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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon spyer » 24.06.2013, 14:51

Ist ein DS-Lite-Tunnel bzw. IPv4 über DS-Lite jetzt ein normales v4 oder v6?
Ich blicke da vorne und hinten nicht durch.
Wie kann ich von außerhalb auf meinen PC zugreifen mit einem DS-Lite-Tunnel und IPv4 über DS-Lite?
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon tomas » 24.06.2013, 15:23

SpaceRat hat geschrieben:
tomas hat geschrieben:
SpaceRat hat geschrieben:Nutzen kannst Du den SixXS-Tunnel trotzdem, nämlich auf Anschlüssen, die kein natives IPv6 haben, um Deinen Anschluß zuhause über IPv6 erreichen zu können.

Vielleicht ne doofe Frage, aber verstehe ich es richtig, das ich so meinen Anschluß auch von Anschlüßen die kein IPv6 haben erreichen kann?

Jain.

Wenn Du einem Rechner/Netzwerk ohne IPv6-Konnektivität einen SixXS-Tunnel verpaßt, haben die ja danach IPv6-Konnektivität, das ist ja der Sinn der Sache.

Richtig ist also:
Ja, Du kannst so Deinen Anschluß auch von Anschlüssen aus erreichen, die ohne den SixXS-Tunnel kein IPv6 hätten, erreichen.

Ich habe z.B. insgesamt drei Tunnel bei SixXS registriert:
Einen nutze ich zuhause, da ich da noch nie natives IPv6 hatte;
einen habe ich über Androiccu auf dem Handy laufen und
einer ist auf dem Notebook für unterwegs vorbereitet ("Vorbereitet", da das Notebook ja zuhause durch meinen heimischen SixXS-Tunnel IPv6 hat).

Somit habe ich eigentlich immer und überall IPv6-Konnektivität.



Danke! Verstanden! :smile:

Sind die Tunnel denn umsonst?
Anschluss: Unitymedia, 3 Play Smart 50
Hardware: FritzBox 6320, Synology DiskStation DS213+
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 24.06.2013, 15:40

tomas hat geschrieben:Sind die Tunnel denn umsonst?

Umsonst nicht, aber kostenlos ;)
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon tomas » 24.06.2013, 15:44

Meinte ich doch! ;)

Vielen Dank, werde ich mal die Tage direkt probieren. Ist ja z.B. für das Handy eine recht passable "Übergangslösung" bis man auch dort eine IPv6 bekommt...
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Salamihawk » 24.06.2013, 16:27

Hallo, ich hab diesen Thread gefunden und dache, ich poste besser Mal meine Fragen hier, anstatt ein neuen Thread zu starten.

Bin jetzt Bestandskunde bei UM (3 Play 64M) und wollte mal rumschauen, ob es Sinn macht, ein Tarifwechsel (zu 100er, natürlich) zu machen.

Ich habe gehört, dass beim Vertragswechsel, bekommt man automatisch eine IPv6 Verbindung mit DS-Lite für IPv4 konnektivität. Ich habe hier gelesen, dass man den Anschluss auf richtiges Dual-Stack umschalten lassen kann, ist das richtig?

Wie groß ist das IPv6 Subnetz das man vom UM bekommt? ist das ein einzige /64er, oder sind mehere Subnetze enthalten? (Ich habe gehört, dass DTAG /56er an Privatkunden augibt)

Muss man die Endgeräte von UM benutzen, oder kann man sein eigene Geräte benutzen? (Ich würde gerne mein bestehenden, IPv6-fähiges Endgerät behalten)
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 24.06.2013, 16:30

spyer hat geschrieben:Ist ein DS-Lite-Tunnel bzw. IPv4 über DS-Lite jetzt ein normales v4 oder v6?
Ich blicke da vorne und hinten nicht durch.
Wie kann ich von außerhalb auf meinen PC zugreifen mit einem DS-Lite-Tunnel und IPv4 über DS-Lite?


