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Beitragvon Red-Bull » 10.03.2007, 01:50

Wie sieht das eigentlich aus mit der Stabilität von der Verbdinung..

Bei DSL ist ja bekannt.. läuft nen SYNC prozess ab beim Start des Modems.. was macht denn das KAbelmodem ? Synct sich das auch ?
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Beitragvon Moses » 10.03.2007, 02:59

was das modem genau technisch macht, kann ich dir nicht sagen... ;)

Aber beim ersten anschalten (was der Techniker normalerweise machen sollte) kann das wohl schonmal nen paar Minuten dauern. Danach sollte es schneller gehen... bei mir geht das Modem in ca 30 sekunden online... es wird also schon irgendwie synchronisiert (muss ja rein technisch schon), einen "Handshake" in dem Sinne (wie bei DSL, wo die Geschwindigkeit ausgelotet wird) gibt es aber nicht. Du hast immer ziemlich genau die Bandbreite, die du haben willst zur Verfügung....

Ich hatte nen DSL Modem, bei dem ich auf die Konfigurations-Seiten kam, da konnte ich schon sehen, dass die Geschwindigkeit da gerne mal in einem Bereich von +/-400kbit/s um die bestellte Geschwindigkeit geschwankt hat.. ;)
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Beitragvon Red-Bull » 10.03.2007, 12:32

Stand da auch wie bei den DSL Modems was für eine Geschwindigkeit an deinem Anschluss rechnerische ca. möglich wäre ?
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Beitragvon Moses » 10.03.2007, 13:37

die Probleme wie bei DSL gibts beim Kabel wohl nicht... an jedem Anschluss ist theoretisch das Maximum möglich, was Modem und Kopfstation zulassen. Dein Modem begrenzt hier die Geschwindigkeit und die Konfiguration wird vom Betreiber auf das Modem geladen... zumindest hab ich das, was ich dazu finden konnte (englische Wikipedia) so verstanden...

Es gibt wohl Möglichkeiten daran rumzufummeln, aber sowas ist natürlich verboten ;)
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Beitragvon Red-Bull » 10.03.2007, 13:52

Ich hab aber bei Onlinekosten auch gelesen das u.a. nen Techniker zu dir nach Hause kommt für Installation weil man wohl auf folgendes achten muss:

"Besondere Rücksicht muss auf die Tatsache genommen werden, dass im für den Rückkanal vorgesehenen Frequenzbereich zwischen 5 und 30 MHz durch elektrische Schaltgeräusche Störsignale entstehen, die bei einer Signalverstärkung ebenfalls mitverstärkt werden und zu einer Störung des gesamten Rückkanals führen können.

Daher ist eine Prüfung auf Störgeräusche bei jedem anzuschließendem Haus notwendig, bevor eine Verstärkung der Leitung vorgenommen wird. Wird ein Rückkanal auf Grund dieser Störungen nicht verstärkt, spricht man auch von einem passiven Rückkanal."
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Beitragvon jaetho » 10.03.2007, 16:09

Hallo,

ein Sync findet schon statt, allerdings läuft er etwas anders ab als beim klassischen DSL.

Sobald man das Kabelmodem ans Netz koppelt passiert folgendes:

Das Modem sendet einen kurzen Peak über den Rückkanalbereich 5-65MHz (Nutzbarer Bereich 15-64MHz) in Richtung der Kopfstelle.
Bei dieser Art Ping sendet das Modem exakt mit 49dBmV (109dBµV) seine MAC-Adresse mit.
Das Modem lauscht jetzt im Vorwärtsbereich auf 666MHz und wartet auf die Config-Daten.
Die CMTS wertet die Daten aus, schaut im Register ob das Modem bekannt
ist. Wenn ja geht's weiter.
Die CMTS übermittelt dem Modem jetzt einen festen freien Träger im Upstream, als im Rückkanalbereich, und einen festen Kanal für den Vorwärtsbereich. (z.B. Kanal 32).
Des Weiteren ist es zwingend das an der CMTS exakt 12dBmV (72dBµV)Sendepegel des Modems ankommen.
Dazu rechnet die CMTS die Dämpfung der kompletten Strecke zwischen Modem und Kopfstelle aus.
Das ist aber nicht so problematisch, da es reine Mathematik ist.
Ein Beispiel. Im ersten Peak sendete das Modem mit exakt 49dBmV und die CMTS hat festgestellt das 22dBmV angekommen sind.
Also bekommt das Modem die Info, bitte sende mit 39dBmV.
Jetzt steht die Strecke Modem <-> CMTS.
In der CMTS sind werden alle Daten zum Kunden abgelegt. Sollte der Kunde z.B. 2MBit als Speed gewünscht haben, moduliert die CMTS im Vorwärtsbereich eben diese
Geschwindigkeit. Wünscht der Kunde ein Upgrade auf 16MBit, verändert die CMTS die Anzahl der Träger.

Beim erstmaligen Login dauert es länger, da das Modem erstmal erkannt werden muss.
Beim nächsten Mal geht es etwas schneller, da alle Daten jetzt bekannt sind.

Wichtig für den Speed ist also nicht die Kabellänge, sondern nur das was in der CMTS abgelegt ist.
Natürlich ist der CNR ein wichtiger Faktor, allerdings wird bei DSL bei schlechtem SNR der Speed geringer (bei RA-Schaltung). Dies ist beim Kabel nicht so, hier gibt es nur 1 oder 0. Entweder die Verbindung steht oder steht nicht. Der Pegel des Vorwärtsbereich sollte 57dBµV (bei QAM256) nicht unterschreiten. Ein guter CNR wäre 38dBc.

Ziehen wir mal das Fernsehen zur Hilfe:

Analog: Du hast ein sehr gutes Bild, also ist dein SNR & Pegel optimal. Mit DSL verglichen hast Du wenige Störfaktoren. Also einen guten Speed.
Dein SNR & Pegel ist schlecht, das Bild ist aber noch erkennbar. Also Milchig oder die Farbe geht weg. Mit DSL verglichen ist dein Nutzbereich gestört also wenig Speed.

Digital: Egal wie Dein CNR ist, Dein Bild ist immer optimal. Erst wenn Du an den kritischen Bereich kommst, gibt es Aussetzer (Klötzchenbilder) oder kein Bild. So müsst Ihr Euch das mit dem Kabelspeed vorstellen.
Entweder alles oder nichts.

Bevor ich jetzt gesteinigt werde, das war nur eine Hilfe! DSL hat nichts
mit Analoger Übertragung zu tun. Aber für das Verständis IMHO eine gute Hilfe.
jaetho
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Beitragvon jaetho » 10.03.2007, 16:19

Red-Bull hat geschrieben:Ich hab aber bei Onlinekosten auch gelesen das u.a. nen Techniker zu dir nach Hause kommt für Installation weil man wohl auf folgendes achten muss:

"Besondere Rücksicht muss auf die Tatsache genommen werden, dass im für den Rückkanal vorgesehenen Frequenzbereich zwischen 5 und 30 MHz durch elektrische Schaltgeräusche Störsignale entstehen, die bei einer Signalverstärkung ebenfalls mitverstärkt werden und zu einer Störung des gesamten Rückkanals führen können.

Daher ist eine Prüfung auf Störgeräusche bei jedem anzuschließendem Haus notwendig, bevor eine Verstärkung der Leitung vorgenommen wird. Wird ein Rückkanal auf Grund dieser Störungen nicht verstärkt, spricht man auch von einem passiven Rückkanal."


Ja, das stimmt.

