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Fragen zu UM

In vielen Netzen von Unitymedia sind Internet und Telefonie bereits verfügbar.
Wichtig:
  • Kunden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen können über die Rufnummer 0221 / 466 191 00 Hilfe bei allen Problemen in Anspruch nehmen.
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Beitragvon XPommes » 02.07.2007, 00:59

Auch da kanns dir was passieren -> offenes W-Lan und Kinderpornos...
Wenn ich diesen Spruch lese (Wer nichts zu verbergen hat...) Krig ich immer ein ungutes gefühl in der Magengegend.

Davon ab bleibt das Prinzip, dass sich jeder, auch Unternehmen und der Staat selbst an geltendes Recht zu halten hat.

Wenn du dich nichtmehr dazu äußerst ist das dein gutes Recht.
Und: Ja ich habe an allem etwas auszusetzen, was nicht mit rechten Dingen zugeht.

schönen Abend noch

edit: najo wie man die löschanfrage bewerten soll ist ebenfalls fraglich...
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Beitragvon Moses » 02.07.2007, 01:57

Wie du selber sagst, ändert sich das ganze doch eh am 1.9. :P

Und wer ein offenes WLAN betreibt, handelt grob fahrlässig und kann einen kleinen Denkzettel mehr als vertragen. Im Prinzip sollte man sich durch sowas schon strafbar machen, "Verleitung zu Straftaten" heißt sowas. Wenn du deine Haustür offen stehen lässt ist das genau dasselbe. Wenn hinterher einer was klaut, hat der sich natürlich strafbar gemacht, du dich aber genauso, weil die offene Tür dazu verleitet hat. Warum sollte man da mit zweierlei Maß messen?
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Beitragvon XPommes » 02.07.2007, 02:15

Moses hat geschrieben:Wie du selber sagst, ändert sich das ganze doch eh am 1.9. :P


Und deswegen ists egal? merkwürdige Rechtsauffassung...

Und wer ein offenes WLAN betreibt, handelt grob fahrlässig und kann einen kleinen Denkzettel mehr als vertragen. Im Prinzip sollte man sich durch sowas schon strafbar machen, "Verleitung zu Straftaten" heißt sowas. Wenn du deine Haustür offen stehen lässt ist das genau dasselbe. Wenn hinterher einer was klaut, hat der sich natürlich strafbar gemacht, du dich aber genauso, weil die offene Tür dazu verleitet hat. Warum sollte man da mit zweierlei Maß messen?


Da hast du selbstverständlich Recht - es war auch nur ein Beispiel um diesen Phrase ad absurdum zu stellen - ich gebe zu ein wenig missglückt.

Dennoch bleibt der Spruch - ob online oder offline - entschuldigung . zum kotzen.
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Beitragvon Moses » 02.07.2007, 02:31

Naja.. die Unternehmen sollten sich schon an das Urteil halten. Irgendwie finde ich es interessant, dass das nicht passiert und sie auch scheinbar keine Konsequenzen zu tragen haben. :kratz:
Allerdings muss ich sagen, dass der Zeitraum da jawohl dann eher egal ist, wenn man sich darum sorgt, dass die Unternehmen sich ans Gesetz halten müssen... (Kurz speichern ist genauso verboten, wie lang speichern...) ;)

Persönlich würde ich die Speicherung nicht unbedingt als Kriterium für meine Anbieter Auswahl nehmen, besonders halt, wenn sich das ganze eh in absehbarer Zeit ändert. Da würd ich mich dann eher bei UM beschweren und ggf. mit Anzeige drohen oder sowas... wobei es dann auch sehr Fragwürdig ist, ob da bis zum September (bzw. 1.1.2008, wenn die Gesetze in Kraft treten sollen) noch was ändert. -> Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam...

Persönlich find ich, dass man IP Daten speichern sollte (also das Gesetz in die Richtung angepasst werden sollte), da man sich im Internet sonst völlig Anonym bewegen könnte. Und wie man weiß, sind die Möglichkeiten da Unfug zu treiben doch schon erheblich. Das Wissen, dass man nicht völlig Anonym ist, ist da sicher zuträglich.
Da gibt's andere Dinge, die ich als viel kritischer bewerte...
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Beitragvon XPommes » 02.07.2007, 03:05

7 Tage is die goldene Grenze: http://www.daten-speicherung.de/index.p ... zulaessig/

Ich bin jemand, der ein wenig auf die Moral (jaja Moral in der Geschäftswelt, ich weis der war gut *g*) der Unternehmen achtet, daher meine entscheidung dahingehend. Und wenn UM sich so verhält wie 1und1, Versatel oder der allseits beliebte Rosa Riese dann werden die nicht an mir verdienen, punkt.
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Beitragvon ralfk » 02.07.2007, 12:32

Hallo zusammen,

ich wollte mich auch mal kurz zu diesem Thema äußern und XPommes Schützenhilfe geben. Jedenfalls teile ich die Äußerungen von Xpommes zu Datenschutz, Anonymität und Speicherung von personenbezogenen Daten.

