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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon SpaceRat » 08.03.2013, 08:14

jcoder hat geschrieben:Das blöde an androiccu finde ich v.a., dass Du Dein Handy dafür rooten musst. Wer bereit ist, dass zu tuen (oder ohnehin schon gemacht hat), hat damit eine schöne, mobile Lösung für den Zugriff auf sein IPv6-only Heimnetz.

Für mich ist's aber ein 'no go' auf einem produktiv genutzten Handy.

Naja, für mich ist ein ungerootetes Handy ein no-go, wenn es denn produktiv sein soll. :)
Ich hatte das Teil schon vorher gerootet, allein schon für AdFree.
Es ist ja nicht nur so, daß die Werbung nervt, sondern man auch immer wieder mal versehentlich darauf klickt. Da hab ich einfach keinen Bock drauf und keine Zeit für. Außerdem ist mir die Vorstellung zuwider, daß ich etwas bezahle, es im Falle des Handys sogar rechtlich mein Eigentum wird, es mir aber nicht wirklich gehört, ich also nicht alles damit machen kann/darf, was ich damit machen könnte.

Übrigens kann sich Unitymedia aus genau diesem Grund auch die Witz!Box 6360 in die Haare schmieren:
Bevor ich "Telefon Komfort" bezahle und dafür eine verkrüppelte Witz!Box erhalte, buche ich lieber sipgate plus + flat und kaufe mir die Witz!Box 7390 oder 7490 selber. Die kann ich dann wenigstens freetzen, wie ich will.

Dito die sch... Kabelreceiver ... totes USB, totes Netzwerk. Wenn den Leuten jemand früher gesagt hätte "Sie kriegen zum Videorekorder 30 Leerkassetten gratis dazu, aber wenn sie sich ein neues Modell kaufen, müssen sie uns die Kassetten zurückgeben.", hätte man denjenigen für bekloppt erklärt.

Ne, da tu ich mir lieber die Unzulänglichkeiten von Enigma2 an und kann dafür wenigstens echtes Pay-TV (Also Hustler, Redlight, Dorcel, Daring, ...) statt "Bon Gusto" und "LiLaLaune TV" auf allen Receivern gucken, aufnehmen und auch konservieren.

Manche Leute würden wahrscheinlich auch ihre Frau selbst dann gegen ein 90-60-90 Model mit dicken Hupen eintauschen, wenn dafür alle drei Schnittstellen inaktiv sind ... ;>
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 08.03.2013, 17:07

Du hast Recht.
Was für Einschränkungen die (Medien-)Wirtschaft den Verbrauchern auferlegen konnte, ohne an Akzeptanz zu verlieren, entzieht sich auch meinem Vorstellungsvermögen.

So, wie Du die Fritz!Box siehst, sehe ich aber Android-Handys. Für mich sind das (aufgehübschte) in Ihrer Funktionalität und v.a. in den Berechtigungsmöglichkeiten der Benutzer kastrierte Linux-Systeme.
Vor die Wahl gestellt, ein in der Berechtigung kastriertes System zu kaufen, dass ich nachträglich wieder (mit allen möglichen Konsequenzen) rooten muss, um es so nutzen zu können, wie ich es möchte, oder gleich ein System zu nutzen, dass den root-Zugriff im Standard unterstützt, entscheide ich mich lieber für Lösung 2.

Leider gibt/gab es in dieser Gattung nicht all zu viele Geräte. Ich glaube, derzeit gibt's kein einziges in Deutschland vermarktetes.
Wird Zeit, dass da wieder etwas passiert. Mein Handy wartet jetzt auch schon seit fast 3 Jahren auf einen würdigen Nachfolger. (Naja- wenigstens ließ sich IPv6-Unterstützung und aiccu auch ohne zu rooten via apt-get nachrüsten :zwinker: )
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon IcE77GER » 08.03.2013, 20:25

