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Probleme mit Unitymedia und IPv6

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Uwe_L » 18.01.2013, 16:12

Uwe_L hat geschrieben:...wäre vielleicht auch mal eine Frage an den AVM-Support wert, ob man inzwischen überhaupt an einer PCP-Implementierung für die Fritz!Boxen arbeitet und wann mit einer Firmware zu rechnen ist, die das unterstützt
aus der Antwort des Supports:
Hier haben Sie leider etwas falsch verstanden. Nicht die Fa. AVM entwicklt solch Port Control Protocol (PCP). IPv6 und deren Unterprotokolle werden durch die IETF in speziellen
Worgroups im weitesten Sinne entwickelt (http://www.ietf.org).
PCP wird nach vielen Drafts (Vorschlägen) endlich in den nächsten Wochen zum RFC erklärt. Das wird sicherlich ein wichtiger Treiber dafür sein, dass die AFTR-Hersteller das Protokoll dann auch wirklich für Ihre
Produktiv-Releases in ihren AFTR-Gateways) auf eben RFC-Basis implementieren.

Die Aussagen aus Ende 2011 sind also durchaus Stand heute noch aktuell, Besserung ist aber in Sicht. Ob und wann Unitymedia PCP wirklich einführt, können wir nicht sagen. Diese Frage können wir nicht für Unity Media beantworten.

Evtl. wäre hier ein Gespräch mit Unity sinnvoll zur Frage, ob es bis zur produktiven Einführung von PCP auf Kulanzbasis auch noch andere Möglichkeiten gibt, über IPv4 wieder erreichbar zu werden.

Abgesehen davon, dass mir natürlich klar ist, dass nicht AVM den Standard definiert, spielt der AVM-Support hier den schwarzen Peter also an UM zurück. Es hört sich auch so an, als ob AVM gar nichts tun müsste, was ich aber nicht so recht glauben mag... die Box muss dem AFTR-Gateway doch irgendwie sagen, dass sie bitteschön aus der IPv4-Welt über einen bestimmten Port erreichbar sein will... (ich glaube, ich muss doch mal selbst in den Draft schauen :zwinker: )
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 18.01.2013, 16:59

Uwe_L hat geschrieben:.... spielt der AVM-Support hier den schwarzen Peter also an UM zurück. Es hört sich auch so an, als ob AVM gar nichts tun müsste, was ich aber nicht so recht glauben mag... die Box muss dem AFTR-Gateway doch irgendwie sagen, dass sie bitteschön aus der IPv4-Welt über einen bestimmten Port erreichbar sein will... (ich glaube, ich muss doch mal selbst in den Draft schauen :zwinker: )

Das ist doch schonmal ein Lichtschein.

Ich lese in der Antwort auch nicht, dass AVM nichts tuen muss/wird.
Sie stellen mit der Aussage ihr Dokument aus 2011 ja nicht in Frage.
Dort war die bereits zitierte Aussage:
Sobald AFTR-Gateways als Gegenstelle verfügbar sind, wird der Ansatz, der sich durchgesetzt hat, in Fritz!Box integriert werden.


Einen schwarzen Peter sehe ich auch nicht. Sollte AVM seine obige Aussage umsetzen (wovon ich ausgehe), nützt das natürlich noch nicht all zu viel, wenn Unitymedia keine Umsetzung in seinen AFTRs vornimmt. Der AFTR muss die Anforderung ja verstehen und mit der UM aushandeln können
Diese Frage kann AVM nicht für UM beantworten.

Aber in diesem Forum engagiert sich ja ein offizieller UM-Support, der diese Frage sicher gerne beantworten wird! :D
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 18.01.2013, 18:06

SpaceRat hat geschrieben:Übrigens: Die in diesem Thread so löblich erwähnte Telebim hat bereits erklärt, sich zu einem integralen Bestandteil des Problems zu machen, statt die Lösung zu bringen. Nicht nur, daß man sich jetzt dafür feiern läßt, daß man die Einführung von IPv6 "nur" bis September 2012 verschleppt hat, nein, man will auch noch in Kunden erster und zweiter Klasse unterscheiden! Qualitätsbewußte Kunden, also solche, die auf echtem Festnetz bestehen und analoge bzw. Universal/ISDN-Anschlüsse haben, werden der Ankündigung nach niemals IPv6 kriegen. Das bleibt den VoIP-Nutzern vorbehalten. Denjenigen im Thread, die immer noch nicht die Bedeutung von "weg" bzw. "aufgebraucht" kapiert haben, mag das harmlos erscheinen, allen anderen ist klar, daß damit Telekom-Vollanschlüsse in absehbarer Zeit für die Internet-Nutzung wertlos werden, wenn der Kunde sich nicht mit einem selber beschafften IPv6-Tunnel behilft.


