — such as the D-Link® DIR-655 — users will automatically have “A” (for IPv4) and “AAAA” (for IPv6) DNS records created for their dynamic DNS hostnames.
Anschluss: Unitymedia, 3 Play Smart 50
Hardware: FritzBox 6320, Synology DiskStation DS213+
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 25.07.2013, 04:33

SpaceRat hat geschrieben:Doppelter Fallback ist jetzt vielleicht nicht unbedingt die Standard-Anwendung, aber Kunden, die wirklich allein per UMTS online gehen (müssen), gibt es durchaus. Kunden die über UMTS ihr Notebook unterwegs ins Internet bringen sowieso.
Da ist dann schon die Frage, ob man für über 70 EUR (z.B. beim dicken T-Mobile-Tarif) nicht doch etwas mehr als einen Krüppelzugang über IPv4-CGN-only erwarten darf.

Bei UMTS erfüllt die Telekom diese Erwartung sogar. Bei T-Mobile musst Du nur den APN umstellen, um Deine Server-Dienste auch bei einer UMTS-Anbindung erreichen zu können.
Leider funktioniert das bei denen nur per UMTS (nicht per LTE). Und leider funktioniert es (nach meiner Kenntniss) nur bei denen.

Was Erwartungshaltung angeht: Erwarten darfst Du erstmal alles. Ich persönlich halte die Erwartungshaltung, in einem IPv4 dominierten Netz auch per IPv4 erreichbar zu sein, für vollkommen legitim. Ich halte auch der Erwartung, darüber vor Vertragsabschluss informiert zu werden, wenn mein Anbieter diese Erwartungshaltung nicht erfüllen kann/möchte, für vollkommen legitim.

Da Unitymedia diese Erwartungshaltung nicht erfüllt, habe ich den Provider gewechselt.
Ich denke, das ist derzeit die einzige gangbare Alternative.
jcoder
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