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Voice over Cable vs. Voice over IP

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Voice over Cable vs. Voice over IP

Beitragvon webman » 26.06.2012, 10:42

Trotz der zugegebenermassen besseren Sprachqualität und Komfortfunktionen bei ISDN ist das klassische Festnetz trotzdem auf dem Abstellgleis. Warum sollten die Telcos in Zukunft auch weiterhin in zwei Netze parallel investieren ...
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Re: Voice over Cable vs. Voice over IP

Beitragvon josen » 26.06.2012, 20:02

Moin,

HNIKAR hat geschrieben:Klar, einerseits ist's der ganze technische "Schnickschnack" der mir gewisse Komfortfunktionen bietet, die ich nicht missen möchte und anderseits ist da vielleicht auch ein bisschen das nostalgisch-emotionale Moment.
Ich möchte einfach Telefonie, wie ich sie gewohnt bin. Besser darf es gerne sein. Nur nicht schlechter.
Wenn ich die Ruftaste drücke ohne ein Nr. gewählt zu haben, dann erwarte ich sofort das Freizeichen vom Amt.


Das hats nichts mit Nostalgie zutun. Ich habe auch jedesmal einen Aha-Moment, wenn ich jemanden anrufe. Scheinbar bin ich da empfindlicher als andere.

Freisignal dauert um die 300-500 Milisekunden und nicht wie früher mit ISDN um die 10-30 (geschätzt). Das vermitteln der Verbindung dauert mehrere Sekunden, versus sofort am tuten bei ISDN. Im Vergleich zu gut realisiertem VoIP klingt das selbe Telefon topfig und der Ton wie durch Donald Duck vermittelt. Das ist jetzt natürlich miesepetern auf hohem Niveau, telefonieren geht ja und auch ohne Aussetzer. Bei einem Business Anschluss hätte ich trotzdem mehr erwartet.

VoC sollte es schon für die Komfort Option sein. Das kriegt die 6360 bestimmt auch hin.

Dieses unsäglich realisierte VoIP, dass als "Next-Generation-Nework" verkauft wurde, war aus meiner Sicht ein groß angelegter Alpha-Test durch die Kunden, aber in der ganzen Branche und nicht nur bei UM. Ist eben günstiger und Unitymedia muss mit den Billiganbietern konkurrieren.

Grüße
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Re: Voice over Cable vs. Voice over IP

Beitragvon HariBo » 26.06.2012, 20:35

das verlängerte Warten beim Rufaufbau hängt sicherlich auch mit den Routings, die durch die T-Com gemacht werden zusammen.
Bei einem netzinternen UM Gespräch ist der Rufaufbau wesentlich schneller.
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Re: Voice over Cable vs. Voice over IP

Beitragvon sam187 » 27.06.2012, 02:18

Das ist gefühlt aber auch bei VoIP providerintern der Fall. Der kürzere, nahezu verzögerungsfeie, Verbindungsaufbau fällt mir immer auf wenn ich Sipgate zu Sipgate Telefonate führe. Aber in der Tat, der schnelle Rufaufbau zu ISDN Zeiten war schon was schönes...

Ich will jetzt nicht der VoIP Verfechter sein, denn auch ich sehe in einigen Bereichen den Rückschritt den wir gegenüber dem guten ISDN Netz hinnehmen müssen. Andererseits sehe ich aber auch neue Möglichkeiten und andere Vorteile, welche ich vorher nicht hatte. Und machen wir uns nichts vor, in ein paar Jahren wird es immer schwerer werden noch einen klassischen Anschluss zu bekommen, denn die Provider werden sicherlich nicht mehr "zurückdrehen". Der finanzielle Druck die Netze günstiger zu betreiben (= ein Netz für Sprache/Daten) wird nicht nachlassen...

Für mich ist das ganze momentan eine technische Spielwiese um Erfahrungen zu sammeln, aber ich bin privat auch nicht darauf angewiesen.
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Re: Voice over Cable vs. Voice over IP

Beitragvon HNIKAR » 27.06.2012, 15:59

josen hat geschrieben:Moin,

Das hats nichts mit Nostalgie zutun. Ich habe auch jedesmal einen Aha-Moment, wenn ich jemanden anrufe. Scheinbar bin ich da empfindlicher als andere.

Freisignal dauert um die 300-500 Milisekunden und nicht wie früher mit ISDN um die 10-30 (geschätzt). Das vermitteln der Verbindung dauert mehrere Sekunden, versus sofort am tuten bei ISDN. Im Vergleich zu gut realisiertem VoIP klingt das selbe Telefon topfig und der Ton wie durch Donald Duck vermittelt. Das ist jetzt natürlich miesepetern auf hohem Niveau, telefonieren geht ja und auch ohne Aussetzer. Bei einem Business Anschluss hätte ich trotzdem mehr erwartet.

