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Rechnung viel zu hoch !

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
  • Kunden aus Baden-Württemberg können über die Rufnummer 0711 / 54 888 150 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.

Re: Rechnung viel zu hoch !

Beitragvon conscience » 04.07.2011, 05:42

Hallo.

Baktosh hat geschrieben:Ein rückwirkender EGN dürfte schlecht möglich sein. Verbindungsdaten deren Speicherung der Kunde bei Vertragsabschluss nicht ausdrücklich zugestimmt bzw. diese gewünscht hat, also einen Einzelgesprächsnachweis wünscht, sind sofort nach Rechnungsstellung zu löschen. Hier kann nicht mit der allgemeinen 80Tages Frist argumentiert werden.

Man könnte natürlich hier eine Prüfung nach TKG 45i bei Unitymedia verlangen, aber hier würde UM sofort darauf hinweisen das der TO, wie er ja selbst schon angibt, keinen EGN hatte bis dato. Ob selbst gewollt, aus unwissenheit nicht beantrangt oder nicht korrekt beraten worden wäre jetzt natürlich reines Spekulatius...

Somit wäre die erste Aussage die käme "Sorry lieber Kunde aber ohne EGN ist die Rechnung so zu akzeptieren wie Sie erstellt wurde. Denn da du auf die Speicherung der Verkehrsdaten verzichtet hast, haben wir die nach Rechnung gelöscht".

TKG 45i würde somit nur dazu reichen die Abrechnungssystem der UM und der evtl. nachgeschalteten Anbieter auf eventuelle generelle Fehler nach der im Prüfprotokoll festgelegten und durchzuführenden Methodik zu untersuchen. Eine definierte spezielle Prüfung auf Abrechnungsfehler der Gespräche des TO's ist ja aufgrund des nicht mehr vorhandenseins der entsprechenden Datensätze unmöglich.

Einzige Möglichkeit hier einen Stich gegen das TKG 45i zu bekommen wäre das der TO definitiv rechtswirksam nachweisen kann, das er die Verbindungen nicht getätigt haben kann oder das diese aufgrund Fremdeinwirkung die nicht im Wirkungsbereiches / Verkehrssicherungsbereiches des TO's liegen zustande gekommen sind.

Aber ob dieser Aufwand für den Wert um den es geht gerechtfertigt ist... ???

Besonders da nach der geschilderten Sachlage nur minimale Aussicht auf Erfolg für den TO besteht.


Ob man einen Einzelverbindungsnachweis (EVN) aufgrund dieser Argumentation nicht ausstellen kann bzw. bekommt - keine Ahnung. Lt. dem hier geschilderten Kontext wäre dies wohl möglich. Telkos sind verpflichtet ein sogenannte "Call Detail Records" (CDR, dt. Kommunikationsdatensatz kurz KDS) zu führen, auf deren Grundlage die Rechnungsstellung erfolgt. Gewöhnliche Kunden, wie wir nun alle einemal sind, werden kaum Zugriff auf den CDR bekommen.

Es stellt sich eine einfache: Hat ein Kunde Anspruch auf eine nachträgliche Prüfung von kostenpflichtigen Gesprächen - Ja (meine Meinung) sonsz könnte man einen Betrag von irgendwas in Rechnung stellen, aber nicht unbegrenzt, da Telkos diese Rechnungsdaten (nicht CDR/KDS) nicht unbegrenzt vorhalten müssen.


Gruß
Conscience
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Re: Rechnung viel zu hoch !

Beitragvon SpaceRat » 04.07.2011, 09:52

addicted hat geschrieben:Mich wundert, dass Du eine Gutschrift erhalten hast. War man sich ob der Korrektheit der Rechnung etwa nicht sicher?

Hat meine Schwiegermutter auch erhalten.

Also entweder ist in der Telefonie von UM ganz gewaltig der Wurm drin, oder aber es muß an der DECT-Basis liegen. Meine Schwiegermutter hat nämlich einen EVN und zur fraglichen Zeit schlief sie den Schlaf der Gerechten (D.h. hat ganz sicher nicht selber telefoniert), bzw. saß neben dem Telefon (Ein anderer kommt also auch nicht in Frage).

