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Vermarktungsverbot für Unitymedia

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon Kema » 28.04.2012, 09:54

Hallo liebe Community,

ich habe den Thread eröffnet, weil es weder in diesem Forum, noch auf Google vernünftige Treffer gibt.

Es dreht sich um das Vermarktungsverbot für Unitymedia. Meine Schwester und ich haben uns im Mai/2010 eine Doppelhaushälfte von Evonik gekauft. Das Kabelnetz wird von BMB GmbH & Co. KG betreut, doch Unitymedia darf Digital-TV anbieten, jedoch kein Internet und Telefon.

Ich bin seit mehr als drei Monaten dabei einen Ausweg zu finden, auch wenn es nur für kurz einen Funken Hoffnung gab, so ist der gestern erloschen worden. Jetzt ersuche ich über euch Hilfe und hoffe irgendjemand liest das Problem und kennt einen Ausweg.

Folgendes ist mir in den letzten drei Monaten passiert:

- Ich rufe bei der Hotline von Unitymedia an und lasse die Verfügbarkeit überprüfen.
- Alles verfügbar bis 150 MBit, jedoch Internet und Telefon keine Vermarktungsrechte
- Ich solle mich bei meinem Hausverwalter erkundigen.
- Ehemaliger Hausverwalter (Evonik) ist nicht mehr dafür zuständig, weil ich das Haus gekauft habe
- Ich solle mal den Notar fragen
- Der Notar verweist auf folgende im Kaufvertrag festgehaltene Regelung: „… mit allen damit verbundenen Rechten und Ansprüche, Bestandteilen und Zubehörstücken, insbesondere dem aufstehenden Gebäude („Kaufobjekt“).“
- Laut Notar bin ich quasi der NE4 und kann damit bestimmen, wer mich mit welcher Leistung versorgt..
- Ich rufe bei der Unitymedia-Hotline an und schildere denen nochmal die Probleme und erkläre denen was der Notar mir gesagt hat.
- Ich soll eine Kopie des Kaufvertrags an kundenservice@unitymedia.de + Schreiben (was ich denn will) schicken.
- Gesagt, getan. 4 Tage später heisst es: "Vermarktungsverbot für Unitymedia"
- Ich soll mich an BMB GmbH & Co. KG wenden.
- Die sagen Marienfeld multimedia wäre dafür zuständig.
- Marienfeld multimedia sagt Tele Columbus ist dafür zuständig.
- Tele Columbus sagt der Gestattungsvertrag mit Evonik lief 2010 aus und sie können mir nicht weiterhelfen, da BMB GmbH & Co. KG die Herren der Leitung sind.
- BMB GmbH & Co. KG angerufen und etwas Stress gemacht. Laut deren Aussage kann Unitymedia kein Internet anbieten, da kein Rückkanal existiert. Ich lasse mir die direkte Durchwahl geben und bitte das Gespräch zu vertagen, da ich Rücksprache mit Unitymedia halten will.
- Die Unitymedia-Hotline sagt: "INTERNET UND TELEFON ist bis 150 MBit verfügbar, und wenn ein Rückkanal fehlt wird er durch Unitymedia eingebaut, aber durch das Vermarktungsverbot dürfen die das nicht, ich solle BMB GmbH & Co. KG um eine Freigabe bitten.
- BMB GmbH & Co. KG sagt: "Unitymedia lügt und daher keine Freigabe". Ich kriege eine Freigabe, wenn Unitymedia mir das schriftlich gibt. Unitymedia gibt mir keine schriftliche Bestätigung ohne Freigabe

So das war chronologisch richtig. Die große Frage ist nur: "Was soll ich jetzt machen?" Mir bleibt ja nichts anderes übrig ausser einen Anwalt und/oder die Verbraucherzentrale einzuschalten, oder hat jemand eine andere Idee?

Lieben Gruß
Kema
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon caliban2011 » 28.04.2012, 12:21

Ich muss grad an "Asterix erobert Rom" denken ... hetz die aufeinander und sieh mit einer Tüte Popcorn aus der Ferne zu ;)
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon Reinhold Heeg » 28.04.2012, 12:46

caliban2011 hat geschrieben:Ich muss grad an "Asterix erobert Rom" denken ... hetz die aufeinander und sieh mit einer Tüte Popcorn aus der Ferne zu ;)


Mir kommt da das Lied "Einen Antrag zur Erteilung eines Antragsformulars" von Reinhard Mey in den Sinn. Am Ende löst sich alles in einen Wohlgefallen auf. So würde ich es auch machen. Bei Asterix erobert Rom sind die Beteiligten reif für die Klapsmühle.
Jeder erzählt was Anderes und fast alles widerspricht sich. Ich würde mich mal an einen damit vertrauten Anwalt wenden und zuschauen, wie sich die Angesprochenen dann verhalten. Kann aber etwas dauern.
Schönes Wochenende
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon quicksilver733 » 28.04.2012, 14:23

Hallo Kema,

inhaltlich kann ich Dir bei Deinem Problem leider nicht helfen.

