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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 09.03.2013, 17:38

Joerg hat geschrieben:Trotzdem ist das drohende Ende des IPv4-Adresspools jedem im der Branche seit >10 Jahren bekannt, ohne das die "Big Player" bereit gewesen wären, entsprechende Massnahmen einzuleiten.

Auch ich hätte es begrüßt, wenn alle Provider (und auch der Rest der Branche) an einem Strang gezogen hätten und IPv6 frühzeitig koordiniert, optional unterstützt hätten anstatt den schwarzen Peter zwischen Systemherstellern, Providern, Dienste-Anbietern, etc. hin und her zu schieben und zu sagen: "Solange die anderen nichts bereitstellen, besteht für uns kein Markt."
Auf diese Weise wäre IPv6 zwischenzeitlich wahrscheinlich schon (nicht nur in der Anbindung) flächendeckend eingeführt, ohne dass es die Meisten von uns bemerkt hätten.
Aber- auch wenn schon 15 Jahre bekannt: Bei den anderen Providern ist die Notwendigkeit halt nicht gegeben. Dass sie es bei Unitymedia ist: Unschön für UM!
Wie UM damit umgeht: Unschön für deren Kunden!

Joerg hat geschrieben:Zudem stimme ich UM zu, wenn sie sagen, dass für mind. 95% der Kunden IPv6 mit CGN genau so gut geeignet ist wie ein "echter" IPv4-Zugang, da diese den Unterschied nicht mal bemerken.

Lassen wir mal dahingestellt, ob es tatsächlich 80, 90 oder 95% sind:
Das Problem der UM DS-Lite-Anbindung ist ja nicht nur CGN (wenn es auch das am weitesten verbreitete und am schwersten lösbare Problem ausmacht).
Hinzu kommen ja auch die im DS-Lite-Tunnel reduzierte MTU, die zu einer Fragmentierung von Paketen und zu Problemen in der VPN-Nutzung oder einigen anderen Diensten führen kann.
Darüber hinaus klagen DS-Lite angebundene Nutzer im Forum darüber, dass ihre IPv6-Speedtests die volle Bandbreite des bereitgestellten Anschlusses liefern, Speedtests und Downloads von Servern, die per IPv4 angebunden sind, aber nur einen Bruchteil dieses Durchsatzes liefern.
Auch Zugriffsprobleme auf für IPv6 fehlerhaft konfigurierte Web-Server (für deren Konfiguration UM sicher nichts kann) spielen in diese Problematik rein.

Unabhängig vom genauen Anteil: Der größere Teil der Kunden wird sicher keine oder nur geringfügige Einschränkungen haben. Aber hier geht es ja um die Kunden, die diese Einschränkungen haben- bzw. um die Einschränkungen selber.

Joerg hat geschrieben:Voraussetzung wäre allerdings eine unkomplizierte "Rückschaltung" auf Anfrage für Kunden, die wirklich eine v4-Adresse brauchen. Hinweisen sollte man die Kunden darauf aber sicher nicht, da sonst viele (analog IcE...) auch ohne Bedarf eine v4-Adresse verlangen würden ("man weiß ja nie, steht mir ja zu, ist sonst kein vollwertiger Internetanschluß, blablabla").

Ich denke schon, dass ein potentieller Kunde das Recht hat, zu erfahren, was er kauft. Das muss ja nicht einmal eine Warnung sein. Ein Hinweis auf die verwendete Techologie auf der Produktseite wäre vollkommen ausreichend, damit sich ein durchschnittlich informierter Kunde selber ein Bild machen kann, ob er das Produkt erwerben möchte oder doch lieber auf die "bewährte" Technologie des Wettbewerbs setzt.

