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Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

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Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon NilsLH » 19.12.2010, 11:55

Hallo erstmal,

Ich ziehe demnächst um und an der neuen Adresse ist Internet über Kabel möglich. Habe schon geordert ( 3Play64000 ) was möglich und für mich sinnvoll ist.
Nun zu meiner Frage: Wie lang darf das Kabel zwischen MMD und Kabelmodem sein? Möcht nämlich das Modem in einem anderen Raum unterbringen und nicht unbedingt
eine zweite MMD installieren lassen, da in dem Raum bisher auch keine TV-Dose ist. An der MMD im Wohnzimmer wird übrigens auch noch die HD-Box hängen. Ich gehe von
5 bis 6 Meter Kabellänge aus.

Danke schonmal für die Antworten.
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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon ernstdo » 19.12.2010, 12:13

Die Frage wurde hier in den letzten Monaten schon einige hundert mal gestellt und kontrovers diskutiert.
Bei mir sind es ca. 16 Meter von der MMD zum Kabelmdem und es läuft einwandfrei ............
Ach ja, und bevor ich das Kabel verlegt habe hatte ich es mit einem ca. 30 Meter langem Koax getestet und das funktionierte auch .........
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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon CD62c » 20.12.2010, 19:25

Hallo,

ich kann nur die dämlichste Antwort geben, die sich ein Nutzer vorstellen kann: kommt darauf an. ;-)

Deine 5-6 Meter werden vom Techniker beim Pegeln ja ohnehin berücksichtigt, sind also kein Grund zur Sorge. Der Techniker pegelt Dir das sicherlich auch gerne mit 8m ein, damit Du etwas "Luft" hast. Selbst wenn es im Extremfall 50m werden, wäre das bei entsprechender Pegelreserve kein Problem.

Vorsicht ist beim nachträglichen Verlängern geboten.

Für's Nutzband kann man schlimmstenfalls eine Dämpfung vom 2 dB / 10m Leitung annehmen. Ein Modem wird im Rückweg korrekterweise mit einer Reserve von 10, max 12 dB Reserve gepegelt, von denen 8 dB unter allen Bedingungen erhalten bleiben sollten. Das läßt wenig Spielraum für nachträgliche Verlängerungen ohne Nachpegelung. Das bedeutet in Metern, daß die ursprüngliche Kabellänge sorglos um eine Länge von 10 bis 20m ohne Nachpegeln aufgestockt werden kann (dann aber ohne Kupplungen etc., denn die erhöhen die Dämpfung zusätzlich, außerdem keine Baumarktkabel verwenden).

Wie gesagt, das gilt unter Normativbedingungen und ist mit einer hohen Sicherheit gerechnet, im Einzelfall geht auch noch viel mehr, das muß man dann aber unter Berücksichtigung der anliegenden Pegel mal genau kalkulieren, geht rel. gut, wenn man den Sende- und Empfangspegel aus dem Modem ausliest und die Dämpfungscharakteristik für das jeweilige Kabel kennt.

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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon NilsLH » 21.12.2010, 09:02

Hallo und Danke für die Antworten. Habe hier im Forum leider nichts finden können ( vielleicht bin i zu blöd ?).
Ich denke, Ich werde es dann mit dem Techniker abklären und ein " vernünftiges" Kabel verlegen.

CU :super:
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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon ernstdo » 21.12.2010, 11:48

Hab doch oben geschrieben das es auch mit längeren Anschlußkabeln funktioniert ......
Was verstehst Du unter vernünftigem Kabel?
In anderen Threads haben sich die User dann zurückgemeldet und geschrieben das sie z. B. 10 oder 15 Meter vorgefertigtes Satanschlußkabel von Conrad oder aus dem Baumarkt genommen haben und das es funzt .......
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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon CD62c » 21.12.2010, 18:06

ernstdo hat geschrieben:Hab doch oben geschrieben das es auch mit längeren Anschlußkabeln funktioniert ......