In ihrem Fall handelte es sich um Premium-SMS (Sie kriegt es nicht einmal gebeamt, normale zu schicken :) ) und massiv viele Anrufe für "Deutschland sucht die Eintagsfliege".
Receiver/TV:
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  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
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Re: Rechnung viel zu hoch !

Beitragvon Baktosh » 04.07.2011, 17:56

Neukundenrabatt hat geschrieben:Wenn es keine Aufzeichnungen gäbe, hätte man dem Threadstarter nicht die Nummern nennen können, über die die meisten Gebühren angefallen sind. Es wäre daher nach wie vor interessant zu wissen, wer angerufen wurde. Von Televoting über Faxabruf und Auslandsgespräch bis zur Erotik-Hotline ist derzeit alles vorstellbar.


Dies muß aber keine Billingrelevante Aufzeichnung bzw. kein vollständiger Verkehrsdatensatz sein. Ein Billingrelevanter Verkehrsdatensatz besteht aus Startdatum - Startuhrzeit - Enddatum - Enduhrzeit - Dauer in Sekunden - Angewählte Rufnummer - Kosten der Verbindung // Zusätzlich noch ein paar Angaben für das vereinfachte Lesen und verstehen beim Kunden sowie Billinginterne Infos die nur für interne Belange genutzt werden.

Wenn nun die für die Abrechnung notwendigen Daten gelöscht werden da diese nicht gespeichert werden sollten, kann immer noch ein rudimentärer Datensatz vorhanden sein um derartige Anfragen zumindest ansatzweise klären zu können. Hierbei ist es denkbar das hierfür das Startdatum als reinese Datum genommen wird, zusätzlich die angewählte Rufnummer und evtl. noch was es für eine Verbindung war. Somit wäre keine Abrechnungstechnisch relevanten Daten mehr vorhanden.

conscience hat geschrieben:Hallo.

Ob man einen Einzelverbindungsnachweis (EVN) aufgrund dieser Argumentation nicht ausstellen kann bzw. bekommt - keine Ahnung. Lt. dem hier geschilderten Kontext wäre dies wohl möglich. Telkos sind verpflichtet ein sogenannte "Call Detail Records" (CDR, dt. Kommunikationsdatensatz kurz KDS) zu führen, auf deren Grundlage die Rechnungsstellung erfolgt. Gewöhnliche Kunden, wie wir nun alle einemal sind, werden kaum Zugriff auf den CDR bekommen.

Es stellt sich eine einfache: Hat ein Kunde Anspruch auf eine nachträgliche Prüfung von kostenpflichtigen Gesprächen - Ja (meine Meinung) sonsz könnte man einen Betrag von irgendwas in Rechnung stellen, aber nicht unbegrenzt, da Telkos diese Rechnungsdaten (nicht CDR/KDS) nicht unbegrenzt vorhalten müssen.

Gruß
Conscience


Natürlich hat der Kunde ein generelles Recht auf Prüfung seiner Rechnung. Nur der Kunde entscheidet hierbei wieviel Möglichkeiten der Prüfung er einräumt (Also EGN oder nicht und bei vorhandenem EGN innerhalb der Rechnungsrekla Frist oder nicht).

Das nachträgliche Ausstellen eines EGN ist keine Fragen von wollen oder können sondern vom dürfen. Wenn UM in deren AGBen für die Telefonie, habe die nicht durchgesehen, angibt das ohne vom Kunden gewünschten EGN die Verkehrsdaten gelöscht werden sobald die Rechnung erstellt worden ist und mir auf verlangen nachdem die Rechnung erstellt wurde aber einen EGN zusenden kann, welcher auch den Vorgaben eines EGN entspricht, dann wäre das sofort was für die BNetzA bzw. den guten Herrn Peter Schaar.

