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Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was nun?

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was nun?

Beitragvon Meteo » 22.05.2012, 17:16

Hallo,

auf der Suche nach einer möglichen Lösung meines Problemes bin ich hier gelandet und hoffe, dass es einige Hinweise gibt - die Aussage "Such Dir einen Anwalt" bitte ich zu unterlassen, denn BEVOR ich einen Anwalt einschalte, möchte ich eben um Tipps bitten, vielleicht gibt es hier erfahrene User bzw. Menschen mit ähnlich gelagerten Problemen.

Also, ich bin nebengewerblich selbstständig (Medien, Werbung, Internetprogrammierung) und habe ein kleines Büro in meiner Wohnung, natürlich alles ordentlich angemeldet. Nun habe ich bei unitymedia einen Telefon- und DSL-Anschluss bestellt, weil die Telekom hier im kleinen Ort nur max. 2000er DSL hinbekommt - was schon arg langsam ist, vor allem wenn man im bzw. mit dem Internet arbeitet. Ich bekam auch recht schnell meine neuen Rufnummern und eine Anmeldebestätigung. Schon bei der Bestellung habe ich darauf hingewiesen, dass es ggf. Probleme beim Anschließen geben könnte - und genau so ist es gekommen:

Der Hauptübergabepunkt befindet sich am Haus des Nachbarn bzw. an einem Gebäudeteil der unserem Nachbarn gehört. Wir leben als Mieter in einem genau daran angrenzenden Teil, dieser Teil gehört einem Nachlassverwalter (nach dem Tod des Besitzers wollte keiner das Objekt haben). Dummer Weise war der frühere Besitzer der Schwiegervater des Mannes, der im angrenzenden Objekt lebt. BEIDE Objekte haben die gleiche Hausnummer. Nun wollte der Techniker von unitymedia anschließen, muss dazu aber kurz in den Keller des Nachbarn und kurz auf den Dachboden - weil eben da das "Hauptkabel" ankommt. Auch meine Nachbarin hat über einen Wechsel zu unitymedia nachgedacht, sie wohnt im gleichen Objekt wie wir. Fazit: Der Nachbar lässt den Techniker NICHT in sein Objekt um uns am einzig vorhandenen Anschluss zu konnektieren. Der Nachbar ist ohnehin eine sehr "streitbare" Person, alle versuche von sachlichen Dialogen schlagen fehl.

Nun die Frage:

Gibt es IRGENDEINE rechtlich klare Grundlage die den Nachbarn dazu veranlassen MUSS, dem Techniker Zugang zu gewähren? Als Stichwort sei hier gegeben: "Eingriff in die laufende Selbstständigkeit", will sagen: Der Nachbar sorgt durch sein Verhalten dafür, dass ich mein Gewerbe nicht vollumfänglich bzw. effektiver ausüben kann. Oder habt Ihr da andere "Angriffspunkte"? Unitymedia scheint mit diesem Vorgang überfordert, die wollen nach dem "Nein" des Nachbarn nun intern die Dispo anschreiben um abzuwarten was in so einem (wohl seltenen Fall) zu tun ist.

Ich freue mich über JEDEN sachdienlichen Tipp, Hinweis oder Zaunpfahlwink....
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Pauling » 22.05.2012, 19:54

Keine Chance, allerhöchstens dein "Nachbar" hat bei der Installation irgendwann mal unterschrieben "Zugang zu gewähren" für das Restgebäude.
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Meteo » 22.05.2012, 20:33

und was ist mit "Eingriff in den gewerblichen Betrieb"? Diesen Passus gibt es - ebenso eine Art "Hammerschlags- und Leiterrecht"....
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Pauling » 22.05.2012, 20:41

Meteo hat geschrieben:und was ist mit "Eingriff in den gewerblichen Betrieb"? Diesen Passus gibt es - ebenso eine Art "Hammerschlags- und Leiterrecht"....


.... Lass deinen Anwalt da mal dran arbeiten. Garantien gibt es vor Gericht nicht, jeder Richter ist anders drauf.

Edit: Aber vielleicht knickt er schon ein, wenn ein Brief vom Anwalt kommt! :zwinker:
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Dringi » 22.05.2012, 21:16

Meteo hat geschrieben:und was ist mit "Eingriff in den gewerblichen Betrieb"? Diesen Passus gibt es - ebenso eine Art "Hammerschlags- und Leiterrecht"....


Ich wünsche Dir viel Glück, aber genauso gut kann der Nachbar die Unverletzbarkeit seiner Wohnung navh Art 13 GG anführen.
Außerdem wird es schwierig den Eingriff in einen Gewerbebetrieb nachzuweisen. Die (langsamere) Alternative DSL ist vorhanden, d.h., dass Du Zugang zum Internet hast. Scheinbar gab es den Gewerbebetrieb ja auch schon zu nur-DSL-Zeiten. Wo greift denn Dein Nachbar also nun konkret in Deinen Gewerbebetrieb ein? Überspitzt gesagt: Nach Deiner Darstellung hätte auch ein Spediteur ein Recht mit seinen LKWs durch Deinen Garten zu fahren, nur weil er dadurch etwas Zeit sparen würde anstatt wenn er über die reguläre Straße fährt.

Ich würde mir das mit dem Anwalt ggf. nochmal überlegen. Wenn mir einer mit 'nem Anwalt kommen würde, könnte es schon allein aus Trotzreaktion sein, dass der HÜP bei einem "Unfall" so stark zerstört wurde, dass eine Neuerrichtung ausgeschlossen ist.
Ggf. mal mit 'ner Pulle Wein rüber gehen und auch mal Alternativen diskutieren: Ich vermute mal, dass UM auch zwei Modems an einem HÜP installieren kann. Bei MFA's und Hochhäusern geht das ja auch.

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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Pauling » 22.05.2012, 21:34

Ich glaube nicht dass man da was mit einer Flasche regeln kann.
Das klingt verdammt nach einer Erbstreitigkeit, wo sich die Erben nicht so recht einigen konnten. Sowas sitzt immer tief.


Solche Fälle gibt es so oft, dass in bestimmten Raum kein Zugang zu haben ist, weil der jemand anderem gehört.
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Meteo » 22.05.2012, 22:17

Pauling hat geschrieben:Ich glaube nicht dass man da was mit einer Flasche regeln kann.
Das klingt verdammt nach einer Erbstreitigkeit, wo sich die Erben nicht so recht einigen konnten. Sowas sitzt immer tief.


Solche Fälle gibt es so oft, dass in bestimmten Raum kein Zugang zu haben ist, weil der jemand anderem gehört.


Genau DAS ist das Problem... der "gute Mann" will das Ding hier für `nen Appel und `nen Ei und UNS mit ALLER GEWALT raushaben... nur leere Objekte sind billig zu kaufen... aus diesem Grund schießt er schlicht: Quer... Hier eine Aussage nach anwaltlicher Beratung:

Ein Anspruch auf Neuanschluss oder Überprüfung des Kabels kann Ihrem Vermieter gegen den Nachbarn zustehen. Denn das Kabel wurde ja offensichtlich in Absprache der beiden (Vor)Eigentümer vom Nachbarobjekt hin zu dem von Ihnen bewohnten Objekt verlegt. Möglicherweise existieren dazu sogar noch unterlagen oder gar ein Grundbucheintrag. Dass Ihr Objekt also vom Nachbargrundstück mit dem Kabelanschluss versorgt wird, führt m.E. auch zu einem Anspruch Ihres Vermieters, dass Antennenkabel wieder anschließen zu lassen.


Mal sehen, wie Unitymedia jetzt reagiert....
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Pauling » 23.05.2012, 00:19

... also könnte da noch mehr kommen?!? :confused:

Neue Wohnung wird wohl stressfreier. Was bringt´s wenn doch mal alles installiert wird und irgendwie Wasser oder sonst was die Anlage zerstört.
Schade sowas, aber ist meistens besser für die Nerven.
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon Meteo » 23.05.2012, 01:17

Tja, wenn man immer so denkt, dann besteht die Wohnwelt irgendwann nur noch aus cholerischen Arschlöchern... man stelle sich mal vor, wir und unsere Nachbarin wollen Kabelanschluss haben: Schlicht nicht möglich. Dabei liegt doch schon alles, es muss NUR angeklemmt werden. Mal sehen ob man von aussem am Haus ein Kabel legen kann - ein Telefonkabel liegt da schon, man braucht nur die gleiche Strecke mit entsprechendem Antennenkabel verfolgen... aber laut Techniker könne er am Übergabepunkt (angeblich) nicht ein zweites Kabel aufschalten - was ich allerdings als gelernter TV-Techniker arg bezweifeln möchte. Abgesehen davon: So schnell findet man auch keine neue Wohnung.... mit 2 Hunden....
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Re: Nachbar verweigert Zugang zum Hauptanschlusspunkt, was n

Beitragvon phoenixx4000 » 30.05.2012, 20:29

Wie sieht das mit einem neuen Übergabepunkt aus?
Sprich doch einfach mal mit dem Verwalter.
Wenn da Interesse von Mehreren Parteien an einem Anschluss bestehen, dann sollte da doch was machbar sein.
Die Kosten kann man ja auf die allgemeinen Betriebskosten des Hauses umlegen.
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