VoC sollte es schon für die Komfort Option sein. Das kriegt die 6360 bestimmt auch hin.

Dieses unsäglich realisierte VoIP, dass als "Next-Generation-Nework" verkauft wurde, war aus meiner Sicht ein groß angelegter Alpha-Test durch die Kunden, aber in der ganzen Branche und nicht nur bei UM. Ist eben günstiger und Unitymedia muss mit den Billiganbietern konkurrieren.

Grüße



Ich danke dir, dass du das für mich so schön auf den Punkt gebracht hast.
Da ich sowieso schon als auffälliger ISDN-Verfechter abgestempelt bin, habe ich auf derlei Ausführungen verzichtet.
Ich kann jedoch alles was du da schreibst bestätigen und unterschreiben. Viel mehr gibt es nicht dazu zu sagen.
Nur in einem Punkt muss ich noch was loswerden die "Nostalgie" bezog sich auf das glasklare
"Tuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuut"-Freizeichen vom Amt.
Das hat, abgesehen vom einer gewissen Korrelation zum schnellen Wahlverfahren/Rufaufbau keinen praktischen Nutzen.
Wer aber mit 3, 4 Jahren als kleiner Bub das erste mal ans alte FeTAp durfte um - unter Fingerführung durch Mutti -
die Großeltern anzurufen, der vergisst sowas einfach nicht. Tuuuuuuut!
Die heutige "Ei"-Phone-Generation hat doch keinen blassen Dunst mehr von sowas.
Tuut!


@ sam187:

Ich sehe die Vorteile noch lange nicht. Ich sehe einzig die Möglichkeiten die VoC architekturbedingt aubieten könnte.
Diese sind aber z. Z. nur reine Zukunftsmusik und warme Gedanken. Alles was unter "NGN" läuft, kann man vergessen.
Vom Pseudo-Festnetzanschluss entkoppeltes VoIP ist nicht viel besser. Es ist portabel und unabhängiger. Mehr nicht.

Es gibt ein Szenario, in dem ich VoiP als praktisch und sinnvol erachte, weil's einfach recht und v. a. billig ist;
Klassischer Analoganschluss der DTAG + DSL/kabelinternet (von wem auch immer) + VoIP (z. B. von sipgate).
Wer nur 'ne 2. Nummer benötigt um darauf angerufen zu werden (weil z. B. die Olle stundenlang telfoniert)
bekommt hier, was er braucht. Und zwar für 0 €. VoIP ist immer da stark, wo es im Grunde redundant ist.
Als nützliches Zusatzgimmick ist VoIP begrüßenswert, nur nicht als kompletter Ersatz der bestehenden Telefonie.
Eine Geistertelefonie, vor der sich Uromma und Uroppa schon zu Lebzeiten gegruselt hätten, kann nicht die Zukunft sein.

Nein, zurückgedreht wir im Festnetz sicherlich nicht. Nach der Übernahme von Hansenet durch Telefonica und der Integration der Alice-Produkte in O²-DSL ist in einem stillen Fingerstreich am 17. Februar dieses Jahres einer der vier übriggebliebenen, großen ISDN-Anbieter Deutschlands unwiederbringlich in der Versenkung verschwunden.
Für Neukunden gibt's seitdem nur noch NGN. Übrig bleiben Vodafone, Versatel und natürlich die Deutsche Telekom.
Versatel ist bereits angezählt und sucht nach Fusionspartnern. Vodafone ist indifferent - will kein ISDN mehr und hat schon mehrfach Anläufe genommen, es abzustoßen. Doch die Kunden fangen an zu revoltieren, weil sie weiterhin für ihr Geld die bewärte Arcor-Technik haben wollen. Die letzte Trutzburg dürfte mittelfristig die DTAG sein. Sie wird als Letzter
das Licht ausknipsen und ISDN begraben. Das kuriose dabei - das analoge PSTN wird es weiterhin geben.
Ich frage mich bei dieser Entwicklung nur, wie man in Zukunft im Krisen oder Katastrophenfall die Kommunikation in Deutschland aufrecht erhalten will. ISDN erfüllt(e) eben auch eine militärische und zivilschutztechnische Funktion.
MfG,
HNIKAR

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Telefon & Internet: Vodafone DSL plus Mobile Flat Paket (ISDN Komfort Classic) mit Telefon- u. DSL 16.000-Flat (31,95 €/Monat)
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