Der Techniker überprüft mit einem speziellen Messgerät erstmal die Qualität des Rückwegs. Er stellt den Verstärker so ein, das das Modem immer mit dem max. Pegel sendet (109dBµV) und parallel nicht mehr als 72dBµV an der CMTS ankommen (siehe mein Post oben).
Das Modem soll deswegen mit max Pegel sendet, da es so Störungen
blockt die ins Kabel eindringen wollen. Prinzip ist einfach:
Der Störer hat den Wasserdruck eines Gartenschlauchs. Das Modem
bei max. Pegel wie ein Feuerwehrschlauch. Stell die Beiden gegenüber
und dreh die Schläuche auf. Na? Wer gewinnt? :D

Danach wird der so genannte Ingress gemessen. Störsignal die von außen in die Anlage einstrahlen und hier nichts zu suchen haben.
Der Störbereich wird mit speziellen Filtern dann geblockt.
Diese Messung ist wichtig da durch Ingress der CNR im Netz sinkt.
Wer oben aufgepasst hat, weis was es ansonsten für folgen hat.

Gruß
Jaetho
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Beitragvon Moses » 10.03.2007, 19:20

Hm... wenn aber mein Modem mit voller Leistung sendet und das meines Nachbarn auch, dann stören die sich doch mehr, also wenn nicht, oder?

Wie ist das im Kabel mit Multiple-Access geregelt. Bei DSL hat ja jeder seine eigene Telefonleitung... also bis zum Verteiler zwei eigene Drähte. Wenn man jetzt darüber nachdenkt, dass das Kabelnetz als reines Broad-Cast Netz aufgebaut ist, wäre das ja eigentlich nicht sinnvoll... gibts da nur ein Kabel? Ich hab mal irgendwo was von Shared Medium gelesen.. finde das aber nicht mehr.. ;)

Wenn du Lust hast, kannst du das ja auch noch gerade erklären... oder hast du einen Link, wo das erklärt wird?

Gruß
Moe.
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Beitragvon jaetho » 10.03.2007, 20:15

Moses hat geschrieben:Hm... wenn aber mein Modem mit voller Leistung sendet und das meines Nachbarn auch, dann stören die sich doch mehr, also wenn nicht, oder?


Nein, das regelt die CMTS! Sie stellt fest auf welchem Träger dein Nachbar sendet und gibt dir einen anderen. Beim (Kabel-)Fernsehen liegen die Programme auch direkt nebeneinander (bei gleichem Pegel!) und es gibt keien Störungen
Moses hat geschrieben:Wie ist das im Kabel mit Multiple-Access geregelt. Bei DSL hat ja jeder seine eigene Telefonleitung... also bis zum Verteiler zwei eigene Drähte. Wenn man jetzt darüber nachdenkt, dass das Kabelnetz als reines Broad-Cast Netz aufgebaut ist, wäre das ja eigentlich nicht sinnvoll... gibts da nur ein Kabel? Ich hab mal irgendwo was von Shared Medium gelesen.. finde das aber nicht mehr.. ;)


Das ist korrekt, alle teilen sich das Medium. Es kann gut vorkommen das mehrere Modem's auf dem gleichen Vorwärtskanal geloggt sind. Die Daten werden im Stream exakt adressiert. Sollte es auf die Dauer in gewissen Clustern zu Engpässen kommen ist der NetworkDesigner gefragt.
Er hat dann die Aufgabe einen neuen Node zu planen und das Cluster zu splitten.
Ist aber vergleichbar mit DSL! Du hast zwar Deine eigene Leitung, aber Falschenhals ist die Vermittlungsstelle. Da gibt es auch nur eine Zuleitung
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Beitragvon Red-Bull » 11.03.2007, 00:45

"Der Pegel des Vorwärtsbereich sollte 57dBµV (bei QAM256) nicht unterschreiten. Ein guter CNR wäre 38dBc. "

Was passiert wenn man einen schlechteren Anschluss hat ??

Mir fällt ein bei meiner dbox2 mit neutrino drauf (das so ein Linux OS) da kann man sich auch die Signalstärke anzeigen lassen...

Bild

hier mal bild vom BigBrother Kanal z.b.
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