Der Reihe nach:
IPv4 ist das altbekannte Adressformat aaa.bbb.ccc.ddd, also z.B. 217.154.137.227
IPv6 ist das neuere Adressformat aaaa:bbbb:cccc:dddd:eeee:ffff:gggg:hhhh

Ein Rechner/Netzwerk ist, wenn er/es ins Internet können soll, immer mit mindestens einer/einem der beiden Adressen/Subnetze versehen.
DS heißt erst einmal nichts weiter als "Dual-Stack", also daß der Rechner/das Subnetz über Adressen aus beiden Familien verfügt.

NAT: Der IPv4-Adressraum ist so knapp, daß von vornherein Privatkunden i.d.R. kein Subnetz gekriegt haben (Mit dem man jedem Rechner eine eigene Adresse hätte geben können), sondern nur eine einzige IP. Als Abhilfe hat man sich NAT ausgedacht, also Network Address Translation. Im lokalen Netzwerk (LAN) hat man dazu einfach allen Rechnern eine Adresse aus einem reservierten Bereich gegeben, der im Internet nicht vergeben wird. I.d.R. war das 192.168.x.y und der Router hat das dann über die eine vorhandene öffentliche IP (Also z.B. o.g. 217.154.137.227) ins Netz geleitet und die Antworten dann entsprechend wieder an den Rechner weitergeleitet, der diese Antwort erwartet. Um Serverdienste betreiben zu können, konnte man auf dem Router einzelne Ports permanent auf einen bestimmten Rechner im lokalen Netzwerk weiterleiten, damit genau dieser Rechner bei Anfragen von außen auf diesem Port reagiert. Ohne Portweiterleitung ist der Verbindungsaufbau nur von innen nach außen möglich, da der Router ja nicht wissen kann, welcher Rechner des LAN eine von außen eingehende Anfrage beantworten soll.
Heißt verkürzt: Hinter einem NAT-Router können Rechner nur dann Daten von außen empfangen, wenn sie sie selber angefordert haben (Weil der Router sie dann "stateful" dem Rechner zuordnen kann, von dem auch die Anfrage nach draußen ging) oder aber über einen Port, der dauerhaft auf diesen Rechner weitergeleitet wurde.

Bei IPv6 ist der Adressraum so gigantisch, daß wirklich jeder ein Subnetz von Tausenden von Adressen zugeteilt bekommen kann, wodurch dann jedes Gerät im LAN auch eine eigene öffentliche IP kriegen kann. Somit sind NAT und Portweiterleitungen überflüssig, weil jedes dieser Geräte direkt über seine öffentliche IP angesprochen werden kann. Wenn in der Fritz!Box von "IPv6-Portfreigaben" die Rede ist, dann ist damit kein NAT gemeint, sondern nur, daß dieser Port in der Firewall der Fritz!Box geöffnet wird, denn die ist standardmäßig komplett zu.
Wir erinnern uns: Bei IPv4 hätten wir Portweiterleitungen einrichten müssen, um einen Rechner von außen erreichbar zu machen, alle anderen Ports des Rechners waren schon wegen der NAT nicht von außen erreichbar. Damit jetzt mit IPv6 nicht der Rechner mit allen laufenden Diensten aus dem Internet erreichbar ist, ist die Firewall-Standardeinstellung eben "komplett zu".

Damit kommen wir nun zu DS-lite und CGN-NAT:
Inzwischen sind die IPv4-Adressen bis auf eine Notfall-Reserve komplett vergeben, d.h. es steht nicht einmal mehr eine einzelne IPv4-Adresse für jeden Kunden zur Verfügung. Also betreiben nun schon die Provider einen "NAT-Router" (CGN = Carrier Grade NAT, also "NAT beim Dienstanbieter") und teilen dem Kunden nur mehr private IPv4-Adressen zu, die aus dem Internet nicht erreichbar sind. Das normale Surfen etc. funktioniert genau wie vorher auch: Der "NAT-Router" des Providers merkt sich die Anfragen von "innen" (Also aus dem Pool der geNATteten Kunden) und leitet die auf der öffentlichen IP des NAT-Routers eingehenden Antworten entsprechend an denjenigen weiter, der sie angefordert hat. Insgesamt haben wir also jetzt doppeltes NAT, nämlich einmal im heimischen Netzwerk und noch einmal beim Provider. Beim Internet über Mobilfunk haben wir das übrigens schon lange.
Wie beim normalen NAT sind hier Zugriffe von innen nach außen problemlos möglich, weil sich der bzw. die Router "merken" kann/können, wer von wo aus dem Internet eine Antwort erwartet. Was nicht möglich ist, ist eine Portfreigabe, da der Endkunde keinen Zugriff auf den NAT-Router des Providers hat.

