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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 16.03.2013, 14:33

Fleischer hat geschrieben:
Wenn ein Dienstleister eine Leistung nicht erbringen kann, weil ihm hierfür das benötigte Material fehlt, ist das doch das Problem des Dienstleisters.

Mir ist klar das es Korinthenkackerei ist,
dennoch:
Unitymedia bewirbt nirgendwo einen Internetzugang mit IPv4.

Und bitte versteht mich nicht falsch,
auch ich wäre bedient, hätte ich eine IPv6 - Anschluß!

Nun- das Protokoll ist mir eigentlich egal. Ich habe auch schon einen HE-Tunnel gefahren, bevor ich zu UM gewechselt bin und würde sogar IPv6 bevorzugen- Solange der Anschluss marktüblich nutzbar ist.

Und das ist der Punkt: Unitymedia sagt zu keinem Zeitpunkt im Auftragsvorgang, dass ein Anschluss geliefert wird, der im Vergleich zu einem üblichen Anschluss des Wettbewerbs (derzeit) nur eingeschränkt nutzbar ist.
jcoder
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Maghook » 16.03.2013, 14:47

Ich möchte ja ungern den Spielverderber abgeben, aber die Diskussion ist relativ müßig in meinen Augen und hängt in einer Endlosschleife fest...

UM hat sich bewusst und aus der Not heraus entschieden (bei ~20% Kundenwachstum zuletzt), dass sie als "zuspätgekommener" ISP kaum eine andere Wahl haben, als via DS-Lite Neukunden anzubinden, d.h. love it or leave it.
Sie werden sich nicht von einer Liste von Kundennummern (im zwei- oder dreistelligen Bereich) beeindrucken lassen. Ich würde es an ihrer Stelle auch nicht tun. Sie versuchen verständlicherweise diese Kunden zu halten (mit mündlichen Versprechungen/Vertröstungen), aber die interne Marschrichtung (für den Übergangszeitraum Anschlüsse nur über DS-Lite bis IPv6 weitestgehend öffentlich etabliert ist) ist fest vorgegeben. Durch Ausnahmen von dieser Regel machen sie sich selber nur das Leben schwer und schaffen Präzedenzfälle. Deshalb werden sie es nach Januar/Februar 2013 (Stichtag) auch nicht mehr tun.

Meine Einschätzung: Für das Groß der Nutzer macht es tatsächlich unterm Strich keinen eklatanten Unterschied, auch wenn man sich durch Kenntnis von DS-Lite verständlicherweise persönlich erst einmal benachteiligt fühlt gegenüber z.B. den DSL-Nutzern, die noch öffentliche IPv4-Adressen bzw. Dual-Stack erhalten. Dual-Stack ("Full DS") kann es und wird es für Neukundenvertäge nicht geben (Ausnahme sind UM-Bestandskunden sowie alte und neue UM-Businesskunden), denn dass würde eben genau voraussetzen, dass noch genügend öffentliche IPv4-Adressen bei UM vorhanden wären - was ja genau das Problem ist!
Ja sicher: UM müsste im Prinzip darüber aufklären, dass für Neukundenverträge (und tlw. Tarifwechsler) DS-Lite für einige gewisse Anwendungsfälle (Dienste/Zugriffswege) über IPv4 nicht funktioniert (technisch nicht funktionieren kann), aber welches Unternehmen wäre heutzutage so ehrlich? Wie gesagt, den meisten Endkunden fällt der Unterschied durch CGN über AFTR vermutlich gar nicht auf, man muss sich schon etwas in die Thematik einlesen (Quelle: IETF), um die dienstabhängigen technischen Einschränkungen zu verstehen.

Ist es vergleichsweise kundenunfreundlich, wie DS-Lite praktiziert wird? Ja!
Ist DS-Lite aus Sicht von UM technisch erforderlich? Ja!
Nochmal: es ist eine notgedrungene Übergangslösung - die vollständige Erreichbarkeit über IPv6 ist jetzt über DS-Lite bereits vorhanden, wenn auch im Moment noch eher nachrangig, wenn der Schuh bei IPv4 drückt.
Frage: und was sollen die machen, die damit tatsächlich ein reales Problem haben und sich das nicht nur einbilden, weil sie von DS-Lite gehört haben und sich "automatisch benachteiligt fühlen"?
a) Wechseln gegen deutlichen Aufpreis in einen UM-Business Vertrag
b) U.U. durch workaround-Konstrukte (z.B. siehe letzte Ausgabe der c't) für den einen oder anderen Fall selber Abhilfe schaffen (wenn technisch genügend versiert)
c) (Sonder)kündigungsrechte beachten und wechseln