CDR's und Verkehrsdaten sind zwei Begriffe mit der gleichen Bedeutung. Das eine Brancheninterner Fachterminus das andere aufgehübschtes verständlicheres Wort. Und genau diese sind nach erfolgter Abrechnung, wenn nicht anders zwischen Kunden und Anbieter vereinbart, aus dem System zu löschen bzw. um die billingrelevanten Elemente zu verringern.

Und bzgl. "Betrag von irgendwas in Rechnung stellen"... Auch hier kann ich ein Studium des TKG 45i ans Herz legen, da dort genau dies auch angesprochen ist. Kurz zusammengefasst wird dort erklärt das wenn aus technischen Gründen keine Verkehrsdaten gespeichert werden / wurden, die Reklamationsfrist überschritten oder zwischen Kunde und Anbieter vereinbart wurde das diese nicht gespeichert werden sollen (Fall - Kein EGN gewünscht oder vom Kunden vergessen zu aktivieren) trifft den Anbieter keine Nachweispflicht der Verbindung bzw. der erbrachten Leistungen.

Denn sonst würden ja ganz schlaue Leute auf die Idee kommen keinen EGN haben zu wollen, für tausende Euro Service/Premiumhotline anzurufen und dann nach Rechnungsstellung zu behaupten das diese die Nummer nie angewählt haben. Dies dann mit dem gleichzeitigen süffisanten Unterton... "Da Ihr ja meine Daten löschen mustet, beweist mir mal das ich die Nummer tatsächlich gewählt habe. Da Ihr das hierdurch aber nicht mehr könnt SOFORT MEIN GELD ZURÜCK".

Einzig die Chance eine generelle allgemeine Prüfung des Abrechnungssystemes zu wünschen ob dieses im allgemeinen so rechnet wie es das zu tun hat.
Eine spezifische Prüfung ist ja aufgrund der fehlenden Daten nicht möglich.

Warum UM jetzt eine Gutschrift gegeben hat...

Weil es hier eine ganz klar kalkulierte Rechnung ist... Wieviel Manpower kostet es, in Zeit und Geld, die Rekla zu lesen, auf ihren Gehalt zu prüfen, zu prüfen ob diese generell berechtigt oder unberechtigt ist, evtl. sogar eine kurzprüfung zu veranlassen, dann dem Kunden eine Information per Email oder Brief zukommen zu lassen in dem Ihm dann mitgeteilt wird "He du bekommst von uns gar nix weil kein EGN usw. etc. pp". Daraufhin wir der TO dann eine Erwiederung an UM verfassen.

Diese muss dann wieder gelesen, geprüft, bearbeitet werden. Worauf der TO vielleicht eine weitere Absage erhält aber nicht aufgeben möchte und erneut eine Antwort schreibt, welche dann........

Da der TO sich ja wohl einsichtig/verständig gezeigt hat und auch entsprechende Maßnahmen von sich aus ergriffen hat um weitere "Fehlabrechnungen" möglichst zu unterbinden, ist UM da den kostengünstigeren und vorallem Serviceorientierteren Weg (Kundenzufriedenheit) gegangen und hat, da der "Schadensbetrag" auch nicht sonderlich hoch war, einen Teil der Gebühren erlassen.

Womit aber mit Sicherheit gerechnet werden kann, ist, dass dies eine eimalige Kulanz war. Beim nächsten Mal wird man seitens UM wohl dann auf kompletter Zahlung bestehen. Ebenso wenn es sich nicht wie gesagt um so kleine Beträge handelt. Denn ab einem gewissen "Schadensbetrag" wird selbst UM sagen... "Ne das ist ein bisserl zu viel, da wollen wir die komplette Summe"

Also zusammengefasst... Lohnt sich der Arbeitsaufwand den der Mitarbeiter mit einer peniblen / aufwendigen Bearbeitung des Falles hat in Relation zum erwarteten Gewinn für das Unternehmen ? Oder ist es hier evtl. für uns monetär günstiger und für den Kunden als Serviceempfinden besser wenn wir auf einen Teil verzichten.

Just my 2cent an Erfahrung :zwinker:
Baktosh
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