Tatsache bleibt doch, dass die Telekom derzeit der einzige große Provider ist, bei dem Neukunden dank echtem DualStack dauerhaft keine Probleme mit der Internet-Anbindung haben. Während die Kabelanbieter, allen voran Unitymedia, die einzigen großen Provider sind, bei deren Neukunden derzeit massive Probleme bestehen. (KBW zeigt sich im Gegensatz zu UM ja noch kulant bei Problemlösungen)

Die Telekom ist derzeit der einzige Anbieter, der es, vielleicht spät und vielleicht nicht auch für den letzten Kunden, richtig macht. Sie macht es so, wie es Unitymedia schon vor 3-5 Jahren hätte tuen sollen. Dann hätten wir diese Probleme gar nicht. Aber Unitymedia nutzt die Möglichkeit ja nicht mal für die Neukunden seiner Premium-Verträge, die es heute (wo sie gar keine V4-Adressen mehr haben) noch ausshließlich mit IPv4 ausrüstet. (Aus Kostengründen?)
Deine Aussage klingt für mich, als würde Mercedes eine Limousine mit 2-Liter Verbrauch für den Massenmarkt auf den Markt bringen und als Kommentar den Vorwurf von Daihatsu ernten, dass Mercedes nichts für energetisch-sinnvolle Fahrzeuge tut, weil die Firma an Landwirtschaftsbetriebe ja auch ein paar UNIMOGs p.a. verkauft und nicht vor hat, diese Fahrzeuge auf unter 20 Liter zu senken.

Um Deine Aussage noch ein wenig zu relativieren: Echte Analoge/ISDN Anschlüsse werden im Privatkundensegment heute nur noch von sehr wenigen Anbietern und auch dort nur auf besondere Nachfrage angeboten. UM kann diese (Du nanntest sie 'Anschlüsse für qualitätsbewusste Kunden') schon alleine technologiebedingt gar nicht realisieren. Bei den DSL-Providern sind Analoge/ISDN-Anschlüsse für Privatkunden aus Kostengründen schon quasi ausgestorben. Aus den selben Gründen ist auch die Telekom bestrebt, bevorzugt VoIP-Anschlüsse zu verkaufen.
Die Anzahl neuerer Anschlüsse dieser Art für den Internetzugang ist daher dauerhaft gering bis vernachlässigbar.

Sollte der eine oder andere Kunde (in wie vielen Jahren eigentlich????) dann doch einmal merken, dass IPv4 langsam selten wird und Probleme bereitet, gibt es für ihn zwei Auswege:
1. Die Telekom wird dankbar sein, wenn er seinen Anschluss auf einen VoIP-Anschluss upgraded. Für sie ist die Bereitstellung dieser Technologie kostengünstiger.
2. Es ist recht einfach, volle IPv6-Konnektivität an einem IPv4-Anschluss bereitzustellen. (Kostenlose) Tunnelbroker hierfür liefert Dir eine Google-Suche in Mengen. Umgekehrt (also in der Situation, in der wir heute bei UM sind) wird's schwieriger und teurer.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon EVA-01 » 19.01.2013, 03:53

Es gab ja diesen Hinweis, dass 100er Neukunden noch IPv4 kriegen... kann ich in meinem Fall leider nicht bestätigen.

Ich hab eine Woche vor Weihnachten 1play100 bestellt. Bis jetzt hat sich aber noch nichts getan weil die Kabel verfault sind und das atm beim Vermieter hängt. ;)

Ich hab trotzdem am 20.12. UM eine Mail geschrieben und gefragt, was ich denn kriege. Gestern (18.01. (!!!)) kam die Antwort (aber immerhin mit Entschuldigung über die lange Dauer): Die Recherche in unserem System hat ergeben, dass Sie eine IPv6 Box erhalten werden.