Ich bin über DS-Lite auch nicht wirklich happy, aber ich habe nichtsdestotrotz nach Tests festgestellt, dass ich keine einschneidenden Nachteile für mein persönliches Nutzungsprofil entdeckt habe. Das mag für den einen oder anderen durchaus anders sein! Für diejenigen, die damit echt ein Problem haben, ist es verständlicherweise sehr ärgerlich - für alle, die sich künstlich aufregen, aber keine echte mit DS-Lite verbundene Einschränkung nachweisen können, empfehle ich es einfach zu akzeptieren und damit übergangsweise einige Jahre zu leben oder eben o.a. Konsequenzen zu ziehen.
Vielleicht hilft es daran zu denken: es gibt da draußen viele, die sehr gerne ihre (super-)lowspeed Anbindungen gegen einen Internet-via-Kabel-TV-DS-Lite-Anschluss sofort tauschen würden, wenn sie nur könnten - auch wenn teilweise die eigene maximale Bandbreite infolge von Segmentüberlast einbricht :zwinker:

HTH & have a nice weekend!
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 16.03.2013, 15:02

Maghook hat geschrieben:d.h. love it or leave it.
....
c) (Sonder)kündigungsrechte beachten und wechseln

Schön wäre es, wenn Unitymedia das zulassen würde.

Ich wäre sofort weg.

Die Realität ist jedoch, dass UM auch der Möglichkeit einer Sonderkündigung widerspricht- das habe ich schriftlich.

Denn auch die Sonderkündigung wäre nach meiner Auffassung eine praktikable Lösung für betroffene Kunden. Leider hält UM die betroffenen Kunden lieber in für sie nutzlosen Verträgen gefangen als ihnen den Wechsel zu einem anderen Provider zu ermöglichen.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon paul » 16.03.2013, 18:22

Maghook hat geschrieben:Ich möchte ja ungern den Spielverderber abgeben, aber die Diskussion ist relativ müßig in meinen Augen und hängt in einer Endlosschleife fest...

Ja sicher: UM müsste im Prinzip darüber aufklären, dass für Neukundenverträge (und tlw. Tarifwechsler) DS-Lite für einige gewisse Anwendungsfälle (Dienste/Zugriffswege) über IPv4 nicht funktioniert (technisch nicht funktionieren kann), aber welches Unternehmen wäre heutzutage so ehrlich? Wie gesagt, den meisten Endkunden fällt der Unterschied durch CGN über AFTR vermutlich gar nicht auf, man muss sich schon etwas in die Thematik einlesen (Quelle: IETF), um die dienstabhängigen technischen Einschränkungen zu verstehen.

Ist es vergleichsweise kundenunfreundlich, wie DS-Lite praktiziert wird? Ja!


Schön zu lesen, das der erste Beitrag genau zu der IPv6-Thematik geschrieben wird.

Das Nichtaufklären der Kunden über das Nichtvorhandensein verkehrsüblicher Eigenschaften des UM-Anschlusses im Falle von IPv6 könnte man auch als Betrugsversuch, arglistige Täuschung oder ähnliches bezeichnen.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Knifte » 16.03.2013, 20:26

paul hat geschrieben:Schön zu lesen, das der erste Beitrag genau zu der IPv6-Thematik geschrieben wird.


Ich vermisse jetzt noch dein übliches "UM-Fanboy" :D :D :D
Viele Grüße

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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon conscience » 16.03.2013, 20:40

Knifte hat geschrieben:
paul hat geschrieben:Schön zu lesen, das der erste Beitrag genau zu der IPv6-Thematik geschrieben wird.


Ich vermisse jetzt noch dein übliches "UM-Fanboy" :D :D :D


Und was will uns der Autor damit nun sagen?
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Knifte » 16.03.2013, 20:56

Naja, gewisse Leute wollen nun einmal kein gutes Haar an Unitymedia lassen.

Wenn sich hier jemand im Forum anmeldet und seinen ersten Beitrag zu einem Thema verfasst, mit dem er sich offensichtlich auseinandergesetzt hat, aber mal eine Meinung vertritt - die nicht der des pöbelnden Mobs entspricht - wird hier direkt unterschwellig unterstellt, dass hier die UM-PR-Abteilung am Werke ist (zumindest kommt der Kommentar von Paul bei mir so an).

Ich bin der Meinung, dass Maghook alles relativ gut auf den Punkt gebracht hat.

Klar fände ich es auch schlecht, wenn ich einen DS-lite-Anschluss hätte, auch wenn ich momentan eigentlich fast keine Zugriffe von außerhalb benötige (das XBox-Live-Problem soll ja behoben sein). Klar kann ich verstehen, dass anderen Leuten gerade dieser Zugriff extrem wichtig ist, der mit einem UM-Anschluss ggf. derzeit nicht mit den gewohnten Methoden oder auch gar nicht möglich ist.

Aber trotzdem muss es doch nicht auf jeder 2. Seite in diesem Thread wieder einen geben, der sich meldet und nach vollwertigem DS oder IPv4 für alle schreit. Es sollte mittlerweile doch auch durch sein, dass die IPv4-Adressen bei UM mittlerweile sehr knapp geworden sind. Und wenn man jetzt, solange man noch welche hat, diese für den Business-Anschluss reserviert, kann ich das von UM auch durchaus verstehen.