Nur, weil der Zugang funktioniert, heißt das nicht, daß es OK ist, siehe weiter unten. Es gibt auch Leute, die flicken zwei Koax-Leitungen mit Lüsterklemmen zusammen und es funktioniert ... ;-)

ernstdo hat geschrieben:Was verstehst Du unter vernünftigem Kabel?

Zuerst mal eines mit anständigem Schirmungsgmaß und dann noch eine den Pegelverhältnissen, dem Nutzband und zu der überbrückenden Strecke angemessenen Dämpfungscharakteristik. Das gilt für das gesamte Kabel, inklusive der Stecker, denn wenn die minderwertig oder nicht korrekt angesetzt sind, kann man zwischen ihnen auch Klingeldraht verwenden ;-)

ernstdo hat geschrieben:In anderen Threads haben sich die User dann zurückgemeldet und geschrieben das sie z. B. 10 oder 15 Meter vorgefertigtes Satanschlußkabel von Conrad oder aus dem Baumarkt genommen haben und das es funzt .......

Klingt zunächst mal gut, "vorgefertigt" bedeutet, der Kunde kann beim Ansetzen der Stecker nichts falsch machen.

Das Blöde jedoch ist, daß bei der meisten Baumarktware und auch bei vielen Typen, die Conrad führt, kaum technische Eigenschaften genannt sind und die sind wichtig. Besonders in der SAT-Technik wird oft so Össelware mit 75dB Schirmungsmaß und hoher Dämpfung verkauft (auch bei Conrad!), das mag in einem "Inselnetz" für die interne Verteilung eines SAT-Signals in einem Einfamilienhaus noch OK sein, für ein großes, weit verzweigtes Vielnutzer-Netz wie das Kabelnetz gehört das an keiner Stelle verwendet.

Es ist leider nicht so einfach, daß man nur 2 Punkte irgendwie mit Kupfer verbinden muß, um ein Signal störungsfrei zu übertragen. Störungsfrei heißt immer auch "störungsfrei für alle Netzteilnehmer".

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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon Bastler » 21.12.2010, 20:23

Die Frage kann man nur beantworten, wenn man den Dosenpegel kennt. Wenn der Dosenpegel ohnehin schon nur noch gerade so im Soll ist, sollte man nicht unbedingt noch irgendwelche Kabel (womöglich noch mit unbekannten technischen Daten) dahinterrBASTELN :zwinker: .

Übrigens hat man beim Rückkanal keine 10 dB Reserve, sondern nur 4dB, da die Dämpfung mit einem längeren Kabel logischerweise nur höher werden kann ...
Aber um 4 dB Dämpfung nur durch Kabel in dem für den Rückkanal relevanten Frequenzbereich hinzubekommen braucht man schon einiges an Kabel, so um die 100 m (beim Downstream sieht das dagegen ganz anders aus)...
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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon CD62c » 22.12.2010, 18:20

Bastler hat geschrieben:Übrigens hat man beim Rückkanal keine 10 dB Reserve, sondern nur 4dB, da die Dämpfung mit einem längeren Kabel logischerweise nur höher werden kann ...

Ich mag ja nicht so firm in den Grundrechenarten sein, aber die Differenz zwischen 45dB Nominalpegel und 57dB gefordertem max. Ausgangspegel am Ausgang der Kabelmodems (gilt für QAM64-Träger gem. DOCSIS 3.0, bei 2.0 sind es 58 dB) sind 12 dB, das schaffe ich ohne Rechenschieber ;-) 2dB nehmen wir mal als Sicherheits-Puffer an, dann kommt man (für den Rückweg) auf die 10dB Budget, von denen 8dB für die Schaltung von ICS reserviert bleiben sollten.


Bastler hat geschrieben:Aber um 4 dB Dämpfung nur durch Kabel in dem für den Rückkanal relevanten Frequenzbereich hinzubekommen braucht man schon einiges an Kabel, so um die 100 m (beim Downstream sieht das dagegen ganz anders aus)...