Wenn jemand möglichst wenig Daten hinterlassen will bei Firmen, beim Bewegen im Internet (oder bei anderen Kommunikationsformen) oder auf die rechtmäßige Löschung der personenbezogenen Daten (z.B. IP-Adresse) hinweist, hat das in 99,99% der Fälle nichts damit zu tun, dass man etwas Böses im Schilde führt. Ich könnte hier eine Menge zum Thema Datenschutz und Bürgerrechte schreiben, da ich mich damit in letzter Zeit doch sehr beschäftigt habe (ich möchte nämlich kein Stasi 2.0).
Fazit ist, dass es nicht so sehr um den einzelnen geht, sondern um die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt. Jeder sollte etwas zu verbergen haben, wer es nicht glaubt, der siehe mal hier: https://www.datenschutzzentrum.de/presse/nichts_zu_verbergen.jpg
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Beitragvon XPommes » 02.07.2007, 15:17

Genau darum geht es - sehr nettes Bild im übrigen.
Leider kümmern sich viele nicht darum, weil sie sich dessen nicht bewusst sind. Vieles was heute geltendes Recht ist wird in vielen kleinen Schritten Stück für Stück abgebaut und es bewegt sich langsam aber sicher zu einem totalitären Überwachsungsstaat. Das schlimmste ist, dass es fast niemand merkt bzw interessiert. Schlimmer noch: Diejenigen, die auf sich ihrer Rechte bewusst sind und sie verteigen wollen werden von anderen kritisiert.
Wenn man dann irgendwann aufwacht ist es zu spät, Hier sei einmal das Beispiel mit dem Frosch im kochenden Wasser erwähnt: Setzt man einen Frosch in kochendes Wasser wird er sofort wieder herausspringen. Setzt man einen Frosch ins kalte Wasser und ändert ganz langsam, °C für °C die Temperatur nach oben, der Frosch gewöhnt sich daran, und wenn er dann irgendwann im kochenden Wasser sitzt ist es zu spät.

Naja, um mal wieder aufs Topic zu kommen: Ich werde die Antwort, sollte ich eine bekommen, hier posten, für alle, die es sonst noch interessiert.
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Beitragvon Moses » 02.07.2007, 18:54

XPommes hat geschrieben:7 Tage is die goldene Grenze: http://www.daten-speicherung.de/index.p ... zulaessig/

Ich bin jemand, der ein wenig auf die Moral (jaja Moral in der Geschäftswelt, ich weis der war gut *g*) der Unternehmen achtet, daher meine entscheidung dahingehend. Und wenn UM sich so verhält wie 1und1, Versatel oder der allseits beliebte Rosa Riese dann werden die nicht an mir verdienen, punkt.


In dem Artikel steht doch gerade, dass es laut Urteil auch nicht zulässig ist die Daten 7 Tage zu speichern.... ?
Da steht nix von ner Goldenenregel... 7 Tage sind genauso gesetzteswiedrig wie 70 Tage und rein moralisch genauso verwerflich. Nur weil der Bundesdatenschutzbeauftragte sich im Gesetz nicht auskennt, ändert das ja noch kein Gesetz ;)

Wahrscheinlich bin ich wieder zu naiv, aber man könnte auch die Verwendung der Daten anzweifeln. Z.B. gab es lange Diskussionen über den "Gläsernen Patienten". Ich persönlich wäre froh, wenn auf meiner blöden Krankenkassen Karte alle meine Krankheitsdaten gespeichert wären, weil ich sie dann nicht jedem Arzt an den ich weitergereicht werde wieder neu erzählen muss.
Auch wenn man umzieht, z.B. in ein anderes Bundesland.. da muss man schön von Behörde zu Behörde latschen und hier abmelden da anmelden usw.... wenn das Einwohnermeldeamt das alles für mich übernehmen würde, wäre ich dem durchaus nicht abgeneigt gegenüber. ;)

Man müsste halt für bestimmte Daten den Zugriff genau bestimmen. Dann ist es in meinen Augen sinvoll die zu speichern. Aber das hat halt zu passieren, bevor ich die Daten speicher und sollte auch vernünftig geschützt sein.
Das ist eigentlich ein ganz anderes Problem, wie mit Daten umgegangen wird. Egal ob rechtmässig gespeichert, oder nicht. Mit ein wenig Überzeugungskunst kann man mit einem einfachen Telefon an fast alle Daten kommen.
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Beitragvon mischobo » 02.07.2007, 23:53

... gem. Telekommuniktionsgesetz darf jeder Anbieter von Telekommunikationsdienstleistung die Verkehrsdaten zu Abrechnungszwecken und zum Schutz vor Mißbrauch speichern. Das eine Speicherung von Verkehrsdaten bei einer Flatrate zu Abrechnungszwecken nicht notwendig ist, bedarf keiner Diskussion. Anders sieht es aber mit dem Schutz vor Mißbrauch aus, denn der Anbiter muß einen Missbrauch nachweisen können und das ist nur möglich, wenn die Verkehrsdaten nicht unmittelbar nach dem Trennen der Verbindung gelöscht werden. Die Verkehrsdaten zum Schutze des Mißbrauchs gespeichert wird, ist mehr oder weniger Ermessenssache, im Streitfall muß das Telekommunikationsunternehmen belegen, aus welchen Grund die Verkehrsdaten wie lange gespeichert wird.

Arcor z.B. behält sich gem. den eigenen Datenschutzhinweisen eine Speicherung der Verkehrsdaten für einen Zeitraum von 6 Monaten vor. Ohne Speicherung von Verkehrsdaten könnte es nicht solche Artikel geben: -> Editorial: Arcor sägt am eigenen Ast
Arcor muß nachweisen können, dass der Kunde seine Telefonflat "mißbräuchlich" nutzt und ohne die gespeicherten Verkehrsdaten wäre das gar nicht möglich. ...
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Beitragvon XPommes » 03.07.2007, 00:03

Und nochmal: Die Tatsache, dass es gemacht wird heißt nicht, dass es legal ist.
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