Bin am Überlegen, ob ich den Auftrag wieder cancel. Die können sich ihr DS-Lite sonst wohin stecken. ;)
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon jcoder » 19.01.2013, 07:21

Dann wird's damit jetzt wohl vorbei sein.

Das deckt sich mit einer Aussage, die ich im Oktober von einem UM-Hotliner erhalten habe, der mir als Lösung vorschlug, doch auf einen 100er Vertrag zu wechseln: Er sagte, bis Januar 2013 würden Neukunden mit diesen Verträgen mit V4 angebunden. Ab dann sollten auch diese Verträge mit V6 geliefert werden.

Dann ist dieser Zeitpunkt wohl jetzt gekommen und Du bist eine der ersten 100er, die mit V6 beglückt werden.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon leachim » 19.01.2013, 19:18

jcoder hat geschrieben:Dann wird's damit jetzt wohl vorbei sein.

Das deckt sich mit einer Aussage, die ich im Oktober von einem UM-Hotliner erhalten habe, der mir als Lösung vorschlug, doch auf einen 100er Vertrag zu wechseln: Er sagte, bis Januar 2013 würden Neukunden mit diesen Verträgen mit V4 angebunden. Ab dann sollten auch diese Verträge mit V6 geliefert werden.

Dann ist dieser Zeitpunkt wohl jetzt gekommen und Du bist eine der ersten 100er, die mit V6 beglückt werden.


Dann kann es auch nicht mehr lange dauern, dass die Bestandskunden umgestellt werden.

Gruß
leachim
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Schieni » 19.01.2013, 19:40

EVA-01 hat geschrieben:Es gab ja diesen Hinweis, dass 100er Neukunden noch IPv4 kriegen... kann ich in meinem Fall leider nicht bestätigen.

Ich hab eine Woche vor Weihnachten 1play100 bestellt. Bis jetzt hat sich aber noch nichts getan weil die Kabel verfault sind und das atm beim Vermieter hängt. ;)


Nur fürs Protokoll:
Internet 50 am 7.1.2013 bei Unitymedia bestellt
Am 16.01 kam der Techniker, installierte eine neue Antennendose und übergab mir ein Cisco 3208 (!) Kabelmodem.

Da ich ja schon im Vorfeld von der IPv6/DS-lite Problematik hörte (und mangels Alternative Zähne knirschend hin nahm) , konfigurierte ich meinen Linux-Router entsprechend um (IP-Adresse für's externe Interface, vor allem aber das Masquerading deaktiviert).

Uups, nichts ging. Aber Moment mal, 3208 ohne G? Die werden doch nicht...

...doch, sie haben, und zwar mir einen IPv4-Anschluß verpasst!

Masquerading per iptables wieder aktiviert, den dhcpcd schön auf dem externen Interface lauschen lassen, schwups, mein Netzwerk hat Internet! Gleich mal meinen Remote-Zugang per SSH auf dem Heimserver per Smartphone (connectbot über Android) getestet: Lüppt einwandfrei...

Glück gehabt, nur wie lange? :pcfreak:

Grüße, Stefan.
Schieni
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon StarvinMarvin » 21.01.2013, 11:03

Hast Du denn auch mit Router von Unitymeda bestellt?

Ein Kollege meinte, das wenn man ohne Router bestellt, man ipv4 bekommt und ansonsten mit der Fritzbox ipv6.

Ich hab mit Router bestellt und könnte ja dann noch bei der Hotline anrufen und sagen das ich den doch nicht will.
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon Knifte » 21.01.2013, 11:06

Das glaube ich nicht. Ich denke, dass man mittlerweile wahrscheinlich immer das Cisco 3208G bekommt, egal ob man mit oder ohne Router bestellt. Und da bekommt man dann meistens auch ne IPv6 Adresse, so wie das die anderen User hier im Forum berichten.
Viele Grüße

Knifte
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Re: Probleme mit Unitymedia und IPv6

Beitragvon StarvinMarvin » 21.01.2013, 11:32

Ok, also muss ein Router der am Modem hängt eh gar nicht zwingend IPv6 unterstützen und ich kann auch meinen bestehenden IPv4 nutzen?
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