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Hausverkabelung für 3play

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
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Hausverkabelung für 3play

Beitragvon Ingosche » 27.10.2011, 09:37

Hallo zusammen,

ich bin derzeit mitten in der Sanierung eines ca. 100 Jahre alten Hauses und möchte dieses gerne mit 3play ausstatten, bin mir aber mit der Verkabelung etwas unsicher. Im UM Laden konnte man mir auch nicht unbedingt weiterhelfen.
Die Situation ist folgende: Übergabepunkt im Haus ist derzeit im Keller (nicht als Wohnraum ausgebaut, Massivdecke (WLAN wird etwas abgeschirmt). Im EG befinden sich die Wohnräume, im 1.OG Schlaf-, Kinder- und Arbeitszimmer. Die Decke zwischen EG und OG sind Holzbalken, sehr durchlässig für WLAN.
Im möchte gerne im EG einen Telefonanschluss für die Basisstation haben, das Fax allerdings möglichst im 1.OG.
Ferner soll ein Ethernet-Netzwerk in alle Räume (außer Bad) gelegt werden. Das Koax-Netz für TV ist mir eigentlich klar, es soll allerdings noch einen Parallelbetrieb mit einer SAT-Schüssel geben.

Die Frage ist nun folgende: Wo soll am sinnvollsten die Multimedia-Dose hin, an die dann die Fritzbox angeschlossen wird, um dann a) ein Ethernet-Netz aufzuziehen (ich möchte z.b. ungern im Wohnzimmer ein Patchpanel aufstellen) und b) ein ISDN-telefon im EG anzuschließen (Korridor?) und ein analoges Faxgerät (Büro im 1.OG).

Fritzbox in den Flur, von da aus ein LAN-Kabel in den Keller und von da aus verteilen? Wie kann ich dann mein Fax anschließen?

Für das WLAN-Anbindung des 1.OG wäre ein Standort der Fritzbox im EG auch sinnvoller als im Keller..

Kann ich über eine Koax-Verkabelung auch parallel Sat und UM-Signal laufen lassen? Brauche ich da einen Umschalter? Oder sollte ich besser zwei separate Verkabelungen anstreben?

Danke für eure Hilfe, auch wenn einige Fragen vielleicht DAU-mäßig sein sollten.
Cheers
Ingo
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon oxygen » 27.10.2011, 10:30

Also wenn du es richtig machen willst, leg in jedes Zimmer eine 2x RJ45 + eine Koxialkabeldose alles zum Keller hin (Patchfeld oÄ). Damit kannst du alles anschließen wo und wie du willst.

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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon addicted » 27.10.2011, 10:35

Da Du Dich schon für TelefonPlus entschieden hast, hier mein Vorschlag:

Fritzbox in den Keller, dort Netzwerktechnik hinstellen, WLAN deaktivieren. Von DECT hast Du ja nix gesagt.
Extra WLAN-Teil kaufen und geeignet aufstellen.

Im UM-Laden stehen nur Verkäufer, keine Techniker ;)
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon hendrik_1 » 27.10.2011, 14:56

Wenn Du eh' ein Patchfeld im Keller anlegst, kannst Du auch Telefon von der Fritz!Box darüber laufen lassen und so die unterschiedlichen Telefone direkt verkabeln. So kannst Du das Faxproblem im ersten Stock lösen. Die Fritzbox ist dann örtlich unabhängig, nur solltest Du dann genügend Anschlüsse in der Nähe haben. Von daher wäre der Keller der geeignetste Ort. Einziger Nachteil dabei: Du kannst nicht deren DECT-Funktion nutzen.
Wlan, wie bereits von addicted vorgeschlagen, dann über einen extra Sender im ersten Stock, ist von der Leistung her vielleicht sogar die bessere Lösung als die Fritzbox.
Siehe dazu auch: http://www.heise.de/ct/hotline/Telefon- ... 20620.html
oder direkt hier: http://www.conrad.de/ce/de/suggest/rj45 ... 1.ASTPCCP7

Ob das mit Kabel/Satellit auf einem Koax gehen wird, bin ich mir unsicher, ich würde eher sagen nein und dann am besten noch getrennt verlegen mit sehr guter Abschirmung. Aber das können Dir die Techniker hier im Forum besser sagen...

Gruß
Hendrik
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon Eraz » 27.10.2011, 15:11

Grundsätzlich das wichtigste dürften wohl entsprechende Leerohre sein, damit man zukünftig was umbauen kann.
Ansonsten würde ich emfehlen:

TV:
-Als Dosen nimmst du überall: http://www.spaun.de/?lang=de&modul=prod ... name=MSS5F hier kannst du sowohl SAT als auch Kabel anschließen. Vorteil ist, dass hier auch noch Kabelmodem oder irgendwelche HD Receiver angeschlossen werden können die einen Rückkanal brauchen.
- Als Multischalter kommt z.b. http://www.spaun.de/?lang=de&modul=prod ... SMS91607NF in Frage der Unterstützt auch Rückkanal und du kannst entsprechende Kabelsignale einspeisen, D.h. Kabel setzt er bis 865 Mhz um und darüber kommt dann SAT
- Kabel am besten irgendwelche 90 DB Kabel.

Netzwerk
Hier würde ich grundsätzlich mehr Dosen einplanen als man denkt kommen immer mehr Geräte die einen LAN Anschluss benötigen (Telefon, TV, Blu Ray Player etc). Würde da am besten pro Raum 4 planen und in Räumen wo ich jetzt schon weiß das Mehrbedar ist entsprechend mehr.
Anstatt der normalen Netzwerkdosen nimmst du aber Module z.b. (http://www.btr-netcom.de/de/produkte/ei ... 6674-26644). Die sind einiges einfacher zu installieren als Dosen. Wenn du irgendwann mal auf 10GE umsteigen willst, musst du bei normalem auflegen der Kabel schon sehr genau arbeiten damit das funktioniert.