Aber immer diese Schuldzuweisung an UM finde ich persönlich auch nicht richtig. Es gibt immerhin auch Millionen zufriedener Kunden bei UM (die sicherlich zum größten Teil nicht von DS-lite betroffen sind). Genau wie die ganzen schein-juristischen Behauptungen, das UM vor Vertragsabschluss darauf hinweisen müsste. Wenn ihr der Meinung seid, dass das so ist, dann geht doch juristisch gegen UM vor.

Und ein Kündigungsrecht hast du auf jeden Fall: Mindestens 14 Tage nach Schaltung deines IPv6-Zuganges kannst du doch auf jeden Fall kündigen. Wenn man diesen Zeitraum natürlich verstreichen hat lassen, dann ist man hier natürlich auf die Kulanz von UM angewiesen.
Viele Grüße

Knifte
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Maghook » 16.03.2013, 21:16

Nachtrag: ein wenig Hoffnung auf Besserung kann ich vielleicht dennoch machen. UM ist sich meinem bisherigen Eindruck nach durchaus bewusst, dass DS-Lite keinen optimalen Kompromiss darstellt. Zumindest erklärt sich für mich so das Engagement von UM hinsichtlich der Mitwirkung am und der zukünftigen Implementierung des PortControlProtocol (PCP) für DS-Lite.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 16.03.2013, 22:40

Maghook hat geschrieben:Nachtrag: ein wenig Hoffnung auf Besserung kann ich vielleicht dennoch machen. UM ist sich meinem bisherigen Eindruck nach durchaus bewusst, dass DS-Lite keinen optimalen Kompromiss darstellt. Zumindest erklärt sich für mich so das Engagement von UM hinsichtlich der Mitwirkung am und der zukünftigen Implementierung des PortControlProtocol (PCP) für DS-Lite.

Naja- ich denke mal, es wird ein verstärktes Aufkommen an Widerrufen und- wie in meinem Fall- außerordentlichen und ordentlichen Kündigungen gegeben haben, die sie so langsam aufwachen lassen. Dazu noch die Tatsache, dass endlich auch mal in der Presse darüber berichtet wurde und die von UM eingesetzte Technik in diesem Bericht auch nicht wirklich gut weggekommen ist.

Das angebliche Engagement Unitymedias wurde in der letzten ct ja auch in einem Nebensatz erwähnt.

Mich würde ja mal interessieren, wie dieses Engagement konkret aussieht?!? Wenn ich mir die Drafts anschaue finde ich Firmen wie Cisco, Apple, France Telekom, natürlich auch die ISC in der Liste der Autoren. In Teilprojekten tuen sich noch Huawei, China Mobile und einige andere hervor. Eine Erwähnung von Unitymedia ist mir beim Lesen der Drafts noch nicht untergekommen. (Ich hab aber auch nicht alle Dokumente zu jedem Teilprojekt gelesen.)

Knifte hat geschrieben:Wenn ihr der Meinung seid, dass das so ist, dann geht doch juristisch gegen UM vor.

Die Zeit, die Nerven und die ggf. anfallenden Kosten, die für einen Prozess aufzubringen sind, ist es den meisten Kunden (einschließlich mir) bei einem Betrag von ca. 300,-- EUR einfach nicht wert. Das Geld schreibt man dann halt ab- nach spätestens 12 Monaten ist es ja ohnehin vorbei.
Aber Threads wie dieser warnen ja ggf. den einen oder anderen potentiellen Neukunden und bewahren ihn so davor, sein Geld in den Sand zu setzen.

Knifte hat geschrieben:aber mal eine Meinung vertritt - die nicht der des pöbelnden Mobs entspricht

Ich habe hier nicht viele Beiträge gelesen, in denen gepöbelt wurde. Ich halte es auch nicht unbedingt für angebracht, geschädigte Kunden, die hier über ihre negativen Erfahrungen berichten als 'pöbelnden Mob' zu bezeichnen.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon johnnyboy » 16.03.2013, 23:50

Knifte hat geschrieben:... Mindestens 14 Tage nach Schaltung deines IPv6-Zuganges kannst du doch auf jeden Fall kündigen. Wenn man diesen Zeitraum natürlich verstreichen hat lassen, dann ist man hier natürlich auf die Kulanz von UM angewiesen.

Oder wenn man von UM über diesen Zeitraum (und sogar den Zeitraum des Speedfairsprechens!) immer und immer wieder hinweggetröstet wird ... von wegen wir schicken andere Hardware zu ... wir schicken noch mal andere Hardware zu ... es wird an einer Lösung für (in meinem Fall "voraussichtlich" Februar) gearbeitet ... sie bekommen eine IPv4, wenn sie die Telefon-Komfort-Option buchen ... usw.
Ja, dann ist man auf die Kulanz angewiesen! :zwinker:
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