Klar, aber das Vorwärtssignal (liegt in der Regel in einem Bereich mit hoher Dämpfung um die 600MHz) wird ja auch gedämpft und nominal mit einer Pegelreserve von etwa 10dB versehen. Daher habe ich die höhere Dämpfung bei hohen Frequenzen einfach für das gesamte Band angenommen, um eine hohe Sicherheitsreserve und einfache Vorgabe für den "Heimwerker" zu haben. Bei einem korrekt gepegelten Modem geht's sehr gut auf, auch weil die Dämpfung US / DS bei rel. guten Kabelqualitäten so um die 1:3 oder 1:4 liegt.

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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon Bastler » 22.12.2010, 20:00

Ich mag ja nicht so firm in den Grundrechenarten sein, aber die Differenz zwischen 45dB Nominalpegel und 57dB gefordertem max. Ausgangspegel am Ausgang der Kabelmodems (gilt für QAM64-Träger gem. DOCSIS 3.0, bei 2.0 sind es 58 dB) sind 12 dB, das schaffe ich ohne Rechenschieber ;-) 2dB nehmen wir mal als Sicherheits-Puffer an, dann kommt man (für den Rückweg) auf die 10dB Budget, von denen 8dB für die Schaltung von ICS reserviert bleiben sollten.

Das ist ja schön und gut, nur darf der maximale Modemsendepegel im UM-Netz nur 49 dBmV sein (eben 45 +4) (weil UM, so wie alle KNBs, noch mal meint, selbst irgendwelche Grenzwerte festlegen zu müssen).
Und was macht UM, wenn irgendwo (durch Zufall oder Auftragskontrolle) einen Pegel außerhalb IHRER Vorschriften feststellt? Es gibt einen Releveling-Auftrag für die Firma, die den Anschluss installiert hat, auch wenn diese das gar nicht verursacht hat > Es kommt ein Techniker zum Nachpegeln :D .
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Re: Kabellänge zwischen MMD und Kabelmodem

Beitragvon CD62c » 22.12.2010, 21:50

Bastler hat geschrieben:Das ist ja schön und gut, nur darf der maximale Modemsendepegel im UM-Netz nur 49 dBmV sein (eben 45 +4) (weil UM, so wie alle KNBs, noch mal meint, selbst irgendwelche Grenzwerte festlegen zu müssen).

Wenn Du zu den 49dB wieder die 8dB ICS-Dämpfung hinzurechnest, bist Du bei den 57dB max. Ausgangspegel der MTAs wie ich sie oben beschrieben habe, daran siehst Du, daß ich meine Werte nicht von "irgendwoher" hole ;-) In dem Fall werden dann nur die 8dB Pegelreserve für das Schalten des ICS erreicht, kann man so machen, ist aber wenig wünschenswert, besonders wenn man im Winter so einpegelt.

Ein KNB kann nicht wirklich eigene Grenzwerte festlegen, weil die Komponenten alle mehr oder minder standardisiert sind oder durch die verwendeten Systemkomponenten auf dem Signalweg zumindest als Korridore vorgegeben werden. Wenn Dir jemand das wie oben von Dir beschrieben gesagt hat, hat das Hand und Fuß, daran finde ich nun nichts zu beanstanden.

Bastler hat geschrieben:Und was macht UM, wenn irgendwo (durch Zufall oder Auftragskontrolle) einen Pegel außerhalb IHRER Vorschriften feststellt? Es gibt einen Releveling-Auftrag für die Firma, die den Anschluss installiert hat, auch wenn diese das gar nicht verursacht hat > Es kommt ein Techniker zum Nachpegeln :D .

Auch das ist OK, zu niedriger UpTx birgt Ingressgefahr, zu hoher die Gefahr einer schlechten oder gar keiner Rückwegverbindung, vor allem, wenn dann noch "ungeplante" Dämpfung dazukommt - die Frage ist halt ob und wie Ihr die Aufträge bezahlt bekommt.

Das ist aber kein Thema für diesen Thread, weil es mit der Fragestellung des Erstellers eigentlich nichts mehr zu tun hat. ;-)

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