Wenn UM dem potentiellen Kunden dieses Recht nicht zugestehen möchte, weil die Firma befürchtet, dadurch Umsatz zu verlieren, dann müsste zumindest eine kundenfreundliche Lösung geschaffen werden, die in die Falle gelockten Kunden aus ihren Problemen zu erlösen.
Eine Hotline, die in der Lage wäre, auf Basis ihrer Qualifikation, ihres Informationsstandes, ihres Engagements und ihrer von Vorgesetzten zugebilligten Entscheidungskompetenz, zuerst einmal die Probleme des Kunden zu hinterfragen, zu analysieren und dann pragmatisch (im letzten Schritt durch Umstellung) zu lösen, wäre sicherlich hilfreich, um Fälle wie Ice... zu vermeiden.
Auch wenn ich einigen UM-Mitarbeitern jetzt vielleicht Unrecht tue (ich hatte zumindest zwei Kontakte, denen ich ihre Qualifikation und ihren Informationsstand nicht in Abrede stellen möchte) und auch in dem Wissen, dass das Problem aus einer Management-Entscheidung der Firma Unitymedia resultiert, für die die Hotline-Mitarbeiter genau so wenig können, wie deren Kunden: Die Meisten meiner Kontakte zu UM gaben mir nicht das Gefühl, dass die Hotline-Mitarbeiter die zur Hinterfragung und Analyse benötigte Qualifikation und den notwendigen Informationsstand besitzen. Vor allem fehlt ihnen aber anscheinend jegliche durch den Vorstand zugebilligte Entscheidungskompetenz, um Kunden, deren Probleme festgestellt aber unter Beibehaltung von DS-Lite nicht technisch lösbar sind, auf andere Weise (Protokoll-Umstellung, Sonderkündigung, etc.) zu lösen.

Ich würde Ice... auch nicht einmal unterstellen, dass er kein Problem gehabt hat, nur weil er nicht weiß, wie er überprüft, ob die vermutete Ursache behoben ist. Die betroffenen Kunden sind i.d.R. keine Netzwerker sondern Privatkunden, die sich einfach, nachdem ihr UM-Anschluss geschaltet wurde, wundern, warum FIFA13 auf der PS/3 plötzlich sporadisch abschmiert, das NAS nicht mehr erreichbar ist oder warum die eine oder andere WEB-Seite über den UM-Anschluss nicht lädt, obwohl die gleiche WEB-Seite auf dem selben Notebook, im selben Browser über UMTS-Stick problemlos lädt. Diese Kunden hören dann, nachdem UM ihnen auch nicht weiterhelfen konnte, nach einigen Recherchen "Daran ist IPv6 schuld" und übernehmen das.
Auch wenn man jetzt sagen kann, dass z.B. in Fall 3 das Problem ziemlich sicher beim WEB-Seiten-Betreiber zu vermuten wäre und am sinnvollsten durch diesen gelöst werden könnte: An einem anderen Anschluss hätte der Kunde dieses Problem gar nicht gehabt. Ist es ihm da zu verdenken, dass er, gerade auch vor dem Hintergrund seines mangelnden Hintergrundwissens, eine Anbindung vorzieht, bei der er diese potentiellen Probleme ausschließen kann?

Ich denke, auch an den Vorbehalten und der Verunsicherung gegenüber IPv6 ist UM mit seinem Verhalten alles andere als unschuldig. Wäre offen mit der Umstellung umgegangen und gäbe es einen Plan B für Kunden, die mit IPv6/DS-Lite auf Probleme stoßen, gäbe es sicher auch viel weniger Kunden, die durch Unitymedias Umstellungspolitik verunsichert wären.
jcoder
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon paul » 10.03.2013, 21:55

Joerg hat geschrieben:... auch ohne Bedarf eine v4-Adresse verlangen würden ("... ist sonst kein vollwertiger Internetanschluß, blablabla").

Jörg


Derzeit ist ein UM-Anschluss mit IPv6 ganz bestimmt kein vollwertiger Anschluss. Leider wird das sowohl Bestandskunden beim Tarifwechsel als auch Neukunden bei Vertragsabschluss verschwiegen.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Heidhauser » 15.03.2013, 16:35

Hallo Fories,

ich bin nun seit ca. 2 Wochen Unitymedia Kunde und mir ist fast sofort aufgefallen das sie DS-LITE einsetzen.
Zum Glück kann ich im Moment noch alles machen da ich noch Parallel eine 7270 über DSL betreibe, doch dieser Anschluss geht nur noch bis 01.07.2013.
Meine E-Mails an Unitymedia betreffend der Umstellung auf IPv4 oder Dual-Stack liefen erst mal ins leere bis heute.
Nun bot man mir an doch in den Business Tarif zu wechseln dort hätte ich eine vollwertige IPv4 Verbindung.
Schön und gut aber….
Ich möchte eigentlich nur einen vollwertigen Internet Anschluss mit dem ich auch das machen kann was mir „eigentlich“ die Fritzbox ermöglichen kann, und das ist kein „Kastrierter“ IPv6- DS-Lite“ Zugang.
Laut der netten Dame von Unitymedia die mich anrief ist DS-Lite nur eine Übergangslösung und es werden nach Lösungen gesucht, einen Termin konnte Sie mir allerdings nicht nennen.
Nun warte ich erst mal ab der Dinge die da geschehen mögen.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Uwe_L » 15.03.2013, 23:17

