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Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon 7Layers » 14.02.2011, 07:42

Das mag sein. (Windows XP liefert auf meinem PC das gleiche Ergebnis wie der erste Test unter Linux.) Nur hat das auf die Bestimmung der RTO keinen Einfluss, ausser Du zeigt mir, an welcher Stelle der Implementierung.

Edit: eigentlich ist das Dein vermeintliches Argument eins für mich, denn das Protokoll kann das durchaus. Nur die fehlerhafte Parametrierung durch das Betriebssystem verhindert es. Dein Argument vertauscht Ursache und Wirkung.

RFC1323 äussert sich auch nicht weiter dazu, sondern beschreibt zwei neue Optionen, um mit der _wachsenden_ Bandbreite Schritt zu halten. Hier dagegen geht es um minimierte Bandbreite - in diesem Fall durch Vollauslastung. (Nebenbei bemerkt sind dort Satelliten-Links mit ihrer hohen RTT explizit erwähnt.) RTTM erfolgt in RFC1323 nach dem Algorithmus von Jacobsen, als Quelle zitiert, aber nicht weiter ausgeführt. In der Net/3-Implementierung von TCP, RTTM ebenfalls auf Jacobsen basierend, ist RTO dann: RTO = srtt + 2 * rttvar - die Varianz fliesst dabei mit doppelter Gewichtung ein, was als Grundlage wohl die Annahme einer symmetrischen Bandbreite hatte.
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon piotr » 14.02.2011, 20:25

Um zu Deiner Frage zurueckzukommen, wann, warum und wie lange maximal ein Sender Bestaetigungspakete verzoegert...

siehe RFC 1122 (bzw. auch in RFC 813, in RFC 2001 sowie im RFC 2581)
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon 7Layers » 14.02.2011, 21:04

Tut mir leid, aber mit der Antwort kann ich nichts anfangen. Irgendwelche RFC googeln kann ich auch selbst. Aber egal, Du hast Recht, es geht nicht, es kann nicht gehen und wird nie gehen (ausser vielleicht bei mir). Das führt in diesem Thread sowieso schon zu weit vom Thema ab.
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon piotr » 15.02.2011, 14:50

Um das Ganze mal aufzuloesen eine stark vereinfachte Erklaerung:

Die genannten Performanceeinbrueche bei TCP-basierten Downloads sind eine Wechselwirkung zwischen dem delayed tcp ack Mechanismus (RFC 1122), dem Nagle Algorithmus (RFC 896) und der Unfaehigkeit mancher Betriebssysteme die Erweiterung tcp scaling window (Definition in RFC 1323) zu nutzen.

Delayed tcp ack kann ein Bestaetigungspaket bis zu 499 ms verzoegern (nicht muss) und liegt vor dem Minimum des Retransmission Timeout 1s (RTO-Berechnung siehe RFC 2581).

Nagle laesst Nutzdaten erst weiter versenden, wenn das von der vorhergehenden Sequenz ausstehende Bestaetigungspaket angekommen ist.

Beide Mechanismen sind sehr frueh (delayed tcp ack mit der RFC813 im Jahre 1982 bzw. Nagle 1984) eingefuehrte TCP-Mechanismen zur Ueberlaststeuerung, um die -im Vgl. zu heute- damals extrem schmalbandigen Leitungen nicht unnoetig zu belasten.

Gruende waren diese urspruenglichen Ueberlegungen:
- Den Empfang weiterer, "fast" angekommener Nutzdaten abzuwarten und diese dann mit einem gemeinsamen Bestaetigungspaket kumulativ zu bestaetigen. Eine weitere Ueberlegung war hier auch die Zusammenfassung mit Updatenachrichten bzgl. der Fenstergroesse des slidingwindow (beides delayed tcp ack)

sowie

- Den Versand von sehr kleinen Nutzdaten zu optimieren. Der TCP-Header ist im Vgl. zu sehr kleinen TCP-Nutzdaten ein "Wasserkopf".
Z.B. trifft es bei der Uebermittlung von Tastatureingaben bei telnet und ssh zu. Dort wird idR die meiste Zeit auf die Eingaben des Menschen am Terminal gewartet.
Dabei wurde auch eingefuehrt, dass erst auf das Bestaetigungspaket gewartet wird bevor der Versand der Nutzdaten fortgesetzt wird. (Nagle)

Beide Mechanismen sind auch bei heute ueblichen Betriebssystemen aktiv, muessen es aber zwingend nicht sein.
Z.B. ist Nagle temporaer bei putty und anderen telnet/ssh-clients abschaltbar sowie in vielen Betriebssystemen auch dauerhaft. Es kann (muss nicht) bei Abschaltung von Nagle aber auch Nebenwirkungen geben, z.B. Ueberlastung der Leitung.
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon 7Layers » 16.02.2011, 00:10

Und wo ist das Problem, das im Kundenrouter mit QoS gelöst werden muss, wenn bei zwei TCP-Verbindungen der Durchsatz sowohl downstream als auch upstream die zur Verfügung stehende Bandbreite voll auslastet? Das war und ist meine Frage.
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon klenkes » 02.03.2011, 22:08

Optimal für einen D-Link DIR-300 rev. B ist DD-WRT (v24-sp2 (08/07/10) std - build 14896)
Zeit: 21:07:36 up 175 days :D
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon maje » 02.04.2011, 16:10

Hallo,

ich frage mich, ob es irgendwo eine versteckte Einstellung beim Dir-300 gibt, mit der man die Geschwindigkeit derLAN-Ports fest einstellen kann. :kratz:
Wenn ja habe ich sie bis heute nicht gefunden.

Gruß, maje
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon Grothesk » 02.04.2011, 17:24

Gibt es nicht. Warum auch? Es liegt immer das Maximum der Möglichkeiten an.
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon maje » 02.04.2011, 22:42

Tja, z.B. weil der Switchport, an dem das Dingen hängt Kollisionen anzeigt?
...und nur dieser Router, egal an welchem Port des Switches.

Und zu Deinem "warum auch?".
Warum NICHT und warum kann ich dann den WAN-Port einstellen? :streber:
maje
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Re: Optimale Einstellungen für D-Link DIR-300

Beitragvon Grothesk » 02.04.2011, 22:53

Dann hast du dein Netz falsch gestreckt. Warum es bei geringer Geschwindigkeit nicht mehr zu Paketkollisionen kommen soll verstehe ich nicht.
Grothesk
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