Hallo,
ich habe meinen 3play Vertrag auf 50.ooo erhöht und bekam imzuge dessen eine Fritz Box mit einer neuen IPv6 Adresse.
Da ich aber leider zu dem Zeitpunkt keine Ahnung hatte das die IP4 Adressen "vergeben" sind bzw ich dann plötzlich eine IPv6 Adresse zugewiesen bekam, konnte ich jetzt nur im nachhinein mit UM über eine Möglichkeit "verhandeln" meine alte IPv4 bzw eine zusätzliche echte IPv4 Adresse zugewiesen zu bekommen verhandeln, was jetzt darin endete das heute Morgen plötlich der Postbote vor der Tür stand und mir ein Sisco 3208 vorbeibrachte.Nach Rücksprache mit UM was jett nun los sei,sagte man mir das eine Umstellung auf die alte IPv4 nur so möglich wäre.Nun ja,da ich mittlerweile drei Monate Probleme mit meinem Internet habe (zu langsame Geschwindigkeiten etc) und bisher noch keine wirkliche "Lösung" was brachte habe ich so meine Zweifel ob ich wirklich meine alte IPv4 Adresse zurückbekommen habe. Wie kann ich sehen was für eine IP ich verwede? Bei der Fritz Box war es ja recht einfach aber dieses Sisco Gerät ist mir ein Rätsel...
Ich wär euch um Hilfe echt dankbar!

LG
IcE
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon paul » 08.03.2013, 21:13

Das Cisco EPC3208 kann nur IPv4.
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Re: AW: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Joerg » 08.03.2013, 23:13

Naja, entweder hast Du einen Anwendungsfall, der IPv4 erfordert - dann ist der Test sehr einfach, wenn es geht, hast Du offenbar wieder eine v4-Adresse und Deine Frage erübrigt sich. In allen anderen Fällen muss man sich die Frage stellen, warum Du nicht bei Deiner v6-Adresse geblieben bist?
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Re: AW: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Tuxtom007 » 09.03.2013, 07:25

Hallo,

Joerg hat geschrieben:....warum Du nicht bei Deiner v6-Adresse geblieben bist?

was früher oder später eh passieren muss.

Es gibt kaum noch öffentliche v4-IP-Adressen und für europäische Provider werden keine Teilnetze mehr der noch verfügbaren Rest zugeteilt - das ist leider Fakt und wird sich auch nicht mehr ändern. Diese Diskussionen führ meine AG derzeit wöchentlich mit der RIPE.
Evtl. wird nochmal das eine oder andere grossen Firmennetz verkleinert und dann noch mal ein paar IP-Netze freie, aber das reicht dann auch nur wochenweise.

Dann lieber direkt eine v6 Adresse haben und weniger Problem bekommen, also evtl. mit solchen Krückenlösungen leben müssen, die bei meinem AG im Netz gemacht werden, wo grösstenteils schon private IP-Adressen vergeben werden und die dann ge-natted werden. Das ist noch viel grössere Mist.
Provider: UM 200/20 MBit-2play Premiumj, Fritbox UM 6490, 2x SNOM D765 VoIP-Telefon, 1 AVM-Dect-Telefone, Mikrotik CoreRouter, 2 x Mikrotik MiniSwitche, AVM Fritz-Repeater 1750E, AVM PowerLan 1000

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Re: AW: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 09.03.2013, 11:13

Tuxtom007 hat geschrieben:wo grösstenteils schon private IP-Adressen vergeben werden und die dann ge-natted werden. Das ist noch viel grössere Mist.

Genau so stellt sich das Problem doch jetzt für Unitymedia-Kunden dar, die ohne Vorwarnung in einer größtenteils IPv4-basierten Umwelt auf DS-Lite umgestellt werden und überraschend durch ein NAT beim Provider von der Umwelt isoliert werden.

Solange das Gros der Provider noch über IPv4 anbindet und die Außenwelt dadurch fast ausschließlich IPv4 spricht, nützt es den UM Kunden nur sehr begrenzt, neben Ihrer genNATteten IPv4-Adresse ein ganzes öffentliches /56er-V6-Segment zu bekommen.
Verschärft wird das Ganze bei der Implementation von Unitymedia sicher noch dadurch, dass der bei den meisten UM-Anschlüssen gelieferte Router Cisco 3208G (wenn ich die Posts hier und in den einschlägigen Foren richtig gelesen habe- ich habe leider/zum Glück keinen) gar keine Möglichkeiten bietet, seine Firewall für einen IPv6-Zugang vernünftig zu konfigurieren: Der Kunde erhält dann neben einer geNATteten IPv4- noch eine per Firewall geblockte IPv6-Anbindung. Das ist eine ziemliche Ar***-Karte, oder?!?