Wenn du schon Telefonplus hast, hast du ja schon die SIP Daten, dann am besten direkt ein VOIP Telefon (z.b. Gigaset 610) holen, da einfach die Daten eintragen und das dann in irgendeine Netzwerkdose
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon oxygen » 27.10.2011, 15:28

Eraz hat geschrieben:Netzwerk
Hier würde ich grundsätzlich mehr Dosen einplanen als man denkt kommen immer mehr Geräte die einen LAN Anschluss benötigen (Telefon, TV, Blu Ray Player etc). Würde da am besten pro Raum 4 planen und in Räumen wo ich jetzt schon weiß das Mehrbedar ist entsprechend mehr.

Würde ich persönlich nicht machen. Viele Dosen sehen immer blöd aus. Insbesondere wenn sie nicht hinter Möbel oÄ versteckt sind. Eine Dose mit zwei Anschlüsse sollten reichen (so kann man Notfalls immer auch ein herkömliches Telefon anschließen). Bei großen Zimmern vielleicht zwei Dosen, damit man flexibler beim Aufstellort ist. Wenn man mehr Geräte anschließen will, nimmt man halt einen zusätzlichen Switch.

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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon Eraz » 27.10.2011, 15:30

Jo meinte ich auch 2 Dosen, also 4 Anschlüsse. Im Wohnzimmer hab ich dann halt zusätzlich an der gegenüberliegenden Wand noch eine gesetzt
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon Bastler » 29.10.2011, 09:00

Kann ich über eine Koax-Verkabelung auch parallel Sat und UM-Signal laufen lassen? Brauche ich da einen Umschalter? Oder sollte ich besser zwei separate Verkabelungen anstreben?

Wenn eh neu verkabelt wird besser für Sat und Kabel extra-Leitungen legen.
Technisch möglich ist es zwar auch beides über eine Leitung zu machen, auch mit Rückkanal, da aber die verwendeten Bauteile nicht in der vorgeschriebenen Materialliste von UM stehen (Multischalter, und auch die oben verlinkte Dose nicht) und die UM-Richtlinien es nicht vorsehen, wirst du keinen Techniker finden, der dir das so anschließt.
Könntest du natürlich einfach im Nachhinein selbst machen, wenn du weißt, was du tust (Einpegelung, Einstrahlung usw.) und damit natürlich das Risiko eingehst, dass die Enstörung im Fehlerfall kostenpflichtig werden kann, da Fremdeingriff in die HVA.
Als Techniker darf ich dir natürlich offiziell nicht zu letzerem raten.

Das Problem bei dem oben verlinkten multischalter ist übrigens, dass dieser den Vorweg auf dem terrestrischen Eingang verstärkt, den Rückweg aber nicht.
Ein Verstärker von UM ist in jedem Fall nötig, nur mit diesem Multischalter wird es nur mit gebastel möglich, Vorweg und Rückweg korrekt einzustellen. Besser wäre ein komplett passiver Terrestrikeingang.
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon SpaceRat » 29.10.2011, 17:59

Die einzig saubere Lösung wäre es, den Rückkanal getrennt zu führen. Wenn man eh grad saniert, ist das auch problemlos möglich.

Unser Aufbau:
1. Multischalter unter'm Dach.
2. Von dort Twin-Coax zu den ganzen Fernsehdosen
3. Ein zusätzliches [Twin-]Coax vom Dach in den Keller (Damit könnte alternativ (Haha) oder zusätzlich Kabel-TV über den Terrestrik-Eingang des Multischalters eingespeist werden)
4. Ein [Twin-]Coax vom Keller ins Büro, um Kabel-Internet ohne den Umweg durch den Multischalter direkt zum Kabel-Modem/-Router führen zu können.
5. LAN-/Telefon-Verteilung erfolgt dann vom Büro aus

s/Büro/Keller
ginge natürlich auch.

Theoretisch ist die Verbindung vom Keller ins Büro nicht unbedingt nötig, da man auch das zweite Coax aus dem Twin-Coax vom Keller zum Dach verwenden könnte, um es dort mit einer Hälfte eines Twin-Coax das zum Büro (oder in einen beliebigen anderen Raum oder auch über mehrere Kabel zu mehreren Räumen) führt, direkt durchzuverbinden. Das habe ich aber nicht gemacht, um auf dieser Strecke Kabelweg zu sparen und die Anzahl der Klemmstellen zu minimieren. Es reicht aber aus, um später ggf. rückkanalfähige Kabel-Receiver zu nutzen. Auch eine Doppelnutzung Sat/Kabel auf den betroffenen Leitungen wäre über passive Weichen noch möglich, was ich aber ebenfalls für Kabel-Internet vermeiden wollte.

Zu Punkt 4: Zusätzlich kann und sollte man natürlich noch ein Y(St)Y und/oder LAN-Kabel sowie ein Leerrohr in den Keller führen, um für andere Zugangswege gerüstet zu sein. Y(St)Y ("Klingelkabel" oder Telefonkabel) ist für Telefon/DSL aufgrund der Verseilung besser geeignet als das eigentlich hochwertigere LAN-Kabel, deshalb würde ich mich auch nicht nur auf ein LAN-Kabel beschränken.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+Linksys WRT1900ACS / IPv4 (UM) + IPv6 (HE)
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Re: Hausverkabelung für 3play

Beitragvon Ingosche » 31.10.2011, 11:25

Hallo zusammen,

danke erst einmal für den Input, leider war ich die letzen Tage nur per iPhone online.
Ich werde mich dieser Tage mit dem Techniker zusammensetzen und überlegen welche Lösung wir anstreben.
So long
Ingo
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