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Internet mit alten Antennenkabel ?

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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Lonewolf » 15.06.2012, 18:40

sebr hat geschrieben:Ja, könnte schlimmer sein. Allerdings fehlt am HÜP (und wahrscheinlich auch am Rest der Anlage) der Anschluss zum Potentialausgleich, umganssprachlich auch "Erdung" genannt.
Darum musst du dich selbst kümmern, das wird der Techniker nicht machen.


Wenn kein PE angeschlossen ist , macht doch das auflegen vom Schirm gar kein Sinn ?
Ich habe aber auch noch nie ein HÜP gesehn, an dem ein PE angeschlossen war. Wird scheints nur bei Neuanlagen gemacht.

Das Erden ansich ist kein Problem, zur Not hau ich ein Erdspieß rein.
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Invisible » 15.06.2012, 18:44

Sinn macht es schon. Schließlich sollten Schirmung des UM-Netzes und deines Hausnetzes ein gemeinsames Potential bilden
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Pauling » 15.06.2012, 18:48

Invisible hat geschrieben:Sinn macht es schon. Schließlich sollten Schirmung des UM-Netzes und deines Hausnetzes ein gemeinsames Potential bilden


Besser kein Potential zwischen dem Fußboden und dem Kabel sonst kriegste "Eine gewicht" und für die Geräte ist es auch nicht gut.

mfg
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Cablemen » 15.06.2012, 22:28

1. Wenn keine intakte Leitung vorhanden ist aber die Möglichkeit eines Kabelweges gegeben ist (In Einfamilienhäuser gibt es in der Regel immer einen Weg :zwinker: ) dann ist der Techniker befugt sofern der Eigentümer einverstanden ist eine neue Leitung zu installieren ohne Extrakosten für den Hauseigentümer!
2. Eine BK Anlage sollte immer geerdet sein! Der Techniker ist sogar verpflichtet dies zu tun es sei denn es ist absolut nicht möglich (Erdungschiene nicht zugänglich, keine Potischiene im Objekt etc.)! Der Techniker muss sogar wenn eine Erdung nicht möglich ist die Anlage zumindest vorbereiten das sie geerdet werden kann! Also Sternförmig an eine Potischiene installieren so das man quasi nur noch die Erde anschließen muss!
3. Mini-Koax erlaubt UM schon denn selbst in Projektbauten wird durchaus Mini-Koax verwendet da es wunderbar geeignet ist mehrere Kabel durch eine Leerrohr zu ziehen! Es gibt nämlich Bauten wo die vorhandenen alten Unterputzleerrohre dafür genutzt werden. :zwinker: Der Nachteil von Mini-Koax ist meistens ein etwas höhere Dämpfung und natürlich ist Mini-Koax anfälliger gegen mechanische Beanspruchung. Gerade die Außenisolierung kann man recht schnell beschädigen. Ansonsten gibt es Mini-Koax auch als 3-fach abgeschirmtes Kabel.

So ich denke damit sind ein paar Ungereimtheiten aus der Welt geschafft!
Zuletzt geändert von Cablemen am 15.06.2012, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Invisible » 15.06.2012, 22:43

Bei mir fluchte der Techniker das er kein Mini-Koax verwenden darf und trotzdem ständig damit kämpfen muss. :smile:

Aber wie man sieht, einfach geschirmtes Mini-Koax:

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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Lonewolf » 15.06.2012, 23:56

Ich werde den "Techniker" mal drauf anhauen wieso die BK Anlage nicht geerdet ist.
Aber erstmal muss einer kommen.... ( ist immerhin schon 3 Wochen her).

Ich werde euch berichten wie es "ausgegangen" ist.
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon sebr » 17.06.2012, 17:19

Vermutlich "weil es auch so funktionierte" und solange das gut geht wird sowas gerne vernachlässigt. Ansonsten stimme ich Cablemen voll und ganz zu.
Leider sieht die Praxis da etwas anders aus und selten findet man nahe dem HÜP / HAV einen Zugang zum PA des Hauses vor, der Techniker vom Sub macht sein Ding und wird dich darauf hinweisen noch den Anschluss an den PA vorzunehmen.
In aller kürze erklärt: mit massivem Kupferleiter (mindestens 4qmm bei größeren Längen 6qmm, NYM-J) sternförmig von jedem Bauteil (HÜP, HAV, Abzweiger, Verteiler) zu einer PA-Schiene gehen. Ein weiterverbinden ist nicht zulässig. Von dieser Schiene gehts dann zum Hauptpotentialausgleich. Das wird häufig eine Klemmschiene in der Nähe des HAK im Keller sein wo auch ggf. der Fundamenterder dran ist. Berührungsschutz muss gegeben sein.
Übrigens: der Potentialausgleich an der BK-Anlage dient nicht nur dem störungsfreien Betrieb sonder hat auch einen (Personen)Schutzfunktion!

PS: Heizungs- und Wasserleitungsrohre sowie Fallrohre oder Fangeinrichtungen vom Blitzschutz sind nicht geeignet um da die PA-Schiene anzuklemmen :nein:
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Lonewolf » 17.06.2012, 18:35

Im Prinzip könnte man doch auch einfach vom HÜP den PE direkt in die Erde über ein Erdspieß anschließen. Der HÜP ist bei mir eh im Vorgarten.
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon Invisible » 17.06.2012, 18:44

Mit einem Erdspieß ist es nicht getan. :smile:

Damit der Widerstandswert passt kann es sein das der bis zu einem Meter tief in die Erde muss!

Und der Widerstandswert deines Erders muss dann auch gemessen werden. Dafür hat der UM-Techniker wohl kaum die passenden Messmittel....
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Re: Internet mit alten Antennenkabel ?

Beitragvon dadibsy » 17.06.2012, 19:49

... oder tiefer. Bei mir waren es 4 Meter.

gruß dadibsy
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