Das Problem ist nicht die Einführung von IPv6. Das Problem ist, wie Unitymedia diese Einführung anpackt. Dass es auch durchaus gelungene IPv6-Einführungen geben kann, zeigt ja z.B. die Telekom.
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Re: AW: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Joerg » 09.03.2013, 12:28

Natürlich ist ein "sanfter" Umstieg per echtem Dualstack, wie die Telekom ihn praktiziert, schöner - aber dazu muss man auch ausreichend v4-Adressraum haben. Die Telekom als "alter" Provider hat sich da reichlich bedient, UM als eher junger Provider hat aber bereits jetzt mehr Kunden als Adressen.
Der Fehler ist nicht nur (nicht mal vorrangig) bei UM zu suchen, sondern bei eben den "alten" Providern, die seit Jahren auf ihren Adresspools hocken und die v6- Einführung verpennt haben. So gesehen gebührt der Telekom sicher kein Lob...
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 09.03.2013, 14:20

Joerg hat geschrieben:Der Fehler ist nicht nur (nicht mal vorrangig) bei UM zu suchen, sondern bei eben den "alten" Providern, die seit Jahren auf ihren Adresspools hocken und die v6- Einführung verpennt haben. So gesehen gebührt der Telekom sicher kein Lob...

Nicht die anderen Provider 'verschweigen' Ihren Kunden bei Vertragsabschluss die mit den Änderungen einhergehenden Einschränkungen und daraus resultierenden Probleme und stoßen sie somit in einen Sumpf von Problemen, die ihnen erst bewusst werden können, nachdem sie den Unitymedia-Anschluss erhalten haben.

Es ist den anderen Providern auch nicht anzulasten, dass sie, solange sie einen komfortablen Vorrat an V4-Adressen haben, keinen Druck verspüren einen neuen Protokoll-Stack (ggf. zusätzlich) einzuführen. Aus dieser Sicht hat bislang, außer Unitymedia auch noch kein Provider etwas 'verpennt'. Und das schon seit Jahren.
Warum sollten Provider, wie O2 oder Vodafone (die Telekom tut's ja), Kosten und Risiken in Kauf nehmen, nur um die Situation von Kunden eines anderen Providers, der es verpennt hat, selber rechtzeitig ein kundenfreundliches Migrationsszenario zu erarbeiten, zu entschärfen?
Unitymedia entschärft ja selber nichts. IPv6-Adressen gibt es ja genug. UM könnte doch ihre Business-Kunden, die ohnehin V4 bekommen, auch per DualStack anbinden und Bestandskunden, die V4 haben, zusätzlich per DualStack mit V6 versorgen. Auch das würde die Verbreitung von IPv6 ja schon deutlich vergrößern und damit helfen, den jetzt isolierten V6-Kunden ein wenig zu helfen. Solange UM sich da in's Glashaus setzt, sollte man zusehen, mit welchen Steinen man schmeißt.

Es sind auch nicht die anderen Provider, deren Hotline Unitymedia-Neukunden mit Problemen in die Drehtür schickt, indem sie auf 'andere Provider', 'AVM/Cisco', 'externe VPN-Anbieter' undwasweissichnichtalles verweist.

Genau so wenig sind es die anderen Provider, die UM-Kunden mit Problemen am ausgestreckten Arm verhungern lassen ohne kostenneutrale Lösungen (und seien es nur außerordentliche Kündigungen) anzubieten und damit ihr eigenes Problem zum Problem ihrer Kunden machen.

Für die Management-Entscheidungen von Unitymedia, für die Informationspolitik von Unitymedia und für das (hoffentlich nur in diesem Fall) kunden-unfreundliche Gebaren der Firma Unitymedia sind weder Telekom, noch 1&1, noch O2, noch Vodafone oder ein sonstiger Provider verantwortlich. Diese zweifelhafte Ehre darf sich alleine UM zuschreiben.
jcoder
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Joerg » 09.03.2013, 14:40

Natürlich ist der Umgang von UM mit den Kunden tatsächlich nicht den anderen Providern anzulasten und sicher auch noch optimierbar (wobei ich persönlich bislang da zum Glück keine Probleme hatte).

Trotzdem ist das drohende Ende des IPv4-Adresspools jedem im der Branche seit >10 Jahren bekannt, ohne das die "Big Player" bereit gewesen wären, entsprechende Massnahmen einzuleiten. Zudem stimme ich UM zu, wenn sie sagen, dass für mind. 95% der Kunden IPv6 mit CGN genau so gut geeignet ist wie ein "echter" IPv4-Zugang, da diese den Unterschied nicht mal bemerken. Voraussetzung wäre allerdings eine unkomplizierte "Rückschaltung" auf Anfrage für Kunden, die wirklich eine v4-Adresse brauchen. Hinweisen sollte man die Kunden darauf aber sicher nicht, da sonst viele (analog IcE...) auch ohne Bedarf eine v4-Adresse verlangen würden ("man weiß ja nie, steht mir ja zu, ist sonst kein vollwertiger Internetanschluß, blablabla").

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