Als "DS-lite" wird bezeichnet, wenn der Kunde über Dual-Stack angebunden ist, also sowohl eine IPv4-Adresse als auch ein IPv6-Subnetz zugeteilt bekommt, die IPv4-Adresse jedoch über CGN realisiert ist.

Heißt:
IPv4-only: Der Anschluß verfügt nur über eine IPv4-Adresse (Oder seltener: ein IPv4-Subnetz)
IPv6-only: Der Anschluß verfügt nur über ein IPv6-Subnetz
DualStack: Der Anschluß verfügt über eine IPv4-Adresse (Oder seltener: ein IPv4-Subnetz) und ein IPv6-Subnetz
DualStack lite oder DS-lite: Der Anschluß verfügt über eine IPv4-Adresse und ein IPv6-Subnetz, wobei aber die IPv4 über CGN realisiert ist und somit nicht eingehend erreicht werden kann

Von einem IPv4-only-Anschluß aus erreicht man nur die Teile des Internets, die ebenfalls vollwertig (Nicht über CGN) über IPv4 angebunden sind, nicht aber Anschlüsse mit IPv6 und eben auch keine DS-lite-Anschlüsse.
Durch Nutzung eines SixXS-Tunnel (Oder eines anderen IPv6-Tunnelanbieters) kann man jedoch einen IPv4-only-Anschluß zum (fast) vollwertigen DualStack-Anschluß aufwerten und somit das gesamte Internet (Inkl. IPv6-only- oder DS-lite-Anschlüssen) erreichen.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
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Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon edogak2000 » 24.06.2013, 17:14

Erst einmal danke für die Infos.

nun habe eine konkrete Feage:

ich habe ja wie oben erwähnt die Zugangsdaten von sixxs erhalten, und möchte nun von außen von einem ipv4-only-Anschluss
meine Dreambox zuhause erreichen, der ja am ipv6 hängt hinter der fritzbox 6360.

Wie mache ich das?

Bisher hatte ich einen vodafone-ipv4-Anschluss und hatte die öffentliche ip4-adresse im Browserfenster mit dem Port eingegeben.

Wie mache ich das nun mit diesem sixxs-ipv6-tunnel? wo gebe ich was ein?
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon spyer » 24.06.2013, 17:15

@ SpaceRat

Okay soll jetzt heisen das ich bei z.B. sixxs.net ein Account einrichte und dann die Daten in die 6360 eintrage.
Danach sollte dann wieder die möglichkeit bestehen den Pc von außen zu erreichen?

Gibts da Anleitungen für? Das kommt mir alles etwas zu einfach vor!? :hirnbump:

Für mich ist wichtig das ich den Pc bzw. andere von außen erreichen können. z.B für Teamspeak3 oder Steam.
Ist das dann auch für die möglich die kein IPv6 haben und von außerhalb meinen Pc erreichen möchten?
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon tomas » 24.06.2013, 17:19

Nein, wenn ich das nun richtig verstanden habe, musst du den Tunnel auf dem Gerät einrichten der eben kein IPv6 hat.
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Re: AW: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Joerg » 24.06.2013, 18:46

tomas hat geschrieben:Nein, wenn ich das nun richtig verstanden habe, musst du den Tunnel auf dem Gerät einrichten der eben kein IPv6 hat.


Das hast Du exakt richtig verstanden. Am einfachsten ist es, die für Dein Endgerät (Linux-PC, Windows-PC, Smartphone, Mac etc) passende AICCU-Version zu installieren. Alternativ können auch viele Router (z. B. mit DD-WRT) das (wenn Du z. B. Deine Zweitwohnung per DSL anbinden musst) . Auf der Sixxs-Seite findest Du ein Wiki, in dem Links auf entsprechende Anleitungen stehen.

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