Heidhauser hat geschrieben:Laut der netten Dame von Unitymedia die mich anrief ist DS-Lite nur eine Übergangslösung und es werden nach Lösungen gesucht, einen Termin konnte Sie mir allerdings nicht nennen.
das übliche Hotline-Blabla... Kunden-Vertröstungs-Standard ohne jeden Nährwert :kafffee:
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon salvac » 16.03.2013, 09:09

Hallo liebe Forummitglieder,
auch ich bin in dem Club IPv6! Die Situation ist nun mal bekannt und viele beschweren sich "einzeln" beim UM.
Ich tat es auch. Ohne Erfolg.
Warum sich nicht zusammentun und ein Brief/Email an UM senden mit unseren Kundennummern?
Vielleicht merkt UM dass mehr als nur ein Paar Kunden davon betroffen sind.
salvac
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Knifte » 16.03.2013, 09:16

Ich denke es ist UM durchaus bewusst, dass eine Menge Kunden mit der Umsetzung sehr unzufrieden ist.

Aber mangels freier IPv4-Adressen - und somit auch Alternativen - bleibt UM wohl momentan nichts anderes übrig als DSlite.
Viele Grüße

Knifte
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Bigfoot » 16.03.2013, 09:31

Hi@all,

ich "fände" es gut, wenn man mit UM vereinbaren könnte, dass man IPv6/IPv4 zwischen zwei Kundennummern tauschen kann. Ich habe mehrere Kunden, die nur einen "normalen" Internetanschluss haben wollen. Denen ist es definitiv egal, ob sie 4 oder 6 haben. Bei meinen Kunden ist ein Vater-Sohn-Gespann dabe, beide mit 3play Plus und Telefon-Komfortoption und beide mit der FB6360.

Der Sohn braucht wegen NAS und Kameraüberwachung dringend IPv4 und hat v6. Der Vater braucht das alles nicht und hat natives v4. Ich habe mit UM gesprochen und habe gesagt, dass ich von beiden Parteien die schriftliche Einverständnis bekommen könnte. Aber ein "Switch" beider Kunden sieht UM als "Extrawurst" an und will es nicht machen.

Das wäre so einfach...

Gruß
Klaus
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon salvac » 16.03.2013, 10:53

Knifte hat geschrieben:Ich denke es ist UM durchaus bewusst, dass eine Menge Kunden mit der Umsetzung sehr unzufrieden ist.

... und sehr unzufriedene Kunden können sich zusammenschliessen und ankündigen dass sie kündigen wollen.
Vielleicht wird dann so eine Liste (mit Kundennummer) mit "kundigen Kunden" wirkungsvoll als alle Postingseinträge dieses und anderen Foren.

ps
da ich Italiener bin, entschuldige mich für die ev. Fehler.
salvac
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon NoGi » 16.03.2013, 11:21

salvac hat geschrieben:
Knifte hat geschrieben:Ich denke es ist UM durchaus bewusst, dass eine Menge Kunden mit der Umsetzung sehr unzufrieden ist.

... und sehr unzufriedene Kunden können sich zusammenschliessen und ankündigen dass sie kündigen wollen.
Vielleicht wird dann so eine Liste (mit Kundennummer) mit "kundigen Kunden" wirkungsvoll als alle Postingseinträge dieses und anderen Foren.

ps
da ich Italiener bin, entschuldige mich für die ev. Fehler.


Ich glaube nicht, dass UM das sonderlich stören wird. Die "kundigen Kunden" sind wahrscheinlich auch die, die am meisten saugen.
Und es ist UM sicher nicht unrecht wenn die kündigen.

-NoGi

PS: Dein Deutsch ist deutlich besser, als das mancher Deutscher die in Foren schreiben.
NoGi con nonno paterno italiano. Ma non parlo italiano, perche´ la nonna era tedesca.
NoGi
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Knifte » 16.03.2013, 11:22

Was ich mit meinem Post sagen wollte ist, dass UM derzeit keine andere Möglichkeit hat als die Kunden per DSlite anzubinden.

Für vollwertiges DS und für reine IPv4 Anschlüsse bräuchte man mehr IPv4-Adressen, die UM aber schlicht und ergreifend nicht hat.

Und wenn sich jetzt die Kunden zusammenrotten und mit Kündigung drohen, ändert sich an der Zahl der verfügbaren IPv4-Adressen auch nichts.

IPv4 Adressen bekommt UM nur frei, wenn auch Bestandskunden kündigen. Es werden keine neuen Adressen mehr vergeben.
Viele Grüße

Knifte
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