Eine zusätzliche Möglichkeit zu Verbraucherzentrale und Anwalt wäre ein Anruf bei der oder den lokalen Zeitungsredaktionen. Oder faxe denen Dein Posting, den Ablauf hast Du ja schon gut dokumentiert. Die berichten gerne einmal über derart absurde (!) Fälle, gerade im Bereich Telekommunikation und Dein Fall hat Unterhaltungswert (Wer den Schaden hat...).

Manchmal geht es dann plötzlich doch, wenn der Unternehmensname in der Zeitung steht.
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon waylander » 28.04.2012, 15:05

Was eine Hanebüchne Aktion. :wand: :hirnbump:

Hattest du denn immer die selben Gesprächspartner an der UM Hotline?
da ist ja auch nicht immer gegeben.

Vielleicht hilft es dir ja mal via Twitter Unitymediahilfe
dort dein Problem zu schildern.
Schaden kann ja nicht. ;)

viel Glück & halt uns mal auf dem laufendem bei
diesem Schildbürgerdings
Die Option Anwalt & Öffentlichkeit könnte ja auch evtl was Anschubsen.
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon KyBO » 29.04.2012, 21:54

Eigentlich sollte es für Unitymedia kein Problem sein, dir eine schriftliche Bestätigung über die Verfügbarkeit zu geben. Schreib dem Service Center einen Brief (Einschreiben). Mach denen klar und betone das du keine Vertragszusicherung sondern nur eine schriftliche Auskunft über die Verfügbarkeit von Internet/Telefon haben möchtest und wenn nötig ein Rückkanal angebracht werden könnte.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen!
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon phoenixx4000 » 01.05.2012, 13:41

Ich versteh die ganze Problematik die die einzelnen Parteien hier haben nicht wirklich.
Die vorhandenen NE4 Betreiber müssen doch in irgendeiner Art und Weise wissen wie Ihre Netzwerkstruktur aussieht.

Unitymedia liefert alles bis zum Übergabepunkt der NE4 Betreiber. Bis hier ist das schonmal Fakt.

Die vorhandenen BEtreiber wissen von wo nach wo sie Leitungen verlegt haben.
Weiterhin wissen die wo Verstärker verbaut wurden. Schließlich haben die dafür mal richtig Geld bezahlt.

Bei Marienfeld Linienanlage muss allerdings nicht wirklich überall UM verfügbar sein.
Teilweise haben die Insel-Anlagen mit SAT-Kopfstationen wo die Ihr eigene Kabelnetz betreiben. Hier wird auch UM nicht oder nur Teilweise durchgeleitet. Im Prinzip kann es sogar sein, dass verschiedene Angebote der UM "herausgefiltert" sind und nicht in das Marienfeld-Netz eingespeist werden. Dies geschieht aber erst nach dem ÜP.

Eigentlich währe es doch ein leichtes für UM einen Techniker zu schicken, der eine grundsätzliche Machbarkeit in dieser Netzwerkstruktur prüft.
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon Kema » 01.05.2012, 14:43

Alles von UM ist hier verfügbar, sie dürfen nur nichts an den HÜP, da dies BMB gehört. Dieses Verbot, dass sie nicht dran dürfen, versuche ich ja seit Tagen bzw Wochen aufheben zu lassen.

Ich muss noch bis morgen warten, dann werd ich wen von der Vertragsabteilung des BMB TV's an der Leitung haben. Wenn der sich quer stellt, dann hole ich die großen Geschütze raus.. Rechtsanwalt, Verbraucherzentrale, die Zeitung und evtl. mal eine Anfrage beim Kartellamt. Schließlich haben wir das Haus gekauft und der Gestattungsvertrag mit dem ehemaligen Hausverwalter lief 2010 aus.

Dennoch danke für den ein oder anderen TIP, ich werd euch weiterhin mit aktuellen Infos versorgen.

Gruß
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon phoenixx4000 » 01.05.2012, 22:13

Ich nehme an, das es sich um ein Einfamilienhaus bzw Reihenhaus handelt.

Der Übergabepunkt befindet sich also in einem anderen Haus und Dein Haus wird mitversorgt oder hast Du sogar einen eigenen Übergabepunkt im Keller?

Wenn der Übergabepunkt in Deinem Keller ist, dann besteht die Möglichkeit eine "Parallelanlage" aufzubauen.

Grundsätzlich gehört die Antennenanlage erst ab dem Übergabepunkt dem NE4 Betreiber, da der Übergabepunkt den Netzabschluss der NE3 darstellt.
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Re: Vermarktungsverbot für Unitymedia

Beitragvon Kema » 02.05.2012, 04:51

Es ist ein altes Zechenhaus mit 4 Wohneinheiten, Evonik fing an 2008 (glaub ich) diese als Doppelhaushälften zu verkaufen, also je 2 Wohneinheiten als eine zu verkaufen.

Ein Gebäude, 2 Wohneinheiten, wo jeder sein HÜP hat. Ich habe eine eigene Satschüssel auf dem Dach, ich will also nur Telefon und Internet über Kabel, und dies soll laut UM Hotline auch verfügbar sein, wenn der Rückkanal eingebaut ist. BMB erlaubt es aber nicht.

Ich hab gleich ein Telefonat mit deren Vertragsabteilung. Bin mal gespannt